[werner.stangl]s arbeitsblätter 

Ohne Frauen geht es nicht.
Das hat sogar Gott einsehen müssen.
Eleonora Duse

Geschlecht und Kunst

Frauen Männer

Malerei

Im Magazin GEO vom Dezember 2013 findet sich eine Untersuchung, nach der die Künstler der Steinzeit mehrheitlich Frauen waren. Dafür spricht, dass die an vielen Höhlenwänden hinterlassenen Handabdrücke wohl nicht von Männern stammen, denn dazu sei der Längenunterschied zwischen Ring- und Zeigefinger zu klein, behauptet der Archäologe Dean Snow von der Pennsylvania State University. Sollten Snows Proportionsformeln stimmen, bildeten etwa drei Viertel der Abdrücke Frauenhände nach. Ob diese Hände allerdings auch die bekannten steinzeitlichen Kunstwerke schufen, etwa die Bilder von Jagdszenen, ist damit nicht geklärt.

Literatur

Nach einer Untersuchung von Özen Odag lesen iiteraturinteressierte Frauen und Männer Erzähltexte unterschiedlich emotional beteiligt, wobei Männer dabei oft stärker involviert als Frauen sind. Mit ihrer Studie zur Psychologie des Lesens widerlegt Özen Odag das gängige Klischee der emotional anteilnehmenden Leserin und des rational distanzierten Lesers.

In der Untersuchung waren sowohl Männer als auch Frauen bei der Lektüre von Erzählungen in der Regel von den Ereignissen und Figurenschicksalen betroffen und knüpften während der Lektüre Verbindungen zu ihren persönlichen Erfahrungen sowie ihrer eigenen Lebenswelt und nutzten die Erzählungen zur Reflexion ihrer eigenen Person.

Daher fanden sich bei der Lektüre von Erzählungen mit dem Fokus auf der Innenwelt der ProtagonistInnen kaum Unterschiede in der Intensität des Involvements. Erst beim Lesen von Erzählungen mit dem Fokus auf der Außenwelt wurden Geschlechtsunterschiede sichtba, d. h., Männer waren bei der Rezeption der außenweltlich intendierten Erzählungen durchaus zu einer emotionalen Anteilnahme in der Lage - unter Umständen gerade durch den bei Männern dominanten Fokus auf die Handlung der Erzählung. Männer rezipierten folglich auch diese Erzählungen mit Genuss und Freude. Frauen fehlte hier ein Bezug zu den Erlebnissen und der inneren Gefühlswelt der Figuren, wobei sie ohne diesen Bezug kaum zur emotionalen Anteilnahme bereit waren. Mit dem starken Figurenbezug der Frauen und Handlungsbezug der Männer steht im Einklang, dass Frauen häufiger figurenbezogene, negative Emotionen wie Trauer, Wut oder Scham beschrieben, Männer dagegen häufiger handlungsbezogene, positive wie Freude, Spannung und Genuss.


‹berblick Arbeitsblätter "Geschlechtsunterschiede ;-)"



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