[werner.stangl]s arbeitsblätter 

Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörungen

"Und das ist halt auch sehr anstrengend, sich da zu konzentrieren.
Es gibt jetzt also, unser Chemielehrer zum Beispiel, den haben wir auch in Biologie,
da ist Mitarbeit oder sich konzentrieren nicht möglich, weil die ganze Klasse,
wenn ich es jetzt so ausdrücken darf, scheißt auf den.
Dementsprechend sah auch meine Chemienote aus."

 

In Unkenntnis genauer Verursachungen aber vielfältiger Vermutungen darüber wurden die verschiedensten Diagnosebezeichnungen geprägt. Diese betonen zunächst das ständige Zappeln und die exzessive Ruhelosigkeit. Die Kinder werden vorschnell mit stigmatisierenden Begriffen bedacht, wobei Etikettierungen, ständige Vorwurfshaltung und Ausgrenzung die Symptomatik des hyperaktiven Kindes eher fördern. Durch die Sammeltopfbegriffe wird eine gezielte Eingrenzung der tatsächlichen Problematik eines Kindes unmöglich. Zwar ist die Diagnose häufig erst einmal eine Entlastung für die Eltern nach langem Suchen danach, warum das Kind so schwierig ist. Mütter werden vom Umfeld oft damit konfrontiert, dass sie selbst am auffälligen Verhalten ihres Kindes schuld seien, und dass sie die Diagnose nur als Entschuldigung benützen. Permanente Schuldzuweisungen - jene vom eigenen Mann oft nicht ausgeschlossen - machen das Leben betroffener Mütter zur Qual, denn die eigene Erziehungsfähigkeit wird angezweifelt. Viele ziehen sich zurück und fühlen sich dann erst recht isoliert. Die Suche nach dem richtigen Therapiekonzept wird für viele Kinder eine Odyssee, denn sie werden von einer Institution zur nächsten geschleppt. Auch die Mütter, die ja vorwiegend mit der Erziehung beauftragt sind, werden von der Umgebung oft verunsichert. Irritiert durch die vielen unterschiedlichen Therapiemethoden, tendieren verzweifelte Eltern oft zu Angeboten, die eine schnelle Heilung versprechen (nach Hohenegger 1997).

Bei Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörungen handelt es sich um eine komplexere psychische Störung (sogenanntes Syndrom), dessen Kernsymptomatik gestörte Aufmerksamkeitsleistungen sind. Etwa 3 bis 5 % der Grundschulkinder leiden darunter. Die Störung wird nach standardisierten Kriterien (s.u.) diagnostiziert. Als Kriterien, die auf eine solche Störungen verweisen gelten Symptome der Unaufmerksamkeit (etwa erhöhte Ablenkbarkeit, Vergeßlichkeit), der Impulsivität (unbedachtes, risikoreiches Verhalten) und der Hyperaktivität (motorische Unruhe), die in charakteristischer Ausprägung und in einem entwicklungsalterinadäquaten Ausmaß vorhanden sein müssen.

Auf diese Störung wird allerdings nur dann erkannt, wenn diese Symptome länger als sechs Monate bestehen, sie vor dem Schuleintritt schon vorlagen und eine Reihe von Ausschlußkriterien (etwa reaktive Verursachung) nicht zutreffen.

Zwar vermutete man bei der Aufmerksamkeitsdefizit- Hyperaktivitätsstörung schon seit einiger Zeit, dass die Störung auch teilweise genetisch bedingt ist, denn Kinder eines Elternteils, der an ADHS leidet, zeichen mit höherer Wahrscheinlichkeit diese Symptome, und wenn ein Zwilling ADHS hat, weist der andere diese Störung mit 75-prozentiger Wahrscheinlichkeit ebenfalls auf. WissenschaftlerInnen um Anita Thapar (Cardiff University) fanden 2010 bei den betroffenen Kindern eine bedeutende genetische Veränderung, wobei man das Erbgut von 366 Kindern mit ADHS mit dem von 1047 Kindern ohne die Störung verglich. Bestimmte Abschnitte der DNA, die Genkopiezahlvarianten (CNV), lagen im Erbgut betroffener Kinder entweder in doppelter Ausführung vor oder fehlten.

Neben hochgradig genetisch determinierten und daher wenig veränderbaren Ursachen gibt es auch vorgeburtliche oder frühkindliche Einflüsse, die solche Symptome verstärken. Diese betreffen vor allem ein Gehirnsystem, das die allgemeine Aktivität und Aufmerksamkeit regelt und durch Neuromodulatoren wie Dopamin (anregend, antreibend), Serotonin (dämpfend) und Acetylcholin (aufmerksamkeitssteuernd) sowie eine Reihe von Neuropeptiden charakterisiert ist. Dieses System bestimmt die allgemeine Fähigkeit, Dinge und Geschehnisse der Umwelt in ihrer Bedeutung erfassen zu können, und es liegt auch der allgemeinen Lernfähigkeit und Lernbereitschaft zugrunde. Es bildet sich vornehmlich in der frühen Mutter-Kind-Beziehung aus und ermöglichst es dem Säugling und Kleinkind, die Gefühle und Intentionen der Mutter zu erfassen und danach das eigene Ich auszubilden, Impulskontrolle einzuüben und die Grundzüge sozialer Interaktion und des Einfühlungsvermögens (Empathie) auszubilden. Diese Entwicklungsdefizite können genetisch bedingt oder durch vorgeburtliche, geburtliche oder nachgeburtliche Schädigungen hervorgerufen sein, aber auch durch Defizite im Fürsorgeverhalten, die wiederum auf Defizite im Gehirn der Mutter zurückzuführen sind (vgl. Roth 2002).

Es gibt immer wieder Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen einer Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung in der Kindheit, auch wenn die Ergebnisse epidemiologischer Studien bisher eher widersprüchlich sind - und späteren psychotischen Störungen, denn beide Störungen teilen physiopathologische Merkmale wie Aufmerksamkeitsdefizite, dopaminerges Ungleichgewicht und genetische Anfälligkeit. Nourredine et al. (2021) haben in einer Metaanalyse von Studien, die den Zusammenhang zwischen ADHS und dem Risiko einer späteren psychotischen Störung untersuchen, neue Datenanalysen durchgeführt, bei denen der Zusammenhang zwischen ADHS in der Kindheit bzw. Jugend und einer späteren psychiatrischen Erkrankung signifikant mit einem gepoolten Effekt von 4,74 war. Dieser blieb auch bei Betrachtung einzelner psychiatrischer Diagnosen wie Psychosen oder Schizophrenien hoch und war unabhängig von der Untersuchungsmethode. Die Autorinnen vermuten, dass die zugrunde liegenden gemeinsamen Faktoren Störungen in der neuronalen Entwicklung sein könnten, die u.a. das dopaminerge System betreffen, wobei auch frühe Belastungen wie Geburtskomplikationen und ein niedriges Geburtsgewicht gemeinsame Risikofaktoren für ADHS und psychiatrische Erkrankungen darstellen. Ob der Einsatz von Psychostimulanzien in der ADHS-Behandlung zu den beobachteten Zusammenhängen beiträgt, ließ sich anhand der Daten nicht beurteilen, doch rät man zu einer konsequenten Prüfung junger Menschen mit ADHS auf frühe Symptome einer beginnenden Psychose oder Verhaltens- bzw. Stimmungsstörung.

In einer amerikanischen Studie zeigte sich, dass von den Kindern, die im Schlaf heftig schnarchen, nach Einschätzung ihrer Eltern 22 Prozent unter Verhaltensstörungen wie Unaufmerksamkeit litten, während solche Störungen nur bei 12 Prozent bei gelegentlichen Schnarchern auftraten. Man vermutet, dass die vom schlechten Schlaf erschöpften Kinder ihre Müdigkeit durch Hyperaktivität auszugleichen versuchen, was auch erklären könnte, warum paradoxerweise anregende Medikamente wie Ritalin wirksam sind. In neuerer Zeit werden übrigens auch Antidepressiva wie Strattera (Atomoxetin) verschrieben, die aber nicht so wirkungsvoll sein sollen wie das "Wundermittel" Ritalin.

Diese Störungen werden nach feststehenden Behandlungsstandards (vgl. Arbeitsgemeinschaft der deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie 2000, Lauth, Schlottke & Naumann 2000) therapiert. Dazu gehört vor allem eine angemessene Aufklärung des Kindes und seiner Bezugspersonen (Eltern, Lehrer), eine medikamentöse Therapie mit Psychostimulantien, die psychotherapeutische Unterstützung des Kindes (etwa Erlernen von Aufmerksamkeitsprozessen, Behandlung einer depressiven Teilsymptomatik) und die Anleitung der Eltern bzw. Lehrer (Elterntraining, Beratung des Lehrers). Hierzu gibt es auch praktikable Therapieprogramme (etwa Barkley 1997, Lauth & Schlottke 2000, Döpfner, Schürmann & Frölich 1997, Lehner & Eich 1990).

Man kann sein Aufmerksamkeitssystem in Ansätzen trainieren, schnell von dem einen Reiz auf den anderen zu schalten oder auch weniger von anderen Reizen abgelenkt zu werden. In unserer Gesellschaft hat die Reizüberflutung so zugenommen, dass das Aufmerksamkeitssystem pausenlos damit überfordert ist, das auszuwählen, was wichtig ist. Der Blick ist bei Menschen normalerweise immer dorthin gerichtet, wohin das Aufmerksamkeitssystem auch gerade "hinzeigt". Das optomotorische System, das diese Koordination bewerkstelligt, entwickelt sich bis zum zwanzigsten Lebensjahr. Jetzt kann man überlegen, was die Kinder bis dahin schon alles machen, mit welchen Aufgaben ihr Gehirn konfrontiert war oder ist. Durch Schule, Film, Fernsehen, Musik und Computerspiele ist ihr Aufmerksamkeitssystem über lange Zeitspannen hinweg vollkommen überfordert worden. Das Aufmerksamkeitssystem von Kindern und Jugendlichen muß von früh bis spät irrsinnige Leistungen vollbringen. Man sollte ihnen und auch Erwachsenen imm wieder Zeit geben, sich deshalb einmal von den äußeren Reizen abkoppeln zu können. Für unsere Gesellschaft wird es immer wichtiger werden zu lernen, sich einmal zurückzuziehen. Wenn man das versucht, dann merkt man, dass man dies nicht gut kann, es offensichtlich verlernt hat. Durch Manipulationen der Darstellung (Schnitttempo, rasche Bewegung etc.) wird in der Werbung beispielsweise versucht, die Filterfunktion der Wahrnehmung möglichst zu umgehen. Je besser dies gelingt, desto mehr der Werbebotschaften strömt auf uns ein, auch wenn wir es nicht bewußt wahrnehmen. Auch dadurch wird unser Aufmerksamkeitssystem dauernd überfordert.

Therapieziel sollte sein, das Kind kompetent zu machen im Umgang mit sich selbst und die erziehende Umgebung kompetent zu machen im Umgang mit dem Kind. Es soll nicht Ziel einer Therapie sein, dass der Sprößling in ein blind-normgerechtes Kind verwandelt wird.

Das Setzen von Grenzen, die dem Kind erläutert werden müssen, ist enorm wichtig, da eine grenzenlose Erziehung die Kinder alleine läßt. Durch die Grenzen erfährt das Kind Halt, Vertrauen, Orientierung und Persönlichkeiten, an denen es sich reiben kann. Ein klar strukturierter Tagesablauf und feste Regeln erleichtern dem hyperaktiven Kind seinen Alltag. Durch langatmige Vorträge und permanentes Schreien erreicht man bei hyperaktiven Kindern keine Einsicht. Ein übereinstimmendes Erziehungskonzept beider Elternteile ist wesentlich (nach Hohenegger 1997).

Gerade auch in der stationären Behandlung ist es wichtig, selbstwertmindernde Botschaften ("Du hast eine Hirnstoffwechselstörung!") zu vermeiden und darauf zu achten, sodass die medikamentöse Therapie nicht als Signal der persönlichen Hilflosigkeit und des Wegfalls autonomer Verantwortung gewertet wird. Denn durch Überwindung der Dualität von Therapieraum und Realitätsraum sowohl durch das Medikament als auch die Klinik besteht in erhöhtem Maße die Gefahr, dass alle Beteiligten den Eindruck gewinnen, die persönlichen Kontroll- und Einflussmöglichkeiten des Patienten und seiner Familie seien so minimal, dass therapeutische Maßnahmen ständig notwendig sind. Die gängige Ausdrucksweise, dass der Patient medikamentös ‚eingestellt' wird, unterstellt ein Ausmaß an Passivität, das psychotherapeutischen Interventionen zur Verbesserung von Selbstkontrolle und Autonomie eher zugegen läuft. Viel hilfreicher ist es, dem Patienten zu vermitteln, dass ihm mit ‚seinem' Medikament ein Werkzeug zur Verfügung gestellt wird, das ihn bei sachgerechtem Gebrauch dabei unterstützen kann, das Leben eigenverantwortlich erfolgreich zu meistern (Spitczok von Brisinski 2003).

Inzwischen hat sich allgemein die Meinung durchgesetzt, dass sich die Betroffenen durch das Zappeln selbst therapieren, indem sie ihr träges Nervensystem in Schwung zu bringen, denn durch die ständige Bewegung wird der Kreislauf angekurbelt und in der Folge mehr Dopamin ausgeschüttet.

Hyperkinetische Störungen

"Dann kriege ich so ein Hungergefühl irgendwie, dann geh ich runter,
ess' noch was, dann sehe ich meinen Vater,
wie er gerade Fernsehen guckt, setz mich noch dazu.
Dann geh ich wieder hoch, mach ein bisschen weiter.
Und dann, ja... Also immer so ganz kurze Ablenkungen."

 

Hyperkinetische Störungen werden durch mehrere Zuweisungsmerkmale erfaßt (Forschungskriterien für hyperkinetische Störungen gemäß ICD-10, Weltgesundheitsorganisation, 1994, S. 187-189):

  1. Durch charakteristische Verhaltensmerkmale für Unaufmerksamkeit, Impulsivität und Hyperaktivität;
    Beispielhafte Verhaltensmerkmale dafür sind:
    Unaufmerksamkeit: ist unaufmerksam gegenüber Details oder Sorgfaltsfehler, die Aufmerksamkeit kann bei Aufgaben oder bei Spielen häufig nicht aufrechterhalten werden, hört scheinbar nicht, was ihnen gesagt wird, kann oft Erklärungen nicht folgen, kann häufig Aufgaben und Aktivitäten nicht organisieren,
    Überaktivität: fuchtelt mit Händen und Füßen herum, verläßt den Platz im Klassenraum, läuft in unpassenden Situationen herum oder klettert extensiv, ist beim Spielen unnötig laut, legt trotz sozialer Einflußnahme ein anhaltendes Muster extensiver motorischer Unruhe an den Tag;
    Impulsivität: platzt häufig mit der Antwort heraus, kann nicht warten, bis er/sie an der Reihe ist, stört und unterbricht andere häufig.
  2. Diese Verhaltensmerkmale müssen seit mindestens 6 Monaten zu beobachten sein.
  3. Die "Verhaltensprobleme" sollen vor dem siebten Lebensjahr begonnen haben. (Bei Vorschulkindern soll nur eine extreme Ausprägung zur Diagnose führen).
  4. Die Verhaltensprobleme müssen ferner eine in Bezug auf Alter und Entwicklungsstand des Kindes abnorme Ausprägung besitzen; also eine deutliche unangemessene Qualität haben.
  5. Die Hinweise auf Unaufmerksamkeit und Verhaltensmerkmale für Hyperaktivität, müssen in mehr als einer Situation (z.B. zu Hause, im Klassenraum, beim Spielen, in der Klinik) registriert werden, was den Nachweis einer situationsübergreifenden Symptomatik erfordert.
  6. Die genannten Verhaltensmerkmale müssen darüber hinaus so beschaffen sein, dass sie ein deutliches Leiden oder Beeinträchtigungen der sozialen, schulischen oder beruflichen Funktionsfähigkeit beim betroffenen Kind bzw. Jugendlichen verursachen.

Eine Hyperkinetische Störung ist hingegen auszuschließen, wenn anderweitige klinische Auffälligkeiten, wie affektive Störungen, Angststörungen, Schizophrenie, tiefgreifende Entwicklungsstörungen vorliegen. Ferner ist ein akut einsetzendes hyperaktives Verhalten bei Kindern im Vorschulalter eher als reaktiv bedingt zu sehen (Weltgesundheitsorganisation, 1994).

Aufgrund der Tatsache, dass neben der grundlegenden Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsproblematik auch weitere Sozialstörungen auftreten, wird im ICD-10 zwischen einer einfachen Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung und einer Hyperkinetischen Störung des Sozialverhaltens unterschieden, bei der zusätzlich zu den Kriterien einer einfachen Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung auch die Kriterien einer "Störung des Sozialverhaltens" (z.B. ungewöhnlich häufige und schwere Wutausbrüche; wohlüberlegtes Ärgern anderer) erfüllt sind.

Nach Schmidt (o.J.) gibt es zahlreiche Störungsbilder, die eine identische oder sehr ähnliche Symptomatik zeigen können wie ADS bzw. ADHS und die eigentlich differentialdiagnostisch ausgeschlossen werden müssten. Er listet auf: "Autistische Störungen - Hospitalismus - Bindungsstörung - Reaktionen auf schwere Belastungen - Anpassungsstörungen - Schlafstörungen - stereotype Bewegungsstörung - Störungen des Sozialverhaltens - auf den familiären Rahmen beschränkte Störung des Sozialverhaltens - Störung des Sozialverhaltens bei fehlenden sozialen Bindungen - Störung des Sozialverhaltens bei vorhandenen sozialen Bindungen - Störung des Sozialverhaltens mit oppositionellem, aufsässigen Verhalten - Angststörungen - Depression - Ticstörungen - Substanzabusus (Alkohol, Drogen, Koffein, Medikamente) - hebephrene Schizophrenie - Manie - emotional instabile Persönlichkeitsstörung - Borderline-Persönlichkeitsstörung - Anorexia nervosa - Leserechtschreibstörung/Legasthenie - Rechenstörung – Zentrale Hörstörung/auditive Wahrnehmungsstörung - Störung der visuellen Wahrnehmung - kombinierte Störung schulischer Fertigkeiten - Hochbegabung - Lernbehinderung - Geistige Behinderung - Frühkindliche Hirnschädigungen - Leichte kognitive Störung vor, während oder nach einer Vielzahl zerebraler und systemischer Infektionen und körperlicher Erkrankungen (einschließlich HIV) - Chorea minor (Sydenham) - Enzephalitis (akut oder subakut, z. B. subakute sklerosierende Panenzephalitis) -Enzephalomyelitis disseminata (Multiple Sklerose) - Organische Persönlichkeitsstörung nach lokaler Hirnschädigung - Postenzephalitisches Syndrom - Organisches Psychosyndrom nach Schädel-Hirn-Trauma - Sehstörungen - Hörstörungen - Allergien (z. B. Neurodermitis) - Epilepsie (Absencen, komplex-partielle Anfälle) - Hyperthyreose - andere Stoffwechselerkrankungen (Diabetes mellitus, Phenylketonurie, usw.) - Chromosomale Störungen wie z.B. Fragiles X-Syndrom, Klinefelter-Syndrom, usw.) - neurotoxische Substanzen, z. B. Bleiintoxikation Zink-, Eisen-, Magnesium- oder Vitaminmangel - Medikamentöse Nebenwirkungen (z. B. Phenobarbital, Carbamazepin, Fluoxetin, andere antriebssteigernde Antidepressiva) - Ehekonflikt der Eltern - Krankheitsfall in der Familie - Alkoholproblem oder andere psychische Störung eines oder beider Elternteile - Misshandlung - sexueller Missbrauch - Beziehungsprobleme zu Erziehern/Lehrern und/oder Gleichaltrigen (Spitczok v. Brisinski 2002)."

Zur ADS-Diagnose

Es gibt keinerlei standardisierte, objektive, valide und zuverlässige Testverfahren speziell für "ADS".

Die Diagnostik bei Kindern beschränkt sich fast ausschließlich auf Verhaltensbeschreibungen der Mütter, seltener der Lehrer oder Erzieherinnen, bei Erwachsenen auf Selbstbeschreibungen. Solche Beschreibungen und die dabei zur Anwendung kommenden Fragebögen sind unzuverlässig, unspezifisch, subjektiv beeinflusst und beziehungsabhängig.

Die sonst oft zur Anwendung kommenden psychologischen oder neurologischen Testverfahren sagen nichts "ADS"-Typisches aus und sind für diese Störung nicht konstruiert oder geeicht.

Die Diagnose mit Hilfe der gängigen Kriterienkataloge des DSM IV und ICD 10 ist nicht beobachterunabhängig . Die Kriterien kranken unter ungenauen oder fehlenden Definitionen und nichtrepräsentativen Häufigkeitsverteilungen ihrer Merkmale.

Die komorbiden Störungen (z.B. Lernstörungen, Verhaltensstörungen, Wahrnehmungsstörungen etc.) haben einen sehr großen ( bis zu 90 Prozent) Überschneidungsbereich mit "ADS".

Definitionsgemäß soll "ADS" eine Hirnstoffelwechselstörung zugrunde liegen, diese wird aber, obwohl einzig beweisend, für die Diagnose praktisch nie untersucht.

Untergruppierungen zu "ADS" (mit und ohne Hyperaktivität; mit und ohne Hypoaktivität) sind ungeklärt und differentialdiagnostisch schwierig bis unmöglich sind. "Hyperaktivität" wie auch "Aufmerksamkeit" und "Impulsivität" sind Merkmale, die nicht nur uneinheitlich definiert, sondern auch uneinheitlich oder gar nicht messbar sind, Normen liegen keine vor.

Das Fazit von H.-R. Schmidt: Es gibt Lernstörungen, Wahrnehmungsstörungen, Konzentrationsstörungen, Verhaltensstörungen etc, die man einzeln und kombiniert relativ gut diagnostizieren kann. Es gibt aber kein Syndrom "ADS", schon gar keines, das man zuverlässig diagnostizieren könnte.

Quelle:
http://www.ads-kritik.de/ (05-05-05)

Theorien zur Ursache von Hyperaktivität

Hyperaktivität ist keine Krankheit, sondern ein Symptom für eine organische Erkrankung oder ein psychisches Leiden. Es gibt keine standardisierten Tests, mit denen sich Hyperaktivität zweifelsfrei diagnostizieren ließe. Hyperaktivität kann eine Vielzahl von Ursachen haben, wobei sich zuerst stets die Frage stellt, ob dieses Verhalten tatsächlich aus dem Bereich der altersgemäßen Entwicklung herausfällt. Hyperaktivität kann organisch (siehe dazu eine mögliche physiologische Basis von ADS) und/oder psychosozial bedingt sein:

  • Hyperaktivität als Folge von Untererregung
    Mangelhafte Durchblutung und damit einhergehende Untererregung im Hypothalamus (Unterversorgung mit Dopamin). Stimulanzien wie Ritalin, aber auch koffeinhaltige Getränke, führen paradoxerweise zu einer Beruhigung des Kindes.
  • Hyperaktivität als Folge von Übererregung
    Dopaminüberschuß in den Vesikeln der dopaminergen Präsynapsen.
  • Hyperaktivität als Folge von Störungen im Glucosestoffwechsel
    Mangelhafter Zuckerstoffwechsel führt zu einem Ungleichgewicht von erregenden und hemmenden Zentren im Gehirn, wobei die hemmenden Zentren nicht genügend aktiviert oder stimuliert sind und somit die erregenden Zentren ein Übergewicht bekommen.
  • Hyperaktivität als Folge von Wahrnehmungsstörungen
    Wahrnehmungsstörungen und Probleme bei der Verarbeitung von Informationen, Reize aus der Umwelt werden nur zum Teil aufgenommen, Unterschiede zwischen Reizen werden nicht erkannt.
  • Hyperaktivität als Folge von Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten
    Nahrungsbestandteile wie phosphathaltige Lebensmittel (widerlegt), Konservierungsstoffe, künstliche Geschmacks- und Farbstoffe, Geschmacksverstärker, in Trauben, Äpfeln, Tomaten, Aprikosen, Orangen und anderem Obst und Gemüse enthaltene Salicylate.
  • Hyperaktivität als Folge sozialer und erzieherischer Einflüsse
    Nachlässige Erziehung, wenig Strukturierung, häufiges Fernsehen und andere passive Aktivitäten.
  • Hyperaktivität zur Kompensierung von Minderwertigkeitsgefühlen
    Soziale Situationen werden nur ungenügend verstanden, Fehldeutungen durch andere Menschen, Selbstwertgefühl reduziert, Unmut und Unsicherheiten werden mit auffälligem Verhalten kompensiert.
  • Hyperaktivität als Folge familiärer Konflikte
    Konflikthaften Beziehungen der Familienmitglieder untereinander, das hyperaktive Kind ist lediglich Symptomträger.
  • Hyperaktivität als Folge erhöhter Bleikonzentation
    Joel Nigg (Oregon Health & Science University) vermutet auf Grund zweier Studien, dass die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung zumindest teilweise auf das Neurotoxin Blei zurückzuführen ist, das sich überall in der Umwelt findet und in jedem Körper nachzuweisen ist. Kinder in den USA, die mit ADHS diagnostiziert waren, hatten gegenüber Kindern in einer Kontrollgruppe höhere Bleiwerte in ihrem Blut. Nigg vermutet, dass Blei indirekt über das Andocken an Genen auch manche psychische Prozesse, vor allem die kognitive Kontrolle, verändert, was letztlich zu Hyperaktivität und Konzentrationsschwäche führt.

Gekürzt nach:
Falk-Frühbrodt, Christine (2002). Warum zappelt der Zappelphilipp?
WWW: http://www.ads-kurse.de/hyperaktivitaet.htm (03-02-07) 

Christine Falk-Frühbrodt arbeitet seit vielen Jahren als Erziehungswissenschaftlerin und Lerntherapeutin mit Kindern, deren Eltern und Lehrern, u.a. auf der Basis des Marburger Konzentrationstrainings.

Leider sind auch wissenschaftliche Zeitschriften nicht vor abstrusen Schlussfolgerungen gefeit. So ist etwa in der Zeitschrift für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie auf Grund einer einzigen Studie der Zusammenhang des mütterlichen Rauchens in der Schwangerschaft mit Verhaltensproblemen des Kindes "überprüft" und "belegt" worden. In einer prospektiven Längsschnittstudie an einer Geburtskohorte von 362 Risikokindern wurden der elterliche Tabakkonsum, Kennwerte der kognitiven und sozial-emotionalen Entwicklung des Kindes sowie Merkmale der familiären Umwelt erhoben. Etwa ein Viertel der Mütter berichtete über einen regelmäßigen Tabakkonsum in der Schwangerschaft. Kinder dieser Gruppe zeigten eine deutlich erhöhte ADHS-Rate. Dieser Zusammenhang blieb auch nach Kontrolle kovariierender Faktoren bestehen. Daraus leiten die Forscher die Schlussfolgerungen ab: Rauchen in der Schwangerschaft kann als unabhängiger Risikofaktor für eine ADHS des Kindes angesehen werden. Solche Publikationen werden dann über zahlreiche Verkürzungen in der Wissenschaftspublizistik in Form einer Art stillen Post weitergegeben, ohne die Originalarbeiten zu kennen.
Dabei gilt auch aus medizinischer Sicht: "Die Ursachen und Entstehungsbedingungen der ADHS sind noch nicht vollständig geklärt. Es gilt aber als sicher, dass das Störungsbild nicht auf eine einzige Ursache zurückzuführen ist, sondern dass mehrere Komponenten an der Verursachung beteiligt sind. Darüber hinaus sind manche neurobiologischen Befunde auch bei anderen kinderpsychiatrischen Störungen zu erheben, d. h., das störungsspezifische pathophysiologische Gefüge der ADHS lässt sich derzeit erst annähernd beschreiben" (Hoppe & Scriba 2005).

Literatur:
Laucht, Manfre d& Schmidt, Martin H. (2004). Mütterliches Rauchen in der Schwangerschaft. Risikofaktor für eine ADHS des Kindes? Zeitschrift für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, 32, 177-185.
Hoppe, Jörg-Dietrich & Scriba, Peter C. (2005). Stellungnahme zur „Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS). Vorstand der Bundesärztekammer hat in seiner Sitzung vom 26.August 2005 auf Empfehlung des Wissenschaftlichen Beirats.

Paradoxe Hypothese zu ADHS

In einer Untersuchung der University of Central Florida mit acht- bis zwölfjährigen Buben konnt Mark D. Rapport zeigen, dass Kinder sowohl mit als auch ohne ADHS bei Computer- und Fernsehnutzung relativ still sitzen können. Alle Kinder, also auch die ohne ADHS, wurden körperlich aktiver als ihnen anspruchsvolle Gedächtnisaufgaben gestellt wurden, jedoch war die körperliche Aktivität der Kinder mit ADHS signifikant höher als bei den Kindern ohne ADHS. Offensichtlich brauchen Kinder mit ADHS Bewegung, um aufmerksamzu bleiben, denn das Stillsitzen fällt ihnen schwer, außer sie befinden sich in einer Situation, die sie in hohem Maß extern stimuliert, so dass sie weniger eigene Gehirnleistung erbringen müssen wie bei Computerspielen. Rapport vergleicht diesen Befund mit dem, was man aus langen und ermüdenden Sitzungen kennt: irgendwann beginnen die gelangweilten TeilnehmerInnen, auf ihren Stühlen herumzurutschen oder zu schaukeln, um sich weiterhin einigermaßen konzentrieren zu können. Sollte sich dieser Forschungsbefund bestätigen, hätte er große Auswirkungen auf den Umgang mit Kinder, die an ADHS erkrankt sind. Gingen viele Eltern bisher davon aus, dass die körperliche Unruhe die Kinder an der Konzentration hindert, so könnte man jetzt genau das Gegenteil vermuten: diese Kinder brauchen die körperliche Unruhe, um konzentriert zu arbeiten. Das würde auch teilweise erklären, warum stimulierende Medikamente das Verhalten von Kindern mit ADHS positiv beeinflussen können.

Das Marburger Konzentrationstraining (MKT)

Das Training orientiert sich an der Methode der verbalen Selbstinstruktion nach Meichenbaum und Goodman, bei der sich das Kind Übungen zur Förderung der Wahrnehmung, der Genauigkeit, der Merkfähigkeit und des logischen Denkens erarbeitet. Beim MKT wird erwünschtes Verhalten gezielt mit verschiedenen Techniken aus der kognitiven Verhaltenstherapie gefördert. Die Struktur des Trainings bleibt dabei immer gleich, und auch die Eltern werden in das Training eingebunden. Unter Anleitung erlernt das Kind, sich selbst Anweisungen zur Lösung der Aufgaben zu geben. Diese gesprochenen Selbstinstruktionen werden dann in ein inneres Sprechen überführt. Das Lernen am Modell und die Bekräftigung in Form von Lob und Ermutigung sind wesentliche Elemente dieser Methode. Während des Konzentrationstraining durchläuft das Kind fünf Stufen:

  1. Der Trainer führt die Aufgabe als Modell zunächst selbst durch. Er spricht laut zu sich selbst.
  2. Nun führt das Kind die Aufgabe durch. Der Trainer spricht die Instruktionen für das Kind.
  3. Das Kind instruiert sich jetzt selbst laut. Es wird vom Trainer unterstützt, sofern dies nötig ist.
  4. Das Kind flüstert die Instruktionen jetzt nur noch, während es die Aufgabe erledigt.
  5. Am Ende des Konzentrationstrainings denkt das Kind die Instruktionen. Das laute Sprechen ist zum inneren Sprechen geworden.

Das MKT funktioniert bis zu einem Alter von etwa 11 oder 12 Jahren, also etwa bis zum Einsetzen der Pubertät. Danach sind andere Unterstützungsmaßnahmen sinnvoller, z.B. die Vermittlung spezieller Lerntechniken. Ein großer Vorteil dieses Verfahrens ist, dass Struktur und Inhalte des Trainings vollständig ausgearbeitet und zusammen mit allen notwendigen Materialien in Form eines Ordners erhältlich sind. Darin sind auch mehrere wissenschaftliche Studien beschrieben, die die Wirksamkeit des MKT belegen.

Gekürzt nach:
Falk-Frühbrodt, Christine (2002).Konzentrationstraining.
WWW: http://www.ads-kurse.de/konzentrationstrainings.htm (02-11-01)

Neurofeedback für Kinder mit ADHS

Neurofeedback wurde in den späten 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts in den USA angewandt, wobei nach anfänglicher Skepsis immer mehr Untersuchungen zeigten, dass das Verfahren tatsächlich wirkt. Ein Training umfasst meist etwa 30 Sitzungen, die in drei Blöcke à zehn Einheiten aufgeteilt werden. Anfänglich sind pro Woche mindestens drei Sitzungen von je 60 Minuten ratsam, später können wöchentlich ein bis zwei solcher Trainingseinheiten ausreichen. Zwischen den einzelnen Blöcken sollte eine mehrwöchige Pause liegen, in der das Gelernte im Alltag trainiert werden kann. Kinder mit ADHS produzieren zu wenige Beta-Wellen und zu viele Theta-Wellen, wobei Beta-Wellen vor allem dann entstehen, wenn sich ein Mensch bewusst konzentriert, während Theta-Wellen einen träumerischen Wachzustand kennzeichnen. Beim Neurofeedback lernen Kinder vor einem Bildschirm, das Muster ihrer Hirnaktivität selbstständig zu verändern, indem sie etwa ein U-Boot nur dann tauchen lassen können, wenn es vermehrt Beta-Wellen produziert, sich also bewusst konzentriert. Auftauchen lassen kann das Kind das Boot, indem es seine Gedanken wieder treiben lässt. Bei anderen Programmen lernt das Kind, kraft seiner Gedanken bei einem virtuellen Fußballspiel ein Tor zu schießen. Oder es kann eine kleine Filmsequenz nur dann sehen, wenn sein Gehirn das gewünschte Aktivitätsmuster erzeugt - andernfalls bleibt der Film stehen. Relativ neu sind Programme, mit deren Hilfe im Gehirn der Kinder der Rhythmus der langsamen kortikalen Potenziale verändert wird, also das allgemeine Aktivierungsniveau des Gehirns reguliert wird und allmählich gelernt wird, den Rhythmus zu normalisieren. Studien belegen inzwischen die Wirksamkeit des Neurofeedbacks, wobei die Symptome um fast ein Drittel reduziert werden. Das Neurofeedback verläuft allerdings nur dann erfolgreich, wenn das Kind mitmachen will, wobei sich dann die Symptome bei mindestens 80 Prozent der Kinder verringern lassen und etwa die Hälfte aller Kinder können anschließend auf Medikamente verzichten. Am besten wirkt das Neurofeedback in Kombination mit anderen Ansätzen, etwa einem Verhaltenstraining oder einer Lerntherapie, und auch die Eltern sollten stets in die Behandlung miteinbezogen werden.

Quelle:
Brodmerkel, Anke (2010). Selbsthilfe für Zappelphilippe.
WWW:http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wissen_und_bildung/aktuell/  ?em_cnt=2187467&em_loc=1739 (10-01-06)

Neurofeedback in der Schule

Neurofeedback ist eine Sonderform des Biofeedback und zielt auf die Beeinflussung der Geirnaktivität ab: Bestimmte Parameter des gemessenen EEG werden an den Klienten rückgemeldet, was sichtbare Folgen für den Verlauf der Gehirnströme hat. Die Rückmeldung kann optisch oder auch akustisch erfolgen und wird meist in Form von Computerspielen umgesetzt. Auf spielerische Weise kann so die willentliche Einflussnahme auf unbewusst ablaufende Vorgänge, wie z.B. die Aktivierung und Deaktivierung des Cortex oder einzelner Areale gelernt werden. Bei Aufmerksamkeitsdefizit-Störungen (ADHS) ist Neurofeedback im therapeutischen Kontext hochwirksam. Die besondere Bedeutung von Neurofeedback für die ADHS-Förderung ergibt sich daraus, dass Betroffene ein erhöhtes Maß langsamer Frequenzbänder und weniger schnelle Frequenzmuster aufweisen. Mittels Neurofeedbackverfahren wird versucht, dieses Ungleichgewicht durch gezieltes Training der einzelnen Frequenzen abzubauen, um auf diese Weise Aufmerksamkeits- und Konzentrationsvermögen zu steigern. Die Effekte von Neurofeedback wirken sich auch positiv auf die allgemeinen kognitiven Leistungen aus, wobei die durchschnittliche Intelligenzsteigerung in unterschiedlichen Studien vier bis zwölf Punkte betrug. Schulische Leistungen und und soziale Interaktionen entwickelten sich daher entsprechend günstig, sodass Ellinger et al. beabsichtigen, das Verfahren künftig für die Schule zu adaptieren. Die Förderung der Aufmerksamkeitsfähigkeit ist nach Auffassung von Ellinger et al. (2010) genuin eine Aufgabe der Schule. Hierzu stehen mehrere deutschsprachige Programme zur Verfügung, die gut auf schulische Bedürfnisse adaptierbar sind. Allerdings kann eine effektive Förderung im schulischen Setting nur auf der Basis einer intensiven Fortbildung der Lehrkräfte stattfinden.

Literatur:
Ellinger, S., Walther, P. & Dietrich, J. (2010). Aufmerksamkeitsförderung in der Schule durch Neurofeedback. Empirische Sonderpädagogik, 22-39.

Aufmerksamkeit Konzentration

Hyperaktivität und Bildungssystem

Eine völlige Überforderung stellt für viele hyperaktive Kinder das Bildungssystem dar. Sie sind den starren Leistungsanforderungen der Schule sowie des Elternhauses trotz durchschnittlich hoher Intelligenz oft nicht gewachsen und reagieren darauf mit vermehrter Unruhe und Unkonzentriertheit. Die mangelhafte Kenntnis der LehrerInnen über diese Auffälligkeit führt zu Etikettierungen, Vorwürfen, Moralisierungen und Abwertungen der betroffenen Kinder. Häufig werden hyperaktive Kinder von LehrerInnen, die total überfordert sind, zum Sündenbock gemacht. Mitschüler tragen ihren Teil dazu bei, da sie sehr bald heraushaben, wie man das hyperaktive Kind so ärgert, dass es zu Extremverhaltensweisen tendiert. Die Außenseiterposition des Kindes ist damit vorprogrammiert. Ist der/die LehrerIn in seiner Tätigkeit überfordert, stellt er/sie nicht selten die Überlegung an, das Kind in die Sonderschule abzuschieben. Die großen Begabungen und die durchschnittlich hohe Intelligenz hyperaktiver Kinder werden oft verkannt.

Das Kind braucht in der Schule klare Strukturen; die Grenzen müssen klar gezogen werden, damit sich das Kind besser orientieren kann. Aufgabe der Unterrichtenden ist es, die Bedürfnisse ihrer ABC-Schützen zu erkennen und zu betreuen. Eine gezielte Förderung sollte angestrebt werden.

Das Zusammenwirken von Eltern, Lehrern, Beratern und Therapeuten bleibt Utopie. Stattdessen werden vor allem Eltern durch ständige Anrufe und Klagen der Lehrer zusätzlich belastet (nach Hohenegger 1997).

Viele nützliche Informationen und praktischen Rat finden sich auf der homepage von ADAPT (http://www.adapt.at/), einem gemeinnützigen Verein, der im April 1999 von Eltern, LehrerInnen und TherapeutInnen gegründet, dessen Zweck es ist, Familien, Schulpersonal und TherapeutInnen zu unterstützen, die mit Kindern/Jugendlichen mit der Diagnose "Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätsstörung" ("AD/HS") mit oder ohne Hyperaktivität bzw. Teilleistungsschwächen oder anderen Begleitsymptomen konfrontiert sind:

"Als unsere wesentliche Aufgabe sehen wir daher die Verbreitung von Informationen durch Diskussionsabende mit Betroffenen sowie die Organisation von Vorträgen, Seminaren und Fachtagungen in Wien an. Wir haben eine Fachbibliothek für Mitglieder aufgebaut. Zusätzlich erhalten unsere Mitglieder im ca. 2-Monatsrhythmus einen Newsletter mit den neuesten wissenschaftlichen Abhandlungen oder Berichten zum Thema AD/HS und anderen damit verbundenen Sachgebieten. ADAPT arbeitet eng mit anderen europäischen AD/HS-Verbänden zusammen."

Computerspiel mit Hirnströmen steuern

ADHS-Kinder im Alter von sieben bis dreizehn Jahren sollen durch ein Computerspiel lernen, ihre Gehirnströme zu kontrollieren, um sich selbst besser konzentrieren zu können. Die Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universität Göttingen hat ein Computerspiel entwickelt, bei dem der bekannten Maus aus dem Kinderfernsehprogramm beim Stabhochsprung geholfen, ein Luftballon aufgeblasen oder der Elefant beim Tandemfahren unterstützt wird. Gesteuert wird das Computerspiel "Göttinger Feedback" (GÖFI) von den Kindern über eine Veränderung der elektrischen Hirnaktivität. Durch ein so genanntes Brain-Computer-Interface werden die Daten aus dem EEG ausgewertet - und schon schafft die Maus den Sprung einzig und allein durch Gedankenkraft. Die über Feedback veränderten kortikalen Hirnpotenziale sind für die Aufmerksamkeitszuwendung und die Mobilisierung von Bewegungen, Gefühlen und Gedanken zuständig. Die Göttinger Psychologen erhoffen sich von einem solchen Neurofeedback-Trainingsprogramm, dass die Kindern lernen, eine Veränderung der Hirnaktivität selbst herbei zuführen. Notwendig sind mindestens 20 Trainingseinheiten von jeweils einer Stunde, um die Konzentrationsfähigkeit zu verbessern. Durch die Verbesserung der Selbststeuerungsfähigkeiten wird erwartet, dass sich auch andere Auffälligkeiten der Kinder abbauen.

Quelle: http://www.heise.de/tp/deutsch/special/auf/11509/1.html (02-01-09)

Der Einsatz von Sandwesten und Kugeldecken bei ADHS

Sandwesten sind mit Sand beschwerte Westen, die Kinder aber auch Erwachsene tragen können, um den eigenen Körper stärker zu spüren und dabei ruhiger zu sitzen. Schon seit längerer Zeit setzte man vergleichbare Decken zum Schlafen ein, da viele hyperaktive Kinder auch im Schlaf sehr unruhig sind. Sandwesten, oft aufgrund ihrer Füllung auch Kugeldecken genannt, sollen unruhigen Kindern helfen, ruhiger zu sitzen oder zu liegen. Sandwesten geben angeblich dem Körper ein Gefühl der Schwere, das vor allem auch unwillkürliche Bewegung teilweise unterdrückt, doch will ein Kind jedoch von Stuhl oder Bett aufstehen, wird das Kind dabei nicht behindert, da sowohl die Sandwesten als auch die Kugeldecken nur wenige Kilogramm schwer sind. Deutsche Kinderärzte lehnen nun den Einsatz von Sandwesten bei Volksschülern ab, da der therapeutische Nutzen bei zappeligen und unkonzentrierten Schülern bisher nicht belegt ist. Sie sind der Ansicht, dass es wenig zielführend ist, unruhige Kinder als krank auszusortieren und ihnen die Sandweste überzuziehen, denn das löst diese Probleme nicht grundlegend. Sinnvoller wäre es, die Kinder besser zu fördern, kleinere Klassen einzurichten und mehr Bewegung in den Unterricht zu integrieren.

Neurofeedback und ADHS

Neurofeedback mit dem EEG macht die Neuronenaktivität sichtbar und damit beeinflussbar, wobei bei einer Reihe von Krankheiten diese Hirnströme verändert, ganz extrem zum Beispiel bei einem epileptischen Anfall. Im Labor können Epilepsiepatienten mit Hilfe des EEGs gezielt trainieren, ihre Hirnaktivität zu dämpfen. Nach und nach gelingt es ihnen dann auch im Alltag einen beginnenden Anfall abzuschwächen, zu kontrollieren. Das Gegenteil ist bei Kindern mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störung, der Fall, denn hier ist die Hirnaktivität zu niedrig. Bei Versuchen von Andrea Kübler (Universität Würzburg) sitzen Kinder vor einem Computerbildschirm, auf dem ihre Gehirnaktivität als farbiger Balken dargestellt wird. Sie experimentieren mit verschieden Strategien, stellen sich etwa vor, schnell zu laufen, sich anzuspannen oder Rechenaufgaben zu lösen. Stoßen sie dabei zufällig auf einen Gedanken, der die Hirnaktivität erhöht, sehen sie sofort einen Erfolg und arbeiten in dieser Richtung weiter. Nach mehreren Wochen Training kann man dauerhafte Veränderungen erzielen, sowohl in der Hirnaktivität als auch in der Aufmerksamkeit, Abnahme der Hyperaktivität, Abnahme der Impulsivität. Das Gehirn der Kinder hat gewissermaßen gelernt, sich selbst zu kontrollieren. Wenn Kinder merken, dass sie sich nicht auf ihre Hausaufgaben konzentrieren können, aktivieren sie gezielt die Hirnströme, dann klappt das Lernen besser. Aktuelle Studien zeigen, dass die positive Wirkung mindestens zwei Jahre anhält und durchaus dem Effekt medikamentöser Behandlung gleichkommt.

Quelle: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/882914/ (08-11-27)

Bisher gibt es zwar kaum fundierte experimentellen Beweise für die Vermutung, dass die Zeitstruktur des Menschen durch musikalische Anregungen beeinflußt werden kann. Die musikphysiologischen Erkenntnisse beschränken sich weitgehend auf Meßgrößen wie Aufmerksamkeit, Beruhigung, Schmerzlinderung usw.. So wurden Kinder zwischen sieben und siebzehn Jahren, die unter Aufmerksamkeitsstörung litten, mit Musikstücken von Mozart behandelt. Dabei wurden die Gehirnwellen der Kinder aufgezeichnet. Die Musik Mozarts normalisierte bei diesen Kindern die Aktivität der Theta-Gehirnwellen. Diese sind bei Kindern mit ADD häufig gestört. Dabei paßten sich die Theta-Wellen dem Rhythmus der Musik an. Die Musik half den Patienten, den Brennpunkt ihrer Aufmerksamkeit und ihre Stimmung besser zu kontrollieren; sie verringerte Impulsivität und verbesserte die sozialen Fertigkeiten. Bei 70 Prozent der Kinder hielten diese Wirkungen auch sechs Monate nach Beendigung der Behandlung ohne weiteres Training an.

Quelle:
de.sci.psychologieSubject: Zeitgefühl/Strukturverlust(02-01-27)

PS im Hirn

Naturwissenschafter sind dem Rätsel der Leistungsfähigkeit unseres Gehirns auf der Spur. Warum werden wir unaufmerksam und vergesslich? Warum zappeln manche unserer Kinder ständig herum? Die Forscher scheinen eine Erklärung gefunden zu haben: In den Zellen unseres Gehirns steckt ein Baustein, der die Leistungsfähigkeit unseres Gehirns steuert: Phosphatidylserin, ein spezielles Lezithin, kurz PS genannt. Zu wenig PS im Hirn bedeutet weniger Leistungsfähigkeit. Die Folgen sind Unaufmerksamkeit, Konzentrationsstörungen. Symptome wie sie schon bei Kindern bekannt sind. Diese Störungen können sich bis zur sozialen Unverträglichkeit steigern. Rund zehn Prozent der Kinder in unseren Schulklassen leiden an Hyperaktivität.

Wie kann man Mangel an PS im Gehirn feststellen? Jedenfalls nicht am lebenden Menschen. Man konnte aber beobachten, was passiert, wenn man PS dem Körper zusätzlich zuführt. Forscher in den USA haben PS-Gaben an hyperaktive Kinder verabreicht. Das zeigte Wirkung. Die Kinder wurden ruhiger. Herkömmliche Medikamente konnten zum Teil abgesetzt werden.

Eine Reihe von Untersuchungen zeigte übereinstimmende Ergebnisse: Auch Menschen ab etwa 40 Jahren konnten ihre Leistungsfähigkeit durch zusätzliches PS in den Bereichen Aufmerksamkeit, Konzentration, Merk- und Lernfähigkeit deutlich steigern.

Stressfaktoren wie permanente Arbeitsüberlastung, Überforderung durch Informationsflut, Hektik im Alltag waren plötzlich deutlich leichter zu bewältigen. Das ließ den Schluss zu, dass es auch bei jüngeren Menschen und sogar bei Kindern offensichtlich zu Engpässen in der körpereigenen Produktion von PS kommen kann. Sport und Meditation können helfen, den täglichen Stress in den Griff zu bekommen. Aber das Defizit an PS lässt sich damit nicht wettmachen.

Univ. Prof. Dr. Ernst Berger, Neurologisches Krankenhaus Rosenhügel (http://www.health.magwien.gv.at/kav/nkr/): "Wenn wir jetzt zu wenig PS im Gehirn haben, dann funktioniert die Signalübertragung im Gehirn nicht. Das Gehirn braucht viel mehr Aktivität, es muss in ein viel höheres Aktivitätsniveau gefahren werden, über die Stresskomponenten, über die Stresshormone, damit es diese Anforderung überhaupt noch bewältigen kann. Und das ist jetzt das Problem, dass wir um diese PS-Wirkung zwar wissen, wir wissen aber auch, dass im Alter zum Beispiel diese körpereigene PS-Synthese, wo der Körper also selbst PS herstellt, nachlässt."

Wie bei dieser 91jährigen Frau. Dass ihre Gedächtnisleistung gegenüber der ihrer Tochter deutlich abgenommen hat, liegt an ihrem Alter. Warum aber leiden immer mehr jüngere Menschen, sogar Kinder, unter PS-Mangel im Gehirn? Die Antwort klingt paradox. Wir ernähren uns zu gesund. Wir haben gelernt fett- und cholesterinhaltige Ernährung zu vermeiden, weil sie ungesund ist. Doch genau diese Lebensmittel sind es, die dem Gehirn PS zuführen.

Dr. Kurt-Reiner Geiß, Medizinischer Direktor, ISME: "Dieses Fett-bewusste, Cholesterin-bewusste, hat dazu geführt, dass wir tierische, PS-haltige Nahrungsmittel nicht mehr ausreichend zuführen. Ich proklamiere hier nicht fettreiche Ernährung, das ist ja vernünftig. Das Problem das daraus resultiert, ist dass wir im Schnitt weniger Zufuhr von 200 bis 300 mg PS pro Tag haben. Und das verstärkt im Endeffekt diesen PS-Mangel im Gehirn."

Was tun?

Das biologische Programm des Menschen ist offensichtlich nicht darauf ausgelegt der täglichen Überforderung durch Tempo und Dauerstress auf lange Sicht erfolgreich standzuhalten. Wissenschaft und Medizin versuchen auch im Fall PS Defizite auszugleichen, ohne dabei die fettreiche Ernährungsgewohnheiten von früher zu propagieren.

Stattdessen werden in der Zukunft geeignete Nahrungsmittelzusätze und Medikamente entwickelt. Denn die Regel "Mehr PS ist gleich mehr Leistung" gilt auch für das Gehirn.

Quelle:
http://www.orf.via.at/modern.times/magazin/ausgaben/200293/stories/9303.asp (02-03-17)

Mögliche physiologische Basis des Aufmerksamkeitsdefizitsyndroms

Bestimmte Gehirnareale im frontalen Cortex und im vorderen Temporallappen sind bei Kindern mit Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom kleiner als bei davon nicht betroffenen. Elizabeth Sowell & Bradley Peterson (Universität Los Angeles) verglichen die Gehirne von 16 Kindern mit ADS mittels hochauflösender Magnetresonanztomographie mit 46 Kindern einer Kontrollgruppe. Sie fanden bei den Kindern der Versuchsgruppe auch in anderen Gehrinarealen eine Zunahme an grauer Gehirnsubstanz, sodass offensichtlich Abweichungen nicht nur in Gehirnregionen bestehen, welche die Aufmerksamkeit regeln, sondern auch in Bereichen, die das impulsive Verhalten kontrollieren.

Quelle: Lancet (22. November 2003)

Siehe auch

 

Literatur

Arbeitsgemeinschaft der deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie: Leitlinien zur Diagnose und Behandlung von hyperkinetischen Störungen (F 90).
WWW: http.//www.uni-duesseldorf.de/WWW/AWMF/II/kjpp-019.htp 2000.

Bach, H., Knöbel, R. Arenz-Morek, A. & Rosner, M. (Hrsg.) (1984). Verhaltensauffälligkeiten in der Schule. Statistik, Hintergründe, Folgerungen. Mainz.

Barkley, R. A. (1997). ADHD and the nature of self control. New York.

Barkley, R. A. (1995). ADHD in the classroom. Program manual. New York.

Birbaumer, N. & Schmidt, R. F. (1996). Biologische Psychologie. Berlin.

Brickenkamp, R. (1994). Test d2. Aufmerksamkeits-Belastungs-Test. Göttingen.

Döpfner, M., Schürmann, S. & Fröhlich, J. (1997). Training für Kinder mit hyperaktivem und oppositionellem Trotzverhalten (THOP). Weinheim.

Hohenegger, Anita (1997). Hyperaktivität. Hintergründe und pädagogische Folgerungen eines Modethemas. Diplomarbeit, Universität Innsbruck.
http://bidok.uibk.ac.at/bib/therapie/hohenegger-hyperaktivitaet.html (03-09-01)

Knye, M., Roth, N., Westhus, W. & Heine, A.(1996). Continuous Performance Test (CPT). In G.W. Lauth & K.D. Hänsgen (Hrsg.), Kinderdiagnostisches System. Göttingen.

Morschitzky, Hans (o.J.). Aufmerksamkeit.
WWW: http://www.panikattacken.at/aufmerksamkeit/aufmerk.htm (01-01-18)

Lauth, G. W. & Schlottke, P. F. (2000). Training mit aufmerksamkeitsgestörten Kindern. Weinheim.

Lauth, G. W., Schlottke, P. F. & Naumann, K. (2000). Rastlose Kinder &endash; ratlose Eltern. München.

Lehner, B. & Eich, X. (1990). Neuropsychologisches Funktionstraining für hirnverletzte Patienten. München.

Neumann, O. (1992). Theorien der Aufmerksamkeit - von Metaphern zu Mechanismen. Psychologische Rundschau, 43, S. 83-101.

Nourredine, Mikaïl, Gering, Adrien, Fourneret, Pierre, Rolland, Benjamin, Falissard, Bruno, Cucherat, Michel, Geoffray, Marie-Maude & Jurek, Lucie (2021). Association of Attention-Deficit/Hyperactivity Disorder in Childhood and Adolescence With the Risk of Subsequent Psychotic Disorder: A Systematic Review and Meta-analysis. JAMA Psychiatry, 78, 519-529.

Roth, Gerhard (2002). Warum sind Lehren und Lernen so schwierig?
http://www.uni-koblenz.de/~odsssfg/seminar/wahlmodule2003/unterlagen/b07/b07.4.pdf (03-07-11)

Sass, H., Wittchen, H. U. & Zaudig, M. (Hrsg.) (1996). Diagnostisches und Statistisches Manual psychischer Störungen (DSM - IV). Göttingen.

Schmidt, Hans-Reinhard (o.J.). Mein Kind hat ADHS? Das gibt´s doch nicht!.
WWW: http://www.schmidthansreinhard.de/Westerburg.htm (06-09-09)

Spitczok von Brisinski, Ingo (2002). Stationäre Diagnostik und Behandlung bei ADS und HKS. Attention, please! (Be)Handlungsmöglichkeiten bei Störungen der Aufmerksamkeit (ADS und HKS). Hartmannbund, Köln, 124-131.

Spitczok von Brisinski, Ingo (2003). Systemische und lösungsorientierte Ansätze in der Psychopharmakotherapie des Kindes- und Jugendalters. Zeitschrift für systemische Therapie.

 

Entstanden unter Verwendung folgender Quellen:
Hohenegger, Anita (1997). Hyperaktivität. Hintergründe und pädagogische Folgerungen eines Modethemas. Diplomarbeit, Universität Innsbruck.
http://bidok.uibk.ac.at/bib/therapie/hohenegger-hyperaktivitaet.html (03-09-01)
http://www.uni-koeln.de/hp-fak/psychologie/ag-lauth/informationen/lauthauf.html (01-11-10)
http://www.uni-koeln.de/hp-fak/psychologie/ag-lauth/informationen/lauthauf.html (01-11-10)
Morschitzky, Hans (o.J.). Aufmerksamkeit.
WWW: http://members.aon.at/morschitzky/aufmerksamkeit/aufmerk.htm (01-11-11)
http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/2077/1.html (02-01-14)
http://www.ew2.uni-mannheim.de/wwseminar/upload/weinertbuch1.pdf
Bildquellen:
http://brain.exp.univie.ac.at/GraphikSchlaf.doc (01-12-22)

 



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