[werner.stangl]s arbeitsblätter 

Moderationstechniken

Die Materialien

Die Materialien zur Moderation

Die Pinwand

Das Packpapier

Moderation MaterialDie Thesenkarte

Die Thesenkarte dient

Die Kommentarkarte

Die Kommentarkarte ist das Hauptarbeitsinstrument in einer Moderation: Auf ihr werden alle Diskussionsbeiträge und Inhalte vermerkt. Wichtig ist, immer die gleichen Farben von Karten für die gleichen Schritte einzusetzen. Insgesamt sind helle Karten zu bevorzugen, weil diese bei der Dokumentation besser kontrastiert.
Beim Klumpen sind die Thesenkarten zusammenzuhängen, die inhaltlich eine Verbindung aufweisen. Abgeschlossene Themenbereiche werden mit einem fetten Markierstift umrahmt.

Der kleine Kuller

Der kleine Kuller dient ausschließlich der Markierung von Seitenzahlen (unten rechts auf der Wand).

Der mittlere Kuller

Der mittlere Kuller dient als Überschriftenkarte für die zusammengestellten Klumpen. Dabei sind Klumpen, die aus Einzelkarten bestehen, nur durch einen leeren Kuller zu markieren, Klumpen mit mehreren Karten sind durch eine Überschrift zu benennen. Diese Überschrift sollte zur gestellten Aufgabe bzw. Frage passen.

Die Wolke

Die Wolke dient lediglich für die Deckseite der Dokumentation und beinhaltet das Thema der Moderation.

Der Schreibstift

Der Pinwand-Marker Nr. 1 als Hauptschreibstift ist das Schreibinstrument aller TeilnehmerInnen. Es ist darauf zu achten, daß die benutzten Schreibstifte alle die gleichen Farben haben sowie gefüllt sind.

Der Markierstift

Markierstifte sind das Handwerkszeug des Moderators. Sie dienen der Umrahmung der Klumpen. Ansonsten werden alle Texte vom Moderator mit dem Schreibstift geschrieben.

Die Nadeln

Für die Moderation benötigt man in der Regel etwa 100 Nadeln. Vorsichtshalber sollte man jedoch etwa 400 bis 500 Nadeln im Koffer haben.
Nach der Moderation ist darauf zu achten, daß die Nadeln aus den Pinwänden herausgenommen und wieder in den Koffer gebracht werden. Vor Antritt der Moderation sollte unbedingt darauf geachtet werden, daß eine ausreichende Anzahl von Nadeln (siehe oben) vorhanden ist.

Der Prittstift

Der Prittstift dient der Dokumentation. Man muß für eine Pinwand ca. _ dicken Prittstift rechnen, so daß immer eine ausreichende Anzahl von Prittstiften (mindestens 5) im Koffer sein sollten.

Das Oval

Das Oval dient als Kommentierungskarte. Wird eine Moderationskarte näher erläutert, so ist diese Erläuterung auf das Oval zu schreiben und dieses Oval an die Moderationskarte zu pinnen.

Siehe dazu auch
Die Metaplantechnik

 

Allgemeine Steuerungsmittel in der Moderation

Da der Moderator die Leitung der Moderation hat, sollte er sich in jedem Fall um die Steuerung der Gruppe bemühen. Man unterscheidet zwei Formen von Steuerungsmitteln: die verbalen und die non-verbalen. Die verbalen Steuerungsmittel werden grundsätzlich von non-verbalen Steuerungsmitteln (Mimik, Gestik, Tonfall) unterstützt. Allerdings sollte der Einsatz von non-verbalen Steuerungsmitteln zum eigenen Typ passen und nicht gekünstelt wirken! Als wichtigste verbale Steuerungsmittel sind zu nennen:

Fragen stellen

"Wer fragt, der führt" bedeutet in der Praxis, dass der Moderator durch gezielte Fragen die Gruppe in eine ganz bestimmte Themenrichtung lenken kann. Dies bedeutet allerdings auch, daß die TeilnehmerInnen durch gezielte Fragen den Moderator in jede Richtung lenken können. Wenn sich zwischen Personen Frage-Antwort-Spiele entwickeln, so hat der Moderator spätestens nach der dritten Rede-Gegenrede zwischen die Diskutanten zu gehen (bildlich gesprochen) und durch Fragen diese Diskussion zu steuern. Fragen sind präzise zu stellen, man sollte niemals Doppelfragen stellen. Unterstützt werden kann eine Frage mit einer gestischen und mimischen Aufforderungsgeste (Hand nach vorne, Augenbrauen hochziehen etc.).
Siehe dazu auch Steuerung ModerationFragetechniken

Das aktive Zuhören

Das aktive Zuhören als stärkstes Steuerungsmittel bedeutet das Spiegeln des von den TeilnehmerInnen gebrachten Inhaltes. Dabei kann der Inhalt vollständig gespiegelt werden, es sind allerdings auch Tendenzen und Interpretationen möglich. Aktives Zuhören ermöglicht die Lenkung in fast jede Richtung.

Zusammenfassungen/Fazitieren

Immer dann, wenn TeilnehmerInnen zu wichtigen Zwischenschritten und Zwischenergebnissen gelangt sind bzw. wenn Arbeitsschritte abgeschlossen sind, sollte der Moderator ein Fazit ziehen. Dies erhöht vor allem die Merkfähigkeit der TeilnehmerInnen, macht aber auch ein Voranschreiten in der Moderation deutlich und hat somit auch motivierenden Charakter. Wichtig ist, daß der Moderator ständige Präsenz in seiner Steuerung zeigt. Da dies eine hohe konzentrative Belastbarkeit darstellt, ist auch für den Moderator nach etwa 45 Minuten eine kleine Pause nötig. Auch hier gilt der alte Leitsatz: "Nur Übung macht den Meister".

Und danach?

Mit dem Feedback-Gespräch endet für uns die Aufgabe des Moderators. Es kommt vor, daß der Moderator aufgefordert wird: "Können Sie nicht die Ergebnisse zusammenstellen und ein Protokoll anfertigen?" Oder er wird gebeten, dafür zu sorgen, daß der Nachfolgetermin zustande kommt. Die Entscheidung, dies zu übernehmen, liegt beim jeweiligen Moderator, wir halten dies jedoch für den Versuch, Verantwortung dorthin zu delegieren, wo sie nicht hingehört. Etwas anderes ist ein Folgeauftrag. So kann er gebeten werden, ein Follow-up-Gespräch zu begleiten, auch ein persönliches Coaching des Vorgesetzten kann sich anschließen. Für uns ist dies allerdings bereits ein neuer Vertrag, bei dem der Moderator die gewünschten Aufgaben selbst übernehmen kann oder einen geeigneten Coach vermittelt.

 

Unangenehme Situationen in der Moderation

Immer wieder kann man als Moderator in unangenehme Situationen geraten. Das wichtigste in solchen Situationen ist, daß man sich selbst sagt, daß man diese Situation schon bestehen werde.

Im Laufe der Zeit wird jeder Moderator Strategien entwickeln, um auch in unangenehmen Situationen zu bestehen. Daher ist jede Schwierigkeit auch als Lernfeld zu sehen. Aufgabe der Moderation ist es, konstruktive und besonders auch nichtorganisierte Teilnehmer im Angesicht unkooperativen und zerstörerischen Verhaltens Einzelner zu schützen. Ohne diese Betreuung herrschen die "Platzhirsche", es pflanzen sich Lagermentalitäten fort und der Prozeß leidet.

Hier können folgende "Gegengifte" helfen:

Zum Abschluß noch ein Tip: Lassen Sie sich niemals verrückt machen von irgendwelchen Aktionen der TeilnehmerInnen, sondern beobachten Sie genau und überlegen Sie dann in Ruhe, welche notwendigen Schritte Sie einleiten. Seien Sie ganz bei der Sache und versuchen Sie niemals, darüber nachzudenken, was als nächstes passieren könnte. Es ist besser, das gegenwärtige richtig zu machen, als sich auf die Zukunft vorzubereiten!

Quelle:
Moderationsschulung "Prozeßmanager der Lokalen Agenda 21 Baden-Württemberg" Arbeitsmaterialien.
WWW: http://www.lfu.baden-wuerttemberg.de

Konversationsanalyse

Sie moderieren einen Gruppenprozess und bemerken, dass es hier keineswegs nur um die Sache geht. Zwischen den Teilnehmern gibt es Spannungen, die sich in der Art, wie sie miteinander reden, ausdrückt. Die Konversationsanalyse hilft zu erkennen, stark die Konflikte sind und ob eine Moderation überhaupt noch die Methode der Wahl ist oder ob nicht eine Mediation angebracht wäre. Folgende Konversationselemente lassen sich unterscheiden:

Quelle:
Sturm, Robert (2004). In Krisen richtig beraten, managerSeminare, 5, 30f.

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