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Die Gestaltung von Overheadfolien

Eine Präsentation von Overheadfolien soll die Aussage des Vortrages unterstützen. Überlegen Sie daher bei jeder Information, die Sie auf die Folie bringen, ob das für Ihre ZuhörerInnen oder nur für Sie von Interesse ist. Das Auge wandert auf Grund lange eingeübter Sehgewohnheiten von links oben nach rechts unten über die Folie. Die wichtigsten Informationen sollten also oben links stehen und die unwichtigsten unten rechts: Foliennummer oder Firmenlogo haben daher eher in der Fußzeile ihren Platz.

Für jede Präsentation ist es wesentlich, dass die Betrachter die Informationen schnell und zweifelsfrei erkennen können. Das ist mit Hilfe von Grafiken und Farbe besonders gut und leicht möglich. Eine rein schwarzweiß gestaltete Folie ist in der Zeit des multimedial verwöhnten Betrachters nicht mehr zu akzeptieren, auch wenn es u.U. ein geeignetes Stilmittel sein kann, sich vom mainstream abzuheben. Der Einsatz weniger, der Strukturierung dienlicher Farben ist eine Grundvoraussetzung für eine Präsentationsfolie. Dadurch wird die Aufmerksamkeit des Zuhörers erhöht, er kann sich besser orientieren und Sie haben die Möglichkeit, wesentliche Merkmale zu betonen.

Farbwirkung

Ravi Mehta und Rui Zhu (University of British Columbia, Vancouver) haben die Wirkung von Farben an einem Bildschirmhintergrund überprüft und festgestellt, dass ein blauer Hintergrund die Kreativität anregt, während ein roter die Vorsicht und die Aufnahmefähigkeit für Details steigert. Die Probanden mussten an sechs verschiedenen Hirnleistungstests am Computer mit wahlweise rotem, blauem oder weißem Bildschirmhintergrund teilnehmen. Offensichtlich wird die Farbe Rot mit Gefahr und Warnung verbunden, während Blau mit Ruhe und Frieden assoziiert wird. Rot aktiviert demnach eine aufmerksame Vermeidungshaltung, während Blau durch das vermittelte Sicherheitsgefühl mutige Innovationen fördert. Diese Prozesse finden unbewusst statt.

Bei komplizierten Zusammenhängen bieten sich Schichtfolien an, mit deren Hilfe man komplizierte Darstellungen schichtweise aufbauen kann. Bitte denken Sie hierbei besonders an den Einsatz von Farbe. Damit Folien passgenau aufgelegt werden können, haben die meisten Projektoren oben und an der linken Seite Zapfen für gelochte und dadurch fixierbare Folien. Ein Ersatz sind Passerzeichen (Kreuze an allen vier Ecken). Mehr als drei Folien lassen aber in der Regel nicht mehr ausreichend Licht durch.

Die Folie leitet und gliedert die Präsentation und das was Sie sagen, muss nicht auch noch gelesen werden, denn Ihre Zuhörer können entweder nur lesen oder nur zuhören. Die bildliche Darstellung von Sachverhalten hat entscheidende Vorteile:

Der Vorteil des Overheadprojektors liegt darin, daß Sie Ihren Zuhörern nie den Rücken zudrehen müssen. Vor der Präsentation müssen der richtige Projektionsabstand und die Schärfe eingestellt werden. Während der Präsentation überzeugen Sie sich nur noch mit einem kurzen Blick, ob die Folie korrekt aufgelegt wurde. Alle Verweise zu einer Foliendarstellung erfolgen auf der Folie mit einem geeigneten Stift, nicht auf der Projektionsfläche. Wenn Sie eine Folie vom Apparat nehmen, um die nächste aufzulegen, klappen Sie den Spiegel zu, damit die Leinwand dunkel ist. Jetzt wechseln Sie die Folie, sodass kein Zuhörer irritiert wird. Wenn Sie eine Folie auflegen oder wieder abnehmen, lenken Sie die Aufmerksamkeit Ihrer Zuschauer von Ihren Worten ab. Beachten Sie deshalb genau, wann Ihre Worte Ihre Zuschauer erreichen und wann es besser ist, einen Moment zu schweigen. Gehen Sie etwa in der hier angegebenen Reihenfolge vor, um jede einzelne Folie zu inszenieren und jederzeit die volle Aufmerksamkeit Ihrer Zuschauer zu erzielen:

Drei grundsätzliche Folienarten

Folien werden heute meist mit dem Computer erstellt, wodurch diese sehr gut lesbar und auch leicht grafisch gestaltet werden können. Es gibt drei grundsätzliche Folienarten, die alle ihre eigenen Regeln besitzen, wobei oft eine Kombination der Folienarten vorliegt.

Das Textdiagramm

Gute Textdiagramme bestehen aus wenigen Punkten, die die Kernaussage des Textes enthalten. Je kürzer die Wörter und Sätze, desto präziser ist auch die Aussage. Ein Punkt sollte nicht mehr als sechs bis acht Wörter enthalten, das Diagramm nicht mehr als sechs bis acht Zeilen, also nicht mehr als 50 Wörter. Zu dieser Realisierung gehört etwas Übung. Jedes Diagramm sollte nur einen Gedanken enthalten, damit die Präsentation übersichtlich bleibt. Kraftvolle Verben veranschaulichen den Sachverhalt besser als langweilige Wortkonstruktionen mit vielen Substantiven. Das Thema bzw. der Titel sollte auf jedem Diagramm vorhanden sein; die Überschrift muss die Aufmerksamkeit des Lesers wecken. Grafiken können dabei hilfreich sein.

Das Organigramm

Das Organigramm verdeutlicht mit Hilfe einer schematischen Darstellung einen Sachverhalt und dessen Beziehungen zu einem Gesamtgedanken. So können z.B. Pfeile Verzweigungen oder Zusammenhänge verdeutlichen. Es geht also weit über die Gliederungsfunktion eines Textdiagramms hinaus, weil es zusätzlich optische Verknüpfungen bietet und so eine leichtere Übersicht ermöglicht. Dessen sprachliche Gestaltungsmittel müssen aber auch hier berücksichtigt werden.

Das Grafikdiagramm

Die leicht fassliche Darstellung von Zahlen und deren Zusammenhänge stellen eine besondere Schwierigkeit dar. Es wird zwischen Linien-, Balken- und Flächendiagramm unterschieden. Diese können aber die unterschiedlichsten Formen annehmen, bis hin zu dreidimensionalen oder bildlichen Darstellungen. Sie sind für bestimmte Einsatzbereiche prädestiniert. Das Liniendiagramm eignet sich z.B. zur Darstellung von Zeitreihen(z.B. Trends), Balkendiagramme werden für vergleichende Zahlen eingesetzt (Abnahme der Schülerzahlen pro Jahr), Flächendiagramme (Tortendiagramm verdeutlicht den Anteil einer Teilmenge an der Gesamtmenge in Prozent). Wie wäre es daher mit ein wenig ISOTYPE?

Faustregeln und Tipps zur Foliengestaltung

Check-up für die Präsentation

Durch die intensive Arbeit an einer Präsentation wird man leicht betriebsblind. Überprüfen Sie das fertige Werk kritisch und distanziert auf die folgenden Punkte:

Quellen:
http://paedpsych.jk.uni-linz.ac.at/INTERNET/ARBEITSBLAETTERORD/Arbeitsblaetter.html (03-01-25)
http://www.magic-point.net/fingerzeig/praesentation/praesentation-ausfuehrlich/foliengestaltung/foliengestaltung.html (03-04-19)
http://www.my-space.li/schule/praesentationen_ct.doc (05-03-29)



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