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Investment-Psychologie

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Wer investieren will, der sollte stets die Ruhe bewahren. Auch wenn bestimmte Marktzyklen kaum zu bremsende Emotionen auslöse können, ist es wichtig, nicht die Nerven zu verlieren. Auch dann, wenn die Bärenmärkte und Korrekturen im Mittelpunkt des Geschehens stehen, sollte stets seiner Strategie vertraut werden.

Dass der unerfahrene Investor natürlich Panik bekommt, wenn die „Bären zuschlagen“, ist keine Überraschung. Vor allem dann, wenn es sich um einen erfolgsverwöhnten Investor handelt, sind erste Korrekturen beängstigend.

Hat man bereits Erfahrungen gemacht, dann weiß man, dass es immer wieder nach oben und nach unten gehen kann. Vor allem dann, wenn man sich mit volatilen Märkten auseinandersetzt, etwa dem Kryptomarkt, sind Höhenflüge und Korrekturen nah beisammen.

Das Bauchgefühl: Ein schlechter Begleiter

Aufkommende Emotionen können gefährlich sein, da man als Anleger irrationale Entscheidungen trifft, die rückblickend bereut werden. Denn kommt die Angst auf, dass man Geld verliert oder mit seiner Strategie falsch liegt, dann entscheidet man nicht auf Basis der tatsächlichen Faktoren, sondern nur aus dem Bauch heraus. Und das sollte unbedingt vermieden werden, wenn man investiert - vor allem auch dann, wenn man einen langfristigen Anlagehorizont verfolgt, ist es wichtig, in Korrekturphasen stets die Ruhe zu bewahren.

Natürlich gilt das auch, wenn es steil nach oben geht. Die ersten Gewinnmitnahmen sind natürlich ein Highlight, aber oftmals ist es besser, nicht einzugreifen, damit man den möglichen Gewinn nicht mindert. Auch wenn es während des Höhenflugs ein paar kleinere Korrekturen geben kann, so heißt das noch lange nicht, dass man den besten Zeitpunkt verpasst hat. Es kann oft wirklich viel Zeit vergehen, bis es zu einer sogenannten Trendumkehr kommt.

Korrekturen haben auch ihre Vorteile

Der zyklische Investmentprozess trifft in der Regel auf alle neuen Investoren zu. Steigt der Markt, dann steigt das Gefühl der Aufregung. Wenn jedoch der Markt in eine Abwärtsspirale gerät, dann wird man von der Angst überwältigt. Die häufigsten Gefühle, die aufkommen, wenn investiert wird? Angst, Sorge, Gier, Scham, Übermut, Zweifel und Unsicherheit.

Es sind emotionale Achterbahnfahrten, die auch teuer werden können. So etwa, wenn beim Höchststand gekauft wird oder man vor der Markterholung verkauft. Daher ist es wichtig, dass man sich mit Zahlen, Faktoren und Prognosen befasst und nicht auf sein Bauchgefühl hört, wenn es nach oben oder nach unten geht. Vor allem dann, wenn man langfristig investiert, ist es besser, die Finger vom Verkaufsknopf zu lassen. Denn genau diese Preisschwankungen sind es am Ende, die dazu führen, dass es zu einer wirklich attraktiven Rendite kommen kann.

Das Geheimnis ist nämlich der Cost Average Effekt. Wer pro Monat 100 Euro investiert und hier immer zu einem anderen Preis Anteile erwirbt, der erzeugt so eine Durchschnittsrendite. Einmal werden Anteile um 20 Euro gekauft, dann um 25 Euro, um 50 Euro und dann wieder um 30 Euro. Am Ende gibt es mehr Anteile, wenn der Preis unten ist, weniger Anteile, wenn der Preis gestiegen ist. Auch wenn das Depot an Wert verliert, wenn der Preis sinkt, so kann jedoch günstig nachgekauft werden. Und steigt dann der Preis, dann steigt der Wert des Depots schneller, da zum Teil günstige Anteile erworben wurden.


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Stets die Ruhe bewahren

Wichtig ist, sich auf die gewählte Strategie zu konzentrieren. Vor allem dann, wenn man eine langfristige Strategie verfolgt, sollte diese nicht nach der ersten Korrektur über Bord geworfen werden - Ruhe bewahren und weitermachen lautet die Devise.

Man sollte sich auch nicht von den Medien verrückt machen lassen. Medien, vor allem der Boulevard, schreiben immer Krisen herbei und warnen vor Abstürzen und Verlusten. In der Regel geht es aber nicht darum, die Leute zu informieren, sondern um Klicks bzw. erhöhte Verkaufszahlen. Vor allem der Boulevard ist bekannt dafür, hier zu übertreiben. Man sollte sich also keineswegs von den Medien verrückt machen lassen.

Wichtig ist, dass man die Ruhe bewahrt. Man sollte die Märkte beobachten, sich mit Prognosen befassen und versuchen, Bärenmärkte abzuwarten. Das mag schwierig sein, ist aber der beste Weg, um ohne Verluste aus der Sache rauszukommen.


Bilder:

https://pixabay.com/de/photos/aktienhandel-investieren-aktienmarkt-6525084/

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