Computerspiele
schädigen jugendliche Gehirne
Quelle: Bild
der Wissenschaft http://www.wissenschaft.de/ (01-08-22)
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Hightech-Abbildungen zeigen, dass
Computerspiele für die Entwicklung des Gehirns
schädlich sein können. Der japanische
Wissenschaftler Ryuta Kawashima von der Tohoku University
hat nachgewiesen, dass die Tendenz zum Kontrollverlust bei
Heranwachsenden nicht auf die aggressiven Inhalte von
Computerspielen zurückzuführen ist, sondern auf
Schädigungen der noch nicht vollentwickelten
Gehirne.
Messungen der Gehirnaktivität ergaben, dass
Computerspiele nur jene Gehirnbereiche stimulieren, die mit
Sehen und Bewegung in Zusammenhang stehen, berichtet der
Observer in seiner aktuellen Ausgabe.
Für seine kontroversielle Studie verglich Kawashima die
Gehirnaktivität von Hunderten Teenagern, die Nintendo
spielten mit den Gehirnscans von Teilnehmern, die einfache,
sich wiederholende mathematische Aufgaben lösten. Zur
Überraschung des Spezialisten für
Gehirn-Abbildungen zeigte sich, dass die arithmetischen
Aufgaben die Aktivität in den rechten und linken
Hemisphäre des Frontallappens stimulierte.
Gehirnbereiche, die mit Lernen, Gedächtnis und
Gefühl in Verbindung gebracht werden.
Entscheidend sei jedoch laut Kawashima, dass der
Frontallappen, der sich beim Menschen ungefähr bis zum
20. Lebensjahr weiterentwickelt, auch bei Selbstkontrolle
eine wichtige Rolle spiele. Wann immer dieser
Kontrollmechanismus verhindert, dass es beispielsweise zu
einer Handgreiflichkeit kommt, ist der Frontallappen sehr
aktiv. Je mehr bei Kindern die Entwicklung dieser
Gehirnregion gefördert wird, desto besser wird auch
seine Fähigkeit zur Selbstkontrolle sein.
Computerspiele fördern diese Art von Gehirnentwicklung
nicht. Laut Kawashima könnten sie daher zum Entstehen
einer eher gewaltbereiten Generation beitragen, die eher
Schwierigkeiten hat, unsoziale Elemente ihres Verhaltens zu
kontrollieren.
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Fernsehkonsum
und Sprachkompetenz
Quelle:
Schiffer, Kathrin, Ennemoser, Marco & Schneider,
Wolfgang (2002). Die Beziehung zwischen dem Fernsehkonsum
und der Entwicklung von Sprach- und Lesekompetenzen im
Grundschulalter in Abhängigkeit von der Intelligenz.
Zeitschrift für Medienpsychologie, 14, S. 12-13.
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In einer Längsschnittstudie wurde
versucht, unter Berücksichtigung von
Intelligenzunterschieden mögliche Effekte des
Fernsehens auf die Entwicklung von Sprach- und
Lesekompetenzen von 332 Grundschulkindern aufzudecken. Die
Kinder der beiden etwa gleich großen Alterskohorten
waren zu Beginn der Studie durchschnittlich etwa sechs bzw.
acht Jahre alt. Im Rahmen dieser Untersuchung wurden Kinder
mit hohem Fernsehkonsum (Vielseher) und Kinder mit weniger
stark ausgeprägtem Fernsehkonsum (Normal- und
Wenigseher) in Bezug auf die Entwicklung ihrer
(schrift)sprachlichen Leistungen verglichen, wobei die
Intelligenz als zusätzlicher Faktor berücksichtigt
wurde.
Obwohl die allgemeine Intelligenz der Kinder
durchgängig die stärksten Effekte zeigte, erwies
sich auch der Fernsehkonsum als relevanter
Einflussfaktor. Dabei ergaben sich in der jüngeren
Altersgruppe Interaktionen zwischen den Faktoren in dem
Sinne, dass die Vielseher gerade in der Gruppe der weniger
intelligenten Kinder besonders schwache sprachliche
Leistungen im Vergleich zu Wenigsehern zeigten.
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Sensible
Phasen für spezielle Fähigkeiten:
Entwicklungsfenster
Quelle:
http://www.univie.ac.at/
Psychologie/epsy/ (04-06-30)
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Kinder lernen in unterschiedlichen Entwicklungsphasen
unterschiedlich gut, sodass es viel wichtiger ist als bisher
angenommen wurde, solche Entwicklungsfenster zu
nutzen. Wird solch eine Phase verpasst, in der etwa das
Erlernen sozialer Regeln oder von Sprachen besonders leicht
geht, dann ist das später kaum aufzuholen. Die
Entwicklungsfenster enden teilweise früher als bisher
gedacht.
So sagen in Experimenten Vier- bis Fünfjährige
die Flugbahn eines Balles genauer voraus als Physikexperten.
Für Kinder ist die unbelebte Welt in Wirklichkeit eine
belebte Welt, denn der Ball ist für sie ein Individuum,
ein Partner. Und genauso, wie sich schon Säuglinge in
der ersten Lebenswoche darauf einstellen können,
nachzuahmen, welchen Gesichtsausdruck jemand macht, ahmen
sie den Ball nach. Das geht so weit, dass sie empfinden, sie
wären der Ball. Sie fühlen sich in diesen Ball ein
und wissen dann aus diesem Gefühl heraus wo der Ball
auftreffen wird.
Mit etwa zwei Jahren öffnet sich auch das
Entwicklungsfenster auf, das es Menschen ermöglicht,
ein soziales Wesen zu werden. Im Gehirn
formen sich Strukturen, an denen das Ichbewusstsein
hängt. Die Kleinen werden zunehmend eigenwilliger.
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Kau,
und du wirst schlau
http://www.nachrichten.at/
nachrichten/ooen.asp?id=271779 (02-03-15)
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Lehrer
pflegen zwar Vorbehalte gegen Kaugummikauer, aber britische
Wissenschafter haben sich jetzt auf die Seite des Kaugummis
geschlagen: Er fördere das Denken.
Die Studien wurden an der Universität von Northumbria
durchgeführt: 75 Freiwillige wurden verschiedenen Tests
unterzogen. Ein Drittel der Probanden bekam ein Stück
Kaugummi, ein Drittel durfte mit leerem Mund kauen, und ein
Drittel musste Kaubewegungen unterlassen. Zur allgemeinen
Überraschung schnitten die Kaugummi-Kauer eindeutig am
besten ab, Kurz- und Langzeitgedächtnis verbesserten
sich sogar dramatisch. Warum das so ist, muss noch erforscht
werden.
Die Inhaltsstoffe des Kaugummis haben wohl keinen Effekt,
die Forscher vermuten, dass der Akt des Kauens das Gehirn
beflügelt. Herzschlag und Puls steigen durchs Kauen,
das bringt mehr Sauerstoff ins Gehirn. Eine Theorie besagt:
Der Kauvorgang täuscht dem Gehirn vor, dass gegessen
wird, wodurch die Insulinproduktion steigt, was dem Hirn
auch gut tut.
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