Bruxismus
4. März 2009 – 15:11
Bruxismus ist das Knirschen mit den Zähnen, das meist nachts auftritt, und zu einer Gruppe von Störungen gehört, zu denen auch das unbewusste Knabbern an den Lippen, der Zunge oder den Innenseiten der Wangen zählt. Bis zu 30 Prozent der Bevölkerung leiden an Bruxismus, wobei besonders häufig betroffen Frauen zwischen 30 und 45 Jahren sind, einer beruflich und/oder familiär aufreibenden Lebensphase. Beim Knirschen schmirgelt das permanente Reiben der Zähne aufeinander den Zahnschmelz weg. Vor allem betrifft das Knirschen die Schneidezähne, deren Zahnkronen sich abnützen, sodass auf diesen Abreibflächen die Kiefer bald leicht hin und her gleiten können. Manche Menschen pressen dabei die Zähne so heftig aufeinander, dass Risse im Zahnschmelz entstehen, was zu empfindlichen Zähnen führen kann, denn die permanente massive Reibung belastet auch das Zahnbett, sodass sich allmählich das Zahnfleisch zurückzieht. Entzündet sich dieses zusätzlich, können sich Zähne lockern, kann sich die Muskulatur verhärten und verkürzen, was sich in Kopf- oder Nackenschmerzen äußert.
Ursachen sind in manchen Fällen schiefe Zähne, Fehlstellungen des Kiefers oder schlecht sitzende Füllungen. Der Hauptfaktor aber sind Belastungen und Stress, denn wer unter starkem inneren Druck steht, berufliche und/oder private Konflikte, bevorstehende Prüfungen oder finanzielle Probleme hat, und dabei seine Aggressionen unterdrücken muss oder gar gemobbt wird, wird auch Nachts buchstäblich die Zähne zusammenbeißen und sich durchbeißen.
Mechanische Abhilfe bringt eine Aufbissschiene aus Kunststoff, die man vor dem Schlafengehen einsetzt, die meist speziell und individuell angefertigt werden. Massagen und Wärmebehandlungen, aber vor allem Programme zur Stressbewältigung und Entspannungstechniken (Autogenes Training, Yoga, Progressive Muskelentspannung, Biofeedback) können auf Dauer Erleichterung verschaffen.
Unter Verwendung von http://www.nachrichten.at/ratgeber/gesundheit/art114,117532