[werner.stangl]s arbeitsblätter 

Die neuronalen Grundlagen des Selbst

Das menschliche Gedächtnis ist nicht ein Archiv der Vergangenheit,
sondern ein Instrumentarium zur Bewältigung der Gegenwart.

 

Körper und Gehirn bilden eine untrennbare Einheit, nicht nur in dem Sinne, dass das Gehirn evolutionär mit dem Körper entstanden, aus ihm hervorgegangen ist und von ihm ernährt wird, sondern auch weil es primär ständig Signale aus dem Körper erhält, in den Körper zurücksendet und die verschiedenen somatischen Vorstellungsbilder ständig aus dispositionellen Repräsentationen rekonstruiert, entsprechend dem aktuellen Körperzustand verändert und wieder abspeichert. Alle Wechselwirkungen des Gehirns mit der Umwelt werden vermittelt über die Wechselwirkung des Körpers mit der Umwelt und alle Signale aus der Umwelt werden durch Körperorgane in körpereigene Signale transformiert und dann erst im Gehirn verarbeitet. Die in den frühen sensorischen Rindenfeldern erzeugten Wahrnehmungsbilder der Außenwelt sind eigentlich von der Umwelt hervorgerufene Veränderungen des Körperzustandes und alle Einwirkungen des Gehirns auf die Umwelt erfolgen durch Abruf der in dispositionellen Repräsentationen abgelegten motorischen Aktivitätsvorstellungen des Muskel-Skelettsystems (Köhler, 2001).

Alle im Gehirn stattfindenden geistigen Prozesse hatten ursprünglich die Funktion der Überlebenssicherung des Organismus in einer sich ständig verändernden Umwelt und benötigten dafür dispositionelle Repräsentationen der Körperzustände und ihre Veränderungen durch die Umwelt. Es ist deshalb naheliegend, dass die evolutionär später entstandenen Denkoperationen mit Erinnerungs- und Vorstellungsbildern sich der ursprünglichen neuronalen Apparate bedienen, um die ursprünglichen Funktionen der Überlebenssicherung immer besser zu gewährleisten. Immer abstrakter werdende Denkoperationen ermöglichen die Analyse von immer komplexeren Umwelten und immer weiter in die Zukunft projizierten Handlungsalternativen mit letztendlich noch immer auf die Überlebenssicherung ausgerichteten Zielstellungen und unter Verwendung der jeweils aktuellen Repräsentationen des Körperzustandes. Der Körper ist deshalb das fundamentale Bezugssystem aller Denkvorgänge (Köhler, 2001).

Memory, my dear Cecily,
is the diary that we all carry about with us.
Oscar Wilde (Bunbury or The Importance of Being Earnest)

Jeder Mensch ist sich seiner Gedanken, Gefühle und Erinnerungen bewusst und diese bilden das „Selbst“ einer Person, das nur schwer wandelbar erscheint. Knut Schnell (Universitätsklinik Bonn) konnte nun nachweisen, dass wir Reize, die als Folge eigener Handlungen entstehen, deutlich schwächer wahrnehmen als extern erzeugte. Dazu ließ er Testpersonen eigene und fremde Aktionen in einem Videospiel beobachten. Wie sich zeigte, wurden dabei bestimmte Hirnareale angesprochen, die als Planungs- und Kontrollinstanz für Handlungen bekannt sind. Sie mindern offenbar die Wahrnehmungsintensität bei selbst verursachten Sinneseindrücken weshalb wir uns zum Beispiel nicht selber kitzeln können.

Das Kitzeln

Verschiedene Körperregionen sind unterschiedlich empfindsam für das Kitzeln, da die Anzahl der Rezeptoren, die die Sinneseindrücke aufnehmen und weiterleiten, unterschiedlich dicht auf der Hautoberfläche verteilt liegen, wobei auch die Haut nicht überall gleich dick ist, sodass an einigen Stellen des Körpers die Berührungssensoren direkt unter der ersten Hautschicht liegen und an anderen Stellen weiter darunter, etwa unter einer Hornhaut. An Stellen, an denen die Haut sehr dünn ist, ist man daher kitzeliger. Die menschliche Haut ist bekanntlich ein Sinnesorgan, das neben Schmerz und Temperatur auch feinste Berührungen wahrnimmt und sofort Signale an das Gehirn sendet, denn schließlich könnte eine Berührung für den Körper gefährlich sein. Besonders reizbare Punkte sind die Taille und der Bauch, denn darunter liegen wichtige Organe. Wird man also an diesen verletzlichen Stellen berührt, ist das Gehirn sofort in Alarmbereitschaft, wobei auch die Fußsohlen sehr empfindlich sind, denn die benötigt man zum Weglaufen. Wenn das Gehirn nach dem ersten Schock eine Entwarnung gibt, brechen Menschen in Gelächter aus, was man als Zeichen sich auflösender Anspannung interpretieren kann.

Übrigens: Die Fußsohlen, die Lippen, die Zunge und die Hände nehmen im Gehirn mehr Repräsentationsfläche ein als andere Körperteile, weil sie einfach deutlich mehr spüren, was für den Organismus lebenswichtig sein kann. Auch die Genitalregion ist in der Regel für Kitzeln anfällig, was vermutlich positive Gefühle auslösen soll. Besonders kitzelig sind auch Areale der menschlichen Haut, die nicht "sichtbar" sind, wozu Achselhöhlen und Fußsohlen gehören.


[Quelle: https://www.youtube.com/AkAYdEdIGbk (16-11-21)]

Man kann sich vor allem deshalb nicht selbst kitzeln, da die Erwartung (Antizipation) einer selbst produzierten Berührung die neuronale Verarbeitung des Berührungssignals im somatosensorischen Cortex des Gehirn aktiv hemmt, d.h., weil man auf sich selbst gefasst ist. Das ist natürlich sinnvoll, da dadurch das Gehirn entlastet wirs. Dadurch, dass das Gehirn automatisch registriert, dass es sich um eine Selbstberührung handelt, wird die Empfindung dieser Berührung automatisch reduziert bzw. stark verändert wahrgenommen, etwa im Vergleich zu den von anderen hervorgerufenen und daher nicht kontrollierbaren, extern verursachten Berührungen. Verantwortlich für diesen Antizipationsmechanismus ist in der Regel das Kleinhirn, das genau registriert, welche Bewegungen unser Körper als nächstes machen wird und dann Sinnesempfindungen hemmt, die durch diese Bewegungen entstehen. Hinzu kommt, dass das Gehirn Reize nach wichtig und unwichtig filtert, wobei dieses Filtern die Flut an Reizen reduziert. Wenn sich Menschen selbst berühren, bedeutet das für das Gehirn, dass das eine ungefährliche Situation darstellt und eine Reaktion nicht notwendig ist. Sonst würden Menschen etwa bei jedem Schritt spüren, dass die Fußsohlen den Boden berühren oder dass das Hemd oder die Bluse beim Tragen die Schultern berührt. Im Gegensatz dazu sind Berührungen durch Fremdeinwirkung immer ein externer und meist unerwarteter Reiz und das Gehirn unterscheiden muss, ob gefährlich oder angenehm. Übrigens: Menschen bekämpfen Kitzeln bekanntlich durch einen kleinen Schmerzimpuls, indem sie sich an dieser Stelle ihres Körpers kratzen. Beim Jucken verschafft Kratzen aber nur vorübergehend Linderung, denn der beim Kratzen entstehende Schmerz überlagert den unangenehmen Juckreiz, denn mit der Zeit verringert sich dabei auch das Schmerzempfinden, sodass sich ein Teufelskreis aus Jucken und Kratzen entwickelt, der oft zu Hautverletzungen führen kann. Wissenschaftler entdeckten erst vor kurzem die neurologischen Grundlagen dieses Phänomens: Beide Signalarten werden im selben Bereich bestimmter Nervenzellen ausgelöst, wobei der jeweils stärkere Reiz die Signalwege blockiert und dadurch die Weiterleitung des anderen Reizes verhindert. In der Antike nutzten die Römer Kitzeln als Foltermethode, und auch im Dreißigjährigen Krieg wurden Menschen gezwungen, ihre Füße in Salz zu tauchen, das anschließend von Ziegen abgeleckt wurde.

Jüngst wurde auch die Kitzligkeit bei Ratten nachgewiesen, denn man konnte zeigen, dass Ratten äußerst positiv auf das menschliche Kitzeln reagieren. Die Tiere gaben nicht nur zahlreiche Ultraschallrufe von sich, sondern näherten sich der kitzelnden Hand. Nach dem Kitzeln vollführten sie Freudensprünge, eine Verhaltensweise, die man bei verschiedenen Säugerarten mit stark positiven Emotionen beobachtet.

Literatur

Blakemore, Sarah-J., Wolpert, Daniel M. & Frith, Chris D. (1998). Central cancellation of self-produced tickle sensation. Nature Neuroscience, 1, 635-640.

Selbstberührung dient dem Stressabbau

Menschen haben bekanntlich häufig ihre Hände im Gesicht, d. h., sie streichen sich über das Kinn oder über die Augenbrauen, fassen sich an die Nase und an die Ohren, bedecken damit den Mund oder den Hals. Von den Tieren berühren sich selbst nur Primaten, denn auch sie berühren hin und wieder ihr Gesicht, ohne dass man von außen erkennen könnte, warum sie das tun. Selbstberührungen sind meist dann beobachtbar, wenn Menschen oder Affen unter Stress zu stehen scheinen. Inzwischen hat man die elektrische Aktivität des Gehirns kurz vor sowie kurz nach spontanen Gesichtsberührungen analysiert, und festgestellt, dass sich bestimmte elektrische Potenziale des Gehirns durch die Selbstberührung veränderten, und zwar jene, die mit der Speicherung von Informationen im Arbeitsgedächtnis und dem emotionalen Befinden in Verbindung stehen. Kurz vor einer Selbstberührung sinken diese Parameter, was bedeutet, dass der Arbeitsspeicher ausgelastet ist, d. h., mit einem Gefühl emotionaler Belastung einhergeht, während danach diese Parameter wieder ansteigen. Offensichtlich helfen Gesichtsberührungen bei der Regulierung von Gefühlen, etwa bei kognitiver Überforderung und Stressempfinden. Man vermutet, dass diese kurze Eigenstimulation demnach Störungen der Informationsverarbeitung und gleichzeitig emotionale Schwankungen wieder ausbalanciert (Grunwald et al., 2014).

Die neuronale Grundlage des Selbst ruht in dispositionellen Repräsentationen von Schlüsselereignissen der Autobiographie des Individuums, die jederzeit in Vorstellungsbilder entfaltet und durch neue Lebenserfahrungen ergänzt werden können. Diese Ergänzung erfolgt durch parallele Repräsentation der Erinnerungsbilder mit aktuellen Wahrnehmungsbildern in den frühen sensorischen Feldern, die durch somatische Marker bewertet und kombiniert werden. Die Kombination erfolgt in den sensorischen und motorischen Assoziationsfeldern der Großhirnrinde und subkortikaler Kerngebiete mit Konvergenzeigenschaften, in denen sich das subjektive Selbst manifestiert. Dieser grundlegende neuronale Apparat ist auf die Sprache nicht angewiesen und funktioniert auch bei höheren Tieren (Köhler, 2001).

Beim Menschen tritt als übergeordnetes Signalsystem die Sprache hinzu, die abstrakte Denkvorgänge und eine verfeinerte Form von Subjektivität ermöglicht, in der sich Bewusstsein ausbildet (Köhler, 2001).

Das Selbst wird uns bewusst (Selbstbewusstsein), wenn sich die Aufmerksamkeit auf den Vorgang konzentriert, bei dem Erinnerungsbilder mit einem gerade aktuellen Wahrnehmungsbild verglichen und ggf. verändert werden. Damasio (1997) widerlegt die von Descartes vertretene Auffassung: "Ich denke, also bin ich". Denken ist eindeutig eine evolutionär entstandene Funktion des Gehirns zur Überlebenssicherung des Organismus und wird zudem von Empfindungen des Körpers stimuliert, unterstützt und positiv bewertet. Die Möglichkeit der Stimulierung des Denkens durch die Erzeugung von Gefühlen und Empfindungen wird von der Gesellschaft jedoch bisher nur völlig ungenügend erkannt und genutzt (Köhler, 2001).

Aleida und Jan Assmann (1994) prägten den Begriff des kulturellen Gedächtnisses, das jene Tradition in den Menschen bezeichnet, die über Generationen, in jahrhundertelanger Wiederholung gehärteten Texte, Bilder und Riten, die das Zeit- und Geschichtsbewusstsein, das Selbst- und Weltbild prägen. Dabei bilden kommunikatives und kulturelles Gedächtnis das kollektive Gedächtnis, wobei das kommunikative Gedächtnis auf die mündliche Überlieferung der vorangegangenen drei Generationen begrenzt, alltagsnah und gruppengebunden ist. Das kulturelle Gedächtnis umfasst den archäologischen und schriftlichen Nachlass der Menschheit, d.h., es bezieht sich u.a. auch auf eine mythische Urzeit. Weitergegeben wird dieses Gedächtnis mündlich, schriftlich, normativ und narrativ und zeichnet sich gegenüber dem kommunikativen Gedächtnis durch ein gesteigertes Maß an Formalität und Geformtheit aus. Zentral für das kulturelle Gedächtnis sind Tradition und Wiederholung, wobei in oralen Gesellschaften das kulturelle Gedächtnis von Gedächtnisexperten weitergegeben wird, und sich in Gedenktagen und religiösen Festen manifiestiert. Medien sind dabei als Träger des kulturellen Gedächtnis wichtig, wobei mit dem wandelnden Entwicklungsstand der Medien auch die Verfaßtheit des Gedächtnisses mitverändert wird. Individuell wird das kulturelle Gedächtnis als Bildung erworben, wobei die Bedeutung und Funktion im Bewusstsein um die vertikale Verankerung des geistigen Lebens liegen, also einen Lebensentwurf nach historischen, religiösen, mythischen oder philosophischen Vorbildern ermöglicht.

Die soziale Umwelt und Kultur prägen also das menschliche Gehirn, wobei die Gehirne verschiedener Menschen solche Unterschiede besitzen. Untersuchungen haben etwa gezeigt, dass schon kleine Kinder genaue Vorstellungen von den Gedanken anderer haben, allerdings können in der westlichen Kultur erst Vierjährige falsche Überzeugungen anderer durchschauen. In Kulturen, wo das Sprechen über eigene Wünsche verpönt ist, schaffen das sogar erst Zehnjährige, was einen Beweis für den kulturellen Einfluss auf die Entwicklung unseres Gehirns darstellt.

Siehe dazu dokuGehirn und Emotionen


Dem Selbst einen Spiegel, dem Hirn das Erkennen

Wo im Kopf spielt sich das Erkennen der eigenen Gestalt ab?

"Gnothi seauton!" Erkenne dich selbst! Es ist keine kleine Leistung, das Bild seiner selbst als sich selbst zu identifizieren. Nur Schimpansen und Menschen können das. Dabei ist es einer der wichtigem Momente im Wachsen eines Kindes, wenn es sich das erste Mal im Spiegel erkennt: Mit zirka eineinhalb bis zwei Jahren ist es soweit. Etwa zur gleichen Zeit scheint das Kind auch andere wichtige Aspekte seines "Ich" zu entdecken: So applaudiert es sich selbst, wenn ihm etwas gelungen ist.

Die Tübinger Ärzte Tilo Kircher und Mathias Bartels veröffentlichten dazu in Cognition (1/2001) eine Arbeit. Sie maßen mittels Kernspintomographie die neuronale Aktivität in verschiedenen Hirnregionen von (männlichen) Testpersonen. Dazu wurden diesen Photos ihres eigenen Gesichts, ihrer Ehefrau oder Freundin und einer unbekannten Person gezeigt. Der Vergleich mit der Reaktion aufs Gesicht der Partnerin diente dazu, um die emotionale Reaktion auf eine sehr gut bekannte Person (die man sich selbst ja auch immer ist) von der spezifischen Reaktion auf sich selbst trennen zu können.

Ergebnis: Spezifisch aktiviert beim Betrachten des eigenen Gesichts waren weite Teile des limbischen Systems in der rechten Hirnhälfte sowie der linke Frontallappen. Das heißt, dass an der Selbsterkennung ein stammesgeschichtlich sehr junges Areal beteiligt ist - der Frontallappen, der bei Menschen viel größer ist als bei anderen Primaten -, aber auch ein sehr altes System: Die Autoren spekulieren, dass die Beteiligung des limbischen Systems "vielleicht mit dem diffusen Gefühl des ,Selbst' oder ,Ich' zusammenhängt".

In einer Aussendung der Universität Tübingen: "Diese Untersuchungen konnten bisher erstmalig zeigen, dass ,Selbstbewusstsein' mit naturwissenschaftlichen Methoden erforschbar ist."

Zur gleichen Zeit ist in Nature (409, S. 305) eine Arbeit von Forschern der Harvard Medical School in Boston erschienen, die Ähnliches behaupten. Julian Paul Keenan und Kollegen arbeiteten mit Epileptikern, die sich dem "Wada-Test" unterzogen. Dabei wird jeweils die rechte oder die linke Hirnhälfte anästhetisiert. Während dieser partiellen Narkose zeigte Keenan den Patienten Bilder, die aus deren eigenem Gesicht und einer berühmten Person - bei Frauen: Marilyn Monroe oder Lady Di, bei Männern: Bill Clinton oder Einstein - zusammengesetzt ("gemorpht") worden waren.

Ergebnis: Die Personen mit aktiver rechter Hirnhälfte erkannten sich selbst - jene, bei denen die rechte Hemisphäre betäubt und also nur die linke aktiv war, sahen im Mischbild nur das Antlitz des Stars. Daraus schließen die US-Forscher, dass das "Selbstbewusstsein' in der rechten Hinhälfte sitzt.

Ein offensichtlicher Widerspruch zu den Ergebnissen der Tübinger Forscher. "Die Bostoner haben eine viel gröbere Technik verwendet", meint Tilo Kircher: "Unsere Arbeit ist einfach detaillierter." Tatsächlich mutet die Methode Keenans auch den Laien etwas grobschlächtig an und die vom Nature-internet -Dienst herausgegebene Schlagzeile ",I' is to the right" etwas überspitzt, um es gelinde zu sagen. dass sich, wie es auch auf www.nature.com heißt, "Teile des rechten Hemisphäre (der fronto-temporale Cortex) erst jüngst entwickelt haben", ist bestenfalls die halbe Wahrheit: Das für die Sprache wichtige, für Menschen typische Broca-Zentrum etwa liegt links.

Bewusstsein und Selbst

Nach Damasio (2000) zeigen die neurologischen Befunde, dass Bewusstsein separiert werden kann in eine einfache und eine komplexe Art. Die einfachste Art, das Kernbewusstsein, stattet den Organismus aus mit einer Empfindung von einem Selbst für einen Augenblick "jetzt" und einen Ort "hier". Kernbewusstsein erhellt nicht die Zukunft, und die einzige Vergangenheit, auf die es uns einen verschwommenen Blick erlaubt, ist das, was sich im gerade vorangegangenen Augenblick ereignete. Kernbewusstsein wird in Schüben (pulses) für jeden einzelnen Bewusstseinsinhalt erzeugt. Es ist jeweils das Wissen, das entsteht, wenn man mit einem Objekt konfrontiert ist, ein neuronales Muster dafür erzeugt. Die dabei entstehende Vorstellung von dem Objekt wird in der eigenen Perspektive erzeugt, für die der eigene Organismus das Bezugssystem liefert.

Die komplexe Art von Bewusstsein hingegen, erweitertes Bewusstsein, stattet den Organismus mit einer detaillierten Empfindung von einem Selbst aus "einer Identität und einer Person" und gibt der Person einen Platz an einem Punkt in ihrer individuellen Geschichte, bewusst der gelebten Vergangenheit, der vorausgesehenen Zukunft und der Welt um sie herum.

Kernbewusstsein ist ein biologisches Phänomen, das sich nicht ausschließlich beim Menschen findet. Es hängt nicht ab von Gedächtnis, Denken oder Sprache. Andererseits ist erweitertes Bewusstsein ein biologisches und beim Menschen auch kulturelles Phänomen. Es entwickelt sich im Laufe der Lebenszeit des Organismus. Erweitertes Bewusstsein ist auf Gedächtnis angewiesen. Beim Menschen werden durch Sprache neue Möglichkeiten erschlossen.

Den beiden Arten von Bewusstsein entsprechen zwei Arten von Selbst. Das Selbst, das im Kernbewusstsein auftaucht und das Damasio Kernselbst nennt, wird unentwegt neu geschaffen mit jedem Objekt, mit dem der Organismus in Wechselwirkung tritt. Unser traditioneller Begriff von Selbst verbindet sich aber mit der Vorstellung von Identität und entspricht der beständigen Ansammlung von einzigartigen Tatsachen und Seinsweisen, die eine Person charakterisieren. Damasios Bezeichnung dafür ist autobiographisches Selbst. Das autobiographische Selbst hängt von systematisierten Erinnerungen an Situationen und die am wenigsten veränderlichen charakteristischen Daten des eigenen Lebens ab.

Nach Damasio ist die Repräsentation des Körpers in seinem eigenen Gehirn geeignet, der biologische Vorgänger des Selbst zu sein. Die tiefen Wurzeln des Selbst sind in den Gehirnstrukturen zu finden, die kontinuierlich und unbewusst dafür sorgen, dass der Zustand des Organismus stabil und in den engen, für ein Überleben einzuhaltenden Grenzen bleibt. Damasio nennt die Aktivität in der Gesamtheit dieser Strukturen das Protoselbst.

Damasio schreibt: "Die bahnbrechende Neuerung, die sich im Verlauf der Evolution mit der Entstehung von Bewusstsein ergab, ist die Möglichkeit, das System zur Regulierung der Lebensprozesse, das in Hirnregionen wie dem Hirnstamm und dem Hypothalamus angesiedelt ist, in Verbindung zu bringen mit der Verarbeitung der Repräsentationen der Dinge und Ereignisse, die innerhalb und außerhalb des Organismus existieren. Warum war dies wirklich ein Vorteil? Weil es für das Überleben in einer komplexen Umgebung , d.h. für die effiziente Steuerung der Lebensprozesse darauf ankommt, dass man die richtigen Handlungen unternimmt, und dafür zweckgerichtete Vorausschau und optimale Planung anhand von Vorstellungen von entscheidender Wichtigkeit sind. bewusstsein erlaubt es, eine Beziehung herzustellen zwischen der inneren Steuerung der Lebensprozesse und dem Erzeugen von Vorstellungen. ... Wenn Bewusstsein in der Evolution auftaucht, kündigt sich darin das Einsetzen der individuellen Vorsorge an."

Antonio R. Damasio (2000). Ich fühle, also bin ich. Die Entschlüsselung des Bewusstseins. München: List Verlag.
Antonio R. Damasio (1999). The Feeling of What Happens. Body and Emotion in the Making of Consciousnes, New York:Harcourt Brace.

Der Patient Elliot

Elliot ist einer von vielen Patienten, deren Krankengeschichte von den Damasios beobachtet und in ihren Forschungen verwendet wird. Sein Gehirn war durch einen apfelsinengroßen Tumor zum Teil zerstört , nach der Gehirnoperation war er jedoch in guter körperlicher wie geistiger Verfassung. In durchgeführten psychologischen Tests erwies er sogar eine überdurchschnittliche Intelligenz und verfügte über ein gutes Gedächtnis, Wahrnehmungs- und Lernvermögen. Elliots war aber seine Fähigkeiten, rationale Entscheidungen zu treffen, völlig abhanden gekommen. Er konnte sich seine Arbeitszeit nicht mehr einteilen, ging zweifelhafte Geschäfte ein und verlor sein ganzes Vermögen. Schließlich trennte er sich von seiner Frau und seinen Kindern, ging noch eine kurze zweite Ehe ein und ließ sich letztendlich nur noch durchs Leben treiben. Er hatte offensichtlich einen direkten Bezug zu seinen Gefühlen verloren. Diese Tatsache zeigen auch Tests, bei denen Elliot Bilder mit erschütternden Inhalten gezeigt wurden, auf die er früher auch stark emotional reagiert hätte. Er war sich zwar über die schockierenden Inhalte der Bilder in Klaren, zeigte jedoch keine emotionale Regung.

Damasio zog aus den Untersuchungen des Patienten Elliots den Schluss, dass dieser seine Gefühle, oder die Wahrnehmung seiner Gefühle bei seiner Krankheit verloren hat. Er kann keine Verbindung mehr ziehen von seinen Gedanken und Taten zu seinen Gefühlen. So hat er mit seinen Emotionen auch seine Wertmaßstäbe verloren.

Nach eingehenden Untersuchungen  Elliots, bei denen die Damasios zahlreiche Vergleiche mit anderen Patienten konstruierten, war es ihnen möglich, eine bestimmte Gehirnregion für die Herstellung der Verbindung von Emotionen, also Gefühlen und Denken ausfindig zu machen. Eben diese Gehirnregion war bei Elliot durch den Tumor zerstört. Fälle wie Elliot, so Damasio, zeigen deutlich, dass das Gehirn auf körperliche und emotionale Rückkopplung unbedingt angewiesen sei und man demnach auch nicht  körperliche und psychische Krankheiten trennen könne Die Wahrnehmung von Gefühlen beruht nach Damasio auf der Abstimmung des Gehirns mit den körperlichen Reaktionen. Das Gehirn "beobachtet", was der Körper aufgrund von neuronalen Prozessen tut und so ändert sich auch die Wahrnehmung des Gehirns. Tausende von diesen Kreisläufen konstruieren am Ende die sogenannte Realität.

Damasio erklärt, dass Erinnerungen an Ereignisse und damit verbundene Gefühle das Denken bestimmen. Auf diese Art und Weise ist es uns auch möglich, Entscheidungen zu fällen, die also nicht auf einem "kühlen Kopf" beruhen, sondern das Gehirn ganz wesentlich auf körperliche Reaktionen und die Rückkopplung von körperlichen Zuständen angewiesen ist. Zuständig für solche körperlichen Signale sind nach Damasio bestimmte Konvergenzzonen im Gehirn. Dort werden körperliche, emotionale und geistige Eindrücke verknüpft und gespeichert. Diese Zonen können dann reaktiviert werden, das heißt, der Körper erstellt das gespeicherte Gesamtbild  mit der ganzen "körperlichen Landkarte" ( Blutdruck, Pulsgeschwindigkeit...) erneut und nutzt diese Erfahrungen für seine Entscheidungen. Bei Elliot und auch bei anderen Patienten sind also genau diese Zonen im Gehirn zerstört und somit keine Emotionen mehr für das Gehirn wahrnehmbar. Fazit aus diesen Untersuchungen ist also, dass das Denken und damit verbundene Entscheidungen auf die Verbindung zwischen Körper und Geist beruhen, und diese Fähigkeit in einem bestimmten Bereich im Gehirn verankert ist.

Erkennen und Imagination eines Gegenstands

Jahrelang galt die Hypothese, dass für Erkennen und Vorstellung eines Objektes das selbe Hirnareal zuständig sei. Die Psychologin Isabel Gauthier, Vanderbilt University, zeigte, dass Objekterkennung und -imagination in zwei räumlich getrennten Regionen ablaufen. Diese lassen sich mit Hilfe der funktionellen Magnetresonanztomographie während entsprechender Denkaufgaben sichtbar machen. Diese Technik visualisiert aktive Bereiche des Gehirns durch Farben.

Die Forscher stellten den Testpersonen zwei in der experimentellen Psychologie häufig verwendete Aufgaben: Objekterkennung und mentale Rotation. Bei der Objekterkennung mußten die Versuchsteilnehmer zwei komplexe Gegenstände vergleichen und entscheiden, ob diese identisch sind. Im Falle der "mentalen Rotation" wurden den Testpersonen zwei ähnliche Gegenstände aus verschiedenen Perspektiven präsentiert. Diese mußten sie in Gedanken drehen und wenden, bis sie beurteilen konnten, ob die Gegenstände identisch oder Spiegelbilder sind. Die auf einem Monitor dargestellten Gegenstände bestanden aus mehreren mit einander verknüpften, kleinen Würfeln.

Die Objekterkennung spielte sich überwiegend in den ventralen Pfaden ab, also in den Schläfenlappen und der unteren Sehrinde (Hinterhauptslappen), während die mentale Rotation vorrangig die dorsalen Pfade aktivierte, welche vom Scheitellappen bis zur oberen Sehrinde reichen.

Quelle: Neuron: http://www.neuron.org/ (02-03-10)

Das Korsakow-Syndrom

Es handelt sich bei diesem Syndrom um eine Beeinträchtigung der Verarbeitung neuer Informationen im Kurzzeitgedächtnis, um diese dauerhaft im Langzeitgedächtnis zu speichern. Die klassische Definition beschreibt eine tiefe und permanente Auslöschung des Gedächtnisses infolge einer Zerstörung von Neuronen in den winzigen, für das Gedächtnis aber unentbehrlichen Mammillarkörpern des Hypothalamus durch Alkoholmissbrauch. Das übrige Gehirn bleibt unbeeinträchtigt. Bei Patienten bleibt daher die Intelligenz erhalten, die Merkfähigkeit ist jedoch herabgesetzt und der Persönlichkeitshorizont ist verengt, was zu Interesselosigkeit und Konzentrationsschwäche führt. Korsakow beschrieb einen Patienten: "Anfangs im Gespräch ist das Vorhandensein einer Geistesstörung beim Kranken schwer zu bemerken: Er macht den Eindruck eines Menschen, welcher seiner Geisteskräfte vollständig Herr ist. Er spricht mit voller Überlegung, zieht aus den gegebenen Prämissen die richtigen Schlüsse, spielt Schach, kurz er benimmt sich wie ein geistig gesunder Mensch. Nur nach längerer Unterhaltung kann man bemerken, dass der Kranke von Zeit zu Zeit die Begebenheiten durcheinander mengt, nichts von dem, was um ihn herum vorgeht, im Gedächtnis behält: Er erinnert sich nicht, ob er gespeist hat, ob er aus dem Bett aufgestanden ist. Manchmal vergisst der Kranke sofort wieder, was mit ihm geschehen ist. Derartige Kranke können mitunter stundenlang ein und dieselbe Seite lesen, weil sie das Gelesene absolut nicht im Gedächtnis behalten. Sie können 20-mal der Reihe nach ein und dieselben Dinge reden, ohne sich auch nur im Mindesten der beständigen Wiederholung ihrer stereotypen Reden bewusst zu sein. An die Personen, mit denen der Kranke ausschließlich zur Zeit der Krankheit in Berührung kam, zum Beispiel der behandelnde Arzt, der Wärter, kann er sich oft nicht erinnern, wiewohl er sie beständig sieht; und jedes Mal, wenn er sie erblickt, versichert er, sie zum ersten Mal zu sehen."

Das durch alkoholisch-toxische Einflüsse verursachte Korsakow-Syndrom, auch als Korsakow-Psychose oder amnestisches Psychosyndrom bezeichnet, kommt selbst bei starken Trinkern selten vor. Andere mögliche Ursachen von Schädigungen dieser Art sind aber zum Beispiel ein Hirntumor oder Hirnverletzungen mit Beeinträchtigung der Mammillarkörper. Das akute Korsakow-Syndrom geht mit hohem Fieber einher. Der Patient phantasiert und hat extreme Gedächtnisstörungen. Nach einigen Tagen klingt das Fieber ab, zurück bleiben irreparable Schäden und ständige Konfabulationen. Betroffene Menschen können sich an die Zeit vor der Neuronenzerstörung erinnern, haben also noch Zugriff auf das Langzeitgedächtnis, neue Informationen können jedoch nicht mehr im Kurzzeitgedächtnis verarbeitet und später im Langzeitgedächtnis gespeichert werden. Das sensorische und das Langzeitgedächtnis sind nicht beeinträchtigt, aber ohne die unerlässliche Verarbeitung im Bindeglied Kurzzeitgedächtnis können Erlebnisse, Ereignisse, Daten und andere Informationen nicht mehr an das bisher Gespeicherte anknüpfen (anterograde Amnesie: Verlust der Fähigkeit, Erinnerungen an neue Fakten zu bilden). Neues Lernen wird dadurch nahezu unmöglich. In Verbindung mit dem Korsakow-Syndrom tritt oft noch eine weitere Form der Amnesie auf. Es ist dem Patienten nicht nur unmöglich, sich an Dinge nach der Zerstörung seiner Merkfähigkeit zu erinnern, sondern zusätzlich werden weitere Zeitspannen seines Lebens vor der Erkrankung in seinem Gedächtnis praktisch ausgelöscht. Wenn das akute Syndrom zum Beispiel vor zwei Jahren eingesetzt hat, ist die letzte Erinnerung, der permanente aktuelle Stand des Patienten, möglicherweise vor weiteren fünf oder sogar mehr Jahren anzusetzen. Betroffene Menschen sind zeitlich und räumlich desorientiert. Für die jeweilige psychische Situation hat das Korsakow-Syndrom fatale Folgen in Bezug auf die eigene Identität. Korsakow-Patienten  befinden sich in gleichgültigen oder heiteren Stimmungslagen. Der Gedächtnisverlust bringt einen Empfindungsverlust mit sich. Wahrnehmungen folgen einander in unbegreiflicher Schnelligkeit, ohne verarbeitet werden zu können. Um die eigene Identität zu wahren, braucht der Mensch aber eine fortlaufende innere Geschichte. Korsakow-Patienten sind sich ihrer Gedächtnisstörung gleichzeitig bewusst und auch nicht bewusst, da sie zwar merken, dass etwas fehlt und sie ständig auf Widersprüche zwischen ihrem aktuellen Informationsstand und der Realität stoßen. Gleichzeitig vergessen sie allerdings auch diese Widersprüche nach kurzer Zeit. Sie knüpfen Erfahrungen in der Gegenwart immer wieder neu an einen fixierten, längst vergangenen Zeitpunkt ihres früheren Lebens an. Dadurch sind sie zeitlich und räumlich desorientiert und ohne Kontinuität. Es gehen Jahre eines Lebens durch das Vergessen verloren.

Gedächtnisverlust auf Grund eines traumatischen Ereignisses

Erinnerung und vor allem die persönliche Erinnerung verlangt, dass es zu einer synchronen Aktivierung von faktenbezogenen Wissensinhalten und deren emotionaler Bewertung kommt. In Stresssituationen, während psychischer Traumata und Ähnlichem kann es zu Dissoziationen kommen, d.h., zu einem Auseinanderlaufen zwischen der emotionalen und der Faktenebene. Der Betroffene kann beide Bereiche nicht mehr synchronisieren und erinnert sich an einzelne Fakten, weiß, was ein Tisch, was ein Stuhl ist, aber weiß nichts mehr über sich selbst, was zwar irgendwie verkapselt im Gehirn noch vorhanden ist, aber man hat im Augenblick keinen Zugang mehr dazu. Dieses Phänomen des Gedächtnisverlustes wurde in den Anfängen der Psychiatrie als "belle indifference" beschrieben und meinte damit, dass die Betroffenen ihrem Gedächtnisverlust eher sehr gleichgültig gegenüberstehen und nicht in seiner Gänze und in seinem Tiefgang erfassen. Bei einem durch ein Trauma verursachten Gedächtnisverlust kommen manche Inhalte automatisch zurück, aber es gibt anderes, was wirklich mehr oder minder neu angelernt werden muss. Das hängt eben damit zusammen, dass Menschen verschiedene Gedächtnissysteme besitzen, von denen manche relativ autark, autonom, automatisch funktionieren, z.B. das prozedurale Gedächtnis, das Gedächtnis für motorische Fertigkeiten. Daneben gibt es ein System, das mit Bekanntheit, Familiarität zu tun hat, also meist Urbeziehungen betrifft, die nicht bewusst gemacht werden. Das autobiografische Erinnern nennen ist das komplexeste und auch am ehesten anfällig gegenüber Stressereignissen oder Gehirnschäden, da in ihm Emotion und Kognition gekoppelt synchronisiert werden müssen und damit eine sehr feine Abstimmung zwischen verschiedenen Hirnarrealen verlangt. Wenn dieses empfindliche System gestört ist, kommt es zu Gedächtnisblockierungen oder Gedächtnisblockaden, bei denen die persönlichen Erinnerungen nicht mehr aktiviert werden können, während Neutrales, also was Tisch, Stuhl, Bett bedeutet, durchaus noch frei assoziiert werden kann. Man geht auch bei Gedächtnisverlusten davon aus, dass das meiste irgendwo noch im Gehirn gespeichert ist, da unter Hypnose oder ähnlichen Techniken Erinnerungen reproduzierbar sind, die verloren geglaubt waren.

Quelle: Verschiedene Gedächtnissysteme. Hans Markowitsch in einem Interview mit Dieter Kassel.
WWW: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/1018182/ (09-08-18)


Wer an einem Lernprogramm zum Thema Gedächtnis interessiert ist, sollte die site "Wege in die Psychologie" von Gerd Mietzel und MitarbeiterInnen aufsuchen, auf der interaktive Übungen, Experimente, zusätzliche Zeichnungen und Beispiele angeboten werden. Die rechtsstehende Grafik - übrigens ein Muster an didaktisch hervorragend aufbereiteter psychologischer Theorie! - stammen aus diesem Lernprogramm.

Lernprogramm zum Thema Gedächtnis 

[Quelle: http://www.supplement.de/supplement/gedaech/cogmapa.gif]

Siehe dazu auch Sensible Phasen und ihr Einfluss auf die Entwicklung des Gehirns

Quellen zum Thema Gedächtnis

Assmann, Aleida & Assmann, Jan (1994). Das Gestern im Heute. Medien und soziales Gedächtnis. In Merten, Klaus, Schmidt, Siegfried J. & Weischenberger, Siegfried (Hrsg.), Die Wirklichkeit der Medien. Eine Einführung in Kommunikationswissenschaften. Opladen.

Grunwald, M., Weiss, T., Mueller, S. & Rall, L. (2014). EEG changes caused by spontaneous facial self-touch may represent emotion regulating processes and working memory maintenance. Brain Res. Doi: 10.1016/j.brainres.2014.02.002.

Köhler, Bertram (2001). Nachdenken über Evolution.
WWW: http://home.t-online.de/home/Bertram.Koehler/Denken.htm

Kramar, Thomas (2001). "Alles, was zählt, dauert drei Sekunden" - Wie sich das Gehirn die Gegenwart strukturiert. Die Presse, 3.2., S. VIII.

Lange, Anne Katharina (o.J.) Das Korsakow-Syndrom.
WWW:http://www.erzwiss.uni-hamburg.de/sonstiges/neuropsychologie/syndrome/korsakow.htm

Markowitsch, Hans .J. (1995). Anatomical basis of memory disorders. In M.S. Gazzaniga (Ed.), The cognitive neurosciences (pp. 665-679). Cambridge, MA: MIT Press.

Markowitsch, Hans .J. (1996). Neuropsychologie des menschlichen Gedächtnisses. Spektrum der Wissenschaft, Sept., 52-61.

Markowitsch, Hans J. (1998). Das Gedächtnis des Menschen: Psychologie, Physiologie, Anatomie. In E.P. Fischer (Hrsg.), Mannheimer Forum 97/98: Gedächtnis und Erinnerung (S. 167-231). München: Piper.

Markowitsch, H.J. (1998b). Gedächtnisstörungen. Stuttgart: Kohlhammer.

Oerter, Rolf & Montada, Leo (Hrsg.) (1995). Entwicklungspsychologie. Weinheim: PVU.

Markowitsch, H.-J., Matura, S. & Welzer, H. (2004). Die Entstehung des menschlichen Gedächtnisses. Stuttgart: Klett-Cotta.

Oddo, Silvia, Schwab, Anna & Welzer, Harald (2002). Erinnerung und Gedächtnis &endash; ein Werkstattbericht.
WWW: http://www.memory-research.de/index2.htm (04-05-25)

Schultz, Wolfram (1993). Lernen, Gedächtnis und Gehirn.
WWW: http://www.unifr.ch/spc/UF/93mai/schultz.html (00-05-25)

Welzer, H. (2002). Das kommunikative Gedächtnis. Eine Theorie der Erinnerung. München: C.H. Beck.
http://www.geo.de/themen/medizin_psychologie/gedaechtnis/gedaechtnis_02.html (01-11-26)

http://www.sueddeutsche.de/aktuell/?section=wissen&myTM=full&id=955390503.33273&myTime=20000411122254 (01-12-24)

http://www.sueddeutsche.de/250383/985/2795506/Ein-Affe-plant-den-Aufstand.html (09-03-11)



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