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Motto: "Feedback ist teuer."

Feedbackmöglichkeiten in universitären Lehrveranstaltungen

Zentrum für Lehrkompetenz GrazDiese Internetseite entstand zum Vortrag "Feedbackmöglichkeiten in universitären Lehrveranstaltungen" im Rahmen der "High Noon - Didaktik zu Mittag"-Veranstaltungen des Zentrums für Lehrkompetenz an der Karl-Franzens-Universität Graz am 18. Jänner 2012. Dieses Zentrum ist eine fakultätsübergreifende Einrichtung, dessen Veranstaltungen auf die nachhaltige Verbesserung des Stellenwerts der Lehre innerhalb der Universität abzielen.

Uni Graz LogoAuf dieser Internetseite finden sich ergänzende und vertiefende Informationen zum Vortrag, dessen Inhalt war, wie Feedback aussehen kann, das bei der Weiterentwicklung der Lehre an der Universität hilfreich ist … und welches "Feedback" eher nicht hilfreich ist.

Podcast Feedback Graz StanglEs wurde versucht aufzuzeigen, welche Möglichkeiten, Grenzen und Hindernisse es für gutes Feedback in universitären Lehrveranstaltungen gibt, und welche Methoden und Instrumentarien zum Feedback in Lehrveranstaltungen geeignet sind.

Die hier genannten Aspekte eines guten universitären Feedbacks in der Hochschullehre treffen in vielen Punkten auch auf andere Lehrsituationen zu, etwa in der Schule oder der Erwachsenenbildung.

Für Interessierte: Es gibt auf der Website des Zentrums für Lehrkompetenz ein Video-Podcast zum Vortrag mit anschließender Diskussion.

Das Idealbild

Es ist für die Universitäten im internationalen Wettstreit um StudentInnen lebensnotwendig geworden, auf Qualitätssicherungsaktivitäten verweisen zu können, d.h., keine Universität kann auf Einrichtungen zum Qualitätsmanagement bzw. auf Selbstdarstellungen ihrer Bestrebungen im Bereich des Qualitätsmanagements verzichten. Wer zur Elite der Universitäten zählen will, unterwirft sich den Anforderungen des Qualitätsmanagements und dokumentiert diese für die Öffentlichkeit und vor allem für die Stakeholder gut sichtbar auf der Homepage der Universität. Die Governementalisierung der Universitäten führt eine Managementmentalität in die Organisation der Lehr- und Lernprozesse an den Universitäten ein, wobei Evaluations- und Controllingverfahren so etwas wie Schlüsseltechnologien dafür bilden. Die meist leicht realisierbaren Lehrveranstaltungsevaluierungen legen den Fokus auf die Lehrenden, in erster Linie wohl um diese besser normieren und wohl auch disziplinieren zu können, gleichzeitig um den Studierenden vorzugaukeln, die Qualität der Lehre mitzubestimmen (vgl. Weiskopf, 2006).

Einige Zitate …

"Lehrveranstaltungsfeedback gehört mittlerweile zum Standardrepertoire von Qualitätssicherungsmaßnahmen. An der Universität XY werden seit 2001 flächendeckend LV-Evaluierungen durchgeführt, seit 2008 wird mit einem kompetenzorientierten Modell gearbeitet. Feedback in Lehrveranstaltungen sollte zu einem Dialog der Lehrenden mit den Studierenden beitragen."

"Gute Lehre zeigt sich im Alltag am förderlichen Austausch zwischen Studierenden und Dozierenden unter geeigneten Rahmenbedingungen, an guten Leistungen der Studierenden und an der Zufriedenheit aller Beteiligten – den Studierenden, Dozierenden und Leitungspersonen. Die Studierenden geben mit Hilfe eines Fragebogens oder einem anderen Feedback-Instrument eine Beurteilung der Lehrveranstaltung ab. Die Dozierenden geben in der Regel ihr persönliches Feedback zur Lehrveranstaltung und zu den Rückmeldungen der Studierenden. Ziel der gemeinsamen Evaluation von Lehrveranstaltungen ist es, die Kommunikation über die Lehre zu fördern die Sensibilität für Fragen der Lehre zu erhöhen, Stärken und Schwächen zu erkennen und in Fremd- und Selbsteinschätzung gegenüberzustellen, positive (Lern-)Effekte gezielt zu fördern, den Schwächen entgegenzuwirken, an der Entwicklung der Lehre zu arbeiten. Die Ergebnisse und Erkenntnisse fließen im Idealfall unmittelbar in die Lehre ein. Die Studierenden sehen, dass ihr Feedback ernst genommen wird, und dass sich die Dozierenden mit den Rückmeldungen auseinandersetzen und das Feedback annehmen. So bleiben sie motiviert, sich an Evaluationen zu beteiligen. Auf der anderen Seite erhalten die Dozierenden ein strukturiertes Feedback der Studierenden zu ihrer Lehrveranstaltung und Ansatzpunkte, wie sie diese weiterentwickeln können. Die Leitungspersonen – in der Regel die unmittelbar vorgesetzte Person - schließlich schaffen die Möglichkeit, Feedback auf unterschiedlichen Wegen zu geben. Sie gewinnen einen spezifischen Einblick in die Qualität von Lehrveranstaltungen und die Arbeit ihrer Dozierenden. Die Ergebnisse geben ihnen einen Gesamtblick auf das Lehrangebot und dessen Weiterentwicklung."

"Es können nun verschiedene Evaluierungsbögen für unterschiedliche LV-Typen zur Verfügung gestellt und der Ausrichtung der jeweiligen Lehrveranstaltung Rechnung getragen werden: In einer „interaktiven“ Lehrveranstaltung (z.B. Kurs, Seminar) werden im Gegensatz zu einer „lehrendenorientierten“ Vorlesung nicht nur Fach- und Methodenwissen, sondern auch Sozialkompetenz und personale Fähigkeiten vermittelt; in Laborübungen steht der Erwerb von „anwendungsbezogener“ Handlungskompetenz im Mittelpunkt; zudem wird in „medienbasierten“ Lehrveranstaltungen der Umgang mit Neuen Medien (z.B. eLearning) gefördert."

Qualitätsmanagement und Evaluation sind kein Feedback



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Literatur zum Thema Feedback





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