Stressbewältigung

stressbewältigung


Um Stress zu reduzieren und damit seine eigene Arbeit und sein Leben in den Griff zu bekommen, unterscheidet man heute vier Wege:

  • das Zeitmanagement, mit dem man die Arbeit in passende Zeitintervalle legt
  • das Reizmanagement, mit dem man Störreize zu reduzieren oder zu kanalsieren versucht
  • das Erregungsmanagement, daß die vegetative Reaktion auf Stressoren zu mindern sucht
  • das Belästigungsmanagement, mit dem man die subjektive Bewertung von Stressoren ändern will.

Zeitmanagement

Wichtige Voraussetzung für ein erfolgreiches Zeitmanagement ist die Festlegung von Hauptaufgaben und von Fixzeiten. Daher werden zunächst einmal die Hauptaufgaben reflektiert und dann die sog. Fixzeiten (festliegende Hauptaufgaben) in den Kalender eingetragen. Um diese Fixzeiten herum kann man nun die planbaren Hauptaufgaben und auch alle sonstigen Tätigkeiten planen. Dabei sollte man die folgenden Grundregeln beachten:

  • Arbeitsblöcke sollten nicht mehr als 60 Minuten umfassen
  • Nach einem Arbeitsblock ist eine kurze Pause von 5 bis 15 Minuten einzuschieben
  • Gleichartige Tätigkeiten sollten in Arbeitsblöcken zusammengefaßt werden
  • Es sollten von Arbeitsblock zu Arbeitsblock Abwechslungen in den einzelnen Arbeitsblöcken existieren
  • Schwierige und kraftraubende Arbeiten sollten in die Hochphasen (08.00 bis 12.00 und 15.00 bis 19.00) gelegt werden

Die Tagesplanung wird aus einer To-do-Liste aufgefüllt, in der die Aufgaben, der abgeschätzte Zeitbedarf sowie der Endtermin eingetragen werden.

Siehe dazu im Detail: Arbeitszeit, Zeitplanung und Zeitmanagement

Reizmanagement

Basis des Reizmanagements ist die Analyse sog. störender Reize. Nachdem man diese Störreize identifizieren konnte, überlegt man nun, wie man diese Störreize abschaffen, vermindern oder kanalisieren kann. So ist z.B. die Belästigung durch das Telefon durch Rufumleitung, Stummschaltung, Blockzeiten, Anrufbeantworter o.ä. kanalisierbar.

Erregungsmanagement

Der Körper reagiert auf Störreize mit einem Erregungsmuster, das eine Bewältigung ermöglichen soll. Dieses Erregungsmuster ist unspezifisch und kann daher auch durch jede körperliche Betätigung reduziert werden. Präventiv helfen folgende Maßnahmen zur Erregungsreduktion:

  • Mentales Training (Stressimpfung). Geistige Vorwegnahme der belastenden Situation mit steigendem Schwierigkeitsgrad und Lösungmustern im Kopf
  • Positive Selbstinstruktion: Sich selbst durch einen positiven Selbstbefehl in der Situation hin zu einem erfolgreichen Verhalten bringen
  • Sport als generelle Möglichkeit, Erregung zu vermindern
  • Gedankenstop, um belastende Gedanken, die in der Situation selbst störend sind, abzuschalten und später zu bearbeiten.

Belästigungsmanagement

Nach Albert Ellis wird eine Situation erst dann zu einem Stressauslöser, wenn sie entsprechend bewertet wird. Daher kann eine Umbewertung der Situation (positives Denken) zu einer Verminderung der Stresssituation führen.

Ein praktischer Tipp dazu: In einem Stau ballen sich nicht nur Autos, sondern auch negative Emotionen: Man fühlt sich gefangen, umzingelt von Konkurrenten und hat Angst, nicht mehr ans Ziel zu kommen. Laufen Sie nicht vor Ärger ständig innerlich auf Hochtouren, sondern lehnen Sie sich zurück, hören Sie entspannende Musik oder ein informatives Hörbuch. Oder nutzen Sie die Zeit für ein intensives Gespräch mit Ihrem Partner oder für Spiele mit Ihren Kindern, wenn diese mit an Bord sind.
Quelle: ADACmotorwelt

 

 

 

Siehe dazu
Stress
Psychologische

Erklärungsmodelle

 

Stress bei Jugendlichen

 

Stressbewältigung
beim Lernen und Studieren

 

 

 

 

Entspannungsübungen hängen natürlich von seinen persönlichen Vorlieben ab, aber auch Persönlichkeitstypen spielen eine große Rolle. Ist man eher ein Bewegungstyp, der auf Action und Schweiß steht, oder lässt man es eher ruhiger angehen? Die klassischen Entspannungsverfahren aus Europa und Asien sind in ihrer Anti- Stress-Wirkung unbestritten sehr hilfreich, und der Eindruck, das diese nur für Senioren sind, entsteht oft schlichtweg aus Unkenntnis. Man muss sich einmal näher mit diesen Methoden beschäftigt, und wird oft nach kurzer Zeit begeistert sein, und zwar unabhängig vom Alter. Natürlich kommt es darauf an, wie eine Entspannungsmethode präsentiert wird, denn auch das als eher antiquiert geltende autogene Training kann attraktiv vermittelt werden. Wenn man so gar nicht auf Tiefenentspannung und Bauchatmung steht, dann ist eine Sportart das Richtige, bei der man sich mit Spaß auspowern kann. Neben den Klassikern wie Fußball, Volleyball, Squah, Joggen und Radfahren gibt es viele Möglichkeiten wie Rumba, Step-Aerobic oder Tae-Bo, eine Fitnesstechnik mit sehr dynamischen Bewegungen aus dem Kampfsport. Sehr beliebt ist auch Climbing oder Bouldern, also Klettern in der Kletterhalle, denn das trainiert die Muskulatur, die Koordination und die Konzentration. Auch fernöstliche Budo-Sportarten wie Judo, Karate oder Aikido können zu einem harmonischeren Leben beitragen, da sie Körper und Geist gleichermaßen stärken. Allerdings erfordern diese Sportarten einen relativ hohen Zeitaufwand und die Disziplin, kontinuierlich dabei zu bleiben. Generell sollte man diese Tätigkeiten regelmäßig tun, denn vor allem Entspannungsmethoden wie autogenes Training oder progressive Muskelentspannung müssen über eine längere Zeit geübt werden, nur dann kann man sie in Stresssituationen auch wirklich anwenden.

Wie findet man die passende Entspannungsmethode?

Quelle:


 

Quellen:
http://www.stud.uni-wuppertal.de/~ya0023/phys_psy/stress.htm (01-12-24)
http://141.90.2.11/ergo-online/Krank-beschw/G_Stress.htm (02-05-26)
http://members.chello.at/guenther.holmann/stress/stress.doc (02-01-24)
Wagner-Link, A. (1995), Verhaltenstraining zur Stressbewältigung, Pfeiffer: München.
Kaluza, G. (1996), Gelassen und sicher im Stress, Springer: Berlin.
Oberösterreichische Nachrichten vom 10.04.2008

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