Lügen, Täuschen und Verdecken

Man geht in der Psychologie davon aus, dass Lügen lebensnotwendig sind, denn sie dienen dazu, das Selbstwertgefühl zu erhöhen und einen leichteren Umgang mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu ermöglichen bzw. weil sie auch das Miteinander mit anderen Menschen erleichtern. Statistisch betrachtet lügen Menschen bis zu 200 Mal am Tag. Die wichtigsten Lügen dienen dem Selbstschutz (41%), also um sich Ärger zu ersparen, 14% lügen, um sich mit einer Konfliktsituation nicht auseinandersetzen zu müssen (Selbstschutz), 8,5% lügen aus Angst, um geliebt zu werden oder um Anerkennung nicht zu verlieren, 6% lügen, um sich besser darzustellen. Kleine Lügen bzw. "selektive Informationsangaben" gehören also zum alltäglichen Miteinanderumgehen: Man setzt häufig kleine Lügen ein, um jemanden nicht zu kränken, um komplizierte Auseinandersetzungen und Erklärungen zu umgehen. Häufig wird dadurch niemand so recht benachteiligt. Bei vielen Spielen sind Lügen, Täuschen oder Pokern sogar wesentliche Bestandteile. Problematisch werden Lügen dann, wenn sie gezielt eingesetzt werden, um andere zu täuschen und in unvertretbarer Form zu benachteiligen, zu desinformieren oder in die Irre zu führen. Vermieter oder Verkäufer informieren Interessenten bewusst nicht über bestimmte Mängel der Objekte. Politiker machen Versprechungen, von denen sie von vornherein wissen, dass sie diese nicht einhalten können. Antragsteller von Sozialhilfe unterschlagen die Angabe vorhandener Ersparnisse oder die Existenz von Besitz, um in den unberechtigten Genuss von Sozialhilfe zu gelangen. Aus diesem Grunde kann es wichtig sein, herauszufinden, wann Personen Lügen einsetzen oder ihr Gegenüber zu täuschen versuchen. 

Häufig wird emotionales Verhalten intentional eingesetzt um emotionale Zustände vorzutäuschen. Das geschieht z.B. im Rahmen des "representation management" (Patterson, 1991). Um einen bestimmten Eindruck bei Dritten zu erwecken, wird ein z.B. positives, emotionales Verhalten gezeigt, oft überbetont. Patterson gibt folgendes Beispiel. Der Vorgesetzte des Ehemanns oder Ehefrau ist zum Essen eingeladen und es wird versucht das Bild einer "harmonischen" Familie vorzutäuschen, obwohl die aktuelle Beziehung nicht diesem Ideal entspricht. Dabei kann es zu ungewollten Effekten kommen. Einmal tritt das Problem auf, daß spontanes und willkürliches emotionales Verhalten sich unterscheiden. Z.B. in der zeitlichen Verlaufsstruktur des Lächelns, es wird zu lange gelächelt, das Lächeln fällt zu schnell ab oder es ist asymmetrisch, was ein Anzeichen für einen gestellten emotionalen Ausdruck ist. Ein weiteres Problem besteht darin, daß keine Identität zwischen dem vorgetäuschten und dem tatsächlichen emotionalen Zustand herrscht. Es kann also passieren, daß genuines emotionales Verhalten auftritt. Dieses Phänomen bezeichnet man als "leakage", es gibt eine undichte Stelle, ein Leck in der Täuschung. Es kann z.B. kurzzeitig eine Ärgermimik sichtbar werden. Wird die Person sich dieses der eigentlichen Intention widersprechenden Verhaltens bewußt, kann es durch ein sich unmittelbar anschließendes Lächeln maskiert werden.

Die mentiologische Forschung (lat. "mentiri" = "lügen") unterscheidet verschiedene Kategorien von Lügen:

Entdecken von Lügen

Um Lügen zu entdecken bzw. das Zurückhalten von Emotionen besser zu erkennen, kann man sich die Erkenntnisse der nonverbalen Kommunikation zunutze machen, denn Menschen setzen sehr viele Kanäle zur Expression ihrer Emotionen sein, und es ist faktisch unmöglich, alle diese Kanäle einzeln bzw. gleichzeitig zu kontrollieren (DePaulo 1992). Selbst Personen, die häufig lügen und damit sehr geübt im Lügen sind, können sich durch Unstimmigkeiten zwischen den Kanälen verraten. Wenn sie sich beispielsweise besonders auf den Augenkontakt und den Gesichtsausdruck konzentieren, offenbart sich ihre Lüge durch die weniger beobachteten Kanäle, z.B. die Körperbewegungen und die Körperhaltung oder durch Veränderungen bei den nonverbalen Aspekten der Sprache, etwa der Tonlage der Stimme.  Es gibt so etwas wie eine Hierarchie der Kontrollierbarkeit der verschiedenen nonverbalen Kanäle, denn während die Gesichtsmimik relativ gut kontrollierbar ist, sind Gesamtkörperhaltung und die Bewegungen der distalen Körperteile (Hände, Füße) als deutlich weniger kontrollierbar. 

Krankhaftes Lügen - Lügen als Krankheit

Pseudologen - so bezeichnet man krankhafte LügnerInnen - suchen durch ihr Lügen in der Regel kindliche Entbehrungen mit Hilfe von Lügengeschichten zu kompensierten bzw. dient die Lüge einer seelischen Entlastung in Situationen, die ein Pseudologe anders nicht bewältigen könne. Der Pseudologe lügt, weil ihm die Lüge Anerkennung und Zuwendung sichert, wobei die Anerkennung dabei auf das Umfeld des Pseudologen abstrahlt, das daher oft nicht die Lügengeschichten hinterfragt. Die Pseudologia Fantastica setzt immer zweierlei voraus: Den Lügner und den, der sich belügen lässt. Über die Anzahl der Pseudologen gibt es keine verlässlichen Zahlen, unter anderem auch deshalb, da die Pseudologia Fantastica in der internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD) nicht als Einzelphänomen verzeichnet ist. Die Pseudologia Fantastica zeigt dennoch ein charakteristisches Muster abnormen Verhaltens, eben dranghaftes Lügen, und ist eine charakteristische Störung der Impulskontrolle, wobei den Pseudologen Schuld- und Schamgefühle fehlen. Die Pseudologia Fantastica ist daher ein Syndrom, das unter die narzisstische Persönlichkeitsstörung fällt, das in der ICD aufgeführt ist, und ist somit nur Teil verschiedener Störungen wie etwa des Münchhausen-Syndroms, bei dem Menschen mit dem Ziel ärztlicher Behandlung Krankheiten erfinden oder selbst hervorrufen. Allerdings ist nicht jeder, der lügt, ist schon ein Pseudologe, denn Selbstwertkrisen kennt jeder und neigt daher auch mal dazu, sein Leben ein wenig schöner und spannender zu sehen, als es wirklich ist.

"Will"-Hypothese vs "Grace"-Hypothese

Die "Will"-Hypothese besagt, dass Ehrlichkeit die Fähigkeit ist, der Versuchung zum Lügen zu widerstehen, und steht im Gegensatz zur "Grace"-Hypothese, die davon ausgeht, dass bei vielen ehrlichen Menschen überhaupt keine Versuchung zum Lügen besteht und sie folglich auch gar nicht dagegen ankämpfen müssen. Joshua Greene und Joseph Paxton (Harvard-Universität, Cambridge) ließen in einer Studie ProbandInnen den Ausgang eines Münzwurfs vorhersagen. Lagen diese mit ihrer Vorhersage richtig, erhielten sie einen kleinen Geldpreis, wobei man jedoch auch die Möglichkeit hatte, zu schwindeln und zu behaupten, den Ausgang des Wurfs richtig vorhergesagt zu haben. Die Gehirnaktivität der ProbandInen war eindeutig: Bei ehrlichen Menschen gilt die "Grace"-Hypothese, denn es zeigte sich bei ihnen keinerlei Hirnaktivität im präfrontalen Cortex (Kontrollzentrum für die Steuerung von Handlungen), die auf einen inneren Zwiespalt oder auf ein aktives Ankämpfen gegen die Versuchung hinwies. Bei ProbandInnen, die in den Versuchen auch einmal logen, zeigte sich eine Hirnaktivität, die auf einen solchen Widerstreit schließen ließ, allerdings sowohl wenn sie die Wahrheit sagten, als auch wenn sie betrogen.
Quelle: http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/305266.html (09-07-14)

Hinweise auf Lügen 

Einige sehr spezifische Hinweise auf mögliche Lügen sollen hier angeführt werden:

Diese und viele weitere Hinweise können ein Indiz für Lügen oder Täuschen sein. Es gibt jedoch keine mechanische Beziehung zwischen den genannten Signalen und von Täuschungen. In der Realität gelingt es Menschen nur sehr eingeschränkt, Lügnern auf die Schliche zu kommen. Dies drückt sich allein schon darin aus, dass die Mehrheit nicht davon überzeugt ist, Lügen aufdecken zu können (DePaulo u.a. 1997). Selbst Personen, die beruflich immer wieder darüber entscheiden müssen (Polizisten, Kriminalbeamte, Psychiater, Richter, Geheimdienstler u.a.), ob eine bestimmte Person die Wahrheit sagt oder nicht, unterlaufen in bezug auf die Einschätzung, ob eine bestimmte Person in einer bestimmten Situation lügt oder nicht, viele Fehler. In experimentellen Studien, in denen die Wahrscheinlichkeit, dies herauszufinden, bei 50 Prozent lag, erreichten verschiedene Personengruppen Trefferquoten, die nur wenig oberhalb der Zufallswahrscheinlichkeit. Selbst Vertreter des Sicherheitsdienstes, die die vergleichsweise besten Trefferquoten erreichten, lagen mit 64 Prozent nur wenig höher als die zufällig erreichbare Quote von 50 Prozent (Ekman und O'Sullivan 1991).

Die Schwierigkeit, Lügen und Täuschen aufzudecken, liegt teilweise auch daran, dass Beobachter verstärkt durch Gewohnheit darauf konzentriert sind, auf das Gesicht zu schauen. Damit entgeht ihnen leicht, was auf der anderen Seite im Bereich der Bewegungen des übrigen Körpers passiert. Versuche, die Fähigkeit des Entdeckens von Lügen und Täuschen durch spezielles Training zu verbessern, waren bislang wenig ergiebig (vgl. DePaulo und Friedman 1998, S. 18). Eine leichtere Verbesserung der Trefferquote wird häufig dann erreicht, wenn Beobachter systematisch dazu angehalten werden, auf den Ton des Sprechers zu achten (DePaulo u.a. 1982). Dies mag daran liegen, dass Sprecher damit besondere Schwierigkeit haben, den Sprachton zu kontrollieren, vor allem dann, wenn starke Gefühle mit im Spiel sind. 

Ein erheblicher Grund, warum sich Lügen und Täuschen so schwer aufdecken lassen, liegt auch daran, dass die Signale für Lügen nicht immer eindeutig sind. Außerdem existieren erhebliche individuelle Unterschiede in bezug auf die Stile des Lügens. Wenn somit jemand in bezug trainiert wurde, das Lügenverhalten bestimmter Personen aufzudecken, hilft das nur in sehr eingeschränktem Maße in bezug auf andere Personen (Zuckermann u.a. 1984). Hinzu kommen schließlich so etwas wie festgefahrene kulturelle Stereotype darüber, wie sich Lügen darstellen und anhören. Wenn verschiedene Gruppen von Beobachtern (erfahrene Personenbeurteiler, unerfahrene Laien, Männer, Frauen, Gebildete, Ungebildete) mit einer Anzahl von Personen konfrontiert sind, von denen ein Teil die Wahrheit sagt, ein anderer Teil die Unwahrheit, und die Beobachter den Auftrag haben, diejenigen zu benennen, von denen sie denken, dass sie lügen, stellt sich folgendes heraus: Die Beobachter erreichen zwar die übliche niedrige Trefferquote, aber dafür benennen sie mit erstaunlicher Übereinstimmung die selben Personen (DePaulo und Friedman 1998, S. 20). 

Paul Seager (Universität Central Lancashire) zeigte, dass Menschen die besonders auf ihren Instinkt vertrauen, Lügner schlechter erkennen als andere. Er hatte 200 ProbandInnen Videoaufnahmen gezeigt, in denen Menschen über ihre angeblichen Lieblingsfilme oder ihre favorisierten Entspannungstechniken Auskunft gaben. Anschließend sollten die Betrachter entscheiden, ob die aufgezeichneten Personen logen oder nicht. Zudem sollten sie angeben, ob sie glaubten, die Lügner "intuitiv" erkannt zu haben. Wie sich zeigte, schnitten jene Probanden, die meinten sich auf ihren "guten Instinkt" verlassen zu können, schlechter ab, als jene, die sich weniger auf ihren Instinkt beriefen. "Mit Intuition" wurden knapp 60 Prozent der Lügen entlarvt, "ohne" waren es immerhin fast 70 Prozent. Vermutlich konzentrierten sich die "Intuitiven" auf die falschen Signale, denn es würde oft fälschlicherweise angenommen, fehlender Augenkontakt oder ein ausweichender Blick seien typische Anzeichen einer Lüge.

Siehe dazu auch Nonverbale Kommunikation

Würzburger Psychologen entdeckten, daß Kinder öfter als Erwachsene nicht zugeben, wenn sie sich nicht erinnern können oder eine Antwort nicht wissen. Die Wissenschaftler untersuchten, ob, ab welchem Alter und unter welchen Bedingungen Kinder in der Lage sind, eine glaubwürdige Zeugenaussage zu liefern. Sie zeigten den Kindern dazu ein kurzes Video und befragen sie anschließend über die Handlung des Films. Zuvor weisen sie die jungen Probanden darauf hin, dass sie sagen sollen, wenn sie die Antwort nicht wissen. "Wir beteuern, daß so etwas überhaupt nicht schlimm sei, denn schließlich könne sich ja niemand alles merken", berichtet die Psychologin Claudia Roebers. Dennoch erhalten die Wissenschaftler in der Regel falsche Antworten, sobald sich die Kinder nicht an die erfragten Details des Films erinnern können. Falsche Angaben hagelt es den Angaben zufolge auch, wenn die Frage eigentlich gar nicht zu beantworten ist, wie sie sich auf eine Szene bezieht, die im Film gar nicht vorkommt. Bei Erwachsenen sei das anders, berichten die Forscher: Sie erklärten in solchen Situationen eher, daß sie die Antwort nicht wüßten.

Wenn die Kinder aber während der Befragung für jede richtige Antwort einen Goldtaler bekommen, ändert sich diese Situation. "Dann machen sie weniger falsche Angaben, und die 'Weiß-nicht-Antworten' häufen sich", erklärt Roebers. Das bedeutet: Kinder haben bei solchen kognitiven Fähigkeiten keine generellen Defizite. Sie wissen sehr wohl, ob sie sich an ein Ereignis erinnern können, reagieren in einer Befragungssituation nur anders als Erwachsene. Nach Angaben Roebers zeigt sich immer wieder, dass die wenigen Angaben, die Kinder spontan über ein Ereignis machen, durchweg korrekt sind. Fehler träten in der Regel erst dann auf, wenn gezielte Fragen beantwortet werden sollten - und das sei natürlich fast immer dann der Fall, wenn Kinder Zeugen in einem Verfahren seien. Die Würzburger Wissenschaftler erproben daher nun Befragungsmethoden, die entweder die freien Berichte der Kinder verlängern oder die Wahrscheinlichkeit für falsche Antworten bei konkretem Nachfragen verringern.

Darüber hinaus untersuchen die Psychologen die Auswirkungen von Suggestivfragen auf das Gedächtnis und auf spätere Berichte von Kindern. Die bisherigen Ergebnisse bestätigen laut Roebers frühere Befunde aus dem anglo-amerikanischen Sprachraum: Demnach sind Jungen und Mädchen vom Kindergartenalter bis zum Ende der Grundschulzeit immer besser in der Lage, ein Ereignis korrekt wiederzugeben. Zudem widerstehen sie immer häufiger irreführenden Suggestiv-Fragen und geben in Wiedererkennungstests zunehmend korrekte Antworten.

Peter Stiegnitz, Begründer der Mentiologie (lat. "mentiri" = "lügen"), der Lehre vom Lügen, hat Hitlisten männlicher und weiblicher Lügen aufgestellt. Nummer eins bei Männern: das Auto; Nummer eins bei den Frauen: das Gewicht.


Dana Samson et al. (Universität Birmingham) haben im im temporoparietalen Übergangskortex eine Hirnregion entdeckt, die beim Einschätzen eines Gesprächspartners eine entscheidende Rolle spielt. Schlaganfallpatienten mit Hirnschäden in diesem Bereich können nicht mehr beurteilen, ob das Gegenüber lügt oder einen Witz erzählt. Die Probanden scheiterten in einem Experiment, die Gedanken einer Person in einem Video oder einer Erzählung nachzuvollziehen, obwohl sie in anderen Wahrnehmungstests gute Ergebnisse erzielten. Bisher wusste man nur, dass die Hirnregion hinter dem Ohr eine Rolle spielt, um Hinweise wie zum Beispiel die Blickrichtung eines Gegenübers zu verarbeiten

Yaling Yang & Adrian Raine (Universität von Südkalifornien) haben mittels Kernspintomographie die Gehirnstruktur von notorischen Lügnern vermessen. Demnach besitzen diese mehr weiße Hirnmasse in jenem Hirnareal, das für die Verknüpfung der Nervenzellen zuständig ist, woraus sie schließen, dass für eine ausgeklügelte Lüge ist eine bessere Vernetzung Voraussetzung ist.
Quelle: Nature Neuroscience 2004.

Wie kann man nach einer Lüge einen neuen Anfang finden?

Quelle: http://www.mdr.de/hier-ab-vier/unter-sex-augen/167858.html (06-02-02)

 


Geheimnisse - eine Form von Lüge oder Lebensnotwendigkeit?

Es berührt Menschen unangenehm, wenn sie davon ausgehen müssen, dass Menschen, die sie gut kennen, etwas vor ihnen verbergen. Diese Reaktion ist verständlich, sie löst Unbehagen aus, weil Geheimnisse einen schlechten Ruf haben. Allerdings: Wenn Menschen nichts für sich behalten könnten, wären sie anderen schutzlos ausgeliefert. Psychologen sind der Ansicht, dass Geheimnise unseren Lebensraum vor dem Zutritt Unbefugter schützen. Das soziale Miteinander würde nicht mehr funktionieren, wenn es keine Geheimnisse geben dürfte, denn die absolute Wahrheit wäre in vielen Fällen unerträglich. Die Geheimnisforscherin Anita E. Kelly glaubt, dass jeder Mensch zu irgendeinem Zeitpunkt seiner Lebens etwas vor anderen verbirgt. Eine ihrer Studien kommt zum Ergebnis, dass 99 Prozent der Menschen etwas verschweigen. Die wenigen Studien, die zum Thema Geheimnis vorliegen, bestätigen immer wieder, dass sich die meisten Geheimnisse um das Thema Sexualität drehen. Es wurden 200 Studenten gefragt, was sie vor wichtigen Menschen in ihrem Leben geheim halten: 22 Prozent der Befragten gaben zu, dass sie eine frühere sexuelle Beziehung in ihrem Herzen verschlossen halten. Acht Prozent verschwiegen ihrer Partnerin oder ihrem Partner einen Seitensprung. 14 Prozent wagten es nicht, einem angeblichen Freund zu gestehen, dass sie keine positiven Gefühle für ihn hegen. Vier Prozent liebten einen Ex-Partner noch immer. Drei Prozent erzählten nicht, dass sie als Kind sexuell missbraucht worden sind, und drei Prozent hatten heimlich im Leben eines Anderen geschnüffelt, zum Beispiel dessen Tagebuch gelesen. Ursula Nuber nennt in ihrem Buch "Lass mir mein Geheimnis! Warum es gut tut, nicht alles preiszugeben" die positiven Funktionen von Geheimnissen:

Quellen & Literatur:
http://sozialarbeitspsychologie.de/nonvkom.htm (01-01-19)
http://www.uni-saarland.de/fak5/krause/nonverb.htm (03-06-05)
http://www.rp-online.de (03-01-10)
http://www.magic-point.net/fingerzeig/grundlagen-deutsch/kommunikation/koerperspr/koerperspr.html (02-01-20)
Molcho, Samy (1988). Körpersprache als Dialog: Mosaik-Verlag.
Ekman, P. (1989). Weshalb Lügen kurze Beine haben: Über Täuschungen und deren Aufdeckung im privaten und öffentlichen Leben. Berlin: de Gruyter.
Dietzsch,Steffen (1998). Kleine Kulturgeschichte der Lüge. Leipzig: Reclam.
Peale, Norman Vincent (2001). Die Kraft des positiven Denkens. Lübbe Verlag.
Schmid-Fahrner, Christine (2001). Vertrauen und sich anvertrauen Geborgensein in der Partnerschaft. Herder.

Stiegnitz, Peter (2001). Die Wahrheit: Wir lügen alle.
WWW: http://www.connection.de/cms/content/view/817/181/ (07-02-02)


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