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StressStress

Der Begriff "Stress" (engl. Druck, Kraft; von lat. stringere: anspannen) entstammt der Geologie und bezeichnet einen einseitigen, gerichteten Druck bei tektonischen Vorgängen, und wurde später auch in der Werkstoffkunde allgemein für den Zustand eines Materials verwendet, das unter Zug oder Druck steht.

Das Wort Stress gehört zu den von einer Jury gewählten Wörtern des 20. Jahrhunderts.
Stress verursacht Kopfschmerzen, Angst lässt das Herz schneller schlagen, Ärger drückt auf den Magen. Gefühle haben Einfluss auf unseren Körper und die körperliche Verfassung zieht ihrerseits das seelische Befinden in Mitleidenschaft. Der Schmerz im Kopf kann schlagartig verschwinden, wenn sich der Betroffene seiner aggressiven Spannung bewusst wird und sie emotional auszudrücken vermag.

Den Begriff Stress hat der österreichisch-kanadische Forscher Hans Selye in die Psychologie eingeführt, um die Reaktion von biologischen Systemen - also Tieren und Menschen - auf Belastung zu beschreiben. Stress ist ein Symbol für Belastung ganz allgemein geworden. Ursprünglich sollte der Begriff nur beschreiben, was im Körper passiert, wenn er belastet wird. "Stress" ist also zunächst ein neutraler Ausdruck. Die negative Komponente hatte Selye ursprünglich Disstress genannt, während er positiven Stress als Eustress bezeichnete.

Die Stressreaktion des Körpers ist an sich nicht gesundheitsschädigend und der phasenhafte Verlauf wird manchmal eher als angenehm und leistungssteigernd erlebt. Die gesundheitsschädigenden Auswirkungen werden allerdings durch folgenden Aspekte hervorgerufen:

  • Ständige Erregung des Sympathikus Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Erhöhter Zuckerspiegel Leber- und andere Organerkrankungen
  • Erhöhter Cholesterinspiegel Schlaganfallrisiko
  • Verminderte Darmtätigkeit Magen-Darmerkrankungen
  • Erhöhter Muskeltonus Verspannungen, Haltungs- und Gelenksschäden, Spannungskopfschmerz
  • Chronische Belastung Organismus in ständiger Widerstandsbereitschaft Erschöpfung, Leistungsverlust
  • Geschwächte Immunkompetenz lange Belastung Abschwächung der Parameter
  • Gesundheitliches Risikoverhalten Teil der behavioralen Stressreaktion verstärken Risiko

Psychologische Stressreaktionen sind von der individuellen Sichtweise und Wahrnehmung der Umwelt abhängig, und somit an die kognitive Bewertung des Stressfaktors gebunden. Die kognitive Bewertung kann in drei Formen ablaufen, die jeweils unterschiedliche Funktionen haben. Die Primärbewertung bezieht sich auf jede Auseinandersetzung mit der Umwelt in Hinblick auf das Wohlergehen der betreffenden Person. In der Sekundärbewertung werden persönliche Ressourcen und Auseinandersetzungsmöglichkeiten bzgl. der Stresssituation vom Individuum eingeschätzt. Der Fokus liegt nach Krohne (1997, S. 268) dabei auf einem erfolgreichen Abschluss der stressbezogenen Auseinandersetzung. Anschließend kann es nun zu einer Neubewertung kommen, die zu einer Umdeutung der Person-Umwelt-Beziehung führt. Diese kann durch aktives Eingreifen in die Situation oder durch kognitive und emotionale Auseinandersetzung erfolgen. Individuell positiv bewertete Stresserfahrungen werden auch manchmal als Eustress, negativ besetzte Empfindungen als Distress bezeichnet, wobei diese Begriffe in der psychologischen Fachliteratur jedoch nicht häufig verwendet werden. Stress kann auch Einfluss auf das soziale Verhalten des Menschen bzw. auf die zwischenmenschliche Beziehungen nehmen, denn mögliche Stressreaktionen sind unter anderem das Vermeiden von zwischenmenschlichen Kontakten, der Missbrauch anderer im Sinne von Ausnutzen und die verzweifelte Suche nach Hilfe gegen die Stresseinwirkung.

In diesen Arbeitsblättern werden auch Fragen des Burnout angesprochen: Wie entsteht das Burnout-Syndrom? Was ist Stress und wie kann man ihn vermeiden? Was sind die Symptome des Burnout-Syndroms: erste Beschwerden bei einem Burnout-Syndrom, erste Warnsignale, einem Burnout vorbeugen und behandeln, Hinweise und Ratschläge für ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen..


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Das Gefühl, gestresst zu sein, entsteht immer dann, wenn Menschen den Eindruck haben, etwas wachse ihnen über den Kopf, d.h. man den Eindruck hat, eine Situaton nicht kontrollieren zu können. Ob Menschen ein Ereignis als unkontrollierbar, d.h. als "stressig" erleben, bestimmen sie durch die ganz persönliche Bewertung des Ereignisses. Es gibt viele Ereignisse, die von den meisten Menschen als bedrohlich erlebt werden, oberster Stelle steht beispielsweise der Tod des Ehepartners, dicht gefolgt von Trennungserlebnissen. Menschen, deren Stressreaktion durch innere Faktoren hervorgerufen wird, haben sich viele Denkgewohnheiten zugelegt, die ihnen auch dann Stress erzeugen, wo es gar nicht notwendig wäre, d.h., sie sehen Gefahren, wo keine Gefahren sind, überbewerten diese und unterschätzen die eigenen Fähigkeiten, damit zu Rande zu kommen. Stressbearbeitung ist daher fast immer das Verändern und Erlernen neuer Denkgewohnheiten und neue Denkmuster. Typische Denkgewohnheiten von Menschen, die sich inneren Stress erzeugen

Stress ist stimulusgebunden, d.h., es gibt nicht die Stressreaktion, sondern es handelt sich um einen Prozeß, der mit organismischer Mobilisierung über Tage und Stunden einhergeht. Die auftretenden Emotionen sind nicht einheitlich, auch die beteiligten Emotionen stellen keinen entscheidenden Moment dar, sondern die Tatsache, daß intensive Emotionen vorliegen. Die Psychologie definiert Stress als charakteristisches Reaktionsmuster (Anpassungssyndrom) bzw. als einen syndromhaften Zustand von unspezifisch hervorgerufenen Veränderungen innerhalb des biologischen Systems.

Unsere Vorfahren reagierten auf viele Anforderungen mit Kampf oder Flucht. Bei beidem verbrauchten die Muskeln sehr viel Energie. Für das Überleben war daher immer ein Höchstmaß an Energie bereitzustellen. Diese vererbte Reaktion bereitet dem heutigen Menschen die häufigsten Stressprobleme. Die Anforderungen eines modernen Arbeitsplatzes etwa bedürfen der Aktivierung vieler Kenntnisse, jedoch nur sehr weniger Energien für die Muskeln. Stress wird daher oft als Energieüberschuß erlebt. Selbst geringfügiger Lärm, schlechte Beleuchtung, flimmernde Bildschirme und Zeitdruck sind Dauerstressoren, die selten bewußt wahrgenommen werden. Instabile Programme, plötzliche Rechnerabstürze, fehlerhafte Geräre, Spiegelungen am Bildschirm stellen neben unvorbereiteten Aufgaben akute Stressoren dar. Mangelnde Vorbereitung, unzureichende Einschulung, ausschließlich fremdbestimmtes Arbeiten, undurchsichtige Geschäftsabläufe aber auch Unterforderung durch Monotonie führen zu einer Belastung, weil keine Lösungsstrategien vorhanden sind sind. Je nachdem, ob schließlich Erfolg oder Misserfolg erzielt wurde, kann dieses Belastungserleben unangenehm (Dis-Stress) oder angenehm (Eu-Stress) verlaufen. In beiden Fällen wird jedoch zuviel Energie freigesetzt, die nach der Aufgabenbewältigung vom Körper in irgendeiner Form abgebaut werden muß.

Ein gewisses Ausmaß an Stresserleben scheint lebensnotwendig zu sein. Auch ist ein leichter, anregender Stress generell lernfördernd, sodass es aus verhaltensphysiologer Perspektive deshalb nachteilig ist, wenn Lernen zu entspannt und "kuschelig" ohne jegliche Anstrengung auf niedrigstem Niveau passiert. Lernen sollte als positive Anstrengung empfunden werden. Allerdings: Starker Stress hingegen, verbunden mit Versagensangst und Bedrohtheitsgefühl gegenüber dem Lehrenden, führt zu starker Hemmung des Lernerfolges. Das Gehirn stellt auch fest, wenn eine Belohnung (z.B. in Form eines Lobes) verdient oder unverdient war, und stellt sich sofort hierauf ein. Es muss klare Regeln der Bewertung des Lernerfolges geben, die der Schüler nachvollziehen kann. Das Auf- und Ab zwischen Stress- und Erholungsphasen reguliert ein komplizierter Mechanismus, der anscheinend immer wieder geübt werden muß, um die Zusammenarbeit zwischen Organismus und Umweltreizen zu optimieren (Roth 2002).

Eine pragmatische Klassifikation von Stressoren unterscheidet

  • Objektive Stressoren: Schlafentzug, Verletzungen, Krankheiten, schwere Operationen, Verbrennungen, Unterkühlung, Hitze, Kälte, Luftdruckveränderungen, Hunger, Durst, Lärm, intensives Licht, Isolation, Dichte (wie Bevölkerungsdichte), monotone Arbeit, Unterforderung und Überforderung, schlechte Lebens- und Arbeitsbedingungen, Nichterfüllung wesentlicher Bedürfnisse.
  • Subjektive Stressoren: negativen Denkmuster, die Neigung zu Ungeduld, Ärger, Wut, Angst, Feindseligkeit, Dominanzstreben oder Konkurrenzdenken, falsche Situationsbewertungen, Schwarzsehen, Hineinsteigern, selbst gemachter Zeit- und Leistungsdruck, zu hohe Erwartungen, Enttäuschungen, eingebildete Bedrohung oder Hilflosigkeit.

Definitionen, Klassifikationen, Messung, Erhebung, psychophysiologische Störungen etc.

 

Siehe dazu
Stressbewältigung

 

Peter Lercher (Institut für Sozialmedizin der Universität Innsbruck) stellte fest, daß Lärm nicht nur bei Erwachsenen sondern auch bei Kindern physische und psychische Folgen hat. Bei einer Stichprobe von Volksschülern des Unterinntals, die an ihren Wohnorten unterschiedlichen Lärmintensitäten (vor allem durch den Straßenverkehr) ausgesetzt waren, fand Lercher in der am stärksten lärmbelasteten Gruppe Hinweise auf chronischen Stress. So waren sowohl systolischer Blutdruck als auch der Cortisolgehalt im Blut erhöht. Des Weiteren zeigte sich, daß bei den in lauten Gebieten wohnenden Schülern die Herzschlag-Frequenz etwa während eines Lesetests stärker anstieg als bei weniger belasteten. Beim Vergleich mit Lehrer- und Selbstbeurteilungen zeigte sich, daß bei höheren Schallpegelbelastungen auch die Beurteilungen durch die Lehrer schlechter ausfielen. Auch bei der Beurteilung der subjektiven Befindlichkeit der Kinder konnte ein Zusammenhang mit Lärm festgestellt werden.

Die Stressreaktion wird über einfache oder komplexe Sinneseindrücke ausgelöst und beginnt im limbischen System des Gehirns, in dem vornehmlich grundlegende Verhaltensprogramme des Schlaf-Wach-Rhythmus, der Ernährung und des Fortpflanzungsverhaltens sowie Emotionen erzeugt werden, also alles Verhaltensweisen, für die Alarmreaktionen notwendig sein könnten. Vom limbischen System aus werden spezifisch aktivierende Reize an den Hypothalamus geleitet. Im Hypothalamus nimmt also auch der hormonelle Reaktionsweg der Stressreaktion seinen Anfang.

Stress vermindet auch die Neuroplastizität, wobei eine gestörte Neuroplastizität bei psychischen Störungen wie der Depression als eine mögliche Ursache gilt.

Bisher glaubte man, dass beim wiederholten Durchleben von negativen wie positiven Erlebnissen jedes Mal dieselben Gehirnareale aktiv sind wie beim eigentlichen Ereignis und deren Strukturen verändern können. Man vermutete allerdings eine langsame und kontinuierliche Entwicklung von stressbedingten Veränderungen im Gehirn. Eine Studie mit Überlebenden eines Erdbebens in China mittels Magnetresonanztomografie zeigte, dass traumatische Erlebnisse die Gehirnaktivität binnen weniger Tage verändern können, denn von der Katastrophe Betroffene wiesen in mehreren Gehirnarealen andere Aktivitätsmuster auf als Menschen ohne ein solches Schockerlebnis. Diese veränderten Aktivitätsmuster im präfrontalen Cortex zeigten sich auch, wenn die traumatisierten Menschen nicht bewusst an das Erdbeben dachten. Ein massives Trauma bzw. der posttraumatische Stress kann also offensichtlich auch den Grundzustand des Gehirns verändern.

Wenn Stressbekämpfung Zeit hat

Auf spezifische Weise durch das limbische System stimuliert, schüttet der Hypothalamus als Reizantwort das Corticotropin auslösende Hormon aus. Dieses Hormon wirkt auf den an der Hirnbasis unmittelbar darunter liegenden Vorderlappen der Hypophyse, die ihrerseits das adrenocorticotrope Hormon ACTH an das Blut abgibt. ACTH wirkt auf das Gewebe der Nebennierenrinde ein und löst dort eine vermehrte Produktion und Ausschüttung von Hormonen aus. Diese Glucocorticoide das wichtigste ist das Cortisol (bekannter unter dem Namen Cortison) wirken auf verschiedenste Weise durch eine sehr allgemeine Steigerung der Widerstandsfähigkeit (entzündungshemmend, antiallergisch). Cortisol wirkt erst nach dem Eindringen in die Zielzellen und dort erst im Zellkern, indem es die Genaktivität beeinflusst. Täglich produzieren die Nebennierenrinden 20 bis 30 Milligramm Cortisol. Ein genügend hoher Glucocorticoidspiegel im Blut wirkt hemmend auf den Hypothalamus zurück, der dann weniger Auslöserstoffe produziert. Diese Rückkopplung funktioniert aber erst mit etwa zwei Wochen Verzögerung. Die biologische Halbwertszeit des Cortisols beträgt etwa 90 Minuten, das heißt, nach anderthalb Stunden wurde bereits die Hälfte des frei im Blut vorhandenen Cortisols durch die Niere ausgeschieden. Cortisol ist für die chronischen Stresserkrankungen verantwortlich, denn die Cortisolausschüttung bleibt konstant auf einem zu hohen Niveau. Ein stetiger Mangel an Cortisol führt unweigerlich zum Tod.

Die "Notfallreaktion"

Der andere Weg der Stressreaktion geht ebenfalls vom Hypothalamus aus. Über eine von ihm ausgelöste höhere Aktivität des Sympathikus kommt es im Nebennierenmark zur erhöhten Ausschüttung der Hormone Adrenalin und Noradrenalin, die aber auch ohne einen besonderen Reiz ständig in winzigen Mengen an das Blut abgegeben werden. Bei einer plötzlichen Stimulation wirkt der erhöhte Tonus des Sympathikus sehr schnell mit dem angestiegenen Spiegel der Catecholamine im Blut zusammen. Die wohl wichtigste und unmittelbarste Wirkung ist die Bereitstellung von Energie durch Freisetzung von Blutzucker aus den Glykogenreserven der Leber und von Fett durch die Lipolyse aus dem Speicherfett des Körpers. Andere Wirkungen zum Beispiel auf das Herz-Kreislauf-System und die Atmung vervollständigen die leistungssteigernde Wirkung.

Forscher der Universität von Südkalifornien konfrontierten ProbandInnen unterschiedlichen Alters mit verschiedenen Stress erzeugenden Aufgaben (mathematische Probleme), und maßen die Puls, Blutdruck und per Ultraschall den Durchmesser der Halsschlagader und einer Hauptarterie im Gehirn. Bei Gesunden führte die mentale Belastung zu einer Weitung der Blutgefäße und förderte die Durchblutung des Kopfes, bei Menschen mit Bluthochdruck blieben diese Effekte jedoch aus. Man vermutet, dass diese geringere Durchblutung möglicherweise die Leistungsfähigkeit des Gehirns vermindert.

Noradrenalin und Adrenalin sind im Blut in einem Verhältnis von 4:1 bis etwa 1:1 vorhanden. Beim Eustress, bei körperlicher Arbeit oder Arbeitsbereitschaft im Spiel oder in aggressiven Situationen überwiegt das Noradrenalin deutlich, während plötzliche Angst das Verhältnis zugunsten des Adrenalins verschiebt. Da die Synthese von Adrenalin über Noradrenalin als Vorstufe geht, hat die Umwandlungsrate zum Adrenalin einen wichtigen Einfluss auf seine Konzentration. Auf die Zielorgane wirken beide über drei Typen von Rezeptoren, die ein ausgeklügeltes Reaktionssystem für die jeweils notwendigen Einstellungen bilden.

Quelle:
Niemitz, Carsten (2002). Stress: Alarm im Körper.
Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG.

 

Wirklich, er war unentbehrlich!
Überall, wo was geschah
zu dem Wohle der Gemeinde,
er war tätig, er war da.

Tennisstunde, Golf und Polo,
Hauptbilanz, Quartalsbericht,
Vorstandssitzung, Konferenzen,
ohne ihn da ging es nicht.

Ohne ihn war nichts zu machen,
keine Stunde hatt´er frei.
Gestern, als sie ihn begruben,
war er richtig auch dabei.

Literarisches zu Stress

Das Gedicht "Der Unentbehrliche" aus "Kritik des Herzens" von Wilhelm Busch wurde in der zweiten Strophe vom Autor der Arbeitsblätter den heutigen Lebensverhältnissen angepasst. Das Original der 2. Strophe lautet nämlich im Original:

Schützenfest, Kasinobälle,
Pferderennen, Preisgericht,
Liedertafel, Spitzenprobe,
ohne ihn da ging es nicht.

Quelle:
http://www.wilhelm-busch-seiten.de/
gedichte/kritik18.html (07-01-01)

Stress löst - bewußt oder unbewußt - Informationsverarbeitungsprozesse aus, um eine Verminderung der Diskrepanz zwischen Ist- und Sollwert zu erzielen. Solche gegenregulatorischen Maßnahmen lassen sich auf organismischer Ebene nachweisen wie Blutdruckregulation oder auch auf der Verhaltensbasis wie die Anwendung von Coping-Strategien.

Stressreaktionen werden durch Stressoren (= belastende Reize) ausgelöst, die man in unterschiedlicher Weise klassifizieren kann. Eine mögliche Einteilung ist in

  • chemische Stressoren wie Drogen oder Chemikalien,
  • körperliche Stressoren wie z. B. Hitze, Kälte, Lärm, Hunger, Infektionen und Verletzungen,
  • seelische Stressoren wie Versagensängste, Zeitdruck, Leistungsüberforderung- bzw. Unterforderung und Prüfungssituationen,
  • soziale Stressoren wie Konflikte, Meinungsverschiedenheiten, Verlust von Angehörigen und Ablehnung durch andere Menschen, Isolation, Gruppendruck, Rivalität und Intrigen.

Aus Sicht der Psychologie sind vor allem seelische und soziale Stressoren interessant, wie sie etwa im Arbeitsbereich auftreten können:

  • organisationsbedingte Stressoren wie z.B. bürokratische Strukturen, steile Hierarchien, unklare Kompetenzen
  • rollenbedingte Stressoren wie z.B. durch Rollenambiguität oder Rollenkonflikte
  • personenbedingte Stressoren wie z.B. durch Übermotivierung, Unsicherheit, Ängste, mangelnder Bezug zur Arbeit, Konflikte zwischen Familie und Karriere.

Generell haben sich infolge des technischen Wandels die Belastungsschwerpunkte verlagert, d.h., körperliche Belastungen durch manuelle Maschinenbedienung nehmen tendenziell ab während psychisch-geistige Belastungen steigen. Belastungen entstehen überall dort, wo monotone und einseitige Beanspruchungen auftreten, also etwa bei Berufsgruppen, die ständig wiederkehrende Abläufe zu bewältigen haben (Fließbandtätigkeiten, Bedienung von Tastaturen) oder deren Sinne einseitig belastet werden (Beobachtung von Bildschirmen, Arbeit in Lärmsituationen) oder bei denen der Biorhythmus durcheinander gerät (z.B. bei Schichtarbeit).

Einschneidende traumatische Ereignisse wie Unfälle, Katastrophen und Kriegserfahrungen können zur posttraumatischen Belastungsreaktion (engl.: post-traumatic stress disorder, PTSD) führen. Die Symptome können unter Umständen erst Monate nach dem erlittenen traumatischen Erlebnis auftreten und äußern sich nach anfänglicher Abgestumpftheit u. a. in nervöser Reizbarkeit, Kontaktstörungen und Depression.

Aber auch positive Veränderungen wie ein neuer Arbeitsplatz oder die Geburt eines neuen Familienmitgliedes können die normale Fähigkeit eines Menschen, Krankheiten abzuwehren, beeinträchtigen.

Klassifikation von Stressreaktionen

Ablenkung (Self-distraction)
Aktive Bewältigung (Active Coping)
Verleugnung (Denial)
Flucht in Alkohol und Drogen (Substance use)
Aktivierung von emotionaler Unterstützung (Use of emotional support)
Aktivierung von instrumenteller Unterstützung (Use of instrumental support)
Aufgeben (Behavioral disengagement)
Fluchen (Venting)
Neubewertung (Positive reframing)
Genaues Planen (Planning)
Humor (Humor)
Akzeptieren (Acceptance)
Zuflucht zu Religion und Glauben
Selbstvorwürfe (Self-blame)

Formen der Stressbewältigung nach Carver

Literatur:
Carver, C. S. (1997). Consider the Brief COPE. International Journal of Behavioral Medicine, 4, 92-100.

Klassifikation von Stress nach Janke

Janke geht von Stressoren aus, die in einer Black-Box wahrgenommen und verarbeitet werden. Beobachtbar ist die Reaktion, die sich auf der physiologischen, psychologischen oder verhaltensmäßigen Ebene manifestieren kann. Welche Reize etc. Stressoren darstellen ist von allgemeinen Persönlichkeitsfaktoren wie Neurotizismus abhängig. Die Wahrnehmung und Verarbeitung in der Black-Box wird durch spezielle Persönlichkeitsmerkmale bestimmt. Die Manifestationsebenen der Reaktion sind von Stresserfahrungen abhängig.

  • Aufmerksamkeitsstressoren wie Licht, Lärm und sensorische Deprivation
  • Reize, die zur Deprivation primärer Bedürfnisse führen (Behinderung des Schlafes, Verhinderung von Nahrungsaufnahme)
  • Leistungsstressoren (Prüfung, monotone Arbeit)
  • Soziale Stressoren (Isolation, Density = Dichte wie Bevölkerungsdichte, interpersonale Probleme)
  • Andere Stressoren (Entscheidungskonflikte, Zukunftsungewißheit)

Nach Janke sind Stressoren alle Reize, die eine gewisse Intensität oder Dauer über- oder unterschreiten wie Reizüberflutung oder Deprivation.

Boucsein beschreibt folgende Stressoren

  • Stressoren ohne sozialen Bezug wie Deprivation, Reizüberflutung und Antizipation aversiver Ereignisse
  • Stressoren mit teilweise sozialen Bezug wie Strafreize und Leistungsstressoren
  • Stressoren mit überwiegenden sozialen Bezug wie Isolation, Verlust von Bezugspersonen, Arbeitswechsel, Density, soziale Konflikte oder eine Wirtschaftskrise

Stressinduzierende Stimuli sind zeitlich ausgedehnt und lösen längerandauernde Reaktionen aus, d.h., daß Stress nur dann vorliegt, wenn der Organismus über eine längere Zeit mobilisiert wird.

Häufig findet sich auch die Unterscheidung zwischen Stress (Beanspruchung) und Strain (Belastung). Z.B. ist das Geräusch einer lauten Maschine Stress, die damit verbundenen Reaktionen in Hörorgan und Nerven sind Strain. Überschnelles Schreiben aufgrund von Termindruck ist Stress, die dafür notwendige hochfrequente Reaktion der Fingermuskeln kann als wiederholter bzw. repetitiver Strain zu kleinsten Muskelverletzungen (Repetitive Strain Injuries) führen. Das psychische Erleben des Termindrucks verursacht Dauer-Strain. Allgemeine Muskelverspannung, verminderte Durchblutung und unangenehme Gedanken treten auf. Stress führt also zu Strain, d. h. eine übermäßige Beanspruchung kann eine körperliche Belastung zur Folge haben.

Siehe auch den

Test der Stressbelastung

Neuere Entwicklungen

der Stressforschung betreffen integrative Bemühungen, z.B. den Stellenwert des Stresskonzepts im Rahmen der Gesundheitspsychologie die Rückbesinnung auf die emotionspsychologischen Grundlagen der Stressforschung und die Einstufung des Konzepts als Teil einer umfassenden Emotionspsychologie. Bislang unverbundene psychologische Stresskonzepte werden als sich wechselseitig ergänzende Modellvorstellungen auf unterschiedlichem Abstraktionsniveau und mit unterschiedlichen Geltungsbereichen aufgefasst.

Verdrängte Aggressionen und die damit einhergehende Erregungsbereitschaft des Körpers können zur Bildung von Krankheiten führen. Körperliche Beschwerden beeinträchtigen die Lebensqualität und das psychische Befinden. Antriebsarmut, emotionale Leere, Gesundheitsängste und andauernde Verstimmtheit produzieren eine Vielzahl körperlicher Symptome. Besserungen auf der einen Seite gehen immer mit Besserungen auf der anderen einher. Wenn die Körperbeschwerden nachlassen, steigt auch die Lebensfreude wieder. Wächst die Lebensfreude, richten wir weniger Aufmerksamkeit auf Körpersignale, die uns deshalb weniger Beschwerden machen.

Dauerstress führt auch langfristig zu einer Gewichtszunahme, da die Zuckeraufnahme des Körpers gestört ist und vermehrt Fette aufgenommen werden. Stress führt bei schlanken Menschen zu moderatem, bei übergewichtigen jedoch zu einem starken Cortisolanstieg, sodass Unterschiede in der Cortisolproduktion unter chronischer Belastung anzunehmen sind. Besonders in der dunklen Jahreszeit steigt der Konsum von Süßigkeiten und gipfelt um Weihnachten in einer Licht- und Zuckerorgie, da Licht und Zucker das stimmungsaufhellende Serotonin freisetzen. Ein niedriger Serotoninspiegel lässt sich in der dunklen Jahreszeit einfach durch Zucker erhöhen, wobei es nach neuesten Forschungen in Abhängigkeit vom Body-Mass-Index einen Unterschied in der Verfügbarkeit der Serotoninbindungsstellen im Hypothalamus gibt, denn Personen mit einem höheren Body-Mass-Index weisen mehr solcher Bindungsstellen auf als Menschen mit einem niedrigen. Das kann vermutlich Ausdruck eines Serotonin-Mangels sein, was bei Adipösen auch die erhöhte Zuckeraufnahme erklärt.

Da Stress ein unvermeidlicher Teil des Lebens ist hat er nach neuesten Erkenntnissen auch gesundheitsfördernde Funktionen. So regulieren und integrieren die durch die frühe Stressforschung übel verleugneten Stresshormone beispielsweise das Wachstum und steuern wichtige Kommunikationsprozesse im Körper. Was heute als Stress bezeichnet wird, ist oft nichts anderes als der Anpassungsdruck, den jedes Lebewesen durch seine Umwelt erfährt. Zum Problem wird Stress erst, wenn wir ihn nicht buchstäblich abarbeiten. Vier von fünf Menschen in der BRD bekannten bei einer Repräsentativumfrage: "Ich bin gestresst."

Neuester Forschungsstand:

Man vermutet, dass diffuser Haarausfall auch durch Stress verursacht oder verstärkt werden kann. Paus (Berliner Klinik Charite) hat eine Studie zum Thema Stress und Haarausfall veröffentlicht. die diese Vermutungen untermauert, jedoch konnte der Auslöser von Haarausfall bei Stress nicht klar ermittelt werden. Vermutlich entstehen durch Stress haarschädigende, entzündliche Effekte an den Haarwurzeln. Bei Haarausfall durch Stress wird wie beim hormonellen Haarausfall, die Wachstumsphase der Haare verkürzt, der normale Haarzyklus unterbrochen und die Catagenphase eingeleitet. Dadurch fallen vermehrt Haare aus und der Haarwuchs beginnt sich auszudünnen. Man spricht dann von dünnem Haar oder schütteren Haaren.

Alternative Hypothese: Vielleicht raufen sich Gestresste nur häufiger die noch vorhandenen Haare ;-)

Chronischer Stress führt auch zu einer Beschleunigung des Alterungsprozesses in allen Geweben, vermutlich auch in der Haut. Er wirkt vermutlich ähnlich wie Tabak und ultraviolettes Licht, die durch die chronische Belastung zu Zellschäden führen. Dadurch kommt es zu einem Verlust der Regenerationsfähigkeit sowie der Abbau von Elastin und Kollagen, was zu einer langfristigen Verminderung der Hautdicke führt.

Haarausfall durch Stress

Quelle: http://www.bnw-natur.com/
Ursache-Haarausfall/Haarausfall-durch-Stress.htm (06-03-03)

 

 

In der Medizin bezeichnet man als Stress- oder Ermüdungsbruch Knochenfrakturen, die auf eine chronische Überbelastung des Knochens durch zu häufiges, zu langes oder zu intensives Training zurückzuführen sind. Es besteht dabei oft ein Ungleichgewicht zwischen der Trainingsbelastung und der Belastbarkeit der Knochen. Normalerweise ist dann auch eine Pause von einigen Wochen vonnöten.

Die stressigsten Berufe sind Pilot, Fluglotse, Dolmetscher, Spitalsarzt, Rettungsfahrer, Lehrer, Bedienstete im Call-Center, Gefängnisaufseher, Journalist, Sozialarbeiter, Kindergärtnerin, Berufe im Gastgewerbe. Berufe, in denen man noch am ehesten vor Stress gefeit ist: Yogalehrer, Feng-Shui-Berater, Gärtner, Landschaftspfleger, Förster, Jäger, Billeteur, Trafikant, Kartenlegerin, Wahrsagerin.

"Stressberufe"

Quelle:
OÖN vom 19.03.2007

Ältere Beschäftigte sind laut einer Umfrage weniger anfällig für Stress als ihre jüngeren Kollegen. Dabei schätzten sich die Befragten generell als überraschend wenig stressbelastet ein. Knapp die Hälfte der Befragten nannte Zeitdruck als Ursache von Stress bei der Arbeit. Lediglich 19 Prozent beklagten sich über die Unsicherheit ihres Arbeitsplatzes. Nur jeder siebente Befragte gab an, dass seine Arbeit oft das Privatleben beeinträchtige. Die Forscher führen dies unter anderem darauf zurück, dass bei den meisten älteren Befragten mit Familie die Kinder schon erwachsen sind. Die Studie zeigte auch, dass zufriedene Beschäftigte weniger Gesundheitsprobleme haben als stressgeplagte Mitarbeiter.

Ältere Beschäftigte weniger stressanfällig

Quelle: http://www.oeaz.at/zeitung/
3aktuell/2008/06/kua/kua06_2008stress.html (08-02-09)

Manche halten das Phänomen Stress für einen Ausfluss unserer Lebenswelt, in der der Zwang zu Konfrontation und Disziplin fast alle Bereiche des Daseins erfasst hat. Viele Lebensbereiche des modernen Menschen sind von der Auffassung bestimmt, nur durch Konfrontation lässt sich etwas erreichen, wobei schon die Aufnahme von Nahrungsmitteln zur Auseinandersetzung mit Kilos und gefährlichen Zutaten mutiert ist und das tägliche Leben im Kampf um jede Minute mit Zeitmanagementtricks und To-do-Listen organisiert wird, als ginge es um Leben und Tod. Selbst die Körperlichkeit und die Beziehungen werden wie ein militärisches Pflichtprogramm zur Stärkung von Gesundheit und funktionierenden Beziehungen organisiert, wobei das "Networking" schon nichts mehr Soziales enthält, sondern nur die optimale Nutzung sozialer Ressourcen bringen soll.

Wie der Psychiater und Psychotherapeut Felix Fischer (Linz) erläutert, sind es interessanterweise nicht nur Führungskräfte, die sich mit den "Stress-Lorbeeren" schmücken, sondern dieser Hang zum "Aufmascherln" durch Stress zieht sich praktisch durch alle Gesellschafts- und Altersschichten. Vermutlich wollen viele damit die Bedeutung seiner Person unterstreichen. Vor allem sieht man das durch die ständige und auch zur Schau gestellte Erreichbarkeit durch ein Handy, denn man selbst ist so wichtig, dass man praktisch immerzu gebraucht wird. Fischer ortet bei diesen Menschen ein unterentwickeltes Selbstbewusstsein und laufen auch noch dazu Gefahr, süchtig zu werden, denn wenn sich jemand nur mehr über die Inanspruchnahme von außen definiert, kann das gefährliche Folgen haben. Wer immer und überall zur Verfügung steht, lässt sich auch ausnutzen und ausbeuten.

Stress als "Statussymbol"

Quelle:
OÖN vom 7.4.2007

Für viele Berufstätige ist der Alltag mit Stress vollgepackt: Zeitdruck, eine Flut von Terminen, das Gefühl, den steigenden Anforderungen nur noch hinterherzuhinken. Bei lang andauernder Belastung kann es zu seelischer und physischer Erschöpfung kommen bis hin zum gefürchteten Burn-out. Diese chronische Stressreaktion lähmt nicht nur die persönliche Vitalität, sondern auch die eines Betriebes.

Lange davor sendet der Körper jedoch Warnsignale: Schlafstörungen, Magen-, Kopf- oder Bauchschmerzen, Reizbarkeit oder Konzentrationsstörungen. Bisher hat sich die Forschung der Arbeits- und Organisationspsychologen vorwiegend darauf konzentriert, wie Berufstätige den Jobstress am besten bewältigen können, was also jeder Einzelne dafür tun kann, um am nächsten Tag wieder fit und ausgeruht zur Arbeit zu kommen. Viel günstiger als diese Reaktion wäre nach Ansicht von WissenschaftlerInnen allerdings die Prävention, um es nicht erst zu Stressreaktionen kommen zu lassen.

In Untersuchungen hat sich gezeigt, dass ein Lob des Vorgesetzten für seine Mitarbeiter das Betriebsklima noch ein Jahr später beeinflusst. Auch können Arbeitsplätze schon mit relativ geringem Aufwand so verändert werden, dass sie nicht zum absoluten Auspowern beitragen. Wichtig sind auch Kontrolle und Einflussmöglichkeiten bei der Arbeit, denn wenn man ermüdet ist, kann man selten zu weniger anstrengenden Aufgaben übergehen und eine so Mikropause einlegen. Allerdings ist das einfach Weitermachen mit anspruchsvollen Aufgaben bei Müdigkeit letztlich kontraproduktiv. Berufstätige nehmen Pausen in der Regel viel zu spät. Daher sollten die Betriebe auch körperliche Aktivitäten während der Arbeitszeit fördern. Sie sollten die Beschäftigten ermutigen, einen Spaziergang zu machen oder einmal einen kurzen Sprint einzulegen. Auch ist es sinnvoll für Arbeitgeber, die Bedeutung der Natur für die Erholung stärker herauszustellen. Ideal ist es, wenn es im Unternehmen einen Garten oder einen Innenhof gibt, in dem die Mitarbeiter ihre Pausen verbringen können.

Durch die neuen Medien ist es für viele Berufstätige möglich, jederzeit und überall zu arbeiten. So verschwimmen die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit immer mehr, was einer Erholung abträglich ist. Andererseits kann die Möglichkeit, sich seine Zeit selbst einzuteilen, wiederum mehr Zeit für Erholung schaffen. Jedoch sind die wenigsten Berufstätigen in der Lage, hier ein ausgewogenes Selbst- und Zeitmanagement zu betreiben.

Dieser neuen Perspektive müssen sich angesichts steigender Arbeitsanforderungen und einer immer älteren Arbeitnehmerschaft Firmen stellen. Denn wenn sich die MitarbeiterInnen entspannt, ruhig, ausgeglichen und fit für die Arbeit fühlen, sind sie auch meist besonders motiviert, leistungsfähig und engagiert.

Präventives Stressmanagement von Firmen ist angesagt

Es soll hier abschließend darauf hingewiesen werden, dass es auch in anderen Wissenschaften das Phänomen Stress gibt, wobei es hier ähnliche Testverfahren, eben Stresstests gibt, um das Ausmaß zu messen: In der Informatik versteht man unter einem Stresstest ein Verfahren, das das Verhalten eines Systems unter hoher Last überprüft. Für die Bemessung der Last nimmt man etwa die Anzahl der gleichzeitig arbeitenden BenutzerInnen auf einem Computersystem als Basisinformation vor.

Die Wirtschaftswissenschaft definiert als Stresstest eine Simulation der Veränderung eines Investitions-Portfolios - z. B. von Banken, Fonds oder Versicherungsgesellschaften - bei veränderten Kapitalmarktparametern. Diese Parameter können z. B. steigende/fallende Zinsen, Aktienhausse/-baisse, Rohstoffpreisveränderungen usw. sein. Durch diese Stresstests soll ermittelt werden, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein vorher festgelegter Verlust oder Gewinn des Portfolios eintritt, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Unternehmen insolvent wird oder aber in welchem Umfang das Unternehmen Eigen- oder Geldmittel bereithalten muss, um etwaige Auszahlungen gewährleisten zu können.

Stresstests der anderen Art

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Stresstest (08-08-01)


Linneweh, Klaus (2002). Stresskompetenz. Der erfolgreiche Umgang mit Belastungssituationen in Beruf und Alltag. Weinheim, Basel: Beltz.

Kowalski, Heinz (Hrsg.) (2002). Stress-Symposium. Aktuelle Ursachenforschung. Moderne Methoden der Stressbewältigung. Essen: CW Haarfeld.

Greif, S. (Hrsg.) (1991). Psychischer Stress am Arbeitsplatz. Göttingen.

Stress und Burnout Informationen. Ursachen, Symptome und Behandlung von Stress und Burnout.
WWW: http://www.palverlag.de/Stress-Burnout.html (05-11-11)

Literatur zum Thema Stress

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