Misstrauen und Kontrolle in Unternehmen führen zur “inneren Kündigung”

4. Dezember 2008 – 08:42

Eine ausgeprägte Misstrauenskultur in Unternehmen führt häufig zu einer “inneren Kündigung” der Beschäftigten. Produktivität, Dynamik und Stabilität sinken, dokumentiert Dr. Kai Krämer (Universität Mainz) in einer Studie.
“Unter der Annahme, dass Mitarbeiter extrinsisch motiviert und stark kontrolliert werden müssen, kommen autoritäre Führungsstile und kontrollzentrierte Managementinstrumente zum Tragen. Inadäquate Führungsstile zeigen sich etwa in der Zurückhaltung relevanter Informationen, in intransparenten Entscheidungsprozessen von oben, fehlenden Mitwirkungsmöglichkeiten, mangelnder Gesprächs- und Diskussionsbereitschaft. Dies bewirkt bei betroffenen Mitarbeitern ein Gefühl des Kontrollverlusts und der Machtlosigkeit.
Außerdem kann sich durch fehlende Transparenz der Unternehmenszusammenhänge, ständig wechselnde Geschäftspolitik, unklare und nicht nachvollziehbare Ziele und häufige oder unerwartete Umorganisationen eine gewisse Visionslosigkeit verbreiten, die einen Mangel an Sinnstiftung bei den Arbeitenden bewirkt.”

Die Studie erschien in dem interdisziplinären Sammelband “Stress im Erwerbsleben: Perspektiven eines integrativen Gesundheitsmanagements



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  1. Eine Antwort auf “Misstrauen und Kontrolle in Unternehmen führen zur “inneren Kündigung””

  2. Das kann ich hundertprozentig bestätigen. Wenn mein Chef mir sagt, tun Sie dies so und so und ich verstehe den Sinn dahinter nicht, weil mir keinerlei Zusammenhänge erklärt werden, dann erledige ich die Aufgabe auch nur widerwillig.

    Ich hatte aber auch schon einen ganz anderen Chef, bei dem wurde alles genau erklärt und da hab ich die Aufgaben dann nicht nur erledigt, sondern konnte oftmals sogar noch Verbesserungsvorschläge mit einbringen. Also eindeutig eine Leistungssteigerung – insofern muss ich der Studie voll zustimmen.

    By Carmen on Dez 4, 2008