Formale Hinweise für Seminararbeiten |
|
|
Hinweis: Diese Darstellung richtet sich in erster Linie an StudentInnen der Übungen und Seminare des Autors dieser Arbeitsblätter, sodass zu beachten ist, daß bei anderen LehrveranstaltungsleiterInnen davon abweichende formale Richtlinien gelten können. Die teilweise auf diesen Seiten vorhandenen Links zu Ghostwritern für wissenschaftliche Arbeiten stellen keine Aufforderung zur Erschleichung eines akadamischen Grades dar!
|
|
|
Zu den unerläßlichen Elementen einer Seminararbeit zählen
|
Anmerkung: Hier geht es im Wesentlichen um formale Merkmale - inhaltliche Anhaltspunkte bei der Konzeption und Präsentation einer Seminararbeit entnehmen Sie bitte den entsprechenden Arbeitsblättern. Falls es sich um Ihre erste Seminarbeit handelt, ist es vielleicht ratsam, sich bei KollegInnen nach "Mustern" umzusehen.
|
|
|
|
|
Das Titelblatt sollte
in gefälliger Anordnung enthalten. Ein kleines Beispiel: Henriette Weißnochnix |
Titelblatt |
|
Das Inhaltsverzeichnis gibt die inhaltliche Gliederung der Arbeit wieder. Das Hauptkriterium bildet die Übersichtlichkeit! Der Einblick ins Inhaltsverzeichnis soll dem Leser eine erste Orientierung über den logischen Gedanken- und Argumentationsstrang der Arbeit ermöglichen. Die Kapitelüberschriften sollen dabei mit denen im Text vollkommen übereinstimmen und mit der Seitenangabe versehen sein. Sie sollen jeweils den Kerngedanken des Kapitels wiedergeben und aus stilistischen Gründen einheitlich formuliert sein (z.B. nur nominal, nur interrogativ usw.).Das einfachste Gliederungssystem dürfte das Dezimalklassifikationsschema sein, z.B. Einleitung 1 Der Transzendentalbegriff in der Philosophie der Neuzeit 2 Kant, Lennon und die Dentisten 3 "Kant meets Lennon" - Königsberger Graugänse in Liverpool Zusammenfassung und Ausblick Glossar Verwendete Literatur |
Inhaltsverzeichnis |
|
Sie sollte kurz beschreiben
|
Einleitung |
|
Das "eigentliche" Referat. Dazu können keine speziellen inhaltlichen Angaben gemacht werden, da Gliederung bzw. Gestaltung weitgehend vom Thema abhängig sind. Im wesentlichen gelten die hier allgemein angeführten formalen Merkmale, insbesondere was Gliederung, Quellenangaben und Schriftbild angeht. |
Hauptteil |
|
Die Literaturliste gibt Auskunft über sämtliche Quellen, die für die betreffende Arbeit relevant waren, also nicht nur über die tatsächlich benutzte Literatur, sondern u.U. auch über Schriften, die der Verfasser für relevant befindet, jedoch selbst nicht benutzen konnte. Generell kann die Literaturliste geordnet werden
Bei Verwendung des Harvardsystems jedoch ist die alphabetische Ordnung in der Regel vorzuziehen. |
Verwendete Literatur
|
|
|
|
|
Wissenschaftliches Arbeiten weist sich formal u.a. dadurch aus, daß sämtliche Gedanken, die aus anderem Schrifttum für die Arbeit übernommen werden, zum Zwecke der Nachprüfbarkeit und Vertiefung als solche kenntlich zu machen sind. Beim Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten kommt dem Verweis auf die Arbeiten anderer Autoren eine zentrale Bedeutung zu - das richtige Zitieren ist das Handwerkszeug des Wissenschaftlers. Er stellt so unter Beweis, dass er die einschlägige Literatur zu Kenntnis genommen hat und macht deutlich, welche Gedanken und Befunde von anderen übernommen und in die eigene Arbeit integriert wurden. Der letzte Punkt ist vor allem ein Gebot der intellektuellen Redlichkeit, das geistige Eigentum anderer anzuerkennen und nicht als das eigene auszugeben und schützt außerdem vor dem Vorwurf des "Plagiats", den Autoren fürchten, wie der Teufel das Weihwasser (und zu Recht). Die Form, in der Bezüge zu Arbeiten anderer Autoren kenntlich gemacht werden, ist in den verschiedenen Wissenschaften unterschiedlich geregelt, wobei ein Blick in einschlägige Publikationen zeigt, dass der Phantasie kaum Grenzen gesetzt sind. Dennoch ist es sinnvoll, eine Vereinheitlichung der Gewohnheiten anzustreben, zum einen, damit nicht jeder Neueinsteiger ins Wissenschaftsgeschäft sich den Kopf neu nach einem sinnvollen Schema zerbrechen muß, zum anderen, damit es den Lesern wissenschaftlicher Publikationen erleichtert wird, sich in Text und Literaturverzeichnis über die verwendete Literatur zu orientieren. Für die Psychologie gibt es aus deutscher Sicht zwei Richtlinien, die in Frage kommen:
Außer dem Zitieren von Literatur ist in diesen beiden Richtlinien auch die Gestaltung von Manuskripten bis ins letzte Detail geregelt. Die beiden Publikationsrichtlinien weisen weitgehende Überschneidungen auf, die der DGPs lehnen sich ausdrücklich an die APA-Normen an. Die Bezugnahme auf Quellen anderer Autoren umfasst den Verweis im Text und den Nachweis im Literaturverzeichnis. Während die Angaben im Literaturverzeichnis eher einfach zu handhaben sind, machen vor allem die Verweise im Text größere Probleme. Bei wörtlichen Zitaten:
Bei sinngemäßen Zitaten:
|
Zitate und Quellenangaben
Quelle:
Krahé, Barbara (2001). Zitieren psychologischer Fachliteratur: Wenn schon, warum dann nicht gleich richtig? Universität Potsdam: Institut für Psychologie. WWW: http://www.psych.uni-potsdam.de/ lehre/diplomstudiengang/zitieren/Zitieren.pdf (02-11-16)
Genaue Details für die formale Gestaltung von Literaturverzeichnissen entnehmen Sie bitte den
|
|
Wegen der besseren Lesbarkeit und leichteren Korrektur von Arbeiten ist bei der Niederschrift folgendes zu beachten:
|
Schriftbild |
|
"Ein Bild sagt mehr als tausend Worte" - das wußten schon die alten Chinesen. Der Mensch nimmt die meisten Informationen über die Augen auf, etwa 83%. Es sind ungefähr 50% der Inhalte, die sich der Mensch durch eine bildhafte Darstellung merken kann, nur etwa 20% wenn es gesprochene Sprache ist, er die Inhalte nur hört. Visualisierung ist die bildhafte Darstellung von Zahlen, Daten, Fakten und Meinungen (also jegliche Form von Informationen), dabei können die Bilder (Grafiken) eine funktionale, verdeutlichende Aufgabe oder eine ästhetische, verschönernde Aufgabe haben. Die visuelle Darstellung ersetzt aber nicht das gesprochene Wort, vielmehr hat sie zum Ziel, den Redeaufwand zu verkürzen, das Gesagte zu erweitern und zu ergänzen, Informationen leichter erfaßbar, begreifbar zu machen, das Wesentliche zu verdeutlichen, die Aufmerksamkeit der Empfänger (Zuhörer) zu konzentrieren, dem Publikum eine Orientierungshilfe zu geben und das "Behalten" zu fördern. Bilder eignen sich besonders als Assoziationsanregung. Dennoch sollten alle verwendeten gegenständlichen bzw. abstrakten Bilder so konkret wie möglich sein, d.h. ein Bild sollte ein zentrales Motiv enthalten. Sie sollten eine gewisse Dynamik erzeugen, ohne den Betrachter abzulenken oder zu "überfluten". Tips zur Visualisierung
|
Visualisierung
Quelle: http://www.inf.fu-berlin.de/~decker/
informer/i04/i04-prs.html (98-07-09)
Siehe dazu auch |
|
Werden im Text Abkürzungen verwendet, deren Kenntnis beim Leser nicht unbedingt vorausgesetzt werden kann, so ist es unumgänglich, zwischen Inhaltsverzeichnis und Einleitung ein Abkürzungsverzeichnis beizufügen, in dem in alphabetischer Reihenfolge die Abkürzungen erläutert werden. Eine Reihe von Abkürzungen finden eine einheitliche Verwendung. Besonders im sog. wissenschaftlichen Apparat finden wir eine ganze Fülle festgelegter Abkürzungen vor, welche vor allem in der Bibliographie nicht mehr nötig ist, so scheint es dennoch ratsam, die wichtigsten an dieser Stelle kurz aufzuführen: S. = Seite |
Abkürzungen |
|
Ein Glossar enthält Kurzdefinitionen zentraler Begriffe, die im Zusammenhang mit der Präsentation verwendet wurden. Wie umfangreich bzw. wie ausführlich Begriffe erklärt werden, bleibt weitgehend dem Autor überlassen. Es sollten vor allem die unumgänglichen fachwissenschaftlichen oder ungebräuchlichen Begriffe erläutert werden, auf die trotz allen Bemühens um |
Glossar |
Siehe auch
|
|
|
|
|
|
Weitere Quellen:
http://paedpsych.jk.uni-linz.ac.at/INTERNET/ARBEITSBLAETTERORD/Arbeitsblaetter.html (03-01-25) http://www.uni-bamberg.de/~ba2ap1/hilfe.htm (01-11-25) |
|

This work is licensed under a Creative Commons License.
Webliga - Webkatalog