Angst bei Jugendlichen
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Heute werden die meisten Kinder schon früh durch die Medien mit Real- und Sozialängsten konfrontiert, die von vielen Autoren aber erst mit dem 9., 10. Lebensjahr oder noch später angesetzt werden. Voraussetzung dafür ist die kognitive Entwicklung, damit das Kind bzw. der Jugendliche sich mit bestimmten Tatsachen auseinandersetzen kann, die ihm vorher eher verschwiegen wurden, z.B. Sexualität, Gewalt, Tod; Umweltzerstörung, Arbeitslosigkeit, Hunger, Atomkrieg, u.a. Sozialphobien zählen dabei zu den am weitesten verbreiteten psychischen Problemen unter Heranwachsenden. Eine neuere Untersuchung der Abteilung für Klinische Psychologie und Psychotherapie der Goethe-Universität in Frankfurt an 600 SchülerInnen 12 und 17 Jahren fand, dass jeder achte unter Sozialphobien leidet., wobei sich unter den Betroffenen mehr Mädchen als Knaben befinden. Mit 10,6 Prozent gegenüber 17 Prozent ist der Anteil „hoch-sozial-ängstlicher“ Schüler aus ländlichen Gebieten etwas geringer als in den städtischen Bezirken. In dieser Gruppe sind Mädchen mit 59 Prozent stärker vertreten als Jungen. Manche haben dauerhafte und übertriebene Angst vor Begegnungen mit anderen, insbesondere ihnen nicht bekannten Menschen, sowie vor Leistungsanforderungen. Deshalb vermeiden sie zunehmend Situationen, die soziale Begegnungen und Leistungen von ihnen verlangen. Aufgrund dieser meist übertriebenen Furcht meiden die betroffenen Jugendlichen möglichst alle Kontakte. Eine Folge dieser Ängste ist u.a., dass Jugendlichen die Schule oder Ausbildung abbrechen, sodass diese Jugendlichen süäter im Leben Schwierigkeiten, Freundschaften aufzubauen oder beruflichen Erfolg zu haben. Heute leiden viele Jugendliche daran, dass ihre reale Lebenssituation von dem Gefühl einer Bedrohung oder Ausweglosigkeit beherrscht ist. Diese wird permanent von den Erlebensmöglichkeiten einer Reizkultur überdeckt, durch die ihnen aber alles auch wieder einigermaßen erträglich erscheint. Einerseits sind sie voller Erlebenssehnsucht nach unbeschränkter Bedürfnissentfaltung, andererseits steht ihre zukünftige Existenzmöglichkeit unter extremer Unsicherheit. Manchen unter ihnen steht ein sehr begrenztes Leben bevor, oft eine Gratwanderung in der Realisierung überhaupt irgendeiner erträglichen Existenzmöglichkeit. Die Kluft zwischen dem inneren Verlangen und der Sicherung einer materiellen Existenz erzeugt eine permanente Spannung, die auch ihre sozialen Beziehungen charakterisiert. Diese sind natürlich existenziell genauso notwendig wie die materielle Absicherung. Brechen beide zusammen und erscheint alles ausweglos, so kann ein solcher Jugendlicher in eine existenzbedrohende Extremsituation kommen, aus der es für ihn nur selbstdestruktive Auswege zu geben schein. Die Flucht in Drogen oder Aggressionen ist hier vorprogrammiert. Die verschiedenen Formen der Angst differenzieren sich
wie an anderer Stelle erwähnt im Laufe des Lebens,
wobei diese den Menschen seit seiner Geburt begleiten. Siehe
dazu Siehe auch |
Siehe dazu auch und unter entwicklungspsychologischer Perspektive
Quellen
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Jugendspezifische Ängste sind allgemein betrachtet
Ein bestimmtes Ausmaß an sozialen
Ängsten ist gerade bei Jugendlichen aber
völlig normal. Soziale Ängste treten im
Jugendalter häufig dann auf, wenn die typischen
Vorübergehende soziale Ängste sind in der
Kindheit und Jugend relativ häufig. Soziale Ängste
beginnen meist zwischen dem 13. und 20. Lebensjahr. Soziale
Ängste werden im Jugendalter auch häufig
überspielt Bei Jugendlichen zeigen sich soziale
Ängste am häufigsten in Form von
Schul- und
Prüfungsangst, aber auch in der Angst,
von anderen Peers ausgelacht und abgelehnt zu werden, wenn
diese als Gruppe und damit als bestimmende Mehrheit erlebt
werden. Siehe dazu auch |
Ängste im Jugendalter
Literatur:
Morschitzky, Hans (1999). Wenn Jugendliche ängstlich sind. Ratgeber für Eltern, Lehrer und Erzieher. Wien: ÖBV & HPT.
"Bei Kindern, die nicht mit ihrem
Verhalten stören, fallen Eltern und Lehrern
Angstzustände oder Depressionen leider oft nicht auf",
sagte Andreas Warnke (Universität Würzburg).
Häufig schwänzten Kinder nicht deshalb die Schule,
weil sie keine Lust dazu haben, sondern weil sie die Schule
fürchten. Sie sind häufig überfordert und
erleben die Schule als einen Ort des Misserfolgs, sie leiden
unter Zwängen oder werden
Quelle: http://www.stern.de/wissenschaft/ koerper/index.html?id=312889 &eid=507840 (03-01-19) |
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Eine umfangreiche und qualitativ hochwertige
Zusammenstellung psychologischen Wissens zum Thema Angst -
insbesondere auch im Bereich der Angst bei Kindern und
Jugendlichen findet sich auf der ausgezeichneten site von
Hans Morschitzky |
Linkempfehlung |
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Literatur: |
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