Literaturarbeit - Die Fünf-Schritte-Methode und andere
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Solche und ähnliche Schemata kann man unter dem Begriff der metakognitiven Lernstrategien zusammenfassen. Während
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Das Bearbeiten von Fachliteratur, Skripten bzw. Lernstoff allgemein ist sowohl im Studium als auch später im Beruf eine wichtige Tätigkeit. Da man dabei in der Regel unter einem gewissen Zeitdruck steht, ist es oft notwendig, die bisherigen Arbeits-, Lese- und Lerntechniken zu überdenken bzw. grundlegend zu verändern. Der ungeübte Leser neigt dazu, Fachliteratur, Zeitungen, Illustrierte und Unterhaltungsromane in gleicher Weise und mit ein und derselben Methode zu lesen. Lernschritte selbst planenDie Planungskomponente metakognitiver Strategien umfaßt Aktivitäten zur Planung und inhaltlichen Vorbereitung konkreter Lernphasen. Studierende mit einer intensiven Lernplanung überlegen sich vor dem Lernen eines Stoffgebiets
Lernerfolge selbst überwachenDie Überwachungskomponente der metakognitiven Lernstrategien umfaßt Aktivitäten zur Kontrolle des eigenen Lernprozesses anhand eines gezielten Soll-Ist-Vergleichs, d.h. einem Vergleich von gesteckten Zielen und erreichtem Lernforschritt. Studierende mit einer intensiven Selbstüberwachung ihres Lernerfolges
Lernschritte selbst regulierenDie Regulierungskomponente der metakognitiven Lernstrategien bezieht sich auf Verhaltensänderungen, die sich aus der Selbstdiagnose von Lernschwierigkeiten ergeben. Hierzu gehört etwa
Alle drei Komponenten metakognitiver Lernstrategien bilden im Idealfall einen fein aufeinander abgestimmten Regelkreis, der Studierende in die Lage versetzt, den eigenen Lernprozeß ohne externe Hilfe oder gar Kontrolle zu optimieren. |
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Auswahl relevanter Literatur
Quelle:
Rückriem G., Stary J. & Franck N. (1992). Die Technik des wissenschaftlichen Arbeitens. Paderborn: Schöningh. (S. 136)
Siehe auch
Siehe dazu auch Sinn und Unsinn des Markierens |
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Die 5-Schritte-Methode ist auch als PQRST-Methode bekannt: Preview (Überblick gewinnen), Question (Fragen formulieren), Read (Lesen), Self Recitation (Rekapitulieren und Fragen beantworten), Test (Wissenstest), wobei manche das Vorgehen auch in 6 Schritte zerlegen: PQ4R-Methode bekannt, wobei diese aus besteht: Preview, Questions, Read, Reflect, Recite und Review. Praktisch ident ist sie mit der SQ3R-Technik (Survey, Question, Read, Recite, Review) von Robinson (1948), die ganz allgemein zu einem tieferen Textverständnis führen soll.
Siehe das Original: |
Die hier vorgestellte 5-Schritt-Methode verbessert die Lesetechnik, indem sie die Aufmerksamkeit beim Lesen erhöht und die Auseinandersetzung mit dem Gelesenen fördert. Auch hier gilt wieder, daß man die vorgestellten Methoden, Verfahren und Strategien üben muß, um sie jederzeit als geistiges Werkzeug für das Studium zur Verfügung zu haben. Ihre Anwendung bereitet zunächst sicherlich einige Mühe, außerdem mögen sie zunächst zeitraubend erscheinen. Durch wiederholte Anwendung wirst man aber im Lauf der Zeit Übung und Sicherheit erlangen, wird mehr behalten und im Vergleich zum herkömmlichen Lesen Zeit sparen. Beim Lesen von Fachliteratur kommt es weniger auf Geschwindigkeit an. Die folgenden Methode wird üblicherweise bei der studierenden Lektüre von Fachliteratur angewendet. Bei dieser "Fünf-Schritte-Methode" ist das Grundprinzip die aktive Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Text. Ziel ist dabei neben dem Verstehen auch das Aneignen des Materials, d.h., das Erlernen der Inhalte. |
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In Jörg Knoblauchs Buch "Lernstress ade!" findet sich eine ähnliche als ÜFLFÜ-Lernmethode bezeichnete fünfstufige Vorgehensweise bei der Lektüre von Büchern, wobei die Buchstaben stehen für
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Überfliegen
Fragen
Lesen
Festhalten Überprüfen |
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Die "MURDER"-Methode
Hayes, John R. (1989). The Complete Problem Solver.
Hillsdale, NJ.: Lawrence Erlbaum. Dansereau, D. et al (1979): Development and evaluation of a learning strategy training program. Journal of Educational Psychology 71, pp .64-73
Bei dieser Strategie werden Primär- und Sekundärstrategien unterschieden, wobei die ersten einen unmittelbaren Einfluss auf die Verarbeitung der Informationen haben, während Sekundärstrategien als Selbststeuerungsaktivitäten eher zur Stützung des Lernens dienen, etwa durch Überwachung des Lernfortschritts.
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Mood Lernbereitschaft (Motivation) und geeignete Lernatmosphäre herstellen. Fange erst an zu lernen, wenn du guter Laune bist. Wähle die richtige Zeit und die passende Umgebung zum Lernen. Ohne die richtige Einstellung wird dir der Anfang schwer fallen. Understand Auf Textverstehen ausgerichtetes Lesen, Unwichtiges von Wichtigem unterscheiden. Unterstreiche alles, was du innerhalb einer Lerneinheit nicht verstehst. Konzentriere dich auf eine Lerneinheit oder einen Aufgabentyp. Recall Vom Text losgelöste Wiedergabe des Inhalts mit eigenen Worten, durch Paraphrasieren, bildhafte Vorstellungen erzeugen, graphische Veranschaulichungen zeichnen. Reflektiere eine Lerneinheit und formuliere das Gelernte mit eigenen Worten Digest Informationen in eigenes Wissen einordnen und wenn nötig umstrukturieren oder korrigieren. Gehe zu dem, was du nicht verstanden hast, zurück und überarbeite die Information; benutze andere Fachliteratur zu diesem Thema (z. B. andere Autoren), wenn du noch Verständnisprobleme hast. Expand Über den Text hinausgehende Informationen aus eigenem Wissen oder anderen Informationsquellen. Stellen dir folgende drei Fragen bezüglich des Lernstoffs:
Review Lernergebnis überprüfen, Schwierigkeiten und Lücken im Textverständnis erkennen. Überarbeite das, was du gelernt hast. Erinnere dich an die Strategien, die dir geholfen haben, das Material zu verstehen und zu behalten, und wende diese Strategien auch in Zukunft an. |
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Schritt 1:
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Bevor man ein Fachbuch zu lesen beginnt, ist es notwendig, sich einen Überblick darüber zu verschaffen, welche Themen das Buch oder der Artikel behandelt und auf welche Fragen er Antwort geben könnte. Das ist besonders bei der Auswahl von Literatur für ein Referat oder eine Diplomarbeit notwendig. Dieser Schritt entspricht in etwa dem kursorischen Lesen. Hilfen dafür sind die Zusammenfassungen des Inhalts (Deckelumschlag, bei Zeitschriften das Abstract am Beginn oder Ende des Artikels), Vorworte und Einleitungen, Inhaltsverzeichnisse, Kapitelüberschriften, Untertitel und in irgendeiner Form im Text Hervorgehobenes. Bei vielen Fachbüchern findet sich am Ende ein Stichwort- oder Schlagwortverzeichnis, in welchem auf die Textstellen verwiesen wird, bei denen man Informationen zu einem bestimmten Begriff finden kann. Hat man sich nun aufgrund des bisher gewonnenen Überblicks entschieden, ein Buch oder einen Artikel zu bearbeiten, so ist es meist notwendig, daß man diese zur Bearbeitung in Abschnitte unterteilt, die man nun genauer zu bearbeiten beginnt. Nun versucht man sich über den vorgegebenen Abschnitt einen etwas genaueren Überblick zu verschaffen und zwar so, daß gezielt Fragen an den Text gestellt werden können. |
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Schritt 2:
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Dieser Schritt ist der wichtigste, denn dadurch erfolgt das aktive Auseinandersetzen mit dem Text und gerade das soll ja erreicht werden. Dadurch daß man Fragen an den Text stellt, bearbeitet man diesen gezielter und aktiviert seine Vorkenntnisse. Die Fragen, die man an den Text stellt, werden umso spezieller sein, je genauer man den Text kennenlernen will. Man kann z. B. Überschriften und Hervorgehobenes im Text zu Fragen umformulieren. Es ist auch wesentlich, Fragen nach der praktischen Anwendbarkeit des Gelesenen zu stellen, aber auch mögliche Prüfungsfragen, die sich aus dem Text ergeben, können gestellt werden. Es ist immer ratsam, diese Fragen gleich schriftlich festzuhalten. In der Regel bestimmt die Länge eines zu bearbeitenden Abschnittes die Anzahl der Fragen. Eine fragende Haltung zum Text aktiviert Deinen Lernwillen und steigert die Motivation. Also nicht vom Text einlullen lassen und nur passiv Zeile für Zeile lesen, sondern zum Beispiel folgende Fragen stellen, um die Aufmerksamkeit zu steigern und das Lesen bewußter zu gestalten:
Durch Fragen gibt man sich Ziele vor, man ist interessiert, man sucst nach Antworten, man kann schnell Wesentliches von Unwesentlichem unterscheiden, man liest kritisch und konzentriert. Für SchülerInnen empfiehlt sich vielleicht eher folgende Methode der Formulierung von Fragen, die schriftlich durchgeführt werden kann und daher denjenigen Schülern entgegenkommt, die vorwiegend durch Schreiben lernen. Sind die Fragen einmal formuliert, können sie mündlich bzw. schriftlich beantwortet werden, so dass wiederum mehrere Sinne beteiligt sind. Folgende Vorgehensweise ist hierbei hilfreich: Man liest den Text bzw. den Lernstoff aufmerksam durch und überlegt währenddessen, welche Fragen der Lehrer (ein Reporter einer Zeitung) zu diesem Thema stellen könnte. Nun versucht man, die Fragen auf einzelne "Fragekarten" zu schreiben, wobei auf Folgendes geachtet werden soll:
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Schritt 3:
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Das Lesen von Fachliteratur erfordert Kenntnisse, Interesse und Aufmerksamkeit und bedeutet meist harte geistige Arbeit. Der Leser muß die Gedanken des Autors nachvollziehen, diese in Frage stellen, vorausdenken, Verbindung zu seinen Vorkenntnissen herstellen, alles bewußt aufnehmen und einordnen. Aus diesem Grunde sind die vorangegangenen Schritte notwendig, die unser Interesse geweckt haben und Fragen aufgeworfen haben, deren Beantwortung wir erwarten. Normalerweise enthält jeder Abschnitt eine Hauptaussage, die vom Leser aufgesucht werden soll. Fremdwörter, Fachausdrücke und Begriffsbestimmungen (Definitionen) sollen besonders beachtet werden, wobei auch Wörterbücher und Fachlexika herangezogen werden müssen. Dadurch daß wir Fragen an den Text gestellt haben, deren Beantwortung wir erreichen wollen, verhindern wir, daß der Faden verloren geht, und es wird uns ermöglicht, für uns unbedeutende Teile wegzulassen. Gerade für den Anfänger im wissenschaftlichen Arbeiten stellt sich das Problem, daß er nicht weiß, was an einem Text wichtig ist und was nicht. Zwei übergeordnete Aspekte sollten dabei beachtet werden: "Was ist für mich persönlich wichtig?" und "Was ist in bezug auf das Ziel meiner Arbeit wichtig?" Der erste Aspekt erleichtert das Lernen, denn Inhalte, die etwa für unser Leben von Bedeutung sind, werden auch leichter behalten (erhöhte Motivation). Der zweite Aspekt ist insofern von Bedeutung, da man dann schon vieles weglassen und sich auch die zentralen Bereiche seines Themas konzentrieren kann. |
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Schritt 4:
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Bei diesem Schritt findet die erste Überprüfung statt. Nach dem Lesen legt man das Buch oder den Artikel weg und versucht, sich nochmals in Erinnerung zu rufen, welche Hauptpunkte im Text enthalten waren. Dann versucht man schriftlich die im Schritt 2 gestellten Fragen zu beantworten. Dabei sollten die Antworten aus eigenen Sätzen bestehen und nicht im Abschreiben des Buches. Können Fragen nicht vollständig beantwortet werden, so ist nochmals gezielt nachzulesen. Eventuell bei der Lektüre auftretende neue Fragen formulieren und ebenfalls beantworten. |
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Schritt 5.
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Sind alle Abschnitte nach den Schritten 1 bis 4 bearbeitet, dann soll im Rückblick nochmals die Gesamtschau hergestellt werden. Es empfiehlt sich, bei umfangreicheren Arbeiten solche Rückblicke auch zwischendurch zu versuchen (etwa am Ende eines Arbeitstages). Die Aufzeichnungen werden dabei in die endgültige Form gebracht und letzte Unsicherheiten behoben. Das ist sehr wichtig, da die Notizen Ausgangspunkt einer zu einem späteren Zeitpunkt stattfindenden Wiederholung sind (aber auch für das Lernen zur Prüfung). Der letzte Schritt soll mögliche Lücken rechtzeitig aufzeigen und auch helfen, das Studierte in das Insgesamt unseres Wissens einmzuordnen. |
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Das "12-Schritte-" oder "Gummibärchen-Modell" des Lernens
In der newsgroup de.sci.psychologie postete eines Tages ein Student Folgendes:
Kollege Dennis Kunz, dem offensichtlich die Bequemlichkeit des Posters etwas gegen die Strich ging, antwortete prompt mit diesem 12-Schritte-Modell, mit dem man sich ebenfalls äußerst erfolgreich einem unbekannten Lernstoff nähern kann. Mit Erlaubnis des Kollegen möche ich es hier wiedergeben, wobei der spezielle Inhalt des Lernprozesses leicht verallgemeinert werden kann und auch die
Über unmöglich erwünschte Nebenwirkungen informieren Thomas oder Gottschalk. |
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Quellen:
Robinson, F.P. (1948). Effective Study. New York.
http://paedpsych.jk.uni-linz.ac.at/INTERNET/ARBEITSBLAETTERORD/LERNTECHNIKORD/5SchritteMethode.html (02-11-08)
http://www.RZ.UniBw-Muenchen.de/~s11bwild/list/meta.htm (99-08-15)
http://www.uni-bielefeld.de/Universitaet/Einrichtungen/ZSB/studientechniken11.html (02-11-30)![]()
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