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Internetsucht - Onlinesucht

Schon am Beginn des Internets entwickelte sich sehr rasch eine soziale Netzkultur, in der neben Online-Communities auch bald Online-Spiele zu finden waren, anfangs noch als reine Textadventures, als Umsetzung klassischer Brettspiele wie Schach oder Go, aber auch schon MUDs (Multi User Dungeons), die in den folgenden Jahren immer komplexer wurden. 1997 etablierte sich erstmals ein MMORPG (massively multiplayer online role playing game, Ultima Online), bei dem mehrere tausend Spieler gleichzeitig spielen konnten. Heute steigen weltweit Millionen Menschen nach Schulschluss oder Feierabend in künstliche Welten ein, um virtuell die Wünsche zu verwirklichen, von denen sie in der realen Welt nur träumen können. Mit einigen Mausklicks erschaffen SpielerInnen eine virtuelle Figur, geben ihr einen Namen, eine Gestalt und eine Biografie, zaubern sich ein Alter Ego, das ihren Vorstellungen, Wünschen und Träumen entspricht, und schaffen sich somit ein ideales zweites Leben in der virtuellen Welt.

Die Diagnose "Internet-Abhängigkeit" ist unter Wissenschaftlern nach wie vor umstritten. Das Krankheitsbild ist noch zu wenig erforscht, sodass man lieber von "Internet-Abhängigkeit" spricht, anstelle der englischen "Internet Addiction Disorder (IAD)". Im Deutschen variiert die Bezeichnung und man spricht auch von Internetsucht, Onlinesucht, pathologischem Internetgebrauch (was die wissenschaftlich korrekteste Bezeichnung ist), im Englischen findet man auch den Begriff "pathological internet use".

Was an Online-Spielen vermutlich abhängig macht, sind die Erfolgserlebnisse, die vor allem Jugendliche daraus schöpfen. Nach manchen Schätzungen sind sechs bis neun Prozent der aktiven Spieler von Online-Spielen abhängig. Wichtig ist, dass sich die Erwachsenen und insbesondere die Therapeuten bei den Spielen oder in Chatrooms auskennen, denn wer sich mit einem Jugendlichen mit einem Medienproblem auseinandersetzen will, sollte sich mit den Inhalten dieser Medien auseinandersetzen. Entscheidend ist jedoch meist, auf welche jugendlichen Persönlichkeiten solche Medieninhalte treffen, denn stille, zu Depressionen neigende Jugendliche kompensieren mit ihren Erfolgen in fiktiven Welten oft soziale und schulische Enttäuschungen, manche davon haben auch Teilleistungsstörungen wie etwa eine Legasthenie. Betroffen sind nach Bert te Wildt (2011) vor allem junge Männer in der Adoleszenz, die beim Übergang in ein selbstbestimmtes Erwachsenenleben schulisch, beruflich oder privat scheitern und sich gekränkt, selbstunsicher und depressiv in virtuelle Parallelwelten zurückziehen, um dort die Helden zu spielen, die sie in der konkreten Welt nicht sein können. Eine zweite Gruppe von Spielern sind die eher quirligen, oft auch hyperaktiven Jugendlichen, die ständig nach neuen Attraktionen suchen und sich auch sonst nicht lange konzentrieren können. Im Internet und bei Online-Spielen punkten sie mit ihrer Schnelligkeit, was für sie zu Erfolgserlebnissen führt, die sie im normalen Alltag durch ihren Mangel an Konzentrationsfähigkeit etwa in der Schule oder im Beruf nicht erhalten können. Aktuell ist Suchtverhalten bei Jugendlichen zu beobachten, die Spiele wie "Second Life" oder "World of Warcraft" spielen, während es bei Erwachsenen hauptsächlich Kommunikationsforen und Chat-Rooms sind, denen diese übermäßig viel ihrer Zeit widmen. Folgen sind oft die soziale Isolation, schulisches oder berufliches Versagen, Vernachlässigung des Schlafbedürfnisses sowie des Bewegungsapparates bis hin zur Mangelernährung.

Während der Nutzer klassischer Computerspiele meist allein oder in kleinen Gruppen spielt, umfasst die Spielergemeinschaft hier Millionen, doch anstatt nur gegeneinander anzutreten, werden Zusammenarbeit und Hilfsbereitschaft sofort belohnt. Das ermöglicht nicht nur die Kontaktaufnahme, wie es zum Beispiel beim Chat der Fall ist, es befördert sie sogar. In der virtuellen Welt des Computerspieles begegnen sich die Mitspieler, sprechen sich an und helfen sich, d.h., die Hemmschwelle zur Kontaktaufnahme ist so strukturell bedingt niedrig. Der Nutzer lernt schnell andere Spieler kennen und wird auf diesem Weg in ein soziales Netz eingebunden, es entstehen Verpflichtungen nach dem "Hilfst Du mir, helfe ich Dir"-Prinzip (s.u.).

Um in Online-Rollenspiel, etwa „World of Warcraft“, zu bestehen, werden mit der Zeit zwar die dafür notwendigen spezifischen Erfordernisse erlernt, aber das Gehirn wird für eine ganz bestimmte Nutzung trainiert, etwa hochaufmerksam auf visuelle Reize zu reagieren, die wenig bis nichts mit dem realen Leben zu tun haben. Online-Spiele haben auch ein hohes Suchtpotenzial, denn sie fesseln dadurch, dass sie unterschiedliche Levels haben, die mit jeder erfolgreich gelösten Aufgabe schwieriger werden. Die Aufgaben werden entweder alleine oder in Gemeinschaften angegangen, aber dafür müssen die SpielerInnen ständig präsent sein und sich austauschen. So baut sich ein Gruppendruck auf und es entsteht Dauerspannung, d.h., die SpielerInnen verspüren Stress, denn die SpielerInnen glauben, sie versäumten etwas, wenn sie nicht im Netz sind. Da sie natürlich gewinnen und dafür Anerkennung erhalten möchten, steigen sie immer wieder ins Spielgeschehen zu allen Tag- und Nachtzeiten ein. Daraus entsteht ein massives Verlangen nach immer mehr, ein Kreislauf entsteht, der Kinder und Jugendliche für längere Zeit ständig in einem virtuellen Raum agieren lässt. Da es in solchen Spielen permanent Neuerungen und Erweiterungen gibt, wird das Verlangen der SpielerInnen geschürt und die Gefahr der Abhängigkeit steigt dadurch zusätzlich. Im Gegensatz zu Fantasy-Büchern, die beim Lesen ebenfalls in unwirkliche Welten führen, regen letztere die Fantasie an, erzeugen eigene, innere Bilder und hören im Gegensatz zu Online-Spielen auf, wenn die Geschichte zu Ende ist. Rollenspiele im Internet hören hingegen niemals auf, sodass eine mögliche Suchtkarriere vorprogrammiert scheint.

Siehe dazu auch Computersucht bei Online-Spielen

Die Abhängigkeit von Online-Rollenspielen stellt ein relativ neues und weitgehend unerforschtes Problem dar - unter anderem, weil eine standardisierte Diagnostik fehlt, wobei die genannten Zahlen von süchtigen NutzerInnen weit auseinander gehen. Frank Meyer (Institut für Klinische Psychologie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf) meint, dass Online-Rollenspiele nicht unter dem Aspekt Internet- oder Computerspielsucht sondern gesondert untersucht werden müssen. Psychologen fassten gängige Diagnosekriterien zusammen und ergänzten sie mit Informationen aus der Befragung von Onlinespielern, sodass durch diese neue Diagnosemethode erstmals das direkte Erkennen einer Online-Rollenspiel-Sucht ermöglicht wird. Reinhard Pietrowsky entwickelte dafür einen Fragebogen, der Online-Rollenspiel-Sucht anhand wesentlicher Merkmale von der Abhängigkeit von anderen Computer- und Internetanwendungen unterscheidet. Zwei wesentliche Merkmale "Massive Multiplayer Online Role- Playing Games" erhöhen die Gefahr der Abhängigkeit.

Das enorme Suchtrisiko von Online-Rollenspielen gegenüber anderen Computerspielen liegt dabei vor allem in der Verbindung der Eigenschaften klassischer Computerspiele mit der sozialen Funktion des Internets, denn statt alleine oder in einer Kleingruppe zu spielen, sind Millionen von Nutzern eingebunden und miteinander vernetzt. So entstehen Verpflichtungen nach dem "Hilfst du mir, helfe ich dir"-Prinzip und diese Gruppenstruktur erhöht den sozialen Druck, regelmäßig am Spiel teilzunehmen. Wer einmal in Facebook etwa Farmville oder vergleichbare "Gratisspiele", die enorm viel Zeit kosten, ausprobiert hat, wird diese Problematik verstehen.

Das zweite Merkmal ist die Beständigkeit von Spielfigur und Spielwelt, denn es gibt keinen endgültigen Sieg und kein Game Over, sondern das Spiel läuft sogar weiter, wenn der Spieler gerade nicht teilnimmt, was bei manchen Menschen Ängste auslösen kann, irgendetwas zu verpassen. Dieses Merkmal fördert häufiges und langes Spielen.

Während bei anderen Formen der Abhängigkeit das Leiden mit der Zeit zu nimmt, dürfte das für Online-Rollenspiele allerdings weniger zutreffen, denn es werden solche Netzwerke ständig um neue Verlockungen erweitert (bei Facebook durch Spiele wie etwa FishVille, FroniterVille, Mafia Wars, PetVille, Treasure Isle usw., aber auch "Geschenke" und "Sonderangebote"), wobei das soziale Netzwerk weiterhin erfahrbar bleibt.

Ivan Goldberg, der Erfinder des englischen Begriffs, hatte ihn zunächst als Scherz gemeint, aber 1995 widmete die Zeitung "New York Times" dieser neuen Sucht großen Raum. Doch rasch meldeten sich ernsthaft Betroffene, und die ersten Cyberpsychologen-Praxen schossen aus dem Boden. Kimberly Young schrieb das Fachbuch "Caught in the Net" (Gefangen im Netz) und gründete in Pittsburgh das Center for Online Addiction - bis heute die erste Anlaufadresse für alle, die sich über den Stand der IAD-Forschung informieren wollen. Siehe auch Eine Chronologie der Beforschung.

Was das Internet so attraktiv macht, sind vor allem neue Handlungsmöglichkeiten wie Realitätsflucht oder das Experimentieren mit der eigenen Identität Die Flucht vor der Realität kann Flucht vor persönlichen Problemen bedeuten; vor Problemen mit sich selbst (z.B. Minderwertigkeitsgefühle) oder mit seinem sozialen Umfeld (Integrationsschwierigkeiten, Probleme der Kontaktaufnahme, Einsamkeit etc.). Die darin verborgenen Wünsche werden in der Realität nicht erfüllt, so dass das Internet mit seinen geschützten, anonymen Räumen stellvertretend aufgesucht wird.

Ivan Goldberg meint, dass nicht das Internet per se süchtig mache, sondern der Anwender damit Depressionen, Angstzustände oder Dysphorie (ängstlich-bedrückte, traurige, mit Gereiztheit einhergehende Stimmungslage) bekämpfe.

Das Experimentieren mit der eigenen Identität ist ein Phänomen, das der heutigen Anforderung nach Flexibilität gerecht werden soll. Häufiger Arbeitsplatzwechsel, neue Erziehungsmodelle, neue Geschlechterrollen und sich ständig erneuernde Technologien erwarten Flexibilität und Wandlungsfähigkeit. Sie zeigen, dass alles kurzlebiger ist und beliebiger wird. Das Internet bietet in diesem Zusammenhang den idealen Rahmen, denn in Chaträumen oder im Cyberspace kann man den Rollentausch spielerisch üben und ihn ausleben (z.B. beim "gender switching"). Es gelingt gehemmten oder sozial behinderten leichter, den üblichen gesellschaftlichen Anforderungen und Erwartungen zu entsprechen.

Hahn & Jerusalem (2001) definieren Internetsucht oder Internetabhängigkeit als eine stoffungebundene Abhängigkeit, die dann als vorhanden gilt, wenn:

  • über längere Zeitspannen der größte Teil des Tageszeitbudgets zur Internetnutzung verausgabt wird (hierzu zählen auch verhaltensverwandte Aktivitäten wie beispielsweise Optimierungsarbeiten am Computer) (Einengung des Verhaltensraums),
  • die Person die Kontrolle über ihre Internetnutzung weitgehend verloren hat bzw. Versuche, das Nutzungsausmaß zu reduzieren oder die Nutzung zu unterbrechen, erfolglos bleiben oder erst gar nicht unternommen werden (obwohl das Bewußtsein für dadurch verursachte persönliche oder soziale Probleme vorhanden ist) (Kontrollverlust),
  • im zeitlichen Verlauf eine Toleranzentwicklung zu beobachten ist, d.h. die „Verhaltensdosis" zur Erreichung der angezielten positiven Stimmungslage gesteigert werden mußte,
  • Entzugserscheinungen als Beeinträchtigungen psychischer Befindlichkeit (Unruhe, Nervosität, Unzufriedenheit, Gereiztheit, Agressivität) und psychisches Verlangen („craving") nach der Internetnutzung als Folge zeitweiliger, längerer Unterbrechung der Internetnutzung auftreten,
  • wegen der Internetaktivitäten negative soziale Konsequenzen in den Bereichen Arbeit und Leistung sowie soziale Beziehungen (z.B. Ärger mit Freunden oder Arbeitgeber) eingetreten sind.

Die vorgeschlagenen Kritierien verstehen sich als normativ-deskriptive Merkmale der Phänomenologie der Internetsucht und thematisieren &endash; wie dies im übrigen auch für substanzgebundene Abhängigkeiten wie der Alkoholabhängigkeit gilt &endash; keine ätiologischen Merkmale.

In Deutschland haben sich früh besonders die Psychologen Nicola Döring von der TU Berlin und Bernad Batinic von der Uni Gießen sich des Themas Internetsucht und der soziale Vereinsamung von Internet-Usern angenommen. Nicola Döring untersuchte, inwieweit deutsche Internetuser tatsächlich einsamer sind oder weniger "reale" soziale Kontakte haben als Nicht-Internet-User. Zumindest nach den Aussagen der Nutzer selber besteht kein Unterschied im Vergleich zu einer Kontrollgruppe bezüglich Einsamkeitsgefühlen, Anzahl von Freunden und Bekannten und der Häufigkeit einer festen Partnerschaft. Es zeigte sich sogar ein positiver Zusammenhang zwischen der Anzahl realer und virtueller Bekanntschaften. Insgesamt wurde in dieser Studie kein Beleg dafür gefunden, daß das Internet ein Tummelplatz vereinsamter Menschen ist oder gar die User in die soziale Isolation treibt.

In der Untersuchung von Bernard Batinic fand sich hingegen ein deutlicher Hinweis darauf, daß zumindest zwei "Symptome" der Internet-Sucht weit verbreitet sind: Fast 70% der befragten Personen gaben an, daß sie häufiger länger im Netz surfen, als sie ursprünglich wollten, und über 50% gaben an, daß sie manchmal im Internet surfen, obwohl sie Wichtigeres zu erledigen hätten.

Aber der Anteil der Usern, die beim Surfen im Internet ihre täglichen Sorgen vergessen können oder bei denen sich nach ein oder zwei Tagen offline "eine Spannung aufgebaut hat, die sie veranlaßt wieder zu surfen" ist dagegen recht gering. Ob dies reicht, von einem "Massenphänomen" Internet-Sucht zu sprechen oder gar als Anlaß genommen werden sollte, neue Therapieangebote zu entwickeln, sei dahingestellt. Dann wäre es aber wohl auch an der Zeit gezielt, gegen andere Massensüchte wie die Fernseh-, Telefon-, Lese- oder Sportsucht anzugehen!

Nach einer Studie des Psychologen David Greenfield leiden beinahe sechs Prozent der Internet-Nutzer an einer Form von Internet-Sucht. Greenfield untersuchte 17251 Internet Nutzer - mehr als je bei einer vergleichbaren Untersuchung zuvor - und fand heraus, dass die Internet-Abhängigkeit zu zerrütteten Ehen, Jugendkriminalität, Verbrechen und Konsumrausch führen kann. Diese Ergebnisse stützen die Vermutung, dass es sich bei der Internet-Sucht tatsächlich um eine psychische Störung handelt. Vergleichbare Untersuchungen haben ergeben, dass der Anteil der süchtigen Internet-Nutzer auf über zehn Prozent steigen könnte. Der Untersuchung zufolge sehen 30 Prozent der Internet-Abhängigen das Medium als eine Möglichkeit zur Flucht vor der Realität.

Nach Angaben eines Artikels vom 6. Februar 1998, der in der US-Zeitschrift "CyberPsychology and Behavior" erschienen ist, sind Studierende im Alter zwischen 18 und 22 Jahren besonders anfällig für die Internet-Sucht, die definiert wird als "eine psychische Abhängigkeit vom Internet, die unabhängig von der konkreten Aktivität im Netz besteht". In dem Artikel heißt es, daß Netzwerk-Verwalter verschiedener Universitäten eine Wechselwirkung zwischen der intensiven Internet-Nutzung und der hohen Zahl von Studienabbrechern festgestellt hätten. Einige Universitäten sollen bereits Selbsthilfegruppen für "Internet-Abhängige" gegründet haben. Unterdessen versucht die Universität von Washington, die übermäßige Internet-Nutzung dadurch einzudämmen, dass den einzelnen Studierenden nur noch eine begrenzte Online-Zeit zugebilligt wird.

internetsucht

 

 

Die HSO e.V. (Hilfe zur Selbsthilfe für Onlinesüchtige) hat ihre Arbeit nach einer Unterbrechung wieder aufgenommen.
Link: www.onlinesucht.de

BILD titelte kürzlich: "Internet-Sucht: Der erste Tote" - "In Südkorea starb ein Mann, weil er nur noch vor dem Computer saß!"

Quellen: http://idw-online.de/
pages/de/news382903l (10-08-18)

 

 


Ist mein Kind internetsüchtig?
Ein kleiner Fragebogen für Eltern

 


Laut Austrian Internet Monitor ist die Zahl der Intensivnutzer (mehrmals pro Woche) mittlerweile auf 3,8 Millionen gestiegen. Wenn man von etwa drei Prozent Süchtigen ausgeht, ergibt sich eine grobe Schätzung von über 100.000 Abhängigen. Dabei stellt sich die Frage, ab wann man abhängig ist. Vermutlich haben Personen, die sich diese Frage stellen, schon ein Problem, denn niemand stellt sie sich aus heiterem Himmel.Viele Betroffene reagieren, angesprochen auf die Internetsucht, so wie Drogen- oder Alkohlsüchtige und leugnen ihr Verhalten als problematisch. Zentrales Merkmal dieser extremen Intensivnutzer ist die starke Fokussierung auf das Internet, denn alles dreht sich nur mehr darum, online zu sein und der gesamte Tags- und Nachtablauf wird danach ausgerichtet. Körperliche Schäden oder der komplette Verlust sozialer Kontakte sind im Falle einer solchen Intensivnutzung keine Ausnahmefälle mehr.

Für China berichtet die "China Youth Association for Network Development", dass rund ein Zehntel der Internetnutzer zwischen 13 und 31 Jahren onlinesüchtig ist. Abhängig sind dort überwiegend männliche Nutzer.

Studien aus Deutschland belegen, dass es dort etwa zwei Millionen Onlinesüchtige gibt (laut www.onlinesucht.de), d.h., sie sitzen in ihrer Freizeit mehr als 35 Stunden pro Woche vor dem Computer und surfen, chatten, oder spielen Online-Spiele. Reale Sozialkontakte werden so zwangsläufig vernachlässigt. In Deutschland ist vor allem die Online-Sexsucht verbreitet, vorwiegend ein Phänomen bei männlichen UserInnen, während die Online-Chatsucht eine Frauendomäne ist.

Internetsucht in Österreich und anderswo

Übrigens: Für das Web 2.0, das viele Medien - vornehmlich Mobiltelefonie und Internet - miteinander verbinden soll, definiert man schon ein neues Syndrom: Mobile and Internet Deficit Syndrome - kurz: MAIDS

Vor allem Jugendliche laufen Gefahr, ins virtuelle Leben zu fliehen, sodass sie nicht lernen, sich in realen sozialen Gruppen zu bewähren, sie brechen den Kontakt zu Freunden ab, verlieren das Interesse an Sport, Schule, Beruf und Ausbildung. Auch spätere Depressionen können die Folge dieser Isolation sein. Das Internet gibt den Süchtigen die Möglichkeit, ihre Identität zu wechseln und sich ein erfolgreiches, interessantes virtuelles Leben zu schaffen: egal, ob in Spielen oder Foren. Ein erster Schritt weg von der Sucht ist, sich selbst mit der Frage zu konfrontieren: Was bekomme ich im Internet, was ich im realen Leben nicht habe?

Internetsucht ist nach Hahn & Jerusalem (2001) weit häufiger bei Jugendlichen zu beoabachten Es ist denkbar, daß Jugendliche im Internet ein Instrument entdeckt haben, das sie bei ihrer Persönlichkeits- und Identitätsentwicklung unterstützt (differenzielle Konsequenzerwartungen).

Das Internet könnte Orientierung in der für Jugendliche schwierigen Entwicklungsphase mit ihren körperlichen, psychischen und sozialen Unsicherheiten geben, (virtuelle) Anerkennung durch Gleichaltrige bieten und auch Möglichkeiten eröffnen, neue Rollen und Identitäten gefahrlos zu testen.

Nicht zuletzt könnte das Internet auch als Mittel zur Abgrenzung von der Erwachsenenwelt dienen. Diese hohe subjektive Funktionalität des Internet wird für einige Jugendliche vermutlich aufgrund der unausgereiften Verhaltensregulationskompetenz im Umgang mit dem Internet zum Problem.

Sollten sich dies spekulativen Zusammenhänge in weiteren empirischen Arbeiten bestätigen, ergäben sich auch für die Prävention klarere Anhaltspunkte: zum einen wäre ein realistisches Bild der Funktionalität des Netzes zu vermitteln, und zum anderen sollte ein kompetenter und angemessener Umgang mit dem Internet geschult werden.

In absoluten Zahlen ist von bis zu 600 000 Betroffenen unter den heute 18.8 Millionen deutschen Internetnutzern (Stand: Dezember 2000) auszugehen. Kein anderes Medium hat bisher eine derartige "magnetische Wirkung" auf seine Nutzer gehabt. Internetsucht ist dabei wahrscheinlich nicht &endash; wie vielfach von Kritikern vorgetragen &endash; ein temporäres Phänomen und als Neuheitseffekt des faszinierenden Mediums zu interpretieren.

In den USA wird die Anzahl der Internetsüchtigen auf rund 200.000 geschätzt. Diese Zahl entstammt einer Studie der amerikanischen Psychologin Kimberly Young. Young firmiert als erste "Cyber-Psychologin" der Welt und vermutet, dass weltweit etwa sieben Prozent der User unter Internetsucht leiden, die sie "Pathological Internet Use" (PIU) nennt.

Bei allen weltweiten Studien bisher liegt der niedrigste Anteil der Internetsüchtigen bei rund drei Prozent. Alleinstehende und Arbeitslose, Personen mit einer unsicherer oder unreif-gehemmter Persönlichkeitsstruktur und andererseits selbstverliebte Individuen mit sadistischen Impulsen gelten laut mehreren internationalen Analysen übereinstimmend als besonders gefährdet. Als Ursachen für den Zwang zum Surfen werden Realitätsflucht und -verdrängung, das Experimentieren mit der eigenen Identität und die Befriedigung von Spieltrieb und Kommunikationsbedürfnis betrachtet.

Umfassendes Wissen zu den sozialpsychologischen Prozessen im Internet findet sich in dem empfehlenswerten Buch

Döring, Nicola (2003).
Sozialpsychologie des Internet. Die Bedeutung des Internet für Kommunikationsprozesse, Identitäten, soziale Beziehungen und Gruppen
(Internet und Psychologie - Neue Medien in der Psychologie, Band 2)
Zweite, vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage.
Göttingen: Hogrefe.

Eine Rezension des Autors dieser Arbeitsblätter findet sich im e-zine p@psych unter http://paedpsych.jk.uni-linz.ac.at/
ezine/rezension/doering03.shtml

Zimmerl, Panosch & Masser (2001) erstellen eine psychiatrische Verdachtsdiagnose "Pathologischer Internet - Gebrauch (PIG)" und empfehlen als diagnostische Kriterien:

  • Häufiges unüberwindliches Verlangen, ins Internet einzuloggen
  • Kontrollverluste (d.h. längeres Verweilen "online" als intendiert) verbunden mit diesbezüglichen Schuldgefühlen
  • sozial störende Auffälligkeit im engsten Kreis der Bezugspersonen
  • PIG- bedingtes Nachlassen der Arbeitsfähigkeit
  • Verheimlichung/ Bagatellisierung der Gebrauchsgewohnheiten
  • Psychische Irritabilität bei Verhinderung am Internet- Gebrauch
  • Mehrfach fehlgeschlagene Versuche der Einschränkung

Die AutorInnen unterscheiden drei Stadien:

  • GEFÄHRDUNGSSTADIUM: Vorliegen von bis zu 3 der og. Kriterien in einem Zeitraum von bis zu 6 Monaten
  • KRITISCHES STADIUM: Vorliegen von zumindest 4 der og. Kriterien in einem Zeitraum von bis zu 6 Monaten
  • CHRONISCHES STADIUM: Vorliegen von zumindest 4 oder mehr der og. Kriterien über einen Zeitraum von mehr als 6 Monaten plus damit einhergehendem Vorliegen irreversibler psychosozialer Schäden wie Jobverlust, Trennung v. Partner/ Familie, soziale Selbstisolation, inadäquate Verschuldung durch exorbitante Telefonkosten, sowie mögliche somatische Schäden im Bereich des Sehapparates bzw. des Bewegungs- und Stützapparates.

Sie nennen als Risikogruppen

  • Patienten mit unreifer Ichstruktur
  • eine positive Suchtanamnese
  • depressive Syndrome
  • Patienten mit hypomanischen Attacken
  • Narzißtische Persönlichkeitsstörungen

In einer Studie zeigten 12,7 Prozent von insgesamt 473 Befragten ein suchtartiges Verhalten. Aus dieser Gruppe nannten 30,8 Prozent rauschähnliche Erlebnisse bei intensivem Chatten. 40,9 Prozent stuften sich selbst als "süchtig" ein. Knapp zwei Drittel aller Internetsüchtigen finden sich nach Angaben im Kommunikationsbereich - vor allem in den Chatrooms -, knapp ein Drittel im Bereich der Online-Spiele und nur sieben Prozent im übrigen Web.

"Die Studie von Zimmerl und Panosch ist die beste uns bekannte Studie zum Thema Internet-Sucht mit immerhin 473 Teilnehmern (2.98 - 4.98) eines Chatsystems," lobt Andre Hahn von der Humboldt Universität in Berlin seine Kollegen, "Natürlich ist auch diese Stichprobe hoch selektiv und es wird auch kein psychometrisches Verfahren zur Diagnose von "Internet-Sucht" herangezogen. Angaben zur Zuverlässigkeit, Objektivität und Validität der ,Messungí fehlen daher zwangsweise. Trotzdem gibt diese Studie den einzigen bisher verfügbaren Anhaltspunkt, ob es im deutschsprachigen Raum eine derartige Problematik überhaupt gibt. Wir halten die Zahl von 12,7% "Süchtigen" für eine deutliche Überschätzung des Problems, die zum Teil auf die mangelnde Repräsentativität der Untersuchungsgruppe zurück geht. Aus anderen verhaltensbezogenen Suchtbereichen sind weit niedrigere Zahlen bekannt (z.B. Spielsucht innerhalb der Gruppe der Spieler - z.B. Lotto - 0,5 bis 1 Prozent). Für den Internet-Bereich rechnen wir mit Zahlen zwischen 2 und 3 Prozent, weil sich hier verschiedene klassische Suchtformen im Netz ausagieren lassen (z.B. Spielen, Kaufen, Sex, etc.)."

Quelle:
http://www.internetworld.de/
sixcms/detail.php?id=6825 (02-01-17)

Diese Internetsucht wird durch zahlreiche Lockangebote im Internet "verstärkt", die viele Jugendlichen und Erwachsenen suggerieren, hier das Geld ohne viel Aufwand verdienen zu können. Beispiele hierzu sind etwa Angebote im Sinne von Reich in 30 Tagen oder 10000 Euro in 30 Tagen.

Celin Berens bestimmte in einer qualitativen Studie drei Typen von Internetsüchtigen, wobei nur die ersten beiden näher bestimmt werden und sich der dritte als Mischtyp der beiden ersten darstellt:

  • Der Subjektsucht - Internetsuchttyp ist dadurch kennzeichnet, "daß er vordergründig Verständigung und einen konstruktiven kommunikativen Umgang mit den jeweiligen Interaktionspartnern über das Internet, zum Beispiel über den Chat aber auch über andere Dienste, anstrebt Dabei wird das Internet als eine Erweiterung/Bereicherung des eigenen realen Lebens erlebt. Dadurch und durch das jahrelange reguläre Internetnutzen sowie durch individuelle kommunikative Präferenzen, die mit möglichen Internetanwendungen übereinstimmen, geschieht eine Vergesellschaftung des individuellen Personseins der Betroffenen in der kommunikativen Technikwelt des Internet. Selbst - oder fremdschädigend scheinen hierbei eher der Entzug zu sein, sowie möglicherweise Umgangsweisen, die sich aus der Kombination Technikkommunikation und dem Bedienen computergesteuerter Maschinen ergeben könnten".
  • Der Objektsucht - Internetsuchttyp dieser Studie ist dadurch gekennzeichnet, "daß er vordergründig exzessiv "nonstop" ganz bestimmte Themenbereiche, wie hier Sexualität in Verbindung mit sozialer Interaktion, über entsprechende Dienste wie den Chat, hochfrequentiert. Dabei wird das Internet als eine eigene erträumte Wunschwelt erlebt, in die der Betroffene imaginär flüchtet und wegen der sich der Betroffene räumlich nach außen hin abschottet. Dies und das exzessive Nonstop-Internetnutzen - wie eine "Selbstinstrumentalisierung" - sowie eigene individuelle kommunikative Präferenzen, die mit den sozialen Interaktionen, die über das Internet möglich sind, Übereinstimmungen finden, führen letztendlich zu einer selbst so formulierten psychischen und nervlichen Überlastung. Dadurch besteht die Möglichkeit, daß sich diese Sucht "selbst" zu einem Ende führt. Andererseits aber sind sowohl Rückfälle, als auch "Stellvertreter-Süchte" vorher und nachher nicht auszuschliessen".

Drei Typen von Süchtigen

Berens, Celin (2001). Eine wissenschaftliche qualitative Studie zu dem Phänomen Internetsucht.
W3: http://userpage.fu-berlin.de/~zet/ (01-10-12)

Die australische Forscherin Jennie Caroll (Projektmanagement am Royal Melbourne Institute of Technology) hat seit 2001 in einer Studie das SMS-Verhalten untersucht und beschreibt Krankheitsbilder, die vor allem Jugendliche beim SMS-Schreiben betreffen können:

  • Textaphrenie: Der feste Glaube, das Telefon habe eine eingehende SMS angezeigt, wenn in Wirklichkeit gar nichts angekommen ist. In ihrer krankhaften Ausprägung führt die Textaphrenie unter anderem zu einem zwanghaften Nachprüfen, ob eine neue Nachricht im Posteingang eingetroffen ist.
  • Koma-Texten: Unzählige SMS verschicken, um das Selbstbewusstsein zu stärken. Koma-Texten ist oft ein Hilferuf.
  • "Tangst" (Kunstwort aus "Text" und "Angst") umschreibt Angstgefühle: Selbstzweifel, wenn nach einer Weile keine neue SMS angekommen ist.
  • Post-textisches Stress-Syndrom: SMS-Schreiber bekommen nicht mit, was rund um sie passiert.

SMS-Pathologie

Quellen:
http://www.nachrichten.at/
ratgeber/gesundheit/art114,422118 (10-07-01)
http://handy.t-online.de/sms-
haben-sie-tangst-gefuehle-/
id_42122066/index (10-07-01)

  • Pathologischer Internetgebrauch entsteht, wenn Menschen durch den zunehmenden Verlust der Kontrolle über ihre Internetnutzung bedeutsam in ihrem Leben beeinträchtigt werden. Diese Störung kann sich auf unterschiedliche Onlineaktivitäten (z. B. Onlinecomputerspiel, Chat) beziehen, weist Suchtsymptome auf und ist am ehesten mit dem pathologischen Spielen und anderen Impulskontrollstörungen vergleichbar.
  • Pathologischer Internetgebrauch wird aus den meisten Industriestaaten berichtet. Aufgrund der Heterogenität der Untersuchungsinstrumente mit unklarer Validität liegen nur wenig aussagekräftige Prävalenzschätzungen (1,6-8 % der Jugendlichen) vor.
  • Pathologischer Internetgebrauch weist wie Substanzabhängigkeit ein hohes Ausmaß psychiatrischer Komorbidität auf (Depression, soziale Phobie, Substanzmissbrauch, ADHS). Eine besondere Risikogruppe dürften weibliche Kinder und Jugendliche mit ADHS darstellen. Die größte Gruppe bilden allerdings männliche jugendliche Onlinecomputerspieler (z. B. World of Warcraft).
  • Zur Behandlung des pathologischen Internetgebrauchs befinden sich in der Suchtbehandlung erfolgreiche Verfahren (kognitive Verhaltenstherapie, Motivational Interviewing) in der Erprobung. Randomisierte kontrollierte Katamnesestudien zur Behandlung des pathologischen Internetgebrauchs fehlen bislang.

Kernthesen zur süchtigen Computer- und Internetnutzung

nach Petersen, K.U. & Thomasius, R.(2010). Neurotische, somatoforme und Belastungsstörungen. Psychiatr. Psychother. up2date 2010; 4(2): 97-108
DOI: 10.1055/s-0029-1223432

Die Spieler
Mehr als die Hälfte der Internet-Abhängigen sind spielsüchtig. Fünf Millionen User besitzen bereits eine Identität in der virtuellen Welt „Second Life", fast doppelt so viele Menschen sind weltweit bei dem virtuellen Rollenspiel „World of Warcraft" registriert. Durch die Charaktere, die die User selbst bestimmen können, schaffen sie oft ein zur Realität völlig gegenteiliges Bild. In dieser Kategorie sind die meisten Süchtigen unter 20 Jahre alt und männlich.

Die Einsamen
Rund 30 Prozent der Süchtigen versuchen, im Internet soziale Kontakte aufzubauen. Sie suchen Menschen, denen sie sich anvertrauen können und werden durch die Anonymität lockerer. Zu dieser Gruppe gehören einerseits Frauen zwischen 30 und 45 Jahren. Sie halten sich vorwiegend in Chatrooms auf. Zu der Gruppierung gehören aber auch jüngere Menschen, die ständig in Online-Communities unterwegs sind. Das StudiVZ knackte kürzlich im Übrigen gemeinsam mit dem SchülerVZ die Marke von sechs Millionen registrierten Mitgliedern in Deutschland, Österreich und der Schweiz und zählt damit zu den erfolgreichsten Web-Angeboten.

Die Kaufsüchtigen
Sie suchen Schnäppchen im Internet und ersteigern vor allem bei Ebay und Co.oder kaufen diese. Fünf Prozent der Betroffenen sind kaufsüchtig. Zu dieser Gruppe gehören tendenziell vor allem Frauen ab 30 Jahren.

Die Lustmolche
Etwa 20 Prozent der Abhängigkeiten haben einen sexuellen Hintergrund. Die Mehrheit dieser Süchtigen besteht aus Männern, viele von ihnen sind jünger als 30 Jahre und studieren. Sie bevorzugen Video-Chats mit Stripperinnen, haben Cyber-Sex. Sie surfen zu Hause, aber auch an anonymen Orten, an denen sie nicht zurückverfolgt werden können.

Die Mitteilungsbedürftigen
Diese sind Menschen, die sich in Kommentaren in Foren und Blogs der Internet-Welt immer wieder mitteilen. Sie mischen sich in Diskussionen ein und nehmen viel an Umfragen im Netz teil. Häufig sind das Leute, die im wahren Leben subjektiv zu selten nach ihrer Meinung gefragt werden.

Im Zusammenhang mit Internet-Abhängigkeit taucht immer wieder der Begriff "Nerds" auf. Allgemein wird die Bezeichnung Nerd ( engl. Bezeichnung für Langweiler, Sonderling, Streber, Außenseiter, Fachidiot) als Stereotyp für in Wissenschaft und Technik vertiefte Menschen verwende, meist im Zusammenhang mit einer überdurchschnittlichen Intelligenz, wobei er am häufigsten auf Computerenthusiasten angewendet wird. Nerds sind in der überwiegenden Anzahl männlich, meist über zwanzig Jahre alt und präsentieren sich häufig als introvertierte Datenmenschen, die außer der Arbeit mit dem Computer keine Interessen haben. Sie sind in der Mehrzahl sozial eher isoliert und zeigen beinahe autistische Züge, man findet aber auch großen Idealismus und ausgeprägten Narzissmus. Ihre Motive sind ähnlich denen jugendlicher Hacker, denn sie wollen Schwachstellen in Systemen aufzeigen. Ihr Ziel ist dabei allerdings mehr die Selbstbestätigung und weniger die Wirkung auf andere. Nerds weisen oft eine geringe Frustrationstoleranz auf und zeigen einen unsystematischen, wenig effektiven Arbeitsstil, sind aber oft ausgeprägt abergläubisc, d. h., viele glauben, dass Computer schon bald dem Menschen überlegen sein wird. Während der Begriff ursprünglich negativ besetzt war, insbesondere im Bezug auf die soziale Isolation, hat er sich in Internetcommunitys und unter Computerspielern und -freaks zu einer selbstironischen Eigenbezeichnung gewandelt.

Plakative Typologie der Internetsüchtigen

http://www.hso2007.de/ http://www.onlinesucht.de/

Kritiker der Sucht-Theorie wiesen gern darauf hin, da die Warnung vor einem Realitätsverlust bei exzessiver Nutzung eines Mediums schon sehr alt ist und sich immer wieder selbst überholt hat. Man denke nur an Don Quichote, der durch die unmäßige Lektüre von Ritter- und Liebesromanen den Bezug zur Wirklichkeit verlor. Wenn sich nun die 14-jährige Tochter zur leidenschaftlichen Leserin entwickelt und ganze Tage und Nächte hinter Büchern verbringt, zeigen sich die meisten Eltern erfreut über so ein anspruchsvolles Hobby. Stürzt sich die Tochter dagegen mit vergleichbarer Begeisterung ins Netz, ist man plötzlich sehr besorgt: Flüchtet sie aus der Wirklichkeit? Droht Vereinsamung? Handelt es sich um Sucht? Das Verschlingen von Romanen gilt in unserer Kultur als sinnvolle oder zumindest unschädliche Tätigkeit, während die Beschäftigung mit dem Internet zum belanglosen wenn nicht gefährlichen Zeitvertreib herabgewürdigt wird. Dabei bietet gerade das Netz vielfältige neue Möglichkeiten, mit anderen Menschen in Verbindung zu treten, ihre Gedanken und Gefühle kennenzulernen, Freundschaften zu knüpfen und sich Gemeinschaften anzuschließen. (...)

Dr. John Grohol, Psychologe in Ohio und Verwalter der Mental Health Page "Psych Central" (http://www.grohol.com/grohol.htm), glaubt vorerst nicht an die Existenz einer neuen Störung namens "Internet-Sucht". Er ist seit knapp 20 Jahren im Netz aktiv und hält es für vollkommen unseriös, ohne fundierte psychologische Forschungsarbeit allein auf der Basis von ein paar Erfahrungsberichten und Umfrage-Daten eine neue Krankheit zu postulieren. Kritische Stimmen wie John Grohol bestreiten nicht, daß einige Menschen mit exzessiver Netznutzung Schaden zufügen. Sie betonen jedoch, daß Extrem-Nutzung nicht vom Internet selbst verursacht wird, sondern auf psychische und soziale Konflikte zurückgeht, die die Betroffenen bereits mitbringen. Wenn eine Frau ihre Familie vernachlässigt und ganz in ihren Online-Flirts aufgeht, ist es nur eine Scheinerklärung, sie kurzerhand als "internet-süchtig" zu diagnostizieren. In Wirklichkeit sucht sie vielleicht erotische Abwechslung, will sich den Konflikten mit ihren pubertierenden Kindern entziehen oder depressive Verstimmungen bekämpfen. Wenn ein Student sich an Dutzenden von Diskussionsforen im Netz beteiligt, den ganzen Tag damit verbringt nach Informationen zu suchen und Diskussionsbeiträge zu schreiben, so daß darüber sein Studium scheitert, hilft es ebenfalls nicht, ihn als "internet-süchtig" zu klassifizieren. Vielleicht sucht er im Netz nach Anerkennung, die ihm im Studium fehlt, vielleicht hindert ihn die Prüfungsangst am Studienabschluß, vielleicht kann er sich mit seinem Studium nicht mehr identifizieren. Aus psychologischer Sicht braucht man also keine spezielle Therapie für Internet-Sucht, sondern muß stattdessen mit den herkömmlichen Methoden jene Konflikte angehen, die hinter der extremen Nutzung stehen. Extrem-Nutzung ist ernstzunehmen, betrifft aber zum Glück nur einen sehr kleinen Bruchteil der Netzgemeinde.

Alles schon einmal dagewesen?

Quelle:
http://www.internetworld.de/
sixcms/detail.php?id=6825 (02-01-17)

 

Ein von manchen als "Techno-Autismus" bezeichnete "Erkrankung" ist die von Jugendlichen praktizierte Kommunikation im SMS-Stil. Folgendes Beispiel stammt von einer 13jährigen Schülerin in Großbritannien, die einen Erlebnisaufsatz so begann:
My smmr hols wr CWOT. B4, we used 2go2 NY 2C my bro, his GF & thr 3:-FTF. ILNY, it´s a gr8 plc.

Die Übersetzung!

Quelle: OÖNachrichten vom 5. Mai 2003

Eine kürzlich eingelangte Werbebotschaft via Mail hatte einen ählich knappen Stil:

Gd Day dear All

"Das Internet macht depressiv und einsam" - so lautete die Grundthese des Psychologen Robert Kraut in einer Studie vor drei Jahren. Nun zieht der Wissenschaftler seine umstrittenen Ergebnisse von damals weitgehend zurück.
Robert Kraut musste sich in den vergangenen Jahren immer wieder heftige Kritik gefallen lassen. 1998 hatte der damalige Sozialpsychologie-Professor an der hoch angesehenen Carnegie Mellon University in Pittsburgh in einer Studie berichtet, das Internet sorge dafür, dass "stärkere soziale Beziehungen durch schwächere ersetzt werden". Depression und Einsamkeit seien die Folge.
Doch Krauts Methode war umstritten. Immerhin kam der Professor zu seinem spektakulären Ergebnis, nachdem er eine relativ kleine Gruppe von Menschen untersucht hatte: 93 Familien aus der Gegend von Pittsburgh, die für die Studie mit Computern und Internetzugängen ausgerüstet wurden.
Die Ergebnisse seien statistisch irrelevant, argumentierten Kritiker. Vor allem das Fehlen einer so genannten Kontrollgruppe wurde bemängelt. Das sind Personen, die im gleichen Zeitraum und am gleichen Ort ohne Internetanschluss leben. Außerdem waren die Studienteilnehmer nicht nach dem Zufallsprinzip ausgewählt, sondern gezielt in High Schools und Nachbarschaftsgruppen rekrutiert worden.
Nun hat Kraut eine Nachfolgestudie vorgelegt. Auch sie behebt das statistische Manko nicht, da nur die Teilnehmer der ersten Studie erneut befragt wurden. Trotzdem nimmt der Wissenschaftler seine früheren Thesen weitgehend zurück. Von Depression und Vereinsamung ist diesmal nicht mehr die Rede. Vor allem extrovertierte Menschen mit vielen bereits existierenden sozialen Bindungen biete das Netz vielmehr die Chance, ihre Beziehungen auch online zu pflegen, schreibt Kraut nun.
Allerdings bleibt der Forscher bei seiner Kritik, dass die über das Internet eingegangenen Bindungen schwächer seien als Freundschaften im nichtvirtuellen Raum. Außerdem könne das Netz auch negative Auswirkungen haben. So hätten Studienteilnehmer berichtet, dass sie sich bei stärkerer Internetnutzung weniger um Belange ihres Wohnortes gekümmert hätten.

Im SPIEGEL ONLINE (2001) fand sich folgender Artikel:

Forscher revidiert: Das Netz macht doch nicht depressiv

Quelle: http://www.spiegel.de/netzwelt/
netzkultur/0,1518,149066,00.html (01-08-10)

Unter US-Studenten ist der Anteil von Internetsüchtigen größer als in der Gesamtheit der Internetnutzer. Dr. Kimberley Young vom Center für Online Addiction in Pittsburgh, USA schätzt die Zahl der Betroffenen mit 'pathologischer Internetnutzung' (offizielle Bezeichnung, eingeführt durch die American Psychological Association im Jahr 1997) unter Collegestudenten auf 8 bis 14 Prozent gegenüber 6 Prozent unter allen Internetnutzern. Besonders gefährdet sind nach Aussagen von Dr. Young in einem von der US-Nachrichtenagentur U-Wire verbreiteten Artikel Studenten mit Studienproblemen oder Problemen mit ihrem Partner bzw. Freunden.
Die Psychologin gibt zu, daß es oft schwer ist zu unterscheiden, ob tägliches stundenlanges Surfen oder Chatten zwanghaftes Verhalten darstellt oder lediglich Ausdruck großer Langeweile ist. So berichtet James Jolly, ein College-Student über seinen Zimmerkollegen, daß er in jeder freien Minute am Computer sitzt und chattet oder 'instant e-mails' schickt: 'Ich glaube nicht, daß er süchtig ist, er spart nur Geld in dem er den Computer benutzt statt ein Telefon'. (In den USA ist nur eine Grundgebühr für die Modem-Verbindung bzw. Internetanbindung gemeinsam mit Kabel-TV zu bezahlen, die Zeit Online gilt als 'Ortsgespräch' und ist mit der Telefon-Grundgebühr abgedeckt.)
Was sind die Warnzeichen einer 'Internetsucht'? Internetnutzer, die jede Minute ihrer Freizeit im Web verbringen, ihre Familie und Freunde über das Ausmaß der Online verbrachten Zeit anlügen, bereits Probleme in der Partnerschaft oder im Beruf wegen ihres Surfverhaltens haben und sich im realen Leben ängstlich oder deprimiert fühlen zeigen typische Warnzeichen und sollten Kontakt mit einem Psychologen oder Therapeuten aufnehmen. Einen kurzen Selbsttest mit weiteren Warnzeichen findet sich auf meiner Homepage. Wer einmal einen amerikanischen Test in Originalform machen möchte, dem sei der Selbsttest des Centers für Online-Addiction empfohlen: http://netaddiction.com/resources/test.htm.
Dr. Kimberley Young gehört zu den ersten 'Cyber-Psychologen' in den USA. Mittlerweile haben etliche andere Wissenschafter dieses Thema entdeckt und springen auf den Zug auf, in dem sie gegenüber Medienvertretern ihre Besorgnis über die Entwicklung äußern. Während sich heutige US-Teenager eine Zeit ohne Computer gar nicht mehr vorstellen können, befürchten Psychologen negative Folgen für die soziale Entwicklung der Gesellschaft: Je mehr die üblichen Teenie-Treffpunkte wie Pizzerias, Skateboard-Bahnen oder Discos durch Aktivitäten im Cyberspace ersetzt werden, desto stärker werden Isolation, Einsamkeit und Ungeübtheit in zwischenmenschlichen Kontakten.
Soziologin Sherry Turkle vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge bei Boston hat kürzlich eine Studie über den Einfluß der interaktiven Computertechnologie auf Selbstidentität und Wertvorstellungen von Teenagern gestartet: 'Wir wollen nicht nur untersuchen, was der Computer für uns tun kann, sondern auch, was er mit uns anstellt'. Eine ähnliche Studie wird an der Carnegie Mellon Universität in Pittsburgh laufen. Sozialpsychologe Robert Kraut meint, er sei besorgt über den 'hohen Preis an verpaßten Gelegenheiten' den Jugendliche für ihre Online-Zeit zahlen müssen. In einer früheren Studie (1998) untersuchte Kraut 100 Pittsburgher Familien, die einen Internetzugang besaßen und fand, daß Jugendliche mit ein paar Stunden Internetaktivitäten pro Woche weniger Freunde hatten als andere Jugendliche. 'Chatten mag besser sein als Fernschauen, aber es ist schlechter, als sich irgendwo mit seinen Freunden real zu treffen' sagt Robert Kraut.
Viele Jugendliche selbst sehen nichts ungewöhnliches darin, daß der Computer einen zentralen Platz in ihrem sozialen Leben einnimmt. Mittlerweile besitzen 40 Prozent aller US-Haushalte einen Computer, bei Haushalten mit einem Jahreseinkommen von mehr als 50 000 US-Dollar sind es sogar fast 70 Prozent. Beim Internet-Provider America Online führt man die immense Zunahme der Nutzung des 'Instant- Messenger Systems" ( es ermöglicht gleichzeitige Realtime- Kommunikation mit mehreren Freunden) vor allem auf die hohe Akzeptanz bei Jugendlichen zurück. Die Nutzungsspitze für das System wird regelmäßig am nachmittag verzeichnet, kurz nach Schulschluß.
Während Wissenschafter über die Realitätsferne in der virtuellen Welt besorgt sind, haben viele Jugendliche damit kaum Probleme. Sie erwarten gar nicht erst, daß die Online Welt genauso ist wie die reale Welt. So reagierte der 14jährige Jonathon Reis aus Somerville gelassen nach seinem ersten Treffen mit einem recht molligen Mädchen, das sich im Online Kontakt als schlank bezeichnet hatte: 'Ich weiß, daß sich die meisten mit größter Wahrscheinlichkeit als attraktiver beschreiben als sie wirklich sind.' Andere Teens geben zu, daß es leichter ist jemanden Online nach einem Date zu fragen oder eine Beziehung zu beenden als im persönlichen Gespräch.
Soziologin Sherry Turkle meint zu diesen Ansichten, der Cyberspace wird mehr und mehr zum elektronischen Spielplatz von Jugendlichen. Eine Entwicklung, der sie auch Positives abgewinnen kann: Die Anonymität zum Beispiel bietet Jugendlichen die Chance verschiedene Identitäten auszuprobieren und dadurch mit der Zeit ihre eigene zu finden - ein wichtiger Entwicklungsschritt, der in der Teenagerzeit vollzogen werden sollte.
Andere Wissenschafter bleiben bei ihrer eher negativen Haltung. So äußert sich Harry Waxman von der Harvard Medical School in Cambridge besorgt über die Schwäche von sozialen Kontakten, die im Internet geknüpft werden. Er meint:'Das ist nicht die Art von Beziehungen, die dich in einer ernsten Lebenskrise stützen können'. Waxmann fürchtet, daß derzeit eine Generation von Teenagern erzogen wird, die später als Erwachsene ein Problem eher durch ein E-Mail lösen als in offener Diskussion von Gesicht zu Gesicht.

Internetsucht: Sind Studenten besonders gefährdet?

Quelle: American Psychological Association

http://www.psychohelp.at/
html4/psychologie_nachrichten/
internet/internetsucht_cyber_jugend.shtml

Italienische Psychologen befürchten, daß vor allem bei Kindern die übermäßige Nutzung des Internet zum Syndrom des "Techno-Autismus" führe, bei dem Mädchen und Buben unaufmerksam, nervös und unfähig seien, ohne Vermittlung des Computers zwischenmenschliche Gefühle auszudrücken. "Immer mehr emotionale Bindungen spielen sich über den Bildschirm ab, ob bei Erwachsenen oder Kindern", so der Vorsitzende des italienischen Psychologenverbands, Tonino Cantelmi. 90 Prozent der Männer zwischen 16 und 40 Jahren seien von suchtartiger Nutzung des Internets auf der Suche nach Liebe und Freundschaft betroffen. Zehn Prozent von ihnen seien mehr als 60 Stunden pro Woche online. Elektronische Kommunikation mittels einer Webcam werde immer beliebter. Von den minderjährigen Internet-Usern zwischen sechs und zehn Jahren surft der Studie zufolge jeder Dritte sechs bis sieben Stunden pro Woche im Netz.

"Techno-Autismus" durch emotionale Internetbindung

Quelle: OÖNachrichten vom 5.03.2003
WWW: http://www.nachrichten.at/
weltspiegel/157380 (03-03-05)

1995:
YOUNG Dr. Kimberly (University of Pittsburg) etabliert erstmals den Begriff: "IAD" für "inter addiction disorder". Sie schreibt mehrere Bücher und richtet in den Folgejahren eine online-Beratungsstelle für Betroffene ein, nämlich "COLA" (für "center of online addiction"). Die von ihr anfangs behaupteten 20% an Abhängigen hat sie in ihrer letzten Publikation auf 6% reduziert.

1996:
ORZACK Dr. Maressa (McLean Hospital, Massachusetts) bestätigt internet addiction im Ausmass von 6-9% der user und vermutet diese vorwiegend in chatrooms.

1997:
BRENNER Dr. Victor, SULER Dr. John, (beide USA) bestätigen die vorliegenden Untersuchungen, beurteilen sie aber teils durchaus zurückhaltend. DÖRING Dr. Nicola (Deutschland) wendet sich gegen verallgemeinernde Einschätzungen, ortet Suchtphänomene vor allem bei Online-spielen (sog. "muds")

1998
Zimmerl Dr. Hans verfasst 1. deutschsprachige Studie (allerdings ausschliesslich im Bereich: chatroom) und weist in diesem Anwendungsbereich 12,7 % Abhängige nach.

1999
Farke Gabriele etabliert 1. deutsche Selbsthilfegruppe (die mangels öffentliche Förderung existenzbedroht ist) und betreibt als "Ex-Süchtige" massive Öffentlichkeitsarbeit.

1999
Jerusalem Dr. & Hahn Dr. (Humboldt - Universität Berlin) beginnen eine breitangelegte Forschungsstaffel mit 10.000 Befragten. Sie befinden rund 3 % der Untersuchten als internetsüchtig.

2000
Seemann Dr. Oliver (Psych. Klinikum München) führt in seiner Studie 4,6% Abhängige an.

2001
Eidenbenz Dr. Franz (Schweiz) führt mit Hahn Dr. (Berlin) die 4. Staffel einer - dieses mal auch die Schweizer User beteiligenden - Studie durch. Er hat auch zuvor in Zürich die 1. Schweizer Beratungsstelle für Onlinesüchtige geschaffen und betreut diese.

2005:
"China Youngsters Network Addiction Data Report" weist als erste chinesische Studie bei Teenagern eine Prävalenzrate von rund 13% Internetabhängigen aus.
Quelle: http://winfuture.de/news,23176.html

Eine Chronologie der Beforschung

Quelle: http://gin.uibk.ac.at/gin/
freihtml/internetsucht.htm (01-09-11)

Auf den ersten Blick mag es paradox wirken, auf Hilfe für Internetsüchtige im Internet hinzuweisen. Andererseits ist aber gerade das Web oft der erste Ort, an dem Betroffene Hilfe suchen.

Information und Beratung gibt es unter anderem bei:

www.netaddiction.com
www.psychiater.org
www.onlinesucht.de
www.internetsucht.de
www.praevention.at/

Wo gibt es Hilfe?

Kommt es bei der Internetsucht zu einem chronischen Stadium, dann sind häufig körperliche Schäden die Folge:

  • Durch falsche Sitzhaltung können Verspannungen bis hin zu Wirbelsäulen- und Genickschäden auftreten.
  • Das lange, ununterbrochene Starren auf den Bildschirm kann auf Dauer zu Schädigungen des Sehapparates führen.
  • Langes Surfen kann zusätzlich Dauerstress verursachen, der sich in Form von Kopfschmerzen, Schlafstörungen bis hin zu Nervenschädigungen ausprägen kann.
  • Kreislauf- und Gewichtsprobleme können ebenfalls auftreten, sind aber individuell verschieden.

Körperliche Begleiterscheinungen

Quelle:
http://www.m-ww.de/
krankheiten/psychische_
krankheiten/internetsucht.html (04-03-20)


Siehe dazu auch

André Hahn, Matthias Jerusalem: Internetsucht: Jugendliche gefangen im Netz
W3: http://www.onlinesucht.de/internetsucht_preprint.pdf (01-05-04)

Pilotprojekt zur Internetsucht: Ergebnisse der ersten Pilotstudie in Deutschland
W3: http://flying-e-motions.de/onlinesucht.pdf (01-02-04)

What is Internet Addiction?
W3: http://netaddiction.com/ (02-07-02)

Zimmerl, Hans D., Panosch, Beate, Masser, J. (1999). "INTERNETSUCHT" - Eine Neumodische Krankheit? Versuch einer Antwort anhand einer Untersuchung der Applikation: Chatroom.
WWW: http://gin.uibk.ac.at/gin/freihtml/chatlang.htm (01-05-02)
http://www.psychohelp.at/psychonews/internetsucht_cyber_jugend.html (01-07-16)
http://www.glossar.de/glossar/z_netaddiction.htm (01-07-16)
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzkultur/0,1518,147070,00.html (01-08-10)
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzkultur/0,1518,149066,00.html (01-08-10)
http://www.m-ww.de/krankheiten/psychische_krankheiten/internetsucht.html (04-03-20)

Quellen

    

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