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Entwicklungspsychologie

Gegenstand der Entwicklungspsychologie ist die Entstehung und Veränderung psychischer Funktionen über die gesamte Lebensspanne hinweg (im Säuglings-, Kleinkind-, Schulkind-, Jugend-, Erwachsenen- und Greisenalter). Dazu gehört die Kenntnis von biologischen, sozialen, emotionalen und kulturellen Faktoren, die den Entwicklungsprozess fördern oder hemmen, das Erkennen anormaler Entwicklungsverläufe und die Durchführung entsprechender Maßnahmen zur Prävention. Gegenstand der Entwicklungspsychologie sind Veränderungen im Denken, Erleben und Verhalten im Laufe des Lebens, wobei im Gegensatz zu früheren Konzeptionen nicht nur mehr das Kindes- und Jugendalter, sondern die gesamte Lebensspanne betrachtet wird. Folgende Fragestellungen werden untersucht:

Gegenstand der Entwicklungspsychologie sind dabei weniger kurzfristige oder aktuelle Veränderungen im Erleben und Verhalten, sondern grundlegende Veränderungen, die einen Wandel in der Umweltanpassung anzeigen. Ein Schwerpunkt in der Tätigkeit von EntwicklungspsychologInnen ist die Untersuchung des Lebens von Kindern und Jugendlichen, des Studiums der familiären Umwelt, wie auch der außerfamiliären Umwelt, das Verhalten von Kindern und Jugendlichen zuhause und in der Schule. Fragen der Auswirkungen unterschiedlicher Erziehungsstile, der Arten von Mutter-Kind-Interaktionen oder Auswirkungen sozialer Erfahrungen, wie etwa einer Scheidung in Untersuchungsgegenstände der Entwicklungspsychologie dar.

Quelle: Neuper, Christa (o.J.). Einführung in die Fächer der Psychologie. Entwicklungspsychologie.
WWW: http://psyserver.uni-graz.at/de/stud/einfuehrungs-vo/Entwicklungspsy.pdf (08-01-03)
WWW: http://www2.informatik.hu-berlin.de/~prang/page8/page20/page9/files/Entwicklungspsy_neu.pdf (09-11-12)


Aufgabenprofil nach Havighurst

Das Konzept der Entwicklungsaufgaben wurde von Robert J. Havighurst und seinen Kollegen während der dreißiger und vierziger Jahre erarbeitet. Zentrale Idee ist, dass die Entwicklung als Lernprozess aufgefasst wird, der sich über die gesamte Lebensspanne erstreckt. Als Quellen für Entwicklungsaufgaben gelten physische Reifung (Basis für Entwicklungsaufgaben, die weitgehend universell sind), gesellschaftliche Erwartungen und individuelle Zielsetzungen und Werte (treibende Kraft für die aktive Gestaltung von Entwicklung). Entwicklungsaufgaben stellen somit ein Bindeglied dar zwischen individuellen Bedürfnissen und gesellschaftlichen Anforderungen (vgl. Oerter & Dreher 2002, S. 268 f).

Aus folgender Liste zentraler Entwicklungsaufgaben des erweiterten Jugendalters wird gewählt:

Literatur

Mietzel, Gerd (2002). Wege in die Entwicklungspsychologie. Kindheit und Jugend. Weinheim: Beltz.
Oerter, Rolf & Dreher, Eva (2002). Jugendalter. In Oerter, Rolf & Montada, Leo (Hrsg.), Entwicklungspsychologie (S. 258-317). Weinheim: Beltz.



Siehe auch die folgenden Fachtexte zum Jugendalter



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