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Vorweg: Katzen sind im Gegensatz zu Hunden normalerweise unabhängig und Freigänger, sie benötigen nur ein Minimum an menschlicher Aufmerksamkeit. Eine Katze ist somit nicht auf einen Menschen angewiesen, drückt nur dann Zuneigung aus, wenn ihr danach ist. Ansonsten genügt es ihr, wenn sich der menschliche Kontakt auf das Reichen der Mahlzeiten und hie und da auf eine wenig Kontakt beschränkt. Gegen zu viel Kontakt wehrt sie sich wie gegen unfreiwillige Streicheleinheiten, sodass Kratzer nicht selten sind, die die Katzenbesitzerin oder der Katzenbesitzer abbekommt. Ein richtiges Schmusetier ist eine Katze also niemals, eher ein tierischer Mitbewohner. Deshalb braucht eine Katze einen Kratzbaum zum Wetzen der Krallen, einen Schlafplatz und Katzenfutter, wobei auch bei diesem eine jede Katze mit der Zeit Vorlieben entwickelt.

Nonverbale Kommunikatzion*)

Wie bei vielen anderen Tieren redet bei Katzen auch der Körper mit, denn je nach Körperhaltung und Gesichtsausdruck teilen sich Katzen mit. Wenn sich eine Katze freut und den heimkommenden Menschen begrüßt, scheinen die Beine zu wachsen, der Kopf ist erhoben, der Körper wölbt sich leicht nach oben, der Schwanz steht hoch, nur die Spitze spielt ein wenig. In dieser Haltung umstreicht das Tier oft die Beine des Menschen. Eine Katze, die sich wohlfühlt, macht einen ruhigen und entspannten Eindruck, die Ohren sind nach vorne gerichtet und die Augen haben einen ruhigen Ausdruck. Auch wenn die Katze liegt, die Vorderbeine vor der Brust einrollt oder ausstreckt, kann man davon ausgehen, dass die Katze ganz entspannt ist und sich wohl fühlt.

Der Schwanz ist bei Katzen generell sehr ausdrucksstark, denn ist der Schwanz einer Katze nach oben gerichtet, kann man davon ausgehen, dass sie sich in einer zufriedenen Situation befindet. Steht der Schwanz ganz senkrecht nach oben, kann dies eine Begrüßung sein. Schlägt der Schwanz von einer Seite zur anderen, ist die Katze verärgert und steht vielleicht kurz vor einem Angriff. Befindet sich die Katze in einer regungslosen Situation und streckt dabei den Schwanz geradeaus weg, wird sie mit hoher Wahrscheinlichkeit angreifen.

"Kommt Ihre Katze mit hoch erhobenem Schwanz und leicht nach vorn gebogener Spitze auf Sie zu, ist sie wohlgesonnen, freundlich und will "Hallo" sagen. "Schön, dass Du da bist." Läuft sie dann mit aufgestelltem Schwanz weiter, heisst das: "Folge mir!" Wirft sie sich auf den Rücken und schaut Sie dabei auffordernd an, kann das entweder bedeuten, dass sie gestreichelt werden will oder sich kappeln möchte. Nähert sie sich Ihrem Gesicht mit der Nase, so ist das eine ganz vertraute Art des Grusses, und der ist nur Auserwählten vorbehalten. Darum wäre es mehr als unhöflich, sie anzupusten, auch wenn es als Spass gemeint ist. Die Schnurrhaare einer Katze sind sehr empfindlich, und ein scharfer Luftzug irritiert sie sehr. Ausserdem deutet Ihre Katze das Pusten als Angriff und fühlt sich abgelehnt.

Streicht eine Katze sanft um die Beine und schnurrt dabei, so möchte sie Kontakt herstellen, einfach mal "Guten Tag, lieber Mensch" sagen. Doch das Um-die-Beine-Streichen hat noch einen Grund: Zu beiden Seiten ihres Kopfes sitzen nämlich Drüsen, die Geruchsstoffe produzieren. Diese sind so fein, dass die menschliche Nase sie nicht wahrnehmen kann. Ihre Katze versucht auf diese Weise, sich mit unserem Geruch auszutauschen. Das Köpfchen-Geben unserer Katzen ist als zärtliche Geste gemeint und vielleicht am ehesten mit dem Nasenreiben der Eskimos zu vergleichen. Auch einen Katzenkuss, das Lecken des Handrückens zum Beispiel, und den leichten Liebesbiss, das sanfte Zwicken mit den Zähnen, können Sie als innig gemeinte Geste der Zuneigung verstehen. Das Zupacken mit den Zähnen kommt übrigens aus dem Liebesritual der Katzen: Der Kater beisst bei der Paarung sanft in den Nacken der Kätzin."

Eine wachsame und neugierige Katze schaut den Menschen direkt an, die Ohren und Schnurrhaare sind dabei nach vorn gerichtet. Eine aufmerksame Katze erkennt man an ihren gespitzten, nach vorn gedrehten Ohren. Die Schnurrhaare sind ebenfalls nach vorn gerichtet und breit gefächert. Zunächst wirkt die Katze ganz ruhig, nur der Schwanz wedelt hin und her. Spielerisch erhebt sie die Pfote, um nach dem Objekt ihrer Aufmerksamkeit zu haschen. Mit dem Geruchssinn versucht die Katze dabei zu erkennen, ob das Objekt oder der Mensch als 'freundlich' eingestuft werden kann. Ist dies dann der Fall, nähert sie sich und hebt dabei den Schwanz nach oben, wobei die Spitze leicht nach vorne zeigt. Bei einer Begrüßung zwischen zwei Katzen, reiben sich die Katzen aneinander und lecken sich dabei unter Umständen gegenseitig ab.

Eine übermütige, zum Spielen aufgelegte Katze hält den Kopf hoch und formt den Schwanz zum Fragezeichen. So vollführt das Tier fröhliche Bocksprünge, galoppiert durch die Wohnung und wagt womöglich blitzschnell einen spielerischen Angriff auf eine andere Katze, den Menschen oder auch nur auf ein Spielzeug. Eine ängstliche Katze zieht sich in ein Versteck zurück und nimmt eine erstarrte Haltung an. Ihre Augen und Pupillen werden schmal, die Ohren und Schnurrhaare sind seitlich angelegt. Hat die Katze Angst, schrumpft sie zusammen. Befindet sich eine Katze in einer ängstlichen und bedrohlichen Situation, erstarrt sie und sieht den 'Gegner' erstmal nur an. Die Ohren und Schnurrhaare sind dabei nach vorne gerichtet. Die Katze versucht dann das bedrohliche Objekt zu identifizieren und zittert dabei mit der Nase. Nähert sich das Objekt der Katze, ändert die Katze ihre Haltung. Die Ohren werden flach angelegt, die Katze wendet sich langsam zur Seite und die Fellhaare sträuben sich. Die Katze befindet sich nun in einer noch ängstlicheren Situation und nimmt Angrifsshaltung ein. Wenn sich die Angst steigert, geht die Katze blitzschnell zum Angriff über, dabei sträuben sich die Haare, die Pupillen werden riesengroß und der Schwanz peitscht hin und her. Katzenhalter tun gut daran, ihr Tier in diesem Zustand nicht anzufassen. Gut gemeintes Streicheln empfindet die Katze als Bedrohung und meist schlägt sie mit den Krallen zu. Es ist besser, beruhigend auf das ängstliche Tier einzureden ohne es zu bedrängen, bis sich die Situation wieder entspannt hat. Beim Davonlaufen macht sie sich möglichst niedrig und lang. Eine Katze, die einer anderen imponieren möchte oder sie bedroht, wird hinten etwas höher als vorn. Das sieht besonders gefährlich aus. Notfalls geht das überlegene Tier aus dieser Stellung auch voll zum Angriff über. In einer Angriffshaltung ruht das Gewicht des Vorderkörpers auf einem Vorderbein, während das andere Bein mit ausgefahrenen Krallen bereit ist zuzuschlagen. Sollten Sie eine Katze in solch einer Haltung vorfinden, vermeiden Sie es sie zu streicheln, wenn Sie sich keine blutigen Kratzer einfangen wollen. In einer Abwehrhaltung sind die Ohren seitlich weggeklappt, die Pupillen werden deutlich grösser und die Schnurrhaare legen sich zurück. Die Hinterbeine sind leicht eingeknickt, der Kpf leicht gesenkt. Faucht und spuckt die Katze dabei, bedeutet dies, dass sie vor dem 'Gegner' keine Angst hat und es sofort mit ihr aufnehmen kann. Auch ein innerer Zwiespalt spiegelt sich in der Körperhaltung wider: Das Hinterteil scheint kräftig nach vorn zu schieben, während die vordere Körperhälfte rückwärts strebt. Aus dieser Stellung kann sich die Katze sekundenschnell entscheiden, angreifen oder Fersengeld geben. Tendiert die Katze schließlich mehr zum Rückzug, buckelt sie, geht hinten leicht in Kauerhaltung und senkt den Kopf. Trotzdem ist das Tier noch immer bereit, sich bei Bedarf zu verteidigen. Halten sich Angriffs- und Abwehrbereitschaft die Waage, dann scheint der Körper in größter Wut zu explodieren. Die Katze richtet sich hoch auf, zeigt mit gesträubtem Fell den bekannten Buckel und reißt den Schwanz in die Höhe.

Auch ein Katzengesicht kann vieles sagen, denn ein wichtiger Teil der Körpersprache ist die Mimik. Jeder Katzenfreund weiss, dass die Ausdrucksfähigkeit eines Katzengesichtes gross ist. Die Stimmungslage einer Katze können Sie sehr gut sowohl am Katzengesicht als auch an Ohren und Augen erkennen. Die Stellungder Ohren und Tasthaare sowie das Verengen und Erweitern der Pupillen verändern den Gesichtsausdruck am prägnantesten. Hier einige Beispiele, wie Sie die Stimmung einer Katze ungefähr einschätzen können: ?

Die Sprache der Katzen


Die Kommunikation besteht bei Katzen wie auch bei anderen Tieren weniger aus Lauten, sondern eine wesentliche Rolle spielen das Verhalten, die Gestik und die Mimik. Bei allen Tieren erkennt man besonders gut, wie wichtig Körpersprache ist, denn sie verständigen sich in erster Linie nonverbal, also durch bestimmte Verhaltensweisen und Duftstoffe, die sie hinterlassen. Katzen haben eine breite Palette an Lauten zur Verfügung, mit der sie Gefühle, Wünsche und Stimmungslagen ausdrücken. Hauskatzen etwa verfügen über sechzehn verschiedene Laute , die sich in drei Gruppen einteilen lassen: Murmellaute, die die Katze mit geschlossenem Maul von sich gibt, Vokallaute, die die Katze vor allem zur Kommunikation mit menschlichen Bezugspersonen anwendet, und intensive Laute, die dem Tier vorrangig zur Kommunikation mit Artgenossen dienen. Es ist nicht einfach, die Laute voneinander abzugrenzen, denn wenn eine Katze beispielsweise bedrängt wird, kann sie vielleicht mit einem genervten Miauen beginnen, aber reicht das aber nicht aus, kann daraus ein Fauchen oder Knurren werden. Martina Braun, eine Tierpsychologin, hat in ihrem Buch „Kätzisch für Nichtkatzen“ jene Laute, die Katzen häufig verwenden, um ganz bestimmte Gefühle auszudrücken, zusammengefasst:


[Quelle: http://www.youtube.com/embed/8QB8JA_x_5k]

Die Sensibilität von Katzen

Katzen sind besonders sensible Wesen, sie reagieren auf kleinste Veränderungen in ihrem Umfeld, wobei sogar seelische Probleme ihres Halters diese beeinträchtigen können. Leiden Katzen unter lang anhaltendem Stress, können sie chronisch krank werden, wobei zahlreiche bekannte Gesundheitsprobleme von Katzen durch Dauerstress verursacht werden, etwa durch Unsauberkeit, Durchfall, Hautprobleme, Aggressionen gegen sich und andere, Hyperaktivität, Lethargie oder sogar Angststörungen. Eine übermäßige Ausschüttung des Stresshormons Cortisol führt zu bleibenden Veränderungen im Stoffwechsel einer Katze, wodurch das Tier dadurch stark abmagern oder immer ruheloser werden kann. Auch auffällig häufiges Putzen oder das exzessive Lecken einzelner Körperteile bis zur Kahlheit könnten ihre Ursache in dauerhaftem Stress haben. Von Stress betroffene Katzen wirken häufig fahrig, ihr normaler Tagesablauf verändert sich, indem sie weniger schlafen oder ihren Tag-Nacht-Rhythmus ändern, sich vom Besitzer zurückziehen und ständig alarmbereit wirken. Besonders auffällig ist bei Katzen dabei das eingeschränkte Spielverhalten und die geringe Toleranz gegenüber minimalen Außenreizen.

Wenn man die genannten Symptome bei seiner Katze beobachtet und sie sich nicht durch einen veränderten Umgang mit dem Tier abstellen lassen, sollte man einen Tierarzt aufsuchen. Nicht nur, weil bereits kahle Körperstellen geschützt werden müssen, damit die Katze durch ihr exzessives Lecken nicht auch noch eine Entzündung hervorruft. Viele Tierärzte geben sinnvolle Tipps im Sinne einer Verhaltenstherapie. Aber auch einfache Mittel wie ein Fummelbrett, auf dem die Stubenkatze ihr Futter aus kleinen Verstecken herausfummeln muss, können helfen, Stress abzubauen und ihrem Jagdinstinkt entgegenzukommen. Auch wenn die Tierarztkosten bei Katzen schnell enorme Ausmaße annehmen können, sollte der verantwortungsbewusste Mensch diesen Schritt gehen. Wer rechtzeitig eine Versicherung abgeschlossen hat, ist im Vorteil. In jedem Fall ist es ratsam, seine Katze und auch sich selbst gut zu beobachten, um die genaue Ursache für das Verhalten des Tieres zu ergründen.

Die häufigsten Ursachen für Dauerstress bei Katzen sind vom Menschen gemacht, denn oft schränken Besitzer ihre Katzen in ihren natürlichen Bedürfnissen ein, was die Gefahr von Verhaltensauffälligkeiten erheblich steigert. Man muss daher die Lebensbereiche der Katze genau analysieren, weshalb man aber die zentralen Grundbedürfnisse von Katzen kennen muss:

 

Siehe auch

Nonverbale Kommunikation

katzenNonverbale Kommunikation bei Kaninchen

Nonverbale Kommunikation bei Frauen


Quellen:
http://www.cybercat.ch/sprache.htm
http://www.catplus.de/instinkte-und-verhalten/korpersprache-der-katze/
http://www.chaoskatzen.de/verhalten/koerpersprache.html
http://katzenfreaks.com/katzensprache
http://www.nachrichten.at/ratgeber/haus_garten/art123,949364
http://www.nachrichten.at/archiv/#/Suche=1/



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