Das Exposé

Was ist ein Exposé?

Das schriftliche Exposé steht am Ende der Orientierungs- und Planungsphase beim Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit, damit beurteilt werden kann, ob das Vorhaben in der beabsichtigten Form realistisch ist oder noch wesentlicher Modifikationen bedarf. Exposes sollen konzeptionelle und logische Schwächen einer Arbeit aufdecken und helfen, Sackgassen und Irrwege zu vermeiden. Sie helfen auch dem Betreuer, seine Arbeit besser wahrzunehmen, da er damit eine Beurteilungsbasis hinsichtlich der Durchführbarkeit und voraussichtlichen Ausgestaltung des Vorhabens erhält. An der Sorgfalt bei der Erstellung kann er auch erkennen, wie ernst es dem Diplomanden mit seiner Forschungsabsicht ist.
Teile eines gut geschriebenen Exposés können als direkte oder indirekte Vorlage für bestimmte Abschnitte der eigentlichen Arbeit verwendet werden (Einleitung, methodisches Vorgehens) und stellen somit keinen Verlust an Zeit dar. Erst wenn der Betreuer bei der Lektüre des Exposés den Eindruck hat, dass er es bereits mit einem gut durchdachten und somit realistischen und erfolgversprechenden Vorhaben zu tun hat, sollte man mit der eigentlichen Arbeit beginnen.

Zweck eines Exposés ist es daher zum einen, die Fragestellung der Arbeit zu entwickeln, zum anderen wird es auch dazu dienen, den Rahmen der Arbeit zwischen der betreuenden und der betreuten Person zu vereinbaren. Daher ist ein Exposé bei einer selbstgewählten Fragestellung auf jeden Fall sinnvoll, bei einer vorgegebenen manchmal entbehrlich, sollte aber zur eigenen Sicherheit angefertigt werden.

Ein Exposé soll lediglich den Rahmen des Themas festlegen und speziell bei empirischen Studien Stichprobe, Design, Variablen und Auswertungsschritte grob umreißen. Es ist keineswegs erforderlich, quasi den theoretischen Teil der Arbeit im Exposé bereits fertigzustellen. Sobald man sich über ein Thema im klaren ist, sollte die Erstellung eines Exposés nicht mehr als einige Tage Zeit in Anspruch nehmen. Im Falle eines selbstgewählten Themas dauert es in aller Regel eine erhebliche Zeit, bis genau festliegt, was nun gemacht werden soll. Diese Zeit kann deswegen nicht in die häufig übliche Regelfrist zur Erstellung einer Diplomarbeit von einem halben Jahr einfließen. Die Überlegungen zur Arbeit sollten daher schon frühzeitig angestellt werden.

Tipps für das praktische Vorgehen

Leitfaden zum Erstellen eines Exposé

Ein Exposé dient dazu, dem Betreuer der Arbeit (Professor, Dozent) zu verdeutlichen, was Sie vorhaben und wie Sie vorzugehen beabsichtigen. Es ist eine nützliche Grundlage für Beratungsgespräche. Das Exposé hilft darüber hinaus, dass Sie sich selbst Klarheit über die eigenen Ziele und Möglichkeiten verschaffen. Der Umfang des Exposés für eine Diplomarbeit sollte etwa 3-5 Schreibmaschinenseiten betragen, für eine Seminararbeit auch weniger, für eine Dissertation eventuell mehr. Es sollte auf Folgendes eingehen:

Auf dem Exposé sollte ferner der Name, die Post- und Emailadresse, die Telefon- und Matrikelnummer sowie die Studienrichtung des Verfassers/der Verfasserin vermerkt sein.

Quelle: http://www.kowi.wiso.uni-erlangen.de/info_haupt.htm (06-01-02)

Arbeitsablauf und Zeitplanung für die Erstellung eines Forschungsexposés

Vorüberlegungen (d.h. Hinsetzen, Nachdenken und Notizen auf einem "weißen" Blatt Papier machen)

Arbeitsplan

Quelle

Kreisky, Eva (o.J.). Wissenschaftliches Arbeiten. Schreiben und zitieren.
WWW: http://evakreisky.at/ (05-12-12)

Weitere Quellen:
http://paedpsych.jk.uni-linz.ac.at/INTERNET/ARBEITSBLAETTERORD/Arbeitsblaetter.html (03-01-25)
Joachim Schahn (o.J.). Hinweise zu den Bewertungskriterien für Diplomarbeiten.
WWW: http://www.psychologie.uni-heidelberg.de/AE/diff/JS/DiplHinw.html (03-02-03)
Disterer, Georg (1998). Studienarbeiten schreiben. Diplom-, Seminar- und Hausarbeiten in den Wirtschaftswissenschaften. Berlin, Heidelberg: Springer-Verlag.
Hegelbach, Johann (1997). Anleitung Diplomarbeit. WWW: http://www.biuz.unizh.ch/tipps/paper.html (04-06-06)
von Werder, Lutz (2000). Das kreative Schreiben von wissenschaftlichen Hausarbeiten und Referaten. Schibri-Verlag.


[werner.stangl]s arbeitsblätter 

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