Aversion

4. Juli 2008 – 07:01

1. Definition
„Gefühlsmäßige Abneigung (> Widerwille <) eines Menschen gegenüber bestimmten Reizen, die von Personen oder Sachen (z.B. elektrische Schocks) ausgehen können. Aversion ist nicht selten mit dem Antrieb verbunden, sich abzuwenden. Die aversiven Reize werden als widrige Ereignisse erlebt, die gemieden werden bzw. Vermeidungsreaktionen auslösen.“ (Geiß, Schling-Brodersen & Strackenbrock, 1996, S. 44).
2. Definition
„Allg.: Abneigung, Vermeidung, Widerwille; Gegenteil von Appentenz. Strafe und andere unangenehme Reize werden in der Psychologie aversive Reize genannt. Das Herstellen von Verknüpfungen zwischen aversiven Reizen und deren unangenehmen Folgen und unerwünschten Verhaltensweisen hat sich die Aversionstherapie zum Ziel gesetzt. Es wird angenommen, dass aus Angst vor unangenehmen Folgen die mit ihnen assoziierte unerwünschte Verhaltensweise ausbleibt. Muss ein Individuum zwischen zwei gleich unangenehmen Situationen wählen, so befindet es sich in einem Aversions-Aversions-Konflikt.“ (Michel & Novak, 1991; S. 43)
3. Definition
„Abneigung, Widerwille, die Tendenz, sich von einer Sache oder Person abzuwenden, ihr auszuweichen oder aus dem Wege zu gehen (Gegensatz: Zuneigung, Appentenz). In der sozialen Kommunikation kann eine unkontrollierte A. dazu führen, dass jemand einer anderen Person ablehnend, mit Antipathie, ohne Wohlwollen, vielleicht sogar feindselig oder hasserfüllt begegnet.“ (Clauß; 1995; S. 42)
4. Definition
„Gefühlsmäßige Ablehnung, Abneigung oder Widerwille, im Gegensatz zur Appentenz“ (Tewes & Wildgrube, 1992; S. 35)
5. Definition
Aversion wird auch mit der Verstärkung nach dem Wunsch zu fliehen definiert, wenn man sich Objekten oder Zielen nähert, die man eigentlich meiden will. (vgl. Popp, 191, S. 185)

Verwendete Literatur
Popp, M. (1991). Einführung in die Grundbegriffe der allgemeinen Psychologie. München: Ernst Reinhardt Verlag.
Clauß, G. (1995). Fachlexikon ABC Psychologie. Frankfurt am Main: Verlag Harri Deutsch.
Michel, C. & Novak, F. (1991). Kleines psychologisches Wörterbuch. Freiburg/Breisgau: Verlag Herder
Tewes, U. & Wildgrube, K. (1992). Psychologie-Lexikon. München: R. Oldenbourg Verlag
Geiß, D., Schling-Brodersen, U. & Strackenbrock, B. (1996). Schüler-Duden, Die Psychologie. Mannheim: Dudenverlag.



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