Designerdrogen |
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Substanzen, welche auf chemischem Weg hergestellt wurden, die ähnliche Eigenschaften wie natürliche oder halbsynthetische Drogen haben. Man unterscheidet:
Designerdrogen werden als Flüssigkeit aus kleinen Fläschchen, in Form von Kapseln oder Tabletten eingenommen. Akute Wirkungen es genügen bereits sehr geringe Mengen um einen Rausch auszulösen
Bei Halluzinogenen wurde bislang keine körperliche Abhängigkeit festgestellt, aber es kann zu einer psychischen Abhängigkeit kommen. Konsum ist wegen möglicher Nebenwirkungen gefährlich. Amphetamin (Speed)Weißes bis leicht gelbliches Pulver oder Tablette. Rein chemisch hergestellte Droge, Anfang des 20. Jahrhunderts von der Firma Merck (Darmstadt) als Appetitzügler auf den Markt gebracht. Anwendung: schlucken als Tablette oder sniefen als Pulver. Wirkungsweise
Chronischer Mißbrauch
Neue Amphetaminvarianten wie Ecstasy (XTC) oder Dom vereinen die aufputschende Wirkung der Amphetamine und halluzinogenen Eigenschaften in einer Droge. Grundsubstanzen: Safrol und Myristin (kommen in Muskatnüssen vor, sind giftig). Akute Wirkung:
Regelmäßiger Ecstasy-Konsum führt bereits in jungen Jahren zu einem nachweisbaren Schlafapnoe-Syndrom. Das Schlafapnoe-Syndrom (SAS) tritt normalerweise erst im höheren Alter bei übergewichtigen Menschen auf. Nach Untersuchungen von Una McCann im Schlaflabor wurde bei Ecstasy-Konsumenten mittelschweres und sogar ein schweres Schlafapnoe-Syndrom diagnostiziert. Das Risiko auf ein Schlafapnoe-Syndrom war im Vergleich zu einer Gruppe gleichaltriger Konsumenten anderer Drogen 8,5-fach erhöht. Damit ist Ecstasy ein größeres Risiko als Adipositas (6,9-faches Risiko). Die Forscher führen das SAS auf eine Schädigung serotinerger Neuronen durch die Chemikalie Methylenedioxymethamphetamine zurück, dem Wirkstoff der Ecstasy-Droge, die auch für andere Folgen des langjährigen Konsums verantwortlich ist (subtile kognitive Defizite, Neigung zu impulsivem Verhalten, Veränderungen im EEG während des Schlafes). Das heute in großem Umfang verschriebene Ritalin gegen das berüchtigte ADD-Syndrom gehört ebenfalls zur Gruppe der Amphetamine. |
Entstanden unter Verwendung von
http://www.drogenberatung-jj.de/
html/xtc_inf.htm (02 06 10) Weitere Quellen
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MDMA (Ecstasy, XTC)Chemisch hergestellter Abkömmling des Amphetamins. Wird in Form von Tabletten verschiedenster Form und Farbe gehandelt und in der Regel geschluckt. Vereint die anregende Wirkung von Speed mit den halluzinogenen Effekten des LSD, wenn auch jeweils weniger stark. Wird deshalb der Gruppe der Entactogene zugeordnet, das sind Drogen, die die Berührung mit dem Inneren ermöglichen. Wurde bis 1986 in der Psychoanalyse verwendet, um seelische Vorgänge sichtbar zu machen. Heute v.a. als Partydroge beliebt, um länger und intensiver Tanzen zu können und zwischenmenschliche Barrieren einzureißen. Hauptgefahr ist das Austrocknen, wenn vergessen wird, genug (alkoholfreies) zu trinken und Hitzeschock, der pro Jahr in der BRD 20 bis 40 Tote fordert. Bei intensivem Dauerkonsum können Schäden im Gehirn auftreten, die die Gedächtnisleistung beeinträchtigen.
Nach der Einnahme einer Tablette wird
der Wirkstoff MDMA im Darm resorbiert. Über den
Blutkreislauf erreicht MDMA das Gehirn und wirkt dort vor
allem auf den Neurotransmitter Serotonin. Die
Serotoninspeicher werden rasch entleert. Es kommt zu einem
massiven Anstieg der Serotoninkonzentration im synaptischen
Spalt und damit zu einer bewußtseinsverändernden
Wirkung. Die Serotoninspeicher werden über einen
Pumpmechanismus wieder aufgefüllt. Dieser Prozeß
dauert mehr als 20 Stunden. Aus diesem Grund erzeugt ein
Nachdosieren keine bzw. nur eine geringe Wirkung. Die
Wirkung von MDMA beginnt etwa 20 bis 40 Minuten nach
Einnahme und hält 2 bis 4 Stunden an. MDMA entfaltet
seine zentral-nervöse Wirkung vor allem im Bereich des
Limbischen Systems, das als "Belohnungszentrum" die
Emotionalität reguliert. Die KonsumentInnen erleben in
der Regel positive Gefühle und
Verhaltensänderungen. So gelingt es vielen leichter,
sich in andere hineinzufühlen, Kontakte zu knüpfen
und Gespräche zu führen. MDMA vermittelt das
Gefühl, mit sich selbst im Einklang zu befinden und
fähig zu sein, persönliche Probleme zu
bewältigen. Die meisten fühlen sich fit und
leistungsfähig und verspüren Gefühle von
Zärtlichkeit und Glück. MDMA verändert die
Wahrnehmung der Umgebung, akustische und optische
Eindrücke werden verstärkt. Halluzinationen treten
nur selten auf. Der Anstieg von Puls und
Körpertemperatur wird oftmals nicht als Warnsignal
wahrgenommen. Kurz nach der Einnahme von MDMA verspüren
viele KonsumentInnen eine unangenehme Verspannung der
Kiefermuskulatur. Gleichzeitig kann Mundtrockenheit und
Brechreiz auftreten. Auch gesteigerte Anspannung,
Niedergeschlagenheit und Verwirrtheit wird in der ersten
Stunde nach Einnahme gelegentlich beklagt. Das
Kurzzeitgedächtnis kann vorübergehend gestört
sein. Nahezu alle KonsumentInnen sind nach Abklingen der
Drogenwirkung erschöpft und ausgelaugt - ein Zustand
der als "Kater" bekannt ist. MDMA vermindert die Wahrnehmung
von Warnsignalen des Körpers. Symptome wie Durst,
Schwindel, Kopfschmerz und Herzjagen werden
unterdrückt, und es kann zu Kollapszuständen
kommen. Dies insbesondere dann, wenn im Zusammenhang mit
körperlichen Anstrengungen (Tanzmarathon)
Flüssigkeitsverluste nicht ausgeglichen werden und/oder
keine Ruhepausen (chill out) eingelegt werden. Bei
häufigem Gebrauch entsteht eine Toleranzentwicklung,
d.h. die Dosis muß gesteigert werden, um die gleiche
Wirkung zu erreichen. Es kann zu schwerwiegenden psychischen
Störungen (Angstzustände, Depressionen, Psychosen)
und körperlichen Gesundheitsschäden im Bereich von
Herz, Kreislauf, Nieren und Leber kommen.
Blutbildveränderungen sind möglich (Anämie).
Auch Appetitlosigkeit und Gewichtsabnahme können die
Folge sein. MDMA erzeugt psychische Abhängigkeit.
Am Schwarzmarkt wird heute vieles als Ecstasy oder Speed angeboten. Häufig sind in den Tabletten und Kapseln nicht die erwarteten Substanzen enthalten, die Dosierungen schwanken unvorhersehbar, und in wenigen Fällen finden sich gesundheitlich besonders bedenkliche Substanzen in den Proben. Eine Ecstasy-Tablette enthält durchschnittlich 50 bis 100 mg MDMA. Die Konzentrationen schwanken jedoch stark. Die Tablettenprägungen sind keine Garantie für tatsächliche Inhaltsstoffe. Jede Tablette kann zusätzlich Paracetamol, Coffein, Milchzucker, etc. enthalten. Nach neueren Untersuchungen sind toxische Beimengungen (Strychnin, LSD, etc.) bisher nur extrem selten vorgekommen. Dieser Kategorie gesundheitlich besonders bedenkliche Substanz werden folgende Proben zugerechnet: Ungewöhnlich hoch dosierte Ecstasy, Speed oder LSD-Proben. Also etwa alle Ecstasy-Proben, die mehr als 120mg MDMA, MDE oder mehr als 100mg MDA enthalten. Nachdem die Wirkung einer Substanz und ihre gesundheitliche Gefährlichkeit zu großen Teilen vom Körpergewicht und dem Geschlecht der jeweiligen UserIn abhängt, sind die 120mg nur ein ungefährer Richtwert. Dosierungen in dieser Höhe werden von UserInnen nicht erwartet und erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass es zu längerfristigen Veränderungen im Gehirn kommt. Bei Dosierungen über 150 mg MDMA oder bei Kombination mit anderen Drogen kann es zu Vergiftungen (Intoxikationen) kommen. Kennzeichen sind:
Die betroffene Person bequem lagern, beruhigen (talk down) und auf keinen Fall ohne Aufsicht lassen. Neben hoch dosierten Substanzen fallen in diese Kategorie auch alle Stoffe, die in Wechselwirkung mit Ecstasy oder Speed gesundheitlich besonders bedenklich sind - also etwa Ecstasy-Tabletten, die zusätzlich Aspirin enthalten - und Proben, die auch ohne den gleichzeitigen Konsum von Ecstasy oder Speed schwere gesundheitliche Probleme verursachen können, z.B. Atropin oder Methadon. Besonders risikoreich ist die Kombination von MDMA mit anderen Suchtmitteln. Grundsätzlich erhöht der Mischkonsum alle gesundheitliche Risiken - teilweise in potenzierter Form.
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Ecstasy (im englischen Sprachgebrauch
XTC) ist ein Sammelbegriff für Rauschdrogen, die aus
Amphetaminderivaten (Methylendioxiamphetamine) synthetisch
hergestellt werden.
DMA wurde 1912 von der Firma Merck entwickelt und patentiert. Der ursprüngliche therapeutische Nutzen sollte in der Appetithemmung liegen. Wegen unerwünschter Nebenwirkungen wurde MDMA jedoch zunächst nicht auf den Markt gebracht. In den 50er und 60er Jahren benutzten dann Forscher in den USA zunächst MDMA für wissenschaftliche Zwecke im Bereich der Psychotherapie. 1986 wurde der Wirkstoff in den USA verboten. MDMA tauchte in den 80er Jahre in Zusammenhang mit der Techno- und Housemusik-Welle verstärkt auf dem europäischen Drogenmarkt auf.
Mehrmaliger Gebrauch von Ecstasy kann
schon in einer einzigen Nacht zu Spätschäden
führen, die denen der Alterskrankheit Parkinson
vergleichbar sind. Ärzte der Johns Hopkins School of
Medicine in Baltimore haben die Gefahr an Menschenaffen
untersucht: In deren Gehirnen greift Ecstasy nicht nur in
den Serotonin-Stoffwechsel ein, sondern es zerstört
auch Hirnzellen, die mit dem Neurotransmitter Dopamin
arbeiten und für die Bewegungskontrolle zuständig
sind. Von diesen Zellen wurden durch die gebräuchliche
Verwendung - drei Tabletten Ecstasy in einer Partynacht - so
viele zerstört, daß die Tiere in jungen Jahren
einen Verlust der Bewequngskontrolle entwickelten, der dem
der Alterskrankheit stark ähnelt. Einer der
Versuchsaffen starb im Test. (Science, 297, S. 2260)
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