Die Pressemitteilung |
When a dog bites a man, that's not news, but when a man bites a dog, that's news." |
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Wenn man als WissenschaftlerIn mit einem Pressetext JournalistInnen über seine Arbeit informieren will, sollte man wissen, welche Ansprüche JournalistInnen an einen solchen Text stellen bzw. welchen Kriterien dieser folgen sollte. Im Durchschnitt werden nur 15-20 Prozent der eingehenden Pressemitteilungen von JournalistInnen überhaupt übernommen. Das liegt daran, dass aus Sicht der Redaktionen der Nachrichtenwert des Textes zu gering ist, d.h., die relative Wichtigkeit der Nachricht ist für die Öffentlichkei vermutlich nicht gegeben. JournalistInnen interessieren sich für Themen, die "nah dran" an ihrer Zielgruppe und für diese aktuell sind. Diese Kriterien werden von den meisten Pressetexten von WissenschaftlerInnen nicht erfüllt. Sollte die Institution über eine Presseabteilung verfügen, dann sollte man vor einer Presseaussendung dort Rat holen. |
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An erster Stelle für JournalistInnen steht in der Regel die Aktualität einer Information. Aktuell sind Nachrichten dann,
Aktualität kann aber auch erzeugt werden, etwa durch regelmäßig organisierte Ereignisse wie jährliche Pressekonferenzen (z.B. über die Forschungsbilanz, Forschungsaufträge), saisonale Tipps (Schul- oder Semesterende), Veranstaltungen, Seminare, Vorträge. Weitere Kriterien für den Nachrichtenwert sind
Eine Meldung wird jedoch uninteressant, wenn die Fakten zu kompliziert sind oder die LeserInnen sich vom Problem nicht persönlich betroffen fühlen können. Das zu Berichtende muss sich vom Alltäglichen unterscheiden, muss in irgendeiner Hinsicht ungewöhnlich sein - "News is what's different". Eine Pressemitteilung sollte so genau und anschaulich wie möglich sein und mit einer klaren Sprache berichten. Formal folgt sie einer auf den Kopf gestellten Pyramide: Das Wichtigste - die Kernaussage - muss an den Anfang! Dann geht es immer vom Wichtigen zum weniger Wichtigen. Eine Nachricht ist kein Protokoll und ist daher nie chronologisch geschrieben wie ein Forschungsbericht oder ein wissenschaftlicher Artikel. Der Aufbau einer PressemitteilungÜberschrift und LeadÜberschriften von Pressetexten werden von Redakteuren praktisch immer geändert und dem Magazinstil angepasst. Man wählt daher am besten eine Überschrift, die die zentrale Aussage des Textes wiedergibt und dem Redakteur damit eine gute Orientierung bietet, zumindest nichts Falsches zu wählen. Die Überschrift sollte Leseanreize auch für den Redakteur schaffen und prägnant und klar formuliert sein. Nach der Überschrift folgt ein Lead-SatzEr ist das Einstiegstor zum Artikel, der Anreißer. Der Lead muss leichtverständlich geschrieben sein und schon über das Wichtigste informieren. Das Wichtigste (die "Lokomotive") muss daher vorne stehen - bei Forschungsberichten also das Ergebnis vorwegnehmen. Vergleichbar ist das dem Abstract in wissenschaftlichen Publikationen. Es folgt der eigentliche Text der Pressemitteilung,der sich einer einfachen Sprache bedienen und keine verschachtelten Sätze enthalten sollte - das ist bekanntlich ein Merkmal des allgemein gebräuchlichen, wissenschaftlichen Stils, der nach meiner unmaßgeblichen Meinung wohl ursprünglich daher rührt, dass WissenschaftlerInnen in ihren öffentlichen Aussagen und zu verbreitenden Darstellungen der eigenen Forschungsergebnisse möglichst auch die allfälligen Bedenken gegen eine zu einfache Interpretation der zentralen Inhalte, wenn diese von einem Laien überhaupt verstanden werden sollten und nicht ohnehin nur an den Experten gerichtet werden, ebenfalls deutlich und mit Nachdruck zuum Ausdruck bringen möchten ;-) Hier gelten die allgemeinen Kriterien der Detailsfinden sich - wenn überhaupt - erst ganz am Ende. Faustregel zum inhaltlichen Aufbau einer Pressemitteilung: Der Redakteur muss von hinten abschnittsweise kürzen können (wobei er natürlich auch zwischen den Abschnitten und am Anfang kürzen wird). Nützlich sind auch Zitate oder wörtliche Aussagen. Sie machen eine Nachricht lebendiger und mit ihnen können Pressetexte abwechslungsreicher gestaltet werden. Bei längeren Texten sollten man zwischen direkter und indirekter Rede wechseln und damit vor allem Meinungen, Erfahrungen und Absichten aus der Forschungseinrichtung nach außen tragen. Wer eine DIN A 4 Seite überschreitet, sollte gute Gründe dafür haben. Günstiger ist es, am Ende des Textes auf den Pressebereich der eigenen Website zu verweisen, auf der Hintergrundinformationen und weitere Materialien zu finden sind. Kontaktdaten für konkrete Nachfragen dürfen ebenfalls nicht fehlen. Auch das Angebot, den Pressetext in digitaler Form von der Website laden zu können, macht es dem Redakteur einfacher - copy&paste ist allemal einfacher als das Tippen in den Computer. |
Wie sieht eine gute Pressemitteilung aus?
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Formale Merkmale einer Pressemitteilung |
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Kontaktlose Kommunikation mit der elektronischen WeltErstes NFC-Forschungsprojekt in Österreich Hagenberg12.10.2005 06:10 Um jemandem persönliche Informationen anzuvertrauen, würden wir uns lieber in dessen Nähe befinden, als laut über alle Köpfe hinweg brüllen zu müssen. Dasselbe Prinzip wendet auch die Near Field Communication (NFC) an, wenn sie elektronische Geräte miteinander verbindet. Usern soll so der sichere Austausch von verschiedensten Informationen ermöglicht werden, indem ein Gerät einfach in die Nähe eines anderen kommt. Ein weiterer Schritt in Richtung Konvergenz der Medien. Am 15. Oktober 2005 startet ein neues, zweijähriges Forschungsprojekt an der FH Hagenberg http://www.fh-hagenberg.at, gemeinsam mit Philips Semiconductors Styria http://www.philips.at, mobilkom austria http://www.mobilkom.at und der voestalpine Informationstechnologie http://www.voestalpine.com. Die Kombination von Unternehmen aus Forschung und Praxis soll bezwecken, dass bestmögliche Ergebnisse erzielt werden. Das Projekt hat sich die Entwicklung und Konstruktion eines NFC-Prototyps zum Ziel gesetzt, der die kontakt- und drahtlose Informationsübermittlung zwischen zwei Geräten ermöglichen soll. Projektleiter Josef Langer beziffert das Budget von 500.000 Euro, das dem Projekt von der österreichischen ForschungsförderungsgmbH und den Partnerunternehmen zur Verfügung gestellt wird. Vorteile für die Konsumenten sind vereinfachte Datenübertragung und neue Möglichkeiten der elektronischen Kommunikation. "Die Palette der Anwendungen reicht vom Austausch digitaler Visitenkarten, über elektronische Bezahlung bis hin zur drahtlosen Konfiguration von Multimedia Elektronik", so Langer gegenüber pressetext. In Zukunft soll die Berechtigung einen Raum betreten zu dürfen, das Ticket für öffentliche Verkehrsmittel oder auch Theaterkarten einfach auch einem Handy hinterlegt werden können. Die NFC-Technologie arbeitet mit einer Frequenz von 13,56 Mhz und erreicht eine Übertragungsrate von 106 bis 424 kbit/s. Die Übertragung funktioniert nur über eine Entfernung von wenigen Zentimetern und es können nicht mehr als zwei Geräte an einer Transaktion beteiligt sein. Das NFC System verläuft half-duplex, das heißt, dass immer nur jeweils ein Gerät zu einer Zeit senden oder empfangen kann. Die dazu notwendigen Sicherheitsfunktionen sind in der Hardware integriert. |
Beispiel einer guten PressemitteilungQuelle: |
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