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Kreativitätstechniken: Die Umkehr-Methode

Bei der Umkehr-Methode werden die Probleme auf den Kopf gestellt. Etwa statt sich z.B. zu fragen, wie die Produktion gesteigert werden kann, denkt man darüber nach, wie der Absatz verringert werden kann. Damit soll das Denken aus dem jeweilig üblichen Blickwinkel gerückt werden und zu neuen Perspektivengelangt werden. Man formuliert das Problem in sein Gegenteil und versucht etwa mit Hilfe eines Brainstormings Lösungsvorschläge zu finden. Danach kehrt man diese Ideen wieder in ihr Gegenteil und analysiert die Umsetzbarkeit für das eigentliche Problem. Die Umkehrmethode macht den Kopf freiund ist auch mit Gruppen erfolgreich. Zum Beispiel kann man sich überlegen, wie man ein Unternehmen in drei Monaten in den Ruin treiben und durch Marketingmaßnahmen auch noch den allerletzten treuen Zulieferer und Kunden verprellen kann. Was kann jeder persönlich dazu beitragen, die Situation noch zu verschlimmern? Durch diese Methode wir der Druck, eine gute Idee zu produzieren, plötzlich entschärft. Es wird eine destruktive Lust aktiviert, wobei die Vorschläge manchmal zynisch werden, hemmungslos und für Heiterkeit sorgen. Alllerding sollte die Lust am Untergangsszenario nicht überstrapaziert werden, sondern sollte gemeinsam anschließend überleent, wie man gute Strategien daraus ableiten kann. Diese Methode ist auch bekannt unter dem Namen

Flip-Flop-Technik

Für sie braucht man eine Tafel oder Papier mit zwei breiten Spalten außen und einer schmalen in der Mitte. Diese Technik eignet sich für Aufgaben, Fragen oder Situationen, für die es bisher keine befriedigende Lösungen gab. Man kann diese Methode oder allein anwenden. Dabei sollte man immer das Gegenteil dessen formulieren, was man erreichen möchte, z.B. „Was muss ich tun, damit meine Noten schlechter werden?“ In der linken Spalte werden alle Ideen zu dieser Frage gesammelt, z. B. „lange Computer spielen“. Anschließend werden die einzelnen Vorschläge mit „Ist“ (Tue ich das schon?) oder „Soll“ (Das will ich künftig tun) bewertet. „Ist“-Punkte sollten sofort verändert werden, um das eigentliche Ziel zu erreichen. Die mit „Soll“ markierten Punkte, wie z.B. „oft in Urlaub fahren“, umkehren („nicht fahren und stattdessen lernen“), in die rechte Spalte schreiben und befolgen.

Die Reizworttechnik

Bei dieser Methode werden wie bei der Umkehrmethode Dinge miteinander verbunden, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben.

Nach der Problemformulierung schlägt man ein Lexikon auf einer beliebigen Seite auf und wählt spontan einen Begriff - das Reizwort. Zuerst schreibt man alle Eigenschaften auf, die man mit diesem Reizwort verbindet, danach ordnet man sie dann dem Problem zu.

 

Literatur & Quellen

Kolb, Klaus & Miltner, Frank (1998). Kreativität - frei für neue Ideen und Lösungen. Die besten Methoden für Alltag und Beruf. Graefe & Unzer.


Kreativitätstechniken - Methoden der Ideenfindung





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