|
|
Erziehung das Schwierigste, was dem Menschen kann aufgegeben werden!
Immanuel Kant Erziehungsstile und -ziele |
Siehe dazu auch die Untersuchungen bzw. ein Testverfahren |
|
|
Mehr als zwei Drittel der in der 15. Shell-Jugendstudie repräsentativ befragten 15- bis 29-Jährigen fürchten sich vor Arbeitslosigkeit (2002: 55 Prozent) und 58 Prozent von ihnen plädieren dafür, in Zukunft möglichst weniger Zuwanderer als bisher aufzunehmen. Klaus Hurrelmann - ein Autor der 15. Shell-Jugendstudie - fordert Trainingskurse für Väter und Mütter, die verpflichtend an die Anmeldung eines Kindes im Kindergarten oder der Grundschule geknüpft werden. Hurrelmann schätzt, dass es etwa 15 Prozent überforderte Elternhäuser gibt - und 10 bis 15 Prozent Jugendliche, die in vielerlei Hinsicht belastet sind: durch materielle Armut, schlechte Bildungschancen, gesundheitsgefährdende Verhaltensweisen, schädlichen Medienkonsum und einen düsteren Blick auf die eigene Zukunft. "Wir wissen, dass ökonomisch schwache Eltern mitunter problematische Erzieher sind." Neben Elternkursen sollte man daher über finanzielle Bonusregeln für kooperative Eltern nachdenken, die sich freiwillig in Erziehungsfragen beraten ließen. Und Schulen sollten sich auch 'schwieriger' Kinder offensiv annehmen." Quelle: ZEIT Nr. 39 vom 21. September 2006. |
|
Educandus |
(=zu Erziehender, Schüler, Zögling) |
Unmündigervom Educans (=Erzieher) Abhängiger (Beispiel: Normative Pädagogik, "autoritärer" Erziehungsstil) |
|
prinzipiell Gleichberechtigtermit dem Educans Interagierender (Beispiel: Erwachsenenbildung, "demokratischer" Erziehungsstil) |
|
weitestgehend Freierden Educandus Beeinflussender (Beispiel: "Antiautoritäre Erziehung") |
|
Erziehungsziele(nach FEND) |
Erziehungsziele oder Ziele der Erziehung sind
Sie können vermittelt und angestrebt werden
|
|
|
|
Beziehungen zwischen Erziehungsstilen und der Angstbewältigung (Repression-Sensitization)Krohne, H.W., Wiegand, A., Kiehl, G.E. (1985). Konstruktion eines multidimensionalen Instruments zur Erfassung von Angstbewältigungstendenzen. In H.W. Krohne (Hrsg.), Angstbewältigung in Leistungssituationen (S. 63-77). Weinheim: edition psychologie. Krohne, H.W. & Rogner, J., Schuhmacher, A. (1988). Beziehungen zwischen elterlichen Erziehungsstilen und Angstbewältiungsdispositionen des Kindes. Zeitschrift für Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie, 10 (2), S. 167-183. |
In der Forschung zur Angstbewältigung gibt es einige wenige Arbeiten, die sich mit den Entwicklungsbedingungen vergleichsweise stabiler interindividueller Unterschiede im Coping-Verhalten befassen. Es wird angenommen, daß Menschen sich danach unterscheiden, ob sie eine kritische Situation dadurch meistern, daß sie diese möglichst wenig zur Kenntnis nehmen, oder dadurch, daß sie ihr gerade besonders viel Aufmerksamkeit schenken Neben älteren Untersuchungen, die nahelegen, daß Represser in einem freundlichen, entspannten und ausgeglichenen Familienklima aufgewachsen sind, Sensitizer dagegen ihre Familien eher als unterdrückend, belastend und distanziert erfuhren, entwickelten Krohne, Wiegand, Kiehl, (1985) ein Zweiprozeß-Modell für Vorhersagen von Angstbewältigungsdispositionen aufgrund der Erziehungsstildimensionen
Operationalisiert werden diese Dimensionen durch das Erziehungsstil Inventar (ESI, Krohne et al. 1985). Es konnte bestätigt werden, daß die Ausbildung vigilanter Informationsverarbeitung eng mit den Erziehungsstilmustern "häufiger und inkonsistender Tadel" und "wenig Unterstützung" verbunden ist. Represser berichteten von einer positiven Familienerziehung, was als ein Indiz für die generelle Tendenz vermeidender Angstbewältiger interpretiert werden kann, unangenehme oder bedrohungsbezogene Sachverhalte zu verleugnen (vgl. Krohne, Rogner & Schuhmacher 1988). Siehe auch die Begriffsbestimmung: Erziehungsstil |
|
|
|
Waren diese Informationen für Sie nützlich? Dann klicken Sie bitte auf das
In den Arbeitsblättern |

This work is licensed under a Creative Commons License.



