Der/Das Poster

Link zu Praesentation

 

Für Kongresse gibt es häufig Richtlinien zur Postergestaltung. Ein gelungenes Beispiel dafür sind die von Pamela Alean erstellten "Guidelines for poster presentations at scientific conferences"
Powerful Posters.

 

 

Siehe auch
Moderierte Gruppenposterpräsentation

 

 

Ein wissenschaftliches Poster ist ein kreatives Präsentationsmedium und wird auf Tagungen und Kongressen benutzt, in der Regel zusammen mit anderen Medien wie Handouts und Flyer. Oft geht einer Posterpräsentation ein kurzer Vortrag voraus.

Auf wissenschaftlichen Postern kann man Informationen visualisieren und lockert lange Tagungen auf. Man kann darauf die wichtigsten Inhalte seiner Arbeit kurz und prägnant darstellen und der Besucher erhält auf einen Blick einen Überblick über die Arbeit oder das Projekt. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, sich vom Präsentierenden Details genauer erläutern zu lassen.

Es gibt viele Möglichkeiten, ein Poster zu erstellen, wobei eine große Auswahl an Software auf dem Markt zu finden ist. Man kann aber auch ohne spezielle Software selbst ein Poster erstellen, beispielsweise mit einem Textverarbeitungs- oder einem Zeichenprogramm gängiger Standardsoftware.

Die Gestaltung eines Posters (Größe, Verhältnis Grafik-Text, Farben, Schriftgröße usw.) ist weitgehend nur von der Zielsetzung und den situativen Umständen her bestimmbar. Es ist aber immer empfehlenswert, zusätzliche Materialien (Paper, Handouts, Arbeitspapiere, Flyer, verkleinertes Poster, Literaturangaben etc.) vorzusehen.

Als typisches Präsentationsmedium für wissenschaftliche Kongresse hält es auch immer mehr Einzug in den universitären Lehrbetrieb, denn es bietet allein oder im Zusammenhang mit anderen Präsentationsformen (z.B. Gruppenposterpräsentation) zumindest Abwechslung im grauen Vorlesungs- und Referatsalltag. Wie bei keiner anderen Präsentationsform zählt hier Kreativität, wobei diese Form an sich kreativitätsfördernd wirken kann.

Unabdingbar ist bei Einzel- oder Gruppenposterpräsentationen eine anschließende Evaluation. Eine sehr einfache ist etwa die folgende, die mit nonverbalen Bewertungen arbeitet:

Beim Einsatz in Lehrveranstaltungen (etwa im Zusammenhang mit einer moderierten Gruppenposterpräsentation) sollte auch eine inhaltliche Evaluation erfolgen, indem man im Anschluß an die Präsentation den Teilnehmern einige "Prüfungsfragen" stellt. Man kann eine solche Überprüfung der Präsentation z.B. in Form eines Quiz gestalten, wobei man den Antwortenden einen Preis in Aussicht stellt.

Ein Poster soll die Aufmerksamkeit der Betrachter auf sich ziehen, deshalb muss es anziehend aussehen und sich von anderen Darbietungen abheben. Der Titel muss den Hauptinhalt des Posters wiedergeben, sollte aber nicht mehr als zehn Wörter umfassen, wobei er groß und gut zu lesen sein sollte. Durch Formulierung als Frage oder durch ein Wortspiel erzielt er diese Anziehungsfunktion.

Das Poster wird übersichtlicher, wenn man es in Kästen und Textfelder strukturiert. Die Orientierung sollte entweder "von links nach rechts" oder für "von oben nach unten" erfolgen. keinesfalls sollte man beide Möglichkeiten mischen. Nummerierungen und Punktationen können die Betrachter durch das Poster führen.

Der Text sollte nicht mehr als die Hälfte des Posters bedecken, etwa 30% eines Posters sollten frei bleiben. Der Text sollte so knapp wie möglich gehalten sein, wobei man einfache Formulierungen und Schlüsselbegriffe benutzt. Stichwortaufzählunge sind überschaubarer als ausformulierte Sätze. Die Schrift muss groß genug sein, damit sie gut lesbar ist, wobei ein größerer Zeilenabstand beim Lesen aus größerer Entfernung hilfreich ist.

Grafiken müssen selbsterklärend sein und essentielle Informationen enthalten, wobei höchstens fünf grafische Darstellungen pro Poster gewählt werden sollten. Sie sollten ausreichend groß sein, sodass diese aus zwei Metern Entfernung gut lesbar sind. Beschriften Sie alle Grafiken einheitlich.

Wenn man Tabellen benutzt, sollte man diese auf höchstens vier Zeilen und Spalten beschränken, da Tabellen mit sehr viel oder sehr komplexem Inhalt unübersichtlich sind.

Schaubilder sind Tabellen meist überlegen, da sie einfacher zu lesen sind, wobei man eher sparsam mit Farben umgehen sollte

Fotos sind häufig anziehend und sollten mit kurzen Überschriften versehen sein, damit ein Betrachter weiß, worauf er aufmerksam gemacht werden soll.

Handouts oder Flyer als Zusatzmaterial zum Poster stellen Informationen dar, die auf dem Poster keinen Platz mehr gefunden haben. Das Handout sollte eine kurze Zusammenstellung aller Ergebnisse beinhalten, die für den Interessenten zum Mitnehmen sind. Angabe des Autors und einer Kontaktmöglichkeit verstehen sich von selbst.

Komplexe Dinge wie Formeln sollten nur benutzt werden, wenn sie unabdingbar für das Verständnis sind.

Mit Symbolen wie Fragezeichen, Ausrufzeichen, Pfeilen etc. kann man an auf Stellen mit ungewöhnlichen Ergebnissen hinweisen.

Wann wirkt ein Poster?

Eine Sonderform des Postereinsatzes ist die Metaplantechnik® bei Gruppenarbeiten oder -gesprächen, wobei sie meist von einem Moderator genutzt wird, um rationell und sparsam mit der Zeit umzugehen und rasch zu Ergebnissen zu kommen, aber auch durch das optische Abbild der Gruppenarbeit bzw. Diskussion die Einbeziehung der Teilnehmer in den Gruppenprozeß zu fördern, wobei vor allem die Berücksichtigung aller Meinungen die Chance für gemeinsam getragene Ergebnisse wesentlich erhöht.

Für ein Gespräch nach Metaplanart verwendet man Visualisierungsmittel, um die Gedanken und Argumente aus der Gruppe für alle sichtbar zu machen. Benötigt werden Stecktafeln, große Packpapierbogen, rechteckige, ovale und runde Karten, Stecknadeln zum Anheften der Bogen und Karten, Filzstifte und Selbstklebepunkte.

Die Interaktionstechnik führt zu lebendigen und fruchtbaren Aussprachen. Sie stellt die Diskussion unter den Teilnehmern sicher.

Die Dramaturgietechnik verhilft dem Moderator, den Verlauf eines Gesprächs vorzudenken, um die Gruppe entlang eines roten Fadens zum Ziel zu leiten.

Die Metaplantechnik

 

Quelle:
http://www.moderationstechnik.de/
de/index.htm (03-03-29)
Hinweis: Von dieser website kann eine Fibel zu den Elementen der Metaplantechnik heruntergeladen werden.

 

Im Detail dazu
Die Moderation


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