Die Verbesserung der Kommunikation im Unterricht |
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Im folgenden werden einige Hinweise gegeben, wie der Lehrer gemeinsam mit seiner Klasse das Gespräch mit den Schülern und unter den Schülern verbessern kann. Ein Ziel ist vor allem die Möglichkeit, Konflikte, die immer wieder in sozialen Situationen entstehen, besser bearbeiten zu können. Die genannten Regeln stellen nur Klärungen von Rahmenbedingungen dar, sie sind keine Vorschriften sondern Vorschläge, die mit den Schülern besprochen werden müssen. Ein Tipp für LehrerInnen: Finden Sie gemeinsam mit Ihren Schülern weitere Regeln, formulieren Sie die vorgeschlagenen Regeln gemeinsam mit Ihren Schülern um. Ein freundlicher Kontakt zwischen LehrerInnen und SchülerInnen zählt zu den Grundlagen des Lernens, denn der menschliche Bezug festigt in Kindern den Lernwillen und verhilft zu Arbeitszufriedenheit auf beiden Seiten. Unterricht wird nämlich nicht nur vom Lerninhalt allein bestimmt, sondern auch durch die pädagogische Beziehung bzw. den pädagogischen Bezug. Schüler strengen sich mehr an, wenn sie ein persönliches Interesse an ihnen als Person spüren und wenn sie ihre LehrerInnen als Autorität anerkennen. Der Respekt der SchülerInnen gegenüber den Lehrenden beruht dann auf deren menschlichen und intellektuellen Qualitäten. Wenn Lehrer-Sein als "helfender Beruf" aufgefasst wird, verändert sich das Berufsbild, denn Kindern beim Lernen zu helfen ist mehr als Stoff und Fähigkeiten vermitteln. LehreInnen sind auch Vorbilder, denn sie sollten Kindern den achtsamen Umgang mit dem Nächsten unmittelbar erfahren lassen:durch die eigene Art ihres Umgangs mit den SchülerInnen. Dadurch unterstützen sie Kinder und Jugendliche, ein Gespür für sozial wertvolles Handeln, eine Gesinnung der Anteilnahme am Nächsten und Hilfsbereitschaft zu entwickeln. LehrerInnen erweisen sich daher auch als Autorität durch ihr moralisches Vorbild, ihre Beziehungsfähigkeit, ihr sachliches Wissen, mit denen sie ihr Fach vertreten und ihre unterrichtliche Kompetenz. Das gilt auch für die Suche nach Wegen, in der Schule hilfreich und achtungsvoll miteinander umzugehen, sodass weniger gewalt an und um die Schulen herum entsteht. |
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Didaktische Hinweise
Siehe auch die |
Es ist unter Umständen sinnvoll, eine ganze Unterrichtseinheit (günstig wäre eine Doppelstunde) diesen Gesprächsregeln zu widmen, wobei dem Lehrer vor allem die Aufgabe zukommt, geeignete Rahmenbedingungen für die Diskussion über diese zu schaffen, gegebenfalls diese Regeln zu verdeutlichen, sie mit Beispielen aus der Unterrichtspraxis zu belegen. Eine wesentliche Voraussetzung ist dabei, daß die durch die formelle Ordnung vorgegebenen Rahmenbedingungen hinterfragt werden. Als Vorbereitung auf eine solche Unterrichtseinheit ist dabei eine Gruppenarbeit oder Hausarbeit günstig, bei der die Schüler sich Gedanken darüber machen, wie in einer Klasse Kommunikation normalerweise abläuft. |
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[Grafik: http://psychologie.fernuni-hagen.de] Ein Interview mit Ruth C. Cohn führte Horst Heidbrink von der Fernuniversität Hagen
Im Original: Themenzentrierte Interaktion (TZI) - Regeln und Richtlinien für die Gruppeninteraktion |
Als Ziel einer solchen Unterrichtseinheit ist die Reversibilität der Klassen- kommunikation anzusehen, d.h., daß alles, was ein Kommunikationspartner zum anderen sagt, ebenfalls vom anderen geäußert werden kann (vielleicht ist eine Diskussion im Rahmen der Gruppenarbeit darüber sinnvoll, was z.B. ein Lehrer zum Schüler üblicherweise sagen kann, was aber kaum ein Schüler zum Lehrer äußern wird). Diese Reversibilität der Kommunikation ist nur als langfristiges Ziel zu erreichen. Die im folgenden angeführten Regeln stammen aus dem Bereich der Themenzentrierten Interaktion, einem von Ruth Cohn entwickelten Modell, wie Kommunika-tion innerhalb von Lern- und Arbeitsgruppen verbessert und die Effektivität erhöht werden kann. Besprechen Sie mit den Schülern eine Regel nach der anderen, wobei sie durchaus den Sinn diskutieren können. Wie erwähnt, stellen sie nur Rahmenbedingungen dar, die von der jeweiligen Gruppe (von jedem einzelnen Mitglied!) akzeptiert werden müssen. Dabei kommt es darauf an, daß nicht eine Mehrheit über die Annahme einer Regel entscheidet (keine Abstimmung!), sondern daß jeder einzelne von sich aus entscheidet, ob er sich an diese Regeln halten wird oder nicht. Bei einiger Erfahrung im Umgang mit diesen Regeln kann die Diskussion darüber bereits als erste Probe für die Kommunikation in der Klasse verwendet werden. |
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[Grafik: http://zeitzuleben.de/]
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Bei den einzelnen Regeln finden sich jeweils kurze didaktische Hinweise, die Ihnen die Diskussion erleichtern können. Diese sind ebenfalls nur Vorschläge und keine zwingend notwendigen Vorgangsweisen. Sie selber müssen in der konkreten Situation mit den Schülern entscheiden, ob diese Hinweise brauchbar sind oder nicht. Viele dieser Regeln hängen eng mit anderen zusammen, und es ist für Anfänger - und das sind vermutlich Sie und Ihre Schüler - oft sehr schwierig, zu entscheiden, welche Regel nun gerade verletzt worden ist. Verwenden Sie Regeln nicht dazu, andere an Fehler zu erinnern (Regeln als Hammer), sondern reflektieren Sie immer zuerst die Bedeutung, die diese Regel bzw. die Regelverletzung für Sie hat. Vielleicht entdecken Sie, daß Sie in Ihrer Reaktion dadurch vielleicht eine andere Regel verletzen. Verteilen Sie eine Liste mit den genannten Regeln und lassen Sie diese in Arbeitsgruppen diskutieren. Das Wissen um kommunikative Vorgänge liegt nicht allein in der Hand des Lehrers. Geben Sie gleich zu Beginn ein Stück Ihres Wissensvorsprunges aus der Hand. Nicht Sie haben den Schülern etwas mitzuteilen. Versuchen Sie, Ihre Rolle in der Diskussion den Schülern klarzumachen, betonen Sie mit Nachdruck, daß auch Sie nur ein Mitglied der Gruppe sind. |
Regeln zur Verbesserung der Kommunikation |
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Berücksichtigen Sie Ihre Gefühle und geben Sie ihnen klaren Ausdruck. |
Gestatten Sie sich, Gefühle zu haben, insbesondere auch auf das Verhalten anderer Teilnehmer hin. Versuchen Sie nicht, ihre Gefühle zu verbergen, indem Sie obenhin intellektuell sind. Sagen Sie anderen Teilnehmern nicht nur, was Sie denken, sondern auch, was Sie fühlen. |
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Sprechen Sie nicht per man oder wir sondern sprechen Sie per ich. |
Allgemeine Wendungen wie Wir wissen doch alle, daß... oder Man sollte doch... sind häufig ein Mittel, einen gar nicht bestehenden Konsens vorzutäuschen. Fragen Sie sich, inwieweit Sie beim Gebrauch von solchen kollektiven Wendungen die Verantwortung für das, was Sie sagen, vermeiden wollen. Es kann in Gesprächen nützlich sein, klarzustellen und zu überprüfen, inwieweit das Gesagte für alle zutrifft. Fragen Sie doch einfach die anderen, was Sie von Ihrer Meinung zu einem Problem halten. Wehren Sie sich, wenn man versucht, Ihnen eine Meinung aufzudrängen. Im allgemeinen führt diese Regel am Anfang zu bloß verbalen Spielereien, d.h., daß plötzlich alle jeden Satz mit ich beginnen. Dies kann allerdings auch hilfreich sein, wenn Sie bei jeder Äußerung einmal darüber reflektieren, ob Sie diese tatsächlich als Ich-Aussage meinen, ob Sie wirklich von dem Inhalt Ihrer Aussage persönlich überzeugt sind. |
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Persönliche Aussagen sind besser als inquisitorische Fragen. |
Versuche Sie, möglichst wenig Fragen zu stellen und machen Sie stattdessen lieber persönliche Aussagen. Diese Regel weist darauf hin, daß hinter Fragen oft ganz bestimmte Absichten stehen, z.B. will man durch eine Frage Zustimmung erhalten oder auch Widerspruch ernten. Sagen Sie daher konkret, was Sie mit Ihrer Frage erreichen wollen, geben Sie den anderen Hinweise darauf, welche Antwort Sie erwarten. So gibt es eine Unzahl von Fragen, die sich äußerlich auf Inhalte beziehen, tatsächlich aber als Antwort die Bestätigung für ein Gefühl erwarten. |
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Vermeiden Sie Seitengespräche. |
Häufig werden in Seitengespräche wichtige Dinge verarbeitet, die die Betreffenden aus irgendwelchen Gründen nicht der ganzen Gruppe mitteilen wollen. Sie sind in der Regel ein Zeichen für einen gestörten Gruppenprozeß, ein Alarmsignal. Ursachen könnten z.B. Langeweile oder Desinteresse am soeben von der Gruppe Besprochenen sein. Häufig treten Seitengespräche dann auf, wenn einige Gruppenmitglieder pausenlos reden und sich wahnsinnig wichtig vorkommen. Hierin kommt meist eine Mißachtung der anderen Gruppenmitglieder zum Ausdruck. Durch die Veröffentlichung eines Seitengespräches kann diesen Dauerrednern rückgemeldet werden, daß möglicherweise ihre Art und Weise von den anderen als störend empfunden wird. Als Lehrer und Leiter einer Diskussion ist es daher Ihre Aufgabe, Seitengespräche in die Diskussion der Gesamtgruppe zu bringen. Achten Sie selber darauf, ob nicht auch Sie selber manchmal diese Regel mißachten und zu einem Nachbarn eine Bemerkung machen, die eigentlich für andere ebenfalls wichtig sein könnte. |
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Interpretieren Sie nicht das Verhalten anderer, geben Sie lieber Ihre persönliche Reaktion. |
In Lern- und Arbeitsgruppen wird oft der Fehler gemacht, das Verhalten und die Äußerungen von anderen zu interpretieren. Dabei ist in den meisten Fällen das Ziel dieser Interpretation die Darstellung eigener Ansichten. Indem man den anderen interpretiert, versteckt man seine eigene Meinung. Dieses Verstecken geschieht - wie auch die in anderen Regeln angesprochenen Mechanismen - nicht bewußt, vielmehr sind diese Verhaltensweisen das Ergebnis einer langandauernden Sozialisation. Diese Sozialisation kritisch zu beleuchten ist ein Ziel aller Kommunikationsregeln. Hinter Interpretationen vesteckt sich oft die Absicht, dem anderen mitzuteilen, daß man etwas besser weiß. Wenn einmal Ihre Äußerungen interpretiert werden, sagen Sie dem anderen klar und deutlich, daß er mit seiner Interpretation falsch liegt. Hiezu gehört natürlich Mut. Anderen zu widersprechen erfordert großes Geschick. Sorgen Sie dafür, daß der Widerspruch so geäußert wird, daß daraus kein Konflikt entsteht. Das geschieht am besten, wenn er in der Ich-Form geäußert wird bzw. eine persönliche Aussage enthält. |
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Beachten Sie die nonverbalen Signale bei sich und anderen. |
Diese Regel richtet sich gegen die kulturbedingte Überbetonung unserer verbalen Möglichkeiten und soll Ihre Wahrnehmungsfähigkeit für die nichtsprachlichen Kommunikationsvorgänge bei sich und anderern steigern. Zu solchen Signalen gehören z.B. das Herzklopfen oder bestimmte Körperhaltungen. Gerade die Befolgung dieser Regel bereitet den meisten die größten Schwierigkeiten und erfordert die meiste Übung. Wir haben verlernt, auf unseren Körper zu achten. Wie das hohe Ausmaß an psychosomatischen Erkrankungen zeigt, sind es gerade die kulturbedingten, gelernten und unbewußten Verdrängungen unserer Gefühle, die diese auslösen. Diese Regel besagt nicht, daß Sie in einer Klasse Ihre Gefühle ausleben sollen, vielmehr geht es darum, sie bewußt wahrzunehmen und sich zu fragen, was sie bedeuten könnten. Wenn Sie etwa in einem Gespräch plötzlich beginnen, beim Fenster hinauszuschauen, so bleibt das Ihrem Gesprächspartner meist nicht verborgen. Er wird unbewußt beginnen, auf Ihr Verhalten zu reagieren, indem er vielleicht lauter spricht oder auch das Gespräch abbricht. Überlegen Sie, wie Sie als Lehrer bei einem Gespräch mit dem Schulleiter sitzen, wo sie hinschauen, ob Sie lauter oder leiser als sonst sprechen usw.. |
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Wenn Sie nicht mitarbeiten können in der Gruppe, weil Sie etwas anderes stark beschäftigt, teilen Sie es der Gruppe mit. |
Diese Regel kann man auch so umschreiben: Störungen haben Vorrang. Diese knappere Formulierung wird oft mißverstanden und führt zu einem eher chaotischen Ablauf von Diskussionen. Gemeint ist, daß es für jede Lern- und Arbeitsgruppe wichtig ist, daß alle im Gespräch immer am gleichen Stand sind, und daß auch der kurzzeitige Ausfall eines Gruppenmitgliedes das Arbeitsresultat und damit die Effizienz gefährden können. Die Störung wird durch das Aussprechen nicht immer behoben, doch kann die Mitteilung allein schon zu einer Erleichterung führen. Der vermeintliche Zeitverlust wird durch den Gewinn für das gestörte Gruppenmitglied, durch den größeren Zusammenhalt und die Arbeitsfähigkeit der Gruppe aufgewogen. Besonders groß ist diese Gefahr gegen Ende von längeren Diskussionen, denn Ermüdung und andere |
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Abschließende Hinweise |
Erwarten Sie von einer einzigen Unterrichtseinheit zum Thema Kommunikation keine Wunder. In der Regel dauert es sehr lange, bis in einer Klasse ein Umdenkprozeß einsetzt. Werden Sie und Ihre Klasse nicht ungeduldig, wenn Sie feststellen, daß es wie früher zugeht und sich anscheinend nichts geändert hat. Nehmen Sie sich Zeit und geben Sie den anderen Zeit. Sinngemäß antwortete Ruth Cohn einmal auf die Frage, wie man in der kurz bemessenen Zeit alle diese Probleme überhaupt lösen kann: Ja, wir haben nur wenig Zeit und noch sehr viel zu tun, lassen wir uns daher Zeit. Siehe auch |
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Aktives Zuhören
Literatur:
Knill, Hildegard (1998). Hören - Hinhören - Zuhören. WWW: http://www.rhetorik.ch/Hoeren/Hoeren.html (02-11-28)
Man wird trotz Kenntnis
von Zuhörtechniken noch kein guter Zuhörer. |
Um sich an einer Kommunikation - sei es mit einem Partner oder in einer Gruppe - aktiv beteiligen zu können, ist auch Zuhören können notwendig. Das "aktive Zuhören" hat einen festen Platz in der Gesprächspsychotherapie und auch Kommunikationsexperten schulen in ihren Kursen die TeilnehmerInnen im aktiven Zuhören. Das geschieht aus der Erkenntnis heraus, daß für eine konstruktive Gesprächsführung das aufmerksame Zuhören genauso wichtig ist wie das klare und verständliche Reden. "Aktives Zuhören" bedeutet, sich in den Gesprächspartner einzufühlen, beim Gespräch mitzudenken, und dem Gesprächspartner Aufmerksamkeit und Interesse entgegenzubringen. Durch verbale und nonverbale Reaktionen wird dem Partner gezeigt, dass man aufmerksam ist und versucht, ihn zu verstehen, dass man Interesse und Anteilnahme hat. Aktives Zuhören ist erlernbar. Wahrnehmung: Menschen nehmen selektiv wahr. Das ist auch sinnvoll, denn man wäre gar nicht fähig, auf alle Informationen, Reize, Eindrücke tatsächlich einzugehen. Verstehen: Beim Verstehen wird das Gehörte aufgefasst und begriffen. Missverständnisse können zum Beispiel entstehen, wenn Sender und Empfänger Begriffe verschieden interpretieren. Bewerten: Menschen tendieren dazu, zu bewerten was sie gehört und verstanden haben. Feedback kann helfen, Missverständnissen vorzubeugen. Reaktion: Verbale und nonverbale Reaktionen, wie Kopfnicken oder Blickkontakt sind Techniken, die aktives Zuhören erleichtern.
Die wichtigsten Techniken des aktiven Zuhörens sind:
Paraphrasieren: Die Aussage wird mit eigenen Worten wiederholt. Verbalisieren: Die Gefühle, die Emotionen des Gegenübers werden gespiegelt z.B. "Sie hat das maßlos geärgert." Nachfragen: "Nachdem Sie dies gesagt hatten, reagierte Hans Meier nicht?" Zusammenfassen: So wie in einem Zeitungsartikel unter dem Titel der Inhalt in geraffter Form gedruckt wird, kann bei Gesprächen das Gehörte mit wenigen Worten zusammengefasst werden. Klären: "Sie haben gesagt, Sie hätten sofort reagiert. War das noch am gleichen Tag?" Weiterführen: "Dann hat der Vorgesetzte das Gespräch gesucht. Wie hat er sich dann verhalten?" Abwägen: "War die Belästigung schlimmer als das Nicht-ernstgenommen-werden?" Zuhören heißt Anteilnehmen im wörtlichen Sinn: Ich nehme die Teile, die mitgeteilt worden sind, an. Das Anteilnehmen hat aber mit echtem Interesse zu tun - jedoch findet man als "Produkt" von Kommunikationsseminaren häufig TeilnehmerInnen, die nur so tun, als ob sie zuhörten bzw. die erlernten Techniken in einer Art und Weise demonstrieren, als würden sie tatsächlich zuhören und gleichzeitig in Duktus und Gestik das Gegenteil davon signalisieren, dass sie nämlich ihre eigenen Aussagen wichtiger nehmen als die Aussagen der Mitmenschen. |
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Zuhörfehler vs Gutes Zuhören
Quelle:
Vacano, Kornelia von (2001). Professionelle Gesprächs- und Verhandlungsführung. WWW: http://www.hochschulkurs.de/vvacano.doc (03-08-31) |
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Siehe auch: |
Steffen Fliegel: Mobbing in der Schule |
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Ein empfehlenswertes Buch- und Internetprojekt zum Thema Harald Gampe, Rudolf Knapp, Walter Neubauer & Heiner Wichterich: (http://www.schulleitung.de/konflikte/wicht/mitte.htm) |
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