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Keine Macht den Drogen - No DrugsDesignerdrogen

Substanzen, welche auf chemischem Weg hergestellt wurden, die ähnliche Eigenschaften wie natürliche oder halbsynthetische Drogen haben. Man unterscheidet:

Designerdrogen werden als Flüssigkeit aus kleinen Fläschchen, in Form von Kapseln oder Tabletten eingenommen. Akute Wirkungen es genügen bereits sehr geringe Mengen um einen Rausch auszulösen

Bei Halluzinogenen wurde bislang keine körperliche Abhängigkeit festgestellt, aber es kann zu einer psychischen Abhängigkeit kommen. Konsum ist wegen möglicher Nebenwirkungen gefährlich.

Amphetamin (Speed) 

Weißes bis leicht gelbliches Pulver oder Tablette. Amphetamin wurde erstmals 1887 synthetisiert, die rein chemisch hergestellte Droge wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von der Firma Merck (Darmstadt) als Appetitzügler auf den Markt gebracht. 1930 kam Amphetamin als Arzneimittel gegen Schnupfen auf den Markt. Die Beobachtung seiner psychostimulierenden Wirkung führte 1934 zur Synthese des noch stärker stimulierenden und länger wirkenden Methamphetamins. Dieses wurde unter der Handelsbezeichnung Methedrine zunächst gegen Leistungsschwäche und Lungenerkrankungen angewendet, und wurde unter anderem von Soldaten im Zweiten Weltkrieg eingenommen, um Angstzustände zu unterdrücken und die Konzentration zu erhöhen. Nach dem Krieg war die Droge zunächst vor allem unter Lastwagenfahrern und Studenten verbreitet, fand aber in den folgenden Jahrzehnten immer weitere Konsumentengruppen.

Anwendung: schlucken als Tablette oder sniefen als Pulver.

Wirkungsweise

Chronischer Mißbrauch

Neue Amphetaminvarianten wie Ecstasy (XTC) oder Dom vereinen die aufputschende Wirkung der Amphetamine und halluzinogenen Eigenschaften in einer Droge. Grundsubstanzen: Safrol und Myristin (kommen in Muskatnüssen vor, sind giftig). Akute Wirkung:

Crystal ist wie Ecstasy ein künstlich hergestelltes Aufputschmittel aus der Gruppe der Amphetamine. Gängige Abkürzungen in der Szene sind «C», «Meth», «Ice», «Crank» oder «Ruppe». Die synthetische Droge (Methylamphetaminhydrochlorid) wird zumeist in Privatlaboratorien produziert, besonders häufig in Tschechien.

Zu den besonderen Risiken zählt die häufig anzutreffende Unkenntnis der KonsumenInnten über den Reinheitsgehalt und die Zusammensetzung des jeweiligen Stoffes, so dass Intensität und Dauer der Wirkung wie auch die möglichen Nebenwirkungen für nur schwer abzuschätzen sind.

Regelmäßiger Ecstasy-Konsum führt bereits in jungen Jahren zu einem nachweisbaren Schlafapnoe-Syndrom. Das Schlafapnoe-Syndrom (SAS) tritt normalerweise erst im höheren Alter bei übergewichtigen Menschen auf. Nach Untersuchungen von Una McCann im Schlaflabor wurde bei Ecstasy-Konsumenten mittelschweres und sogar ein schweres Schlafapnoe-Syndrom diagnostiziert. Das Risiko auf ein Schlafapnoe-Syndrom war im Vergleich zu einer Gruppe gleichaltriger Konsumenten anderer Drogen 8,5-fach erhöht. Damit ist Ecstasy ein größeres Risiko als Adipositas (6,9-faches Risiko). Die Forscher führen das SAS auf eine Schädigung serotinerger Neuronen durch die Chemikalie Methylenedioxymethamphetamine zurück, dem Wirkstoff der Ecstasy-Droge, die auch für andere Folgen des langjährigen Konsums verantwortlich ist (subtile kognitive Defizite, Neigung zu impulsivem Verhalten, Veränderungen im EEG während des Schlafes).
Quelle: http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/39206/Ecstasy_Eine_Droge_zum_Schnarchen.htm (09-12-04)

Das heute in großem Umfang verschriebene Ritalin gegen das berüchtigte ADD-Syndrom gehört ebenfalls zur Gruppe der Amphetamine.

 

 

 

 

 

Entstanden unter Verwendung von http://www.drogenberatung-jj.de/html/xtc_inf.htm (02 06 10)
Weitere Quellen

MDMA (Ecstasy, XTC)

Chemisch hergestellter Abkömmling des Amphetamins. Wird in Form von Tabletten verschiedenster Form und Farbe gehandelt und in der Regel geschluckt.

Vereint die anregende Wirkung von Speed mit den halluzinogenen Effekten des LSD, wenn auch jeweils weniger stark. Wird deshalb der Gruppe der  Entactogene  zugeordnet, das sind Drogen, die  die Berührung mit dem Inneren ermöglichen. Wurde bis 1986 in der Psychoanalyse verwendet, um seelische Vorgänge sichtbar zu machen. Heute v.a. als Partydroge beliebt, um länger und intensiver Tanzen zu können und zwischenmenschliche Barrieren einzureißen. Hauptgefahr ist das Austrocknen, wenn vergessen wird, genug (alkoholfreies) zu trinken und Hitzeschock, der pro Jahr in der BRD 20 bis 40 Tote fordert. Bei intensivem Dauerkonsum können Schäden im Gehirn auftreten, die die Gedächtnisleistung beeinträchtigen.

Nach der Einnahme einer Tablette wird der Wirkstoff MDMA im Darm resorbiert. Über den Blutkreislauf erreicht MDMA das Gehirn und wirkt dort vor allem auf den Neurotransmitter Serotonin. Die Serotoninspeicher werden rasch entleert. Es kommt zu einem massiven Anstieg der Serotoninkonzentration im synaptischen Spalt und damit zu einer bewußtseinsverändernden Wirkung. Die Serotoninspeicher werden über einen Pumpmechanismus wieder aufgefüllt. Dieser Prozeß dauert mehr als 20 Stunden. Aus diesem Grund erzeugt ein Nachdosieren keine bzw. nur eine geringe Wirkung. Die Wirkung von MDMA beginnt etwa 20 bis 40 Minuten nach Einnahme und hält 2 bis 4 Stunden an. MDMA entfaltet seine zentral-nervöse Wirkung vor allem im Bereich des Limbischen Systems, das als "Belohnungszentrum" die Emotionalität reguliert. Die KonsumentInnen erleben in der Regel positive Gefühle und Verhaltensänderungen. So gelingt es vielen leichter, sich in andere hineinzufühlen, Kontakte zu knüpfen und Gespräche zu führen. MDMA vermittelt das Gefühl, mit sich selbst im Einklang zu befinden und fähig zu sein, persönliche Probleme zu bewältigen. Die meisten fühlen sich fit und leistungsfähig und verspüren Gefühle von Zärtlichkeit und Glück. MDMA verändert die Wahrnehmung der Umgebung, akustische und optische Eindrücke werden verstärkt. Halluzinationen treten nur selten auf. Der Anstieg von Puls und Körpertemperatur wird oftmals nicht als Warnsignal wahrgenommen. Kurz nach der Einnahme von MDMA verspüren viele KonsumentInnen eine unangenehme Verspannung der Kiefermuskulatur. Gleichzeitig kann Mundtrockenheit und Brechreiz auftreten. Auch gesteigerte Anspannung, Niedergeschlagenheit und Verwirrtheit wird in der ersten Stunde nach Einnahme gelegentlich beklagt. Das Kurzzeitgedächtnis kann vorübergehend gestört sein. Nahezu alle KonsumentInnen sind nach Abklingen der Drogenwirkung erschöpft und ausgelaugt - ein Zustand der als "Kater" bekannt ist. MDMA vermindert die Wahrnehmung von Warnsignalen des Körpers. Symptome wie Durst, Schwindel, Kopfschmerz und Herzjagen werden unterdrückt, und es kann zu Kollapszuständen kommen. Dies insbesondere dann, wenn im Zusammenhang mit körperlichen Anstrengungen (Tanzmarathon) Flüssigkeitsverluste nicht ausgeglichen werden und/oder keine Ruhepausen (chill out) eingelegt werden. Bei häufigem Gebrauch entsteht eine Toleranzentwicklung, d.h. die Dosis muß gesteigert werden, um die gleiche Wirkung zu erreichen. Es kann zu schwerwiegenden psychischen Störungen (Angstzustände, Depressionen, Psychosen) und körperlichen Gesundheitsschäden im Bereich von Herz, Kreislauf, Nieren und Leber kommen. Blutbildveränderungen sind möglich (Anämie). Auch Appetitlosigkeit und Gewichtsabnahme können die Folge sein. MDMA erzeugt psychische Abhängigkeit.

Am Schwarzmarkt wird heute vieles als Ecstasy oder Speed angeboten. Häufig sind in den Tabletten und Kapseln nicht die erwarteten Substanzen enthalten, die Dosierungen schwanken unvorhersehbar, und in wenigen Fällen finden sich gesundheitlich besonders bedenkliche Substanzen in den Proben. Eine Ecstasy-Tablette enthält durchschnittlich 50 bis 100 mg MDMA. Die Konzentrationen schwanken jedoch stark. Die Tablettenprägungen sind keine Garantie für tatsächliche Inhaltsstoffe. Jede Tablette kann zusätzlich Paracetamol, Coffein, Milchzucker, etc. enthalten. Nach neueren Untersuchungen sind toxische Beimengungen (Strychnin, LSD, etc.) bisher nur extrem selten vorgekommen. Dieser Kategorie gesundheitlich besonders bedenkliche Substanz werden folgende Proben zugerechnet: Ungewöhnlich hoch dosierte Ecstasy, Speed oder LSD-Proben. Also etwa alle Ecstasy-Proben, die mehr als 120mg MDMA, MDE oder mehr als 100mg MDA enthalten. Nachdem die Wirkung einer Substanz und ihre gesundheitliche Gefährlichkeit zu großen Teilen vom Körpergewicht und dem Geschlecht der jeweiligen UserIn abhängt, sind die 120mg nur ein ungefährer Richtwert. Dosierungen in dieser Höhe werden von UserInnen nicht erwartet und erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass es zu längerfristigen Veränderungen im Gehirn kommt. Bei Dosierungen über 150 mg MDMA oder bei Kombination mit anderen Drogen kann es zu Vergiftungen (Intoxikationen) kommen. Kennzeichen sind:

Die betroffene Person bequem lagern, beruhigen (talk down) und auf keinen Fall ohne Aufsicht lassen. Neben hoch dosierten Substanzen fallen in diese Kategorie auch alle Stoffe, die in Wechselwirkung mit Ecstasy oder Speed gesundheitlich besonders bedenklich sind - also etwa Ecstasy-Tabletten, die zusätzlich Aspirin enthalten - und Proben, die auch ohne den gleichzeitigen Konsum von Ecstasy oder Speed schwere gesundheitliche Probleme verursachen können, z.B. Atropin oder Methadon. Besonders risikoreich ist die Kombination von MDMA mit anderen Suchtmitteln. Grundsätzlich erhöht der Mischkonsum alle gesundheitliche Risiken - teilweise in potenzierter Form.

Alkohol
Häufig wird zusätzlich zu MDMA Alkohol konsumiert. Einigen KonsumentInnen dient Alkohol dazu, am Ende einer Party "abzutörnen" und den "Kater" zu verschlafen. Alkohol spült jedoch Körperflüssigkeit ebenso verstärkt aus wie Ecstasy, wodurch sich, insbe-sondere in der Verbindung mit exzessivem Tanzen, die Gefahr des "Austrocknens" und damit eines Kreislaufkollapses erhöht.
Haschisch
Als "Einschlafhilfe" nach körperlicher Anstrengung im Zusammenhang mit Tanzveranstaltungen wird oft Cannabis in Form von Haschisch oder Marihuana geraucht. Die Substanz wirkt beruhigend und verringert die gesteigerte Wahrnehmung von Außenreizen als Folge des MDMA-Konsums. Gleichzeitig können aber andere Wirkungen (vor allem körperliche, z. B. Herzrasen) durch den Konsum von Cannabis wieder angehoben werden.
LSD
LSD gehört zur Gruppe der Halluzinogene und wird in Form von trips angeboten. Es wird häufig zusammen mit Ecstasy konsumiert, um eine Steigerung der Vorstellungskraft zu erzielen. LSD wirkt im Gehirn auf einem anderen Stoffwechselweg (Dopamin) wie MDMA. Es erzeugt unter Umständen "Horrortrips", die über Tage und Wochen anhalten können. LSD führt bei länger dauerndem Gebrauch nachweislich zu psychischen Spätschäden im Sinne von Persönlichkeitsstörungen (Psychosen).
Speed
Speed ist ein Sammelbegriff für Amphetaminabkömmlinge unterschiedlicher Wirkungsstärke. Es potenziert und verlängert die euphorisierende und leistungssteigernde Wirkung von MDMA. Es wirkt zudem stärker halluzinogen. Speed kann Schäden im Bereich der Hirnsubstanz und damit bleibende psychische Defekte erzeugen. Die sogenannte Speed-Paranoia entsteht bei Amphetaminmißbrauch, wenn die Amphetamin-Konsumenten über Wochen kaum noch schlafen, sich nicht mehr vernünftig ernähren, allgemein ein ungeregeltes Leben führen und häufig noch andere Drogen konsumieren.
Kokain
Auch Kokain wird mittlerweile mit MDMA kombiniert. Es wird in der Regel als weißes Pulver angeboten und geschnupft. Die Wirkung tritt nach wenigen Sekunden ein und hält 15 bis 45 Minuten an. Die Konsumenten/-nnen verspüren eine hohe Leistungsbereitschaft, Handlungsdrang und Erregung. Kokain führt zu starker psychischer Abhängigkeit und kann nach Absetzen massive Depressionen auslösen. Die Schleimhäute der Nase werden gereizt und können Schaden nehmen.
Ecstasy (im englischen Sprachgebrauch XTC) ist ein Sammelbegriff für Rauschdrogen, die aus Amphetaminderivaten (Methylendioxiamphetamine) synthetisch hergestellt werden.
DMA wurde 1912 von der Firma Merck entwickelt und patentiert. Der ursprüngliche therapeutische Nutzen sollte in der Appetithemmung liegen. Wegen unerwünschter Nebenwirkungen wurde MDMA jedoch zunächst nicht auf den Markt gebracht. In den 50er und 60er Jahren benutzten dann Forscher in den USA zunächst MDMA für wissenschaftliche Zwecke im Bereich der Psychotherapie. 1986 wurde der Wirkstoff in den USA verboten. MDMA tauchte in den 80er Jahre in Zusammenhang mit der Techno- und Housemusik-Welle verstärkt auf dem europäischen Drogenmarkt auf.

Mehrmaliger Gebrauch von Ecstasy kann schon in einer einzigen Nacht zu Spätschäden führen, die denen der Alterskrankheit Parkinson vergleichbar sind. Ärzte der Johns Hopkins School of Medicine in Baltimore haben die Gefahr an Menschenaffen untersucht: In deren Gehirnen greift Ecstasy nicht nur in den Serotonin-Stoffwechsel ein, sondern es zerstört auch Hirnzellen, die mit dem Neurotransmitter Dopamin arbeiten und für die Bewegungskontrolle zuständig sind. Von diesen Zellen wurden durch die gebräuchliche Verwendung - drei Tabletten Ecstasy in einer Partynacht - so viele zerstört, daß die Tiere in jungen Jahren einen Verlust der Bewequngskontrolle entwickelten, der dem der Alterskrankheit stark ähnelt. Einer der Versuchsaffen starb im Test. (Science, 297, S. 2260)

Kath - Cathinone

Kath (Kat, Qat, Khat, Qad, Gat, Chat oder Miraa)

Der Kathstrauch, auch Abessinischer Tee genannt, ist eine Pflanze aus der Familie der Spindelbaumgewächse und wird hauptsächlich in Kenia, Oman, Jemen und Äthiopien angebaut. Die Zweigspitzen und jungen Blätter des Kathstrauchs werden als leichtes Rauschmittel konsumiert. Kath ist eine Alltagsdroge und ist im arabischen Raum ein Teil der Kultur, denn Männer treffen sich und kauen dabei Khat, das berauscht und soziale Hemmungen abbaut. Khat muss schnell nach dem Pflücken konsumiert werden, da es in der Regel innerhalb von ein bis drei ­Tagen vertrocknet und dann keine ­psychotrope Wirkung mehr hat. Beim Kauen geben die Blätter vor allem den anregenden Stoff Cathinon in die Mundschleimhaut ab, wobei die stimulierende Wirkung ungefähr zwischen starkem Kaffee und einer mittleren Dosis Ritalin liegt. Es vermittelt aber kein ekstatisches Hochgefühl wie bei Kokain. Ähnlich wie andere Stimulanzien passiert die Substanz die Bluthirnschranke und beeinflusst im Gehirn die Botenstoffe Dopamin und Noradrenalin. Es erhöht somit die Wachsamkeit, hellt die Stimmung auf und enthemmt. Unangenehm wird es, wenn ein gewisses Maß überschritten wird, sodass es auch zu psychotischen Symptomen wie Halluzinationen kommen kann. Der Wirkstoff der Kath-Blätter bleibt in der Regel nur einige Stunden im Körper und wird dann von Leber und Niere wieder abgebaut. Beim Kauen verfärben sich die Zähne und das Risiko für Mund-, Speise­röhren- und Zungenkrebs ist erhöht.

Im Labor hergestellten Cathinon-Derivate haben im Vergleich zu den Kath-Blättern ein viel stärkeres Gefährdungspotenzial, denn sie lassen sich viel höher dosieren, über die Nase einnehmen oder über eine Injektion verabreichen. Verkauft werden sie als «Badesalz» oder als «Pflanzendünger». Diese so genannten Research-Chemicals haben ein vergleichbares Abhängigkeitsrisiko wie Kokain oder Amphetamine. Badesalze werden in den USA unter den Bezeichnungen "Ivory Wave," "Aura, "Vanilla Sky," oder "Pure Ivory" in kristalliner Form in 50-Milligramm-Päckchen für 25 bis 50 Dollar legal verkauft. Die Wirkung der im Badesalz enthaltenen Substanzen wie Mephedron oder Methylendioxypyrovaleron (MDPV) ähneln nach Aussagen von Medizinern den Wirkungen von Meth, Kokain, PCP, LSD und Ecstasy zusammen, wobei die psychischen Folgen mehrere Monate andauern können.

Mephedron und Methylendioxypyrovaleron ähneln chemisch der in Arabien und Ostafrika verbreiteten Droge Khat und macht sehr rasch abhängig. Ärzte berichten von Symptomen wie einer starken Erhöhung von Blutdruck und Herzfrequenz sowie heftigen Muskelkrämpfen, wobei selbst starke Beruhigungsmittel bei den Betroffenen nicht helfen, weshalb Mediziner mit Psychopharmaka oder Vollnarkosen einsetzen, um die Patienten ruhig zu stellen. Kurzfristig führt der Missbrauch zu Konzentrationsstörungen, massiver innerer Unruhe und Antriebslosigkeit. Die Badesalze sind in Europa schon seit einiger Zeit bekannt, in Deutschland sind sie seit 2008 in Umlauf, in Großbritannien wurden sie 2010 verboten.

Flakka

ist der Name einer neuen Designer-Droge, die jetzt auf den Partymeilen der Urlaubsinsel Mallorca aufgetaucht ist. Im Frühsommer 2015 hatte die kostengünstige Substanz zuerst in den USA und dann auch in Großbritannien für Schlagzeilen gesorgt. Unter anderem waren Konsumenten der als Badesal" deklarierten Partydroge orientierungslos, sogar nackt, über Straßen gelaufen und waren durch Aggressivität, Verfolgungswahn oder Halluzinationen aufgefallen. Folgen sind erhöhter Herzschlag, erhöhte Körpertemperatur. Flakka kann man rauchen, durch die Nase ziehen, spritzen oder schlucken. Die Droge gehört zu den Cathionen, Amphetamine, die aus dem Kath-Strauch gewonnen werden.

Die Droge greift unter anderem Muskelfasern im Herz an. Das Suchtpotenzial von Flakka wird mit dem von Crystal Meth gleichgesetzt. Das National Institute on Drug Abuse der USA warnte bereits, dass die Droge beim Rauchen besonders schnell in die Blutbahn gelangt.





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