Stört Musik die Konzentration beim Lernen?

8. April 2010 – 09:16

Klaus Ernst Behne untersucht 153 empirische Studien über Effekte von Hintergrundmusik auf außermusikalisches Verhalten, etwa die Konzentrationsleistung beim Lernen. Seit den 90er Jahren vergrößert sich die große Zahl von Studien ohne signifikanten Nachweis eines Effekts von Musik auf außermusikalisches Verhalten. Gegenwärtig nimmt offenbar die Wirkungslosigkeit von Musik zu, sodass etwa die Angewohnheit von Kindern, bei den Hausaufgaben Musik zu hören, weniger kritisch zu betrachten ist. Grund dafür könnte die Omnipräsenz von Musik in der Umwelt der Jugendlichen sein, wobei vor allem der MP3-Player die Möglichkeit bietet, ohne großen technischen Aufwand immer und überall Musik zu hören, ebenso das Internet mit seinen reichhaltigen Musik-Download-Angeboten. Musik wird von den jugendlichen Konsumenten noch nicht einmal als Hintergrundmusik wahrgenommen, da so etwas wie eine Hornhaut auf den Ohren vieler Jugendlicher. entstanden ist.
Literatur
Behne, Klaus Ernst  (1998). Zu einer Theorie der Wirkungslosigkeit von (Hintergrund-)Musik. In Klaus-Ernst Behne, Günter Kleinen und Helga de la Motte-Haber (Hrsg.), Musikpsychologie. Jahrbuch der Deutschen Gesellschaft für Musikpsychologie. Wahrnehmung und Rezeption. Göttingen: Hogrefe.



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