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Amok - ein Täter ohne Profil

Was ist Amok?

Eine willkürliche, anscheinend nicht provozierte Episode mörderischen oder erheblich destruktiven Verhaltens, gefolgt von Amnesie oder Erschöpfung. Vermutlich vom malayischen Wort für "wütend" stammend (mengamuk = einen wütenden Angriff machen), wird der Begriff in unseren Breiten dann verwendet, wenn ein Mensch wie im Rausch wahllos andere fast immer wehrlose Menschen angreift, verletzt und tötet. Dabei unterscheidet die Psychologie zwei Formen von Gewalt, die allgemein mit "Amoklauf" bezeichnet werden: spontane Wut des Amokläufers gegen andere und den erweiterten Suizid, der häufig bei jugendlicher Täter der Hintergrund ist. Die meisten Ereignisse treten scheinbar ohne Vorwarnung auf, einigen geht ein Zeitraum mit intensiver Angst oder Feindseligkeit voraus. Einige Studien lassen daran denken, dass diese Fälle im Zusammenhang stehen mit einer traditionell hohen Wertschätzung extremer Aggression und suizidaler Attacken im Rahmen von Kriegshandlungen. Analysen der Amokläufe haben ergeben, dass die Täter vorher oft Hinweise gegeben haben. Solch eine Tat kommt in der Regel also meist nicht aus dem Nichts, doch man muss die Zeichen lesen können. Solche Phänomene werden in der Psychologie unter dem Begriff "Leaking" (leck sein, durchsickern lassen) erforscht. Nicht selten werden Gewalttaten über Monate oder Jahre geplant, manche Täter führten sogar "Todeslisten". Oft liefert ein Amokläufer schon lange vor seiner Tat immer wieder versteckte Hinweise auf ein mögliches Verbrechen, die erkannt werden könnten, etwa Andeutungen, Drohungen, Zeichnungen, Pläne oder seit neuestem auch Kommentare im Internet. Der Weg zu einem Amoklauf ist ein dynamischer Verlauf. Ein Menschist tief verzweifelt, sucht zunächst Hilfe, entwickelt dann aber allmählich einen Tunnelblick und sieht keinen anderen Ausweg mehr als Gewalt. In den meisten Fällen gibt es jedoch über Familie und Freundeskreis hinaus Signale, z.B. am Arbeitsplatz, bei Ärzten oder sogar der Polizei: Verzweiflung und Verlusterfahrung, Suizidgefährdung, Drohungen, Auseinandersetzung mit Waffen, Versuche, an Sprengstoff heranzukommen. Manchmal haben Amokläufe ein solches "Vorspiel" von mehreren Jahren, wobei aber nicht jedes dieser Warnsignale auch in eine Tat mündet. Die soziale Umwelt ist häufig mit Drohungen konfrontiert, aber überfordert, diese richtig zu deuten, wobei vor allem stille und verschlossene Menschen unbeachtet bleiben. Der Entschluss zu einem Amoklauf reift daher meist langsam heran, die Gewaltphantasien bauen sich allmählich auf. Aber der potentielle Täter lässt fast immer immer wieder etwas über seine Pläne verlauten, er sendet Signale aus. Oft sind diese Signale unbewusste Forderungen danach, doch noch von der geplanten Tat abgehalten zu werden. Nach Amokläufen erinnern sich in vielen Fällen Eltern, Nachbarn, MitschülerInnen, LehrerInnen an solche Andeutungen.

Der Versuch ein typisches Täterprofil "Amokläufer" zu finden, misslingt, denn den "typischen Amokläufer" gibt es nicht. Ein klares Täterprofil ist Mythos. Die Motive für solche Bluttaten sind vielfältig: Heftige Eifersucht, Rachegefühle, Ungerechtigkeitserlebnisse, Verzweiflung. Als Auslöser eines Amoklaufs findet man im Nachhinein oft eine fortgeschrittene psychosoziale Entwurzelung des Täters, den Verlust beruflicher Integration etwa durch Arbeitslosigkeit, Rückstufung oder Versetzung, erfahrene Kränkungen im beruflichen oder privaten Bereich sowie Partnerschaftskonflikte. Bei Amokläufern erkennt man nachträglich meist eine kontinuierliche Entwicklung, nämlich eine gewisse Form der abgebrochenen, fehlgeleiteten Kommunikation, aus der soziale Angst entsteht und aus der Angst wiederum entsteht Aggression. Durch das Fehlen von Kommunikationspartner entstehen in der Isolation destruktive Phantasien, durch die ein Entwicklungsprozess in Gang gesetzt wird, den der Täter - viel seltener die Täterin - ab einem gewissen Punkt alleine nicht mehr stoppen kann. Übrigens: Sniper (Heckenschützen, also Bewaffnete, die durch verborgenen Schusswaffeneinsatz aus dem Hinterhalt agieren) leben ebenfalls meist sehr isoliert, sind schon längere Zeit arbeitslos und lassen ihre Frustration darüber wahllos andere spüren. Oft stellt sich nachträglich heraus, dass sie schon am früheren Arbeitsplatz oder bei Auftritten vor Behörden ein aggressives Verhalten gezeigt haben. Sie sind aber nur bedingt mit Amokschützen vergleichbar.

Oft sind es Täter mit psychischen Erkrankungen oder schweren Persönlichkeitsstörungen, vor allem wahnhafte Täter, die solche Verbrechen verüben. In vielen Fällen kommt es zu einem monströs übersteigerten "erweiterten Selbstmord", d.h., dass der Täter versucht vor dem Suizid, so viele Menschen wie möglich zu töten. Dabei steht die Absicht im Mittelpunkt, das eigene Leben möglichst spektakulär zu beenden, um es "den anderen noch einmal zu zeigen". Hinweise auf erweiterten Suizid sind ausgedehnte Planungen sowie eine lange Phase der Introvertiertheit vor der Tat. Amokläufer planen die Tat oft hunderte Male, sie planen, welche Kleidung sie tragen, welche Schuhe, sie planen, welche Waffen sie benützen, sie planen die Örtlicheit, die Uhrzeit, sie planen alles, bis auf einen einzigen Punkt: Die Exit-Strategie - diese Konsequenzen ihrer Tat planen sie nicht. Nach amerikanischen Untersuchungen weihen die meissten Amokläufer in den Vereinigten Staaten Gleichaltrige vorher detailliert in ihre Pläne ein, fast immer stellen Menschen aus der Umgebung des Täters (Lehrer, Eltern, Klassenkameraden) schon vor dem Massaker besorgt fest, dass diese sich ungewöhnlich verhalten, etwa dass sie mit dem Besitz von Waffen prahlen.

Suizidprävention ist wohl das effektivste Mittel, um die Zahl der Fälle zu reduzieren, in denen ein mit dem eigenen Leben fertiger Jugendlicher seine Mitmenschen ins Verderben reißt. Eine völlige Kontrolle ist allerdings in keinem Fall möglich. "Es kommt darauf an, die Warnsignale zu erkennen und den Jugendlichen dann auf dreifache Weise zu begegnen. Weitere Informationen müssen gesammelt werden, Normen des Zusammenlebens müssen verdeutlicht werden, vor allem aber muss den Jugendlichen klargemacht werden, dass ihre im Vorfeld subjektiv unlösbar erscheinenden Probleme nicht unlösbar sind. Sie müssen begreifen, dass ihnen von diesem Zeitpunkt an Erwachsene zur Seite stehen - nicht um zu strafen, sondern um auch Hinweise zu geben auf die Lösung der immer gleichen Kernprobleme: Wege zu Anerkennung, Kontroll-Erleben, sozialen Bezugspersonen, Einbindung in die Gesellschaft und Umgang mit Kränkungen. Schwere, zielgerichtete Gewalt ist immer die allerletzte Option für diese Jugendlichen, also muss ihnen eine Alternative aufgezeigt werden. Das können Schulpsychologen, jedoch auch Lehrer tun, die das Wohlergehen ihrer Schützlinge ernst nehmen" (Robertz 2009).

Anhaltende Hoffnungslosigkeit und wiederholte Frustrationen stehen meist am Anfang einer oft nur im Nachhinein erkennbaren Eskalationskette. Ddie Täter tauchen im Vorfeld meist in ausgeprägte Gewaltphantasien ein, um sich für das ihnen Widerfahrene zu rächen. Diese Gedankenwelt dringt manchmal in Briefen, SMS, Emails, Postings in sozialen Netzwerken oder sogar Schulaufsätzen nach außen (Leaking), aber erst in einer zweiten Phase malen sich die potentiellen Täter ihre Tat in allen Details aus und auch diese Vorstellungen bleiben selten verborgen, etwa indem die Täter Zeichnungen von getöteten oder misshandelten Menschen anfertigen oder ihre Pläne Peers schildern. Erst dann beginnen sie die Tat konkret vorzubereiten, indem sie Abschiedsbriefe schreiben, sich einen Zugang zu Waffen verschaffen. Dabei schließen sich die Täter in dieser Zeit immer mehr von ihrer Umwelt ab. Nach dieser Phase sind die Täter wie eine entsicherte Waffe, sodass eine Kränkung wie ein Streit, Mobbing, eine schlechte Note oder das Ende einer Beziehung ausreichen, um den Amoklauf auszulösen. In der Regel ist mit dem ersten Schuss ist eine entscheidende Grenze übersprungen, soferne diese noch vorhanden war, denn danach übernehmen Machtrausch und Endzeitstimmung im Kopf des Täters die Kontrolle, denn nun fühlen sich die Täter unverletzlich und erleben die Gewissheit, dass ihnen mit diesen Taten nun endlich Anerkennung und Aufmerksamkeit zuteil werden.

Die Täter stehen vor der Tat oft in einem affektiven Ausnahmezustand, sodass ein einfacher Auslöser für den Beginn eines Amoklaufs genügt. Wenn etwa ein Mensch mit seelischen Störungen wie übersteigertem Narzissmus oder paranoiden Verarbeitungsstörungen eine als stark empfundene Kränkung oder einen Bruch in seiner Biografie erfährt, kann er sich augenblicklich von seiner sozialen Umgebung zurückziehen und zur Gewalt gegen sich selbst oder gegen andere greifen, genauso aber kann das jedoch ohne manifeste Folgen bleiben, denn im Psychischen gibt es keine Automatismen. Warum etwa Schulen so häufig ein Ort für Amokläufe sind, liegt daran, dass bei noch unreifen Persönlichkeiten viele Kränkungen im Schulumfeld verortet sind, wobei der Schüler der Schule die Schuld für das Nichterreichen seiner Ziele gibt. Im Elternhaus kann es eine Kombination aus schwacher schulischer Leistung und hohem Erwartungsdruck durch die Eltern sein, aber auch das Scheitern im Umgang mit der Sexualität kann dazu führen. Meist hat man es mit jugendlichen Tätern zu tun, dennn das Jugendalter ist eine intensive Lebensphase mit vielen Herausforderungen, Risiken und Prüfungen.

Ein einheitliches psychologisches Erklärungsmodell existiert daher nicht, gemeinsam ist allen nur das plötzliche Auftreten einer auch vom Täter nicht kontrollierbaren Zerstörungswut, oft eine ungerichtete Gewaltanwendung nach einem persönlichen Verlusterlebnis. Obwohl Amokläufe eher selten sind, können sie sich jederzeit und überall ereignen. Eine Vorbeugung ist nur über die Zugänglichkeit zu Waffen möglich. Alarm- oder Sicherungspläne für gefährdete Institutionen scheitern an der Aussichtslosigkeit, Ort und Zeit für einen solchen Gewaltausbruch vorherzusagen. Die meisten Amoktaten treten ohne Vorwarnung auf, dauern oft nur kurz und die Motive bleiben oft im Dunkeln. Forensische Experten sind sich einig, dass sie überall dort häufiger auftreten, wo extreme Aggressionen und die Neigung zur Selbstzerstörung, aber auch eine Kultur der Waffengewalt herrscht (z. B. in Kriegsgebieten) und auch dort wo Waffen leicht zugänglich sind. Darin liegt aber gleichzeitig die einzig sinnvolle vorbeugende Maßnahme zur Bekämpfung einer der schwersten Formen von Gewaltverbrechen: Den Zugang zu Waffen von gesetzlicher bzw. behördlicher Seite zu erschweren. Aber ein Täter mit einer hoher Motivation findet wohl immer und überall Zugang zu den Waffen, die er braucht.

Amokläufe sind in letzter Zeit vor allem in Form von "school shootings" bekannt geworden, als an der Columbine-Highschool in den USA, am Gutenberg-Gymnasium in Erfurt oder in der südwestfinnischen Kleinstadt Kauhajoki Jugendliche zahlreiche Menschen ermordeten. Diese Form des Amok ist eher selten als "blindwütige Raserei" angelegt, denn die jugendlichen Täter hatten sich zuvor bereits gedanklich mit der bevorstehenden Gewalttat beschäftigt und diese auch sorgfältig geplant. In manchen Fällen wurden diese sogar vorher im Internet angekündigt. Bei den meisten Fällen werden die Opfer bewusst ausgewählt und regelrecht hingerichtet ("Todeslisten)". Dieser Schul-Amoklauf ist zu einer besonderen Form des Amoklaufs geworden, bei der sich jugendliche Täter ausgegrenzt fühlen und sich an einer zu zurückweisenden Welt rächen, in dem sie versuchen, gemeinsam mit ihr unterzugehen. Teilweise liegt die besondere Aufmerksamkeit, die man diesen Fällen zuwendet, auch an dem Alter der Opfer. Peter Langman, Autor des Buchs „Amok im Kopf“ und psychologischer Leiter der Kinderhilfsorganisation "KidsPeace", hält bei Amokläufern vielmehr eine schwer gestörte Psyche der Täter für ausschlaggebend. Er widerspricht nach dem Studium von zehn amerikanischen Schulamokläufern auf Basis von Zeugenaussagen, Ermittlungsakten und Tagebucheinträgen der Vorstellung, wonach es sich bei Schulattentätern in der Regel um Mobbingopfer handle, denn alle bis auf einen hatten einen Freundeskreis, manche verabredeten sich auch mit Mädchen und gingen auf Partys. Auch der hohe schulische Leistungsdruck sei keine Teilursache gewesen, denn einige Schüler hatten sehr gute Noten und waren bei den Lehrern beliebt.

Ein Frühwarnsystem für Amokläufe wurde in Form eines Computerprogramms vom Institut für Psychologie und Bedrohungsmanagement in Darmstadt entwickelt, das mithelfen soll, Amokläufe zu verhindern. Mit diesem Computerprogramm soll nach Ansicht der Entwickler eingeschätzt werden, ob ein Schüler es mit einer Gewalttat tatsächlich ernst meine oder bloß droht. Dieses "Dynamische Risiko-Analyse-System" kann immer dann eingesetzt werden, wenn ein Schüler Warnsignale aussendet, etwa wenn jemand Waffen zeigt, Lebenskrisen hat oder große Verzweiflung offenbart, Suizidabsichten äußert oder sich etwa mit anderen Gewalttätern beschäftigt oder gar identifiziert. Fällt ein Schüler auf, werden Informationen über ihn anhand von Fragen mit den Warnsignalen wirklicher Amokläufe verglichen, wobei die Software Risikomerkmale miteinander verknüpft, eine Gewichtung und eine bessere Analyse der Situation ermöglicht.

Bei Amokläuen wird auch ein Werther-Effekt vermutet - es gab nach der Veröffentlichung des Buches 'Die Leiden des jungen Werthers' von Johann Wolfgang von Goethe eine Selbstmordreihe, die sich an dem Buch orientierte. Eine Untersuchung der Universität Würzburg und einer amerikanischen Universität belegt auch, dass nach einem Zeitraum von zehn Tagen nach einem Amoklauf ein weiterer stattfindet, dieser eine Art Initialzündung für den nächsten darstellt.

Eine Statistik der "School Shootings"

Eine Analyse der weltweit bis Ende 2006 aufgetretenen Fälle von Amok in Schulen - Schulen werden gezielt als Tatort gewählt, denn sie sind der "Ort der größten Kränkung", an dem jugendliche Täter demonstrativ ihre subjektive Handlungsunfähigkeit und das Gefühl von Kontrollmangel vor den Augen der Weltöffentlichkeit wettmachen wollen - belegt, dass solche Taten bereits seit 1974 auftreten, jedoch seit 1999 stark zunahmen. 99 Taten waren bis zu diesem Zeitpunkt weltweit zu verzeichnen, davon 74 in den USA, 6 in Kanada und sechs Deutschland. In Deutschland treten sie erst seit 1999 auf, also 25 Jahre nach den USA und Kanada.

Sommer et al. (2014) haben in einer Studie 126 Schulamokläufe in 13 Ländern analysiert hat und verglichen 128 Täter, darunter nur acht Mädchen, die im Durchschnitt 19 Jahre alt waren, als sie zur Waffe griffen, in den USA oder Deutschland, Thailand oder Argentinien. Nur jeder dritte von ihnen war von Mitschülern angegriffen worden, nur 54 Prozent waren von Jugendlichen, die sie nicht aus der Schule kannten, zurückgewiesen worden, nur knapp ein Viertel hatte sich selbst als Einzelgänger beschrieben. Offensichtlich haben die Täter weniger unter ihren Mitschülern als unter Lehrern oder anderem Schulpersonal gelitten, denn 43 Prozent hatten solche Konflikte erlebt. Stress mit Lehrern oder dem Direktor scheint vor allem in Deutschland ein Risikofaktor zu sein, während in den USA die Täter häufig zuerst Mitschüler angriffen. Man vermutet, dass es an den unterschiedlichen Schulkulturen liegen könnte, denn während in den USA die offiziellen Hierarchien häufig flach sind und Mitschüler oft den Ton angeben und andere Schüler so unter Gruppenzwang geraten, leiden deutsche Jugendliche eher unter dem von oben verordneten Leistungsdruck

Das Durchschnittsalter der Täter liegt bei knapp 16 Jahren, nur vier Prozent der Taten weltweit sind von Mädchen verübt worden, wobei dieser Prozentsatz für schwere Gewaltkriminalität generell gilt. Frauen sind auf Grund personaler physiologischer als auch sozialer Merkmale viel eher und effektiver in der Herausbildung sozialer Beziehungen, die einen wesentlichen schützenden Faktor gegen Gewaltausübung darstellen. Wenn Frauen gewalttätig werden, dann handelt es sich meistens um Beziehungsdelikte, also im Privaten gegen die eigenen Kinder oder ihren Partner. Grundsätzlich stehen zwar alle potenziellen Amokläufer – Männer wie Frauen – vor demselben Problem, denn sie sehen sich an einem Punkt angelangt, wo der Amoklauf für sie die letzte Option ist, um ihre Probleme zu lösen. Frauen und Mädchen erreichen diesen Punkt aber nicht so leicht wie Männer, denn sie haben andere Ressourcen und kulturelle Möglichkeiten zur Auswahl, um sich nicht in ein solche Sackgasse zu manövrieren. Frauen fallen daher seltener durch schwere Gewaltdelikte auf, vor allem im öffentlichen Bereich, denn wenn sie in Krisensituationen geraten, verfügen sie über bessere Bewältigungsmechanismen als Männer, sprechen eher darüber, gehen zu einer Freundin, nehmen professionelle Hilfe in Anspruch. Weltweit gesehen ist der Anteil weiblicher Amokläuferinnen daher sehr gering - man schätzt etwa 4 Prozent -, doch die eigentlichen Auslöser für Gewaltausbrüche sind geschlechtsunabhängig, denn viele der Gewalttäter haben Kränkungen, soziale Brüche oder Verlusterfahrungen erlitten. In der Regel gehen Frauen und Mädchen mit solchen Problemen jedoch anders um als Männer und Jungen, denn sie machen sozialisationsbedingt ihre Schwierigkeiten eher mit sich selbst aus oder kompensieren sie etwa über Krankheiten wie Bulimie oder Essstörungen. Männer haben auch genetisch bedingt hingegen eine aggressivere Art und Weise, sich mit Problemen auseinanderzusetzen.

Unterschiede bei der Waffenwahl sind bei männlichen oder weiblichen Amokläufern nicht festzustellen, sie greifen in gleicher Weise zu Pistolen, Sprengstoffsätzen, Messern, doch sind die Daten nicht repräsentativ, denn die Zahl der weiblichen Amokläufer ist dafür auch weltweit zu klein. In 87 Prozent aller Fälle wurden Schusswaffen gebraucht. Die jugendlichen Täter führen weit mehr Waffen mit sich, als sie nutzen können, womit die Täter ihre Potenz und Kontrolle demonstrieren. Dieser Kampf endet in drei Viertel aller Fälle mit ihrer Festnahme, zu einem Viertel mit ihrem Suizid, wobei die Selbstmorde im Anschluss an School Shootings in den vergangenen zehn Jahren zugenommen haben, vermutlich um die finale Symbolik hervorzuheben. Verletzt wurden bei diesen Taten zu je einem Drittel nur Schüler, nur Schulpersonal oder Schüler und Schulpersonal gemeinsam. Bei fünf Taten haben mehr als zehn Menschen ihr Leben gelassen. Täter orientieren sich deutlich an der Ausgestaltung und Vorgehensweise ihrer Vorgänger, d.h., sie gleichen Kleidung (Trenchcoat und dunkle Kleidung) und Waffen aneinander an, posieren damit im Internet und nutzen Jahrestage vorangegangener Taten. Meist handelt es sich um eher introvertierte Jugendliche, die soziale Brüche und Verlusterfahrungen erleben mussten und sehr empfindlich auf diese Ereignisse reagiert haben. Kurz vor der Tat gibt es oft ein Ereignis, das als schwere persönliche Niederlage erlebt wurde, und den Taten ging jeweils eine Grübelphase voraus, in der auf verschiedenste Art Hinweise auf die Tat gegeben wurden. Alle verfügbaren Studien belegen auch: Diese Taten geschehen nicht plötzlich, sondern sind im Vorfeld erkennbar (Zusammengefasst nach Robertz 2009). Allerdings warnen Gewaltforscher wie Wilhelm Heitmeyer davor, Listen mit Risikofaktoren aufzustellen, denn die Folgekosten für das soziale Zusammenleben wären immens. Alle Amokläufer leiden unter Anerkennungsverlusten, deshalb sollte sich an Schulen eine neue Anerkennungskultur entwickeln, wo es nicht nur auf die Leistungen in den Schulfächern ankommen sollte, sondern es müssten auch andere Präsentationsmöglichkeiten für ein Individuum gegeben sein. Die Schule sollte die Persönlichkeitsentwicklung fördern, wobei man berücksichtigen sollte, dass Gewaltexplosionen vor allem an weiterführenden Schulen stattfinden, dass also hinter diesem Phänomen vermutlich ein strukturelles Problem steckt, das mit Leistungsdruck, Isolation und wohl auch Überforderung zu tun hat.

Kanadische Forscher um Alain Lesage von der Universität Montreal haben 949 Opfer eines Amoklaufes an einer Schule befragt, bei dem eine Frau und der Täter starben und 19 Menschen verletzt wurden. Bei zwei Prozent der Befragten trat eine posttraumatische Belastungsstörung auf, sieben Prozent haben drei Jahre danach noch schwere Stresssymptome, einige LehrerInnen berichteten, sie fühlten sich machtlos und unfähig, ihren Schülern zu helfen. Schüler und Angestellte hatten die damals angebotene psychologische Hilfe nur widerwillig angenommen und lehnten die Hilfsangebote wegen ihrer Vorurteile über psychische Krankheiten ab oder aus Angst davor, Schwäche zu zeigen oder bei den Vorgesetzten als verletzlich zu gelten. Von den Befragten, die die psychologische Hilfe in Anspruch genommen hätten, sind jedoch 80 Prozent mit der Betreuung zufrieden gewesen.

Neuere Studien zeigen, dass keine psychologische Intervention als Routineverfahren nach traumatischen Erfahrungen empfohlen werden kann, wobei die "Critical Incident Stress Management"-Methode (CISM) nach Jeffrey Mitchell und George Everly, die oft angewendet wird, bei vielen Betroffenen erst recht Wunden in die Seele schlägt und zu Retraumatisierungen führen kann. Dabei sollen Opfer oder Zeugen eines traumatischen Ereignisses unmittelbar nach dem Vorfall in einer Gruppe ihren Emotionen freie Bahn geben.

Gruppengespräche nach einem potenziell traumatisierenden Ereignis sind manchmal aber prinzipiell kontraindiziert. Man sollte demnach in der Akutphase der ersten 48 Stunden auf jede therapeutische Intervention verzichten, sondern nurversuchen zu stabilisieren, etwa mit Essen, Wärme, Kontakt. Eine Gruppe von "Selbstheilern" kann die Erfahrungen oft mit eigenen Ressourcen bewältigen, nur die "Risikogruppe" braucht in der Regel therapeutische Unterstützung.

Literatur und Quellen

Robertz, Frank (2009). Die Statistik des Leids. Nach Amoklauf in Winnenden.

WWW: http://www.sueddeutsche.de/panorama/165/461787/text/ (2009-03-16)

Kette, Gerhard (2007). Jeder zweite Amoklauf geschieht in den USA.

WWW: http://www.nachrichten.at/lokal/539840 (07-04-18)

Newman, P. (1964). 'Wild man' behavior in a New Guinea Highlands community. American anthropologist, 66, 1-19.

Simons, R.C., Hughes, C.C. (Hrsg.) (1985). The culture-bound syndromes. Dordrecht: Reidel.

Sommer, Friederike, Leuschner, Vincenz & Scheithauer, Herbert (2014). Bullying, Romantic Rejection, and Conflicts with Teachers: The Crucial Role of Social Dynamics in the Development of School Shootings – A Systematic Review. International Journal of Developmental Science, 8, 3–24.

Spores, J. (1988). Running amok: an historical inquiry. Athens: Ohio University Center for International Studies (Southeast Asia Series, No. 82).

Stressbearbeitung nach belastenden Ereignissen.

WWW: http://de.wikipedia.org/wiki/Stressbearbeitung_nach_belastenden_Ereignissen (09-03-03)

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,650036,00.html (09-09-22)


In der ICD-10 Kodierung F68.8 sonstige näher bezeichnete Persönlichkeits- und Verhaltensstörung

Verwandte Syndrome:


Bedingungen für Massaker

Es haben nur 15-20% der Soldaten im 1. Weltkrieg ihre Waffen tatsächlich benutzt, denn es braucht ganz besondere Bedingungen, dass ein Mensch Gewalt ausübt. Auch Gangs und Schlägertypen üben Gewalt meist nur dann erfolgreich aus, wenn ein solches ungleiches Kräfteverhältnis vorliegt. Die Wahrscheinlichkeit, dass Polizisten gewalttätig werden, ist am höchsten, wenn sie dem Verdächtigen zahlenmäßig weit überlegen sind. Im Krieg geschehen Massaker meist dann, wenn der Feind plötzlich passiv wird, wenn er etwa in einen Schockzustand gerät und zu einer Gegenwehr nicht mehr fähig ist. Bei dieser Gewaltform ist die psychologische Dominanz viel wichtiger als die physische.

Im verkleinerten Maßstab wird dieses Prinzip der "signalisierten Unterlegenheit" in den meisten Fällen von häuslicher Gewalt sichtbar. Wer im Konfliktfall "Schwäche" signalisiert, wird demnach eher angegriffen. Häusliche Gewaltopfer kamen, nachdem sie Selbstverteidigungskurse besuchten, praktisch nicht mehr in die Verlegenheit , die erlernten Techniken auch anwenden zu müssen, da sie nicht mehr angegriffen wurden.

Collins, R. (2008). Violence: A Microsociological Theory. Princeton University Press.

Psychologie des Terrors

Wolfgang Schmidbauer beschäftigt sich in einer neuen Publikation mit der „Psychologie des Terrors” und nennt die psychische Entgleisung eines Selbstmordattentäters "explosiven Narzissmus", die durch die Erfindung moderner Waffen und das zunehmende Unvermögen der Menschen, mit Kränkungen richtig umzugehen (begründet in der Kindheit, bestärkt durch die globalisierte Entwurzelung) ermöglicht worden sind. Automobile, Computer, Waffen, mediale Systeme sind Stützen der Grandiosität, die das Selbstgefühl unmerklich aufblähen, sodass sich Menschen großartiger fühlen, als sie eigentlich sind. Kleine Kinder schlagen bekanntlich in Kränkungswut ohne jede Rücksicht um sich, doch schrittweise lernen fast alle Menschen, diese Impulse zu zügeln. Gegenwärtig sind diese erlernten Aggressionshemmer überfordert, d.h., Eltern und Pädagogen können sie gar nicht so schnell aufbauen, wie sie von den Medien und dem Waffenangebot wieder ruiniert werden. Für Schmidbauer ist eine gute Elternbindung, das Urvertrauen, ein Schlüssel der Kriminalitätsbekämpfung, denn nur echtes Selbstbewusstsein kann mit Enttäuschungen und Verletzung umgehen.

Er sieht eine enge Verwandtschaft von politisch oder religiös motivierten Attentätern zu jugendlichen Amokläufern: Beiden ist gemeinsam, Kränkungen nicht verarbeiten zu können und beide bieten die Möglichkeit, leicht und bequem in den Zustand des Nicht-Seins überzutreten, ein vom Scheitern ehrgeiziger Wünsche, von mangelnder Anerkennung behelligtes Leben in einer einzigen Tat zu erheben und – indem es ausgelöscht wird – jenseits aller Kränkbarkeit zu vollenden.

Adam Lankford vermutet 2013 in seinem Buch "The Myth of Martyrdom: What Really Drives Suicide Bombers, Rampage Shooters, and Other Self-Destructive Killers", dass Selbstmordattentäter eher viel mit Menschen gemeinsam haben, die Suizid begehen», als mit solchen, die ihr Leben selbstlos für ein gemeinsames Ziel opfern. Lankford analysierte neben der wissenschaftlichen Literatur Bekennervideos, Internetnachrichten, Liebesbriefe und Tagebucheinträge von Attentätern, und stieß auf eine Litanei von Angst, Versagen, Schuld, Scham und Wut. Bei über 130 Selbstmordattentätern entdeckte er die gleichen Risikofaktoren, die von Menschen bekannt sind, die sich das Leben nehmen: 44 Täter litten an Depressionen oder anderen psychischen Störungen, 12 hatten schwere Verletzungen oder Behinderungen, 66 den plötzlichen Tod eines geliebten oder eng befreundeten Menschen erlebt. Lankford verglich auch terroristische Selbstmordattentäter mit Tätern, die offensichtlich von Todeswünschen motiviert werden, wie Amokläufer in Schulen, Firmen oder auf der Strasse, von denen viele anschließend Selbstmord begehen. Bei einer Analyse aller 81 Fälle, die sich zwischen 1990 und 2010 in den USA ereigneten, fanden sich etwa gleich viele psychische Störungen und akute Krisen sowie Probleme in der Familie, in der Schule und am Arbeitsplatz. Zwar führen Selbstmordattentäter in ihren Bekennervideos und Erklärungen für die Nachwelt in aller Regel keine persönlichen Schwierigkeiten, doch das liegt daran, dass die meisten Menschen lieber als heroische Märtyrer in Erinnerung bleiben wollen denn als suizidale Feiglinge. Hinzu kommt, dass auch die Angehörigen von Selbstmordattentätern keinen Grund haben, die Heldenlegenden öffentlich zu untergraben, denn werden diese befragt, wiederholen sie meist einfach die offiziellen Propagandaphrasen.

Für Georg Milzner ("Die amerikanische Krankheit. Amoklauf als Symptom einer zerbrechenden Gesellschaft" ist der Amoklauf ein gesamtgesellschaftliches Phänomen, denn Amokläufe ereignen sich nicht zufällig, sondern sind seiner Meinung nach ein Merkmal unserer vom amerikanischen Lebensmodell geprägten und eingefärbten Kultur. Milzner beschreibt nicht nur die Rolle der Medien und die sozialen Hintergründe, sondern auch die beklemmenden Mechanismen der Gewalt, sodass es die Kultur ist, die mann verändern muss, wenn man Amokläufe verhindern will.

Es gibt auch den Typus des Attentäters, der sich bei seinem Amoklauf auf einer Art One-Man-Mission sieht, um als einer oft von einer unbekannten Macht Auserwählter den Kampf etwa gegen ein bedrohliches oder unmenschliches System zu beginnen oder zu führen. Solche Menschen fühlen sich manchmal dazu berufen, als Retter der Menschheit aufzutreten und stellvertretend für andere zu handeln, die vielleicht zu feige dazu sind. Dieser durchaus nicht immer pathologischen Denkweise liegt häufig eine innere Logik zu Grunde, auch wenn sie sich dabei in fixe Ideen verrennen und ein Traum- oder Phantasieleben konstruieren. Phantasien, Tag- oder Nacht-Träume entwickeln sich häufig zu einer Art “Nebenrealität”; sie kann durch Medienkonsum intensiviert werden. Unter Umständen kann die Grenze zwischen Realität und Nebenrealität verschwimmen, die Nebenrealität wird in die Tat umgesetzt. Wer etwa sehr häufig und regelmäßig Videos oder Filme mit einer bestimmten Figur konsumiert, die seiner Wunschvorstellung entspricht, wird sich allmählich mit dieser identifizieren, und je länger desto intensiver. Im Extremfall kommt es zu einer Überidentifikation, d.h., der Betreffende glaubt bei bestimmten Persönlichkeitsstrukturen, er sei jetzt tatsächlich derjenige, mit dem er sichimmer wieder identifiziert hat oder der er immer sein wollte. Man findet diese Überidentifikation am ehesten bei Jugendlichen in der Pubertät oder unmittelbar danach bzw. bei Menschen mit einer Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typus.

Dann beginnen sie sorgfältig meist langfristige Vorbereitungen für ihre Tat, denn das gibt ihnen schon zu diesem Zeitpunkt ein Gefühl von Macht. Typisch für diese Form ist, dass sich der Täter am Ende seines Amoklaufes bzw. "Kampfes" nicht selbst umbringt bzw. vermeidet, dabei von Sicherheitskräften verletzt zu werden, denn sie wollen überleben, weil sie sich darauf freuen, dann in der Öffentlichkeit in eine Art Heldenrolle zu schlüpfen, wobei diese durchaus negativer Art sein kann, also etwa als größtes Monster oder größter Verbrecher aller Zeiten zu gelten. Für dieses Täter ist der folgende Gerichtsprozess, in dem der Angeklagte dann ja im Mittelpunkt steht, äußerst befriedigend. Der Amokläufer hat mit der Tat sein Ziel erreicht und lebt danach seine zuvor schon lange antizipierte Fantasie aus, etwas Großes geleistet, für die Gerechtigkeit gekämpft oder eine Heldentat begangen zu haben. Die zahlreichen unschuldigen Toten und Verletzten schmälern in ihren Augen den Erfolg keinesfalls, da sie etwa denken, stellvertretend für andere gehandelt zu haben oder auch mit ihrer Tat der Zeit voraus gewesen zu sein. Etwa nach dem Motto: heute noch ein einfacher Mörder, aber irgendwann wird er in den Geschichtsbüchern als Held stehen.

Malek Bajbouj, Psychiater, Psychotherapeut und Neurowissenschaftler an der Charité in Berlin, geht in einem Zeit-Artikel vom 7. August 2016 der Frage nach, welche Faktoren eine Radikalisierung von jungen, gewalttätigen Männern, die unschuldige und ihnen gänzlich unbekannte Menschen verletzen und töten, begünstigen bzw. beeinflussen. Eine erste Ebene ist seiner Meinung nach die Persönlichkeit des Attentäters, seine Erfahrungen und seine reale und virtuelle Umgebung. Es gibt zwar keine einheitliche Persönlichkeitssignatur, die eine Radikalisierung begünstigt, doch gibt es einige Muster: etwa zwei Drittel der von verhinderten Attentätern haben einen ängstlich-unsicheren und ein Drittel einen impulsiven, teils narzisstischen Persönlichkeitstypus, und fast jeder Zweite zeigte persistierende Suizidgedanken. Solche Menschen sind Zustand einer Anomie, also einem Zustand, in dem Menschen sich in einem Dauermodus der Enttäuschung und moralischen Deregulierung befinden, die dann in der anomischen Selbsttötung mündet. Viele haben Gewalt in Kriegsgebieten hautnah erlebt. Menschen in ausweglos erscheinenden Situationen sind besonders empfänglich für Lernmodelle, die radikale Lösungen wie Selbstmordattentate und Amokläufe vorschlagen. Im Tunnelblick der Täter bietet das Informationsüberangebot der sozialen Medien gleichermaßen Bestätigung für empfundene Ungerechtigkeiten als auch Blaupausen für erweiterte Suizide. Menschen, die sich und andere gefährden, radikalisieren sich in der Regel nicht blitzartig und unsichtbar, sondern hinterlassen im Vorfeld sichtbare Spuren bei Sozialarbeitern, in Behörden und häufig auch in psychologischen Sprechstunden. Das Wissen um gefährdete Persönlichkeiten, kritische Lebensereignisse in deren Biographien und das Wissen um die Empfänglichkeit für letale Lernmodelle stellt eine Basis dafür dar, um Radikalisierungsprozesse frühzeitig zu erkennen und zu verhindern.

Literatur

Reinhart Lempp (2006). Mörderische Phantasien und Wirklichkeit – die kriminologische Bedeutung der Nebenrealität. Forensische Psychiatrie und Psychotherapie, 3, S. 17-49.

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