Kurioses zum Thema Schlaf

Wer zu spät ins Bett geht und früh heraus muss,
weiß, woher das Wort Morgengrauen kommt.
Robert Lembke

Überblick Hypertext "Der Schlaf"

 

Wenn der Fuß oder der Arm eingeschlafen sind

Wenn man z.B.im Schneidersitz sitzt, wird der Nerv abgeklemmt, der dem Gehirn mitteilt, dass man einen Fuß besitzt. Diese Information kommt dabei für eine bestimmte Zeit nicht an, und dein Gehirn speichert nur die Mitteilung: "Es gibt keinen Fuß", was natürlich eine Fehlermeldung ist. Dann fängt es an zu Kribbeln, was ein Zeichen für den gestörten nervösen Informationsaustausch zwischen Fuß und Gehirn darstellt. Liegt man im Schlaf auf seinem Arm, stellt sich manchmal eine ähnliche Wirkung ein, denn dann wird die Blutzufuhr in den Adern des Arms abgeklemmt. Verändert man dann seine Lage, kann das Blut wieder zirkulieren.

Wie man schläft so liebt man …

In einer Tageszeitag fanden sich unter dem Titel "Zeig mir, wie du schläfst, und ich weiß, wie du liebst" einige Erkenntnisse, was die Schlafposition von Menschen über ihre Charaktere aussagen:

Quelle: OÖnachrichten vom 31.07.2008


Irrtümer über den Schlaf

Der Schlaf vor Mitternacht ist der beste: Frühes Zubettgehen führt in der Regel zu einem frühen Erwachen. Das erste Drittel des Schlafs ist durch einen hohen Tiefschlafanteil geprägt, tritt aber weitgehend unabhängig von der Tages- beziehungsweise Nachtzeit auf.

Acht Stunden Schlaf sind notwendig, um wirklich erholt zu sein: Tatsächlich ist die Schlafdauer individuell sehr unterschiedlich. Es gibt Kurzschläfer, die mit nur vier bis fünf Stunden Schlaf pro Nacht auskommen. Auch normale Acht-Stunden-Schläfer können ihre Schlafdauer häufig relativ unproblematisch auf fünf bis sechs Stunden verkürzen.

Wer gut und gesund schläft, wacht nachts nicht auf: Tatsächlich ist es physiologisch sinnvoll und auch charakteristisch für einen gesunden Schlaf, dass dessen Verlauf mehrmals unterbrochen wird.

Nach einer schlechten Nacht muss der Schlaf in der darauffolgenden Nacht durch eine längere Schlafdauer nachgeholt werden: Fakt ist, dass der Körper verlorenen Schlaf durch eine bessere Schlafqualität ausgleicht und nicht durch eine längere Schlafdauer.

Wenn man eine Nacht schlecht geschlafen hat, muss man sich am nächsten Tag schonen: Tatsächlich ist das Befinden von einer Vielzahl von Faktoren abhängig. Schlechter Schlaf kann schnell als Ausrede herangezogen werden. Wer regelmäßig gut schläft und nur hin und wieder zu wenig Schlaf bekommt, braucht um seine Leistungsfähigkeit am Folgetag nicht zu fürchten.Darüber hinaus wäre es falsch, sich zu schonen, denn die ausreichende Aktivität während des Tages stellt eine notwendige Bedingung für einen gesunden Nachtschlaf dar.

Quelle: OÖN vom 25. Oktober 2011


Ein kurioser Mix aus teilweise unverstandenen Forschungsergebnissen aus dem Bereich Schlaf und Traum wurde mir von einer Userin zugeschickt - sie hatte diese Werbemail aus einer hier ungenannt bleibenden Quelle erhalten:

Hallo XY,

vermutlich kennen auch Sie den Spruch „Träume sind Schäume“ recht gut? Meist soll dadurch suggeriert werden, Träume seien letztlich zwar ggf. schöne, aber letztlich wertvolle „Abfallprodukte“ des Gehirns, denen man keine größere Bedeutung beimessen sollte.

Dass dem aber mitnichten so ist zeigen viele Untersuchungen, die nicht zuletzt aufgrund bildgebender Verfahren zu teils völlig neuen Erkenntnissen geführt haben. Menschen, die beispielsweise ernsthaft von sich behaupten nicht zu träumen, verkennen völlig die Situation. Träumen gehört elementar zum Schlafen dazu, und ermöglicht vor allem äußerst wichtige und hilfreiche Lernprozesse, die in unterschiedlichen Schlafphasen stattfinden. Menschen, die ernsthaft behaupten, nicht zu träumen, haben oftmals nur nicht gelernt sich an ihre Träume zu erinnern.

Dieser Artikel hier wird Ihnen zeigen, dass Träume nicht nur sehr wohl eine „Realität“ darstellen, sondern dass Sie sie effektiv für sich und Ihre Lernziele einspannen könnten. Des nachts, wenn Sie schlafen, arbeitet Ihr Gedächtnis teils auf Hochtouren. Wichtige und zum Teil sehr umfangreiche Umstrukturierungsprozesse in Ihrem gigantischen, neurologischen Netzwerk (Gehirn) sorgen dafür, dass z. B. vielfältige Sinneseindrücke eines Tages neu verknüpft werden, und sich nahtlos in das jeweils bestehende Wissensnetz einfügen. Insbesondere während der REM-Phasen (REM: Rapid-Eye-Movement – Phasen schneller Augenbewegungen) finden umfangreiche Um- und Neustrukturierungsprozesse in Ihrem Gehirn statt.

Träume erfüllen viele Funktionen, von denen einige nachfolgend kurz genannt werden sollen:

• Träume als Spielfeld für unbewusste Wünsche
• Träume als Mentaltrainer für Ihre Gedanken
• Träume als Reorganisatoren Ihres Gehirns
• Träume als Konfliktberater und Konfliktlöser
• Träume als elementare Voraussetzung dafür Neues lernen zu können

In Ihren Träumen werden u. a. Ihre unbewussten Wünsche und Sehnsüchte verarbeitet, die Ihnen im Wachleben entweder gar nicht oder nur sehr bruchstückhaft bewusst sind. Träume, in die Sie als „versierte(r) TräumerIn sogar während der Traumphasen aktiv gestaltend eingreifen können, erzeugen mitunter neue Gedanken, die Ihnen im Wachleben so nicht in Ihr Bewusstsein kämen. Träume tragen aktiv dazu bei Hirnstrukturen neu zu organisieren, indem sie z. B. viele Sinneseindrücke eines Tages in das jeweils bereits bestehende Netzwerk integrieren. Insbesondere geübte TräumerInnen können ihre Träume auch als Konfliktberater oder Konfliktlöser nutzen, die ihnen während der Traumphase plötzlich neue Lösungswege aufzeigen, an die Sie im Wachleben so nicht denken. Nicht zuletzt im Rahmen komplexer Lernprozesse erfüllen Träume eine ebenso notwendige wie wichtige Funktion. Kurz: Lernen können ohne Träume zu haben, ist nicht möglich.


Die gesellschaftliche Konversation wäre ein ausgezeichnetes Schlafmittel,
wenn die Leute sich angewöhnen könnten, etwas leiser zu sprechen.
George Bernard Shaw

William C. Dement, einer der ersten Schlafforscher, definiert den Schlaf eher phänomenologisch durch zwei Wesensmerkmale: "Das erste und bei weitem wichtigere ist die Wahrnehmungsmauer, die der Schlaf zwischen Bewusstsein und Außenwelt errichtet. Das Schließen der Augenlider erleichtert das Schlafen, aber wir würden genauso ohne Augenlider schlafen. (…) Das zweite Merkmal des normalen Schlafes ist seine unmittelbare Reversibilität. Selbst wenn jemand tief schläft, kann er durch eine intensive und hartnäckige Stimulation immer geweckt werden. Wenn nicht, ist die Person bewusstlos oder tot."


Was dieser Hund wohl geträumt hat?


[Quelle: http://www.youtube.com/watch?v=z2BgjH_CtIA&feature=player_embedded]

 

Überblick Hypertext "Der Schlaf"

Waren diese Informationen für Sie nützlich? Dann klicken Sie bitte auf das



In den Arbeitsblättern
[werner.stangl]s arbeitsblätter 
psychologie pädagogik forschungsmethoden weblog inhalt
emotion erziehung   psychologie-news gesamtindex
essstörungen lehren literaturarbeit pädagogik-news suchen
entwicklung medien moderation   diskussion
gehirn lernen präsentation zum geleit twitter
gedächtnis lerntechnik konzentration   kontakt
denken lernziele online-tests   impressum
kommunikation       copyright
konflikte sucht & drogen      
psychotherapie missbrauch psychologie-lexikon linz 2012

URL der Seite:


Creative Commons License
This work is licensed under a Creative Commons License.
Valid CSS!







































Free counters! Webliga-Webkatalog - Wissenschaft Webliga - Webkatalog