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Keine Macht den Drogen - No DrugsNicht substanzgebundene Süchte: Spielsucht und Internetsucht

Spielsucht bei Jugendlichen

Hier wird das Glücksspiel ob am Computer oder an Automaten zum wichtigsten Lebensinhalt. Auf das Spielen kann nicht mehr verzichtet werden. Bei Geldmangel treten Entzugserscheinungen wie Schlafstörungen und Ungeduld auf. Die Folgen sind oft Überschuldung und der Verlust zwischenmenschlicher Beziehungen. Spielsüchtige spielen Spiele, wo es sehr oft zu einer Erfolgssituation kommen kann wie zum Beispiel beim Roulett. Ein Spielsüchtiger kann, sich noch sehr genau an den ersten Gewinn erinnern, aber nicht an die laufenden Verluste. Es wurde herausgefunden, dass bei der Spiel oder Computersucht, dieselben Gehirnregionen betroffen sind, wie bei einer Drogensucht.

Bei Jugendlichen tritt eher die Computerspielsucht auf. Wenn Jugendliche sehr viel Computerspielen, ist das meist ein Hilfeschrei, der auf schulische Probleme, Probleme im Freundeskreis oder auf familiäre Probleme hinweist. Es hilft hier kein Verbot von Computerspielen, da dies das Problem nur verschlimmert. Bei solchen Jugendlichen ist der Computer meist der einzige Freund.

Die Früherkennung von glücksspielbezogenen Problemen bei Jugendlichen, das richtige Deuten, das gezielte Ansprechen und schließlich das Setzen behutsamer, aber konsequenter Maßnahmen gehört zu den wichtigsten Aufgaben der Prävention einer
Spielsucht. Es lassen sich nach Hayer und Meyer (2008) einige Indikatoren eines Glücksspiel-Problems nennen, von denen einige völlig unspezifisch und auch für andere problematische Verhaltensweisen typisch sein können:

Internetsucht von Jugendlichen

Die Internetabhängigkeit ist noch wenig erforscht. Bei Jugendlichen äußert sich, das besonders beim intensiven Spielen von Computerspielen, was zu sozialer Isolation führt. In späteren Folge kann dass zu einer Depression führen. Bei der Internetsucht kommt es zur Flucht vor der Realität in einen Cyberspace, denn in dieser Welt können sie sich besser einordnen. Sie finden im Internet leichter Anschluss. In einer amerikanischen Studie sind Studierende im Alter von 18 bis 22 Jahre besonders anfällig für Internetsucht. Es gibt drei Typen von Internetsüchtigen. Der Erste ist der Subjektsuchttyp, welcher sich über Internet Interaktionspartner sucht. Der zweite Typ ist der Objektsuchttyp. Er beschäftigt sich laufend mit fachspezifischen Themen über das Internet. Der dritte Typ ist eine Mischform.

Quellen

Hayer, T. & Meyer, G. (2010). Prävention glücksspielbezogener Probleme - Früherkennung und Frühintervention als zentrale Bausteine des Spielerschutzes. In W. Kirch, M. Middeke, R. Rychlik & C. Hillger (Hrsg.), Aspekte der Prävention. Ausgewählte Beiträge des 3. Nationalen Präventionskongresses. Dresden, 27. bis 28. November 2009 (S. 133-141). Stuttgart: Thieme.

Stangl, W. (2007). Sucht und Drogen.
WWW: http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/SUCHT (07-11-12)





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